
Immortals Fenyx Rising
Was war das für ein magisches Abenteuer! Wir haben uns die letzten Tage Immortals Fenyx Rising für euch angesehen und so vieles erlebt! Dabei hat uns nicht nur ein Zyklop das Leben schwer gemacht. Wie sich der Titel geschlagen hat, lest ihr ab sofort in unserer brandneuen Review zum Spiel.
Verratet uns doch in den Kommentaren, ob euch Immortals lockt & was euch an den Mechaniken des Spiels, die das Beste von The Legend of Zelda: Breath of the Wild und Assassins Creed Odyssey vereinen, gefällt!?

Immortals Fenyx Rising
NSW
- Genre
- Action-Adventure
- Entwickler
- Ubisoft
- Publisher
- Ubisoft
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1 lokal
- Freigabe
USK ab 12
Damals noch als Gods & Monsters angekündigt, zeigt sich Immortals: Fenyx Rising nun in all seiner Farbpracht auf den aktuellen & neuen Konsolen. Wie sich das Abenteuer in der mythologischen Götterwelt des antiken Griechenlands spielt, lest ihr in diesem Nintendo-Switch-Test.
Fenyx Aufstieg
Die Geschichte von Immortals: Fenyx Rising beginnt mit einer Geschichte der Götter. Einst versiegelten sie das Moster Typhon in der Unterwelt. Dieses konnte sich jedoch befreien und raubte in seiner Rachsucht den Göttern ihre magischen Kräfte und Fähigkeiten. Obendrein wurden einige von Ihnen in andere Gestalten verwandelt. Alle Soldaten und Krieger, die zu der Zeit die Goldinseln bevölkerten, wurden augenblicklich versteinert. Zeus tritt nun an den, an einen Fels geketteten, Prometheus heran und bittet ihn um Hilfe. Dieser sieht sofort seine Chance und verlangt nach Befreiung, sollte seine Hilfe erfolgreich sein. Gesagt getan verweist Prometheus auf die letzte Chance der Götter: Fenyx. Ein menschliches Wesen mit großem Potenzial, da es von den selbstverliebten Göttern und Monstern unterschätzt wird. Fenyx Reise startet, nachdem ihr euch in einem Konfigurator für das Aussehen, Geschlecht und Stimme des Protagonisten entschieden habt. Fenyx ist in unserem Abenteuer männlich und wird schiffbrüchig an Land gespült. Auf der Suche nach seinen Kameraden und dem Bruder Ligyron muss Fenyx feststellen, dass sie versteinert wurden. Von da an geht es Schlag auf Schlag. Wir werden auf unserer Reise durch den Götterboten Hermes begleitet, der uns sogleich unsere Mission aufzeigt, um das Gleichgewicht der Götter in Ordnung zu bringen und unsere Kameraden zu befreien. So werden wir in die mythische Welt eingeführt und erhalten kurzerhand Achilles Schwert, Herakles Handschuhe der Kraft, Odysseus Bogen und einen Hammer, der vor Kraft nur so strotzt. Wir lernen kurzerhand, dass Typhon allerhand Monster in die Welt gelassen hat, die es ebenfalls zu besiegen gibt. Neben kleineren Widersachern wie Soldaten und Harpyien stellt sich Fenyx auch Zyklopen, Hydras, Drachen und anderen mystischen Wesen, etwa den 6-Armigen-Monstern.
Von nun an gilt es als Fenyx die Goldinseln zu erkunden und dabei die verschiedenen Questreihen voranzubringen. Dies passiert auf eine wunderbar unaufdringliche Weise: Denn wann immer wir auf dem Weg zu einem Questziel sind, begegnen uns auf dem Weg dorthin eine Vielzahl interessanter Schauplätze, die den antiken Charme versprühen. Neben den Hauptaufgaben, in denen wir beispielsweise einen Lavakern aus einem Vulkan bergen müssen, um einen gefallenen Phönix wiedererstarken zu lassen, präsentiert das Spiel auf den sieben Inselteilen verschiedenste Rätsel, die nicht selten die Umgebung sinnvoll einbinden. Auf diese Weise sind wir regelmäßig gefordert und geraten ins Staunen, während wir auf unterschiedlichen Pfaden unterwegs sind, den Göttern zu helfen und ihre Kräfte wiederzubeschaffen.
Rätsel wohin das Auge reicht
Auf unseren Wegen verstehen wir schnell, dass diese magische Inselkette so einige Rätsel bereithält, wie sie nur von Göttern geschaffen und vor selbige würdig sein kann. Wir verlieren uns in Sternbildrätseln, verschieben Kugeln, um Tore zu öffnen – beim ersten dieser Rätsel erlangen wir Dädalos Flügel, sodass wir fortan über die Insel fliegen & gleiten können, soweit es unsere Ausdauerleiste zulässt. An anderen Stellen müssen wir den Bogen einsetzen, um durch Ringe oder auf aktivierbare Schalter zu schießen. Auch gibt es Orte, an denen kleine Harfen platziert sind, die eine Melodie abspielen. Kommen wir an dreien vorbei, können wir uns die eingeprägten Melodien bei einer überdimensional großen Lyra eingeben und werden fürstlich für unsere melodischen Künste belohnt. Von diesen Rätseln gibt es viele weitere, die das aufmerksame Beobachten der Umgebung, den Einsatz unseres wachsenden Fähigkeitenrepertoires und ein bisschen Geschick erfordern. Auf diese Weise zaubert Immortals: Fenyx Rising ein ganz wunderbar-abwechslungsreiches Rätsel-Ensemble, welches in vielen anderen Ubisoft-Titeln zuletzt zu kurz kam und sich stattdessen der immer wiederkehrenden Kritik der Ubisoft-Formel wiederholender Quests und identischer Mechaniken ergeben musste.
Natürlich gibt es auch in diesem neuen Franchise viele bekannte Prinzipien. Es ist wohl nicht zu leugnen, dass sich Ubisoft hier sowohl bei dem Meisterwerk von The Legend of Zelda: Breath of the Wilds hat inspirieren lassen und das Entwicklerstudio Ubisoft Quebec zudem viele gute Assets und Mechaniken aus Assassins Creed Odyssey einbringen konnte. Hier zeigt sich zudem, dass gute, wenn auch bekannte Prinzipien gern genutzt und kombiniert werden können, wenn sie dem Spiel einen Mehrwert liefern. Nun kann man sich natürlich darüber streiten, ob lenkbare Pfeile und Ausweichoptionen im Flug weiterhin attraktiv sind, nützlich und wirkungsvoll sind sie aber allemal.
Die RPG-Mechaniken des Spiels: Sammeln, Aufwerten, Verbessern
Sobald wir die ersten Spielstunden in Immortals: Fenyx Rising verbracht haben, sind uns die Kern-Mechaniken zur Gegnüge bekannt: Wir stehen und fallen mit unserer Ausdauerleiste, die für jede Art von körperlicher Beanspruchung, z.B. Rennen, Schwimmen, Fliegen, Klettern, Springen angesprochen wird. Falsch dosiert, stürzen wir so schnell in die Tiefe, fallen von einer Klippe oder ertrinken. Das passiert zu Beginn des Spiels leider noch ernüchternd häufig, da der Ausbau der Ausdauerleiste den Zugang zur Halle der Götter erfordert, die sich auf einem Plateau befindet, dass wir erst erreichen, sobald wir einige Zeit auf den Goldinseln und mit den Einführungsquests verbracht haben. Sobald wir in verschiedene Gewölbe des Tartaros hinabsteigen, um dort etwas herausfordernde Rätsel oder Gegner zu meistern, werden wir mit einem Blitz Zeus belohnt. Mehrere davon ermöglichen dann schließlich das Upgrade der Ausdauerleiste, welches wir von der Halle der Götter aus – dem Hub des Spiels - durchführen können. Ist dies gemacht, warten parallel diverse andere Dinge auf unsere Hingabe.
Wir können über alle sieben Inselregionen hinweg sogenanntes Ambrosia sammeln. Dieses ist eine Art magischer Leuchtkristall, der pulverisiert unsere Lebensleiste vergrößert. Die Ambrosia-Kristalle sind jedoch nur an schwer erreichbaren oder gut versteckten Stellen platziert oder erreichbar, nachdem ein besonders fieser Zyklop sein Ende gefunden hat. Weiterhin können wir tägliche und wöchentliche Herausforderungen lösen, die uns zusätzliche Ressourcen und Münzen einbringen, die wiederum zur Aufwertung des Talentbaumes erforderlich sind. Je mehr wir davon haben, desto furioser kämpft Fenyx mit all seinen magisch-akrobatischen Fähigkeiten am Boden und in der Luft. Gerade das Momentum der Geschwindigkeit und des richtigen Timings zu nutzen, dabei jedoch nicht den in oder anderen Konter außer Acht zu lassen, ist eine der großen Gameplaystärken des Spiels.
Während wir im gesamten Spiel freie Truhen finden und öffnen können, warten auch epische Truhen auf uns, die zuvor den Sieg über einen Monster-Mobb oder das Lösen eines Rätsels erfordern. Schaffen wir dies, werden wir meist mit einem Ausrüstungsteil oder einer Waffe belohnt. Diese sind in Immortals: Fenyx Rising ausschließlich kosmetischer Natur und besonders schön für das Spielgefühl, die Präsentation in den schicken Zwischensequenzen und den Fotomodus. Letzterer kann uns viel Freude bereiten und gibt obendrein den Spielern in aller Welt die Möglichkeit zum Liken unserer Bilder, die am Standort des Schnappschusses auf der Map dargestellt werden. Natürlich gibt es im gesamten Spiel genügend Items zu finden, sodass wir ganze Sätze von Ausrüstung zusammenstellen können. Immerhin haben diese kleinere Effekte. Die Gesamstärke der Ausrüstung wird jedoch in der Halle der Götter bei der Schmiede berücksichtigt. Sobald genügend Ressourcen gesammelt werden, lässt sich eine Ausrüstungskategorie, z.B. der Helm oder die Waffe aufwerten. Sobald geschehen, werden alle im Inventar befindlichen Items dieser Kategorie aufgewertet. Das hat den wesentlichen Vorteil schneller die Ausrüstung und Optik wechseln zu könnenn, ohne dabei auf wichtige Upgrades verzichten zu müssen bzw. in den nächsten großen Farming-Run zu gehen.
Wollen wir auf einem höheren der von vornherein vier zugänglichen Schwierigkeitsgrade (Story, Leicht, Normal, Schwer) spielen, so ist es unerlässlich auch die Tränke und Ressourcen zu nutzen. Tränke können wir an verschiedenen Stellen der Karte herstellen, sobald wir einem magischen Kelch begegnen. Sodann lassen sich Heilungs-, Ausdauer-, Verteidigungs- und Angrifftränke brauen, die unterschiedliche Ressourcen benötigen. Die für Ausdauertränke benötigen blauen Pilze können auch einzeln verzehrt werden (Steuerkreuz rechts gedrückt halten) und haben auf unserer Testsession so manches mal Fenyx vor dem Tode auf einer steilen Kletterpartie bewahrt. Die Granatäpfel (Steuerkreuz links gedrückt halten) gewähren stattdessen einen kleineren Zugewinn an Lebensenergie, sofern nicht fünf von Ihnen zum wirkungsvolleren Trank verarbeitet werden. So funktioniert dies analog für die anderen Tränke mit Blüten und Kräutern.
Träumerischer Soundtrack & malerische Kulisse
Hinter der imposanten Fassade des Spiels, die eine Mischung aus kindlichem, fantasievollem Kunterbunt und griechischer Mythologie ist, begegnet uns eine beeindruckende Soundkulisse. Das gesamte Abenteuer wird durch den selbstverliebten Zeus und den an den Fels geketteten Gesprächspartner Prometheus begleitet. Meilensteine Fenyx‘ werden kommentiert und der ein oder andere derbe oder plumbe Witz wird abgefeuert. Was jedoch auffällt ist, dass die deutsche Synchronisation der Sprecher, allgemein sämtliche Stimmen, hervorragend gelungen ist. Nebenbei wird ein vielseitiger Soundtrack präsentiert, der sich nahtlos in das träumerische und manchmal angsteinflößende Setting von Immortals: Fenyx Rising einbettet.
Kleinere Schwächen, die man verzeiht
Selbstverständlich hat ein Spiel dieser Amibition und größe auch ein paar Hürden zu nehmen, die zu den ein oder anderen kleineren Stolpern führen. So sind zeitweilig die Ladezeiten in und aus den Gewölben heraus ein wenig lang, wenn auch erträglich und die Checkpoints in manchen Rätseln sind undankbar, sodass Wiederholungen nötig sind. Texturen laden bei großer Bewegungsgeschwindigkeit, etwa beim Reiten oder Fliegen, zeitweilig etwas nach und können vereinzelt ein minimales Stocken erzeugen. Framerate-Drops passieren, sind jedoch nicht massiv. Auch ist zu erwähnen, dass die Nintendo Switch Version des Spiels rein technisch die schwächste ist und nicht mit den Next-Gen-Versionen der Playstation 5 und Xbox Series S/X mithalten kann. Umso erstaunlicher ist es, dass die hybride Version absolut keine schlechte oder inperformante Figur im Docked-Modus macht und auch im Handheld-Modus nur minimale Abstriche in der Darstellung einfordert. Was im Spielverlauf vereinzelt störte waren die fehlenden Indikator für übermächtige Gegner. So bereisten wir frühzeitig im Spiel weit entfernte Teile der Insel, um die Karte schneller vom Nebel zu befreien und die Schnellreise-Punkte freizuschalten. Dadurch begegneten wir Gegnern, die wir mit dem anfänglichen Rüstungsset nicht Herr werden konnten. Es wäre gut gewesen, wie beispielsweise in Assassins Creed Odyssey implementiert, wenn hier ein Totenkopf-Indikator angezeigt hätte, dass wir uns besser schnell aus dem Staub machen, bevor wir allzu oft das Zeitliche segnen. Analog ist es uns bei einem, dem Kriegsgott Ares nahgelegenen Gewölbe passiert. Wir rätselten uns mit großer Mühe über eine Stunde durch ein sehr kniffliges Gewölbe, nur um dann beim Gegner, der von sechs Ketten durch Lösen der Rätsel befreit werden musste, die Erkenntnis der Chancenlosigkeit zu erhalten und das Gewölbe zu verlassen. Dies war wiederum nur möglich, als wir den vorherigen Autosave-Checkpoint geladen haben, sonst wäre nach jedem Tod in Endlosschleife der Bosskampf wiederholt worden. In Summe sind dies aber alles kleinere Abstriche, die man überhaupt machen muss, wenn man zu sehr vom gut vorskizzierten Pfad abweicht bzw. das Spiel mit äußerst kritischem Auge begutachtet. Wer sich stattdessen auf das Gameplay und den Spielspaß konzentriert, kommt nicht davon los, Begeisterungsschwüre auszurufen.
Plattformübergreifendes Save & Play und Belohnungen via Ubisoft Connect
Als wäre das bisherige Paket noch nicht ansprechend genug, ermöglicht uns Ubisoft mittels ihrem Cloud-Dienst Ubisoft Connect nun auch bei Immortals: Fenyx Rising den Cross-Platform-Save. Das bedeutet. Sobald wir auf einer Konsole das Spiel spielen und dessen Speicherstand hochladen, was sichtbar im Speichermenü dargestellt wird, können wir anschließend auf einer anderen Konsole diesen Speicherstand herunterladen und nahtlos weiterspielen. Einzige Voraussetzung dafür ist es, dass ihr bei Ubisoft Connect angemeldet seid. Solltet ihr einen Ubisoft Store Account haben oder ehemals bei Ubisoft Plus angemeldet gewesen sein, sind dies eure Zugangsdaten. Beim Umstieg von alten zu neuen Generationen wird dieses Konto vermutlich ebenfalls automatisch übertragen. Bei der Nintendo Switch hingegen muss es erstmalig eingegeben werden. Wir brauchten das nicht, da wir unsere Nintendo Switch Konsole schon beim Test zu Assassins Creed III Remastered verknüpft haben.
Das Erlebnis mit Ubisoft Connect funktioniert nahtlos und wunderbar. Besonders auf der Playstation 5 zeigt Immortals: Fenyx Rising alle Stärken in punkto Ladezeit, Grafik und Sound. Das Gameplay geht ebenso flüssig von der Hand und zusätzlich erhaltet ihr haptisches Feedback des Dualsense Controllers und der adaptiven Trigger. Das sind nette Features, für die sich der plattformübergreifende Spielstand definitiv auskosten und genießen lässt. Einziger Wermutstropfen ist es jedoch, dass um diese Funktion nutzen zu können, das Spiel auf allen gewünschten Plattformen erworben werden muss. Sobald geschehen gibt es aber keine weiteren Einschränkungen mehr. Zusätzlich sammeln wir beim Erledigen von Herausforderungen und Quests XP, die uns z.T. in Ubisoft Credits umgemünzt werden. Auf diese Weise können wir Ingame-Belohnungen, wie Waffen oder Ressourcen freischalten oder jeweils 100 dieser Punkte mit unserem verknüpften Ubisoft Account direkt im Onlineshop von Ubisoft für einen 20%-Rabatt einlösen.
Fazit
Immortals: Fenyx Rising macht eine atemberaubende Figur! Abwechslungsreich-intelligente Rätsel & Quests greifen nahtlos in den bezaubernden Art-Style wohin man schaut. Der riesige Spielumfang vereint hervorragend die griechische Mythologie sowie die ausgeklügelte Rollenspielmechaniken mit messerscharfem Gameplay. All das nun auch plattformübergreifend dank Ubisoft Connect!
- Wunderschönes Design
- Eine riesige Welt, die vor Kreativität & Mythologie strotzt
- Abwechslungsreich-inteligente Rätsel
- Hervorragendes, nahtloses Gameplay
- Zum Start sehr knappe Ausdauer- & Lebensleiste
- Kleinere Textur- und Detaileinbußen
- Fehlende Indikatoren für Gegner-Stufen
Vielen Dank an die Firma Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


