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Fuser

Fuser

Maik

Guitar Hero, Rockband, all das waren Tolle Spiele, die sich mit Musik, Rhythmus & Timing beschäftigen. Dass Harmonix auch an den Turntables coole Sachen abliefern kann, lest ihr in unserer aktuellen Review zu Fuser.

Fuser

NSW

Entwickler
Harmonix
Publisher
Harmonix
Konsole
NSW
Spieler
1 lokal

Wer kennt es nicht: ab und zu so richtig die Musik aufdrehen und einen Titel nach dem anderen genießen und dabei mitgrooven. Fuser versucht genau diesen Musikgenuss in ein Spiel zu bringen, bei dem Titel in DJ-Manier gemixt werden können. Ob das Prinzip aufgeht, lest ihr im Test.

Der steinige Weg eines DJs

Fuser beginnt damit, dass wir uns einen von 8 vorgefertigten, zugegebenermaßen recht exzentrisch wirkenden Charakteren aussuchen oder aber einen eigenen erstellen können. Dabei sind unserer Gestaltungsfreiheit wenig Grenzen gesetzt. Körpergröße und -form, Augenfarbe, Tätowierungen, Kleidung, Kopfbedeckungen – z.B. ein Astronautenhelm – sind Teil der Auswahlmöglichkeiten zur Individualisierung unseres Charakters. Ist da geschafft, kann es auch schon losgehen.

Wir werden in das Spiel durch eine kurze Videosequenz geworfen, in der wir einem Festival beiwohnen. Denn wo werden DJs wie Götter verehrt? Genau, auf riesigen Festivalgeländen, in denen Tausende von Menschen die gleiche Art der Musik feiern. Natürlich gibt es unterschiedliche Musikgeschmäcker und Fans und so muss auch ein DJ für unterschiedliches Publikum unterschiedliche Platten in seinem Koffer haben.

In diesem Sinne beginnt der Trip durch die Einführung ins Festival durch einen Promoter. Er erklärt uns, dass wir uns etablieren müssen, um die großen Bühnen mit viel Publikum spielen zu dürfen. Entsprechend fangen wir zu Beginn an, noch am Vor- und Nachmittag die ersten Sets zu spielen. Eingeführt werden die gesamten Spielmechaniken in Form einer Kampagne. Über 6 Bühnen hinweg können wir unsere DJ-Fähigkeiten perfektionieren, indem wir im Schnitt 6 Sets zu spielen haben. Diese sind unterschiedlich schwierig, da das Publikum anspruchsvoller wird und berücksichtigt werden muss. Das zeigt sich sowohl in der Gerne-Wahl beim Mix, als auch beim Live-Feedback während der Sets. So wünscht sich das Publikum teilweise bestimmte Tracks aus dem Koffer, zum Beispiel Cheap Thrills von Sia oder Tracks von Whitney Houston, Coldplay oder Maroon 5. Das ist aber lang noch nicht alles. Teilweise braucht das Publikum, um richtig angeheizt zu werden, mehr Bass, mehr Vocal, Electrobeats oder andere Soundelemente, auf die wir Einfluss nehmen können.

Mit der Zeit verstehen wir, die Platten zum richtigen Zeitpunkt droppen zu lassen, denn hier zählt das optimale Timing der Taktschläge. Dabei können von jedem Track alle 4 Sound-Komponenten verwendet werden. All das wird natürlich in feinster Guitar Hero Manier von Harmonix inszeniert. Wenig später können wir nicht nur die Musiktitel zum richtigen Zeitpunkt wechseln, sondern auch die einzelnen Effekt-Spuren optimal getimed bedienen. Hinzu kommt das Scratchen von Platten und anderen Spielereien, die ihr ruhig allein für euch entdecken dürft. Sind diese Prinzipien einmal in Fleisch und Blut übergegangen, warten kompetitive und online-Modi auf uns.

Hinaus in die weite Welt

Die Anbindung socialer Features ist in Fuser riesig. Musik bringt die verschiedensten Menschen zusammen und so muss auch die Verbindung von Menschen in Fuser vielseitig sein. Wir erkennen, sofern wir mit dem Internet verbunden sind, im Hub-Bereich einen Feed, der die aktuelle soziale Aufgabe zeigt. Unter gewissen Vorgaben gilt es einen Mix zu erstellen und davon eine Aufnahme zu speichern. Lädt man diese hoch, kann sie von der Internet-Community pattformübergreifend bewertet werden. Auf diese Weise können wir Follower und Likes im Spiel sammeln. Die Interaktion mit anderen Spielern geht jedoch noch viel weiter.

Spielmodi für jedermann

In Fuser können wir neben der Singleplayer-Kamapgne und dem Trainingsmodus, der Freestyle heißt, verschiedene Online-Features nutzen. Neben dem angesprochenen Tool der regelmäßig wechselnden Herausforderungen, das sich Social nennt, können wir Kämpfe und KO-OP-Kämpfe durchführen. Entweder wir spielen gemeinsam mit Online-Spielern oder gegen sie. Hier zählt nur, wer hat die höhere Hit-Garantie. In Summe sind diese Spielmodi abwechslungsreich, bergen aber auch aufgrund ihrer permanenten Online-Verpflichtung die Gefahr, dass das Spiel ohne Internet an einem geringen Umfang leidet oder auch bei Internet-Verbindung im Zweifelfall nicht schnell genug Mitspieler findet, die den Spaß oder das Maß der Herausforderung erhöhen sollen.

Vielseitigkeit in Musik & Anpassbarkeit

In Fuser können wir fast alles anpassen. Neben der grundlegenden Charakterauswahl, die jederzeit veränderbar ist, können wir unsere Outfits verändern, die Lichteffekte während unserer Sets und die eingesetzten Instrumente und Effekte. Das Gute dabei ist, dass die Auswahl im Laufe des Spiels stetig zunimmt. Denn für jeden Spielfortschritt, für jeden gewonnen Kampf, für jede Herausforderung sammeln wir Erfahrungspunkte, die auf unser Spielerlevel angerechnet werden. Dieses steigt somit und schaltet nach und nach zusätzliche Dinge frei. Dies können Anpassungsgegenstände, Gesten, Musiktitel oder anderes sein. Nebenbei bekommen wir zu unterschiedlichen Meilensteinen die Ingame-Währung geschenkt, die wir wiederum zum Erwerben von gelockten Tracks benötigen. Das erhöht die Variation in unseren Sets enorm und verbessert die Chancen, viele Punkte während der Auftritte zu sammeln, weil man dem Publikum besser gerecht werden kann. Die Musikauswahl ist grundsätzlich enorm. Ca. 100 Titel verschiedener Genres stehen uns mit der Zeit zur Verfügung. Weitere können aus dem Shop per Mikrotransaktionen bezogen werden. Natürlich ist hier jedem überlassen, ob einem mehr Musikstücke ein zusätzliches Investment wert sind.

Technik sollte nie vernachlässigt werden

Bei Harmonix Fuser merkt man, wie wichtig eine konstante Performance ist. Das Spiel leidet glückerweise in den Sets weder unter Hasplern im Handheld-, noch im Docked-Modus. Wäre dies der Fall, wäre auch bei schnellen Musikwechseln und Takt-Schlägen das Spiel verloren. Da hier jedoch alles reibungslos abläuft, kommen wir beim Spielen schnell in einen Groove, der nichts anderes zulässt, als bei der Musik und im Takt mitzugehen, während man die Platten glühen lässt. Dies liegt auch daran, dass die Musikstücke hin hervorragender Tonqualität eingespielt sind und die Mechaniken mit hörbaren Unterschieden wirken. Hier zeigt Harmonix die Expertise, die sie von purem, wirkungslosem Button-Smashing differenziert. Die kleineren Zwischensequenzen sind schrill und skurril, jedoch so eingesetzt, dass man auch bei etwas stockenden Bildern nicht genau sagen kann, ob das jetzt der extravagante Stil des Spiels ist oder doch eine technische Unzulänglichkeit. In Summe fällt hier jedoch nichts ernstlich störend auf.

8.0Wertung

Fazit

Fuser dreht in Windeseile die Lautstärke hoch. Eine hervorragende Musikauswahl, ein motivierendes Progressionssystem und eine ausgeklügelte Online-Komponente machen das Spiel zu einem Hit für Musikfreunde. Für Offline-Spieler und Couch-Runden könnte Fuser aber die ein oder andere Unzulänglichkeit im Umfang enthüllen.

Design
7.5
Sound
9.5
Online Multiplayer
8.0
  • Hervorragende Titelauswahl- und fülle
  • Fantastische Effektabstimmung & Soundqualität
  • Intelligente Online- und Social-Features
  • Radikal reduzierter Spielumfang ohne Internet
  • Tasten-Indikatoren sind teilweise zu klein in schnellen Sets
  • Schwierigkeitsgrad steigt mitunter zu schnell an

Vielen Dank an die Firma NcSoft für die Bereitstellung des Testmusters.

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