
Story of Seasons - Friends of Mineraltown
Farmingsimulationen gibt es einige, doch die der Serie Story of Seasons, so wie der neueste Ableger Story of Seasons - Friends of Mineraltown zeigen besonders viel Charme. Wie sich das Spiel unserer Redaktion präsentiert hat, lest ihr im aktuellen Test.
Story of Seasons - Friends of Mineraltown
NSW
- Genre
- Simulation
- Entwickler
- Marvelous
- Publisher
- Marvelous
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1 lokal
Wer hat nicht schonmal von Ferienauf dem Bauernhof geträumt? Die Story of Seasons-Reihe von Marvelous bringt einem diesen Traum mit jedem Spiel etwas näher. Viele Liebhaber der Bauernhof Simulation könnte bei dem neuen Titel gedacht haben:“Moment, den kenne ich doch irgendwoher?“.
Denn Friends of Mineraltown ist ein Remake des erfolgreichen „Harvest Moon – Friends of Mineraltown“ für den Game Boy Advance, welches 2003 erschien.
Ob die Neuauflage des Klassikers mit dem Original mithalten kann, erfahrt ihr in unserer Review.
Die Story
Bevor die eigentliche Story erst einmal beginnt, kann man sich einen Charakter erstellen. Man kann zwischen zwei vorgefertigten Jungs oder Mädchen auswählen. Zudem wird noch die Hautfarbe und den Namen ausgewählt. Ist dies erledigt, entscheidet man sich noch für einen Spiel-Modus. Zur Auswahl stehen einmal der einfache Modus. Hier ist zum Beispiel mehr Gold als Startkapital und Gegenstände können für mehr Gold verkauft werden. Dann gibt es noch den normalen Modus, in welchem man keine Vorteile im Spiel hat und alles ganz normal erarbeitet werden muss.
Hat man nun alles passend für sich eingestellt, beginnt nun auch die eigentliche Story des Spiels. Als Kind war der Protagonist oft alleine bei seinem Großvater auf der Farm und hat dort die Ferien verbracht, da die Eltern viel arbeiten mussten. Durch die Ferien auf dem Bauernhof konnte man schon viel Erfahrungen sammeln, was das Anbauen von Gemüse und die Pflege der Tiere betrifft.
Viele Jahre später erhält man einen Brief des Bürgermeisters von Mineralstadt indem steht, dass der Großvater verstorben ist und man nun den Bauernhof erhält, um diesen wieder im neuen Glanz erblühen zu lassen.
Natürlich wird sich dieser Aufgabe angenommen, doch das ist nicht die einzige Aufgabe. Es muss nämlich auch versucht werden, zu den Dorfbewohnern eine gute Bindung aufzubauen und vielleicht sogar die große Liebe zu finden.
Ab auf´s Feld!
Die erste Amtshandlung als neuer Farmer ist es, Gemüse anzubauen, da man ja irgendwie Geld verdienen muss. Dafür stehen einem verschiedene Werkzeuge zur Verfügung wie zum Beispiel eine Hacke, ein Hammer oder eine Gießkanne. Somit wird eine kleine Ecke seines Feldes von Stöcken, Steinen und Unkraut befreit. Dabei muss auf seine Ausdauer aufpassen. Denn diese wird die durch Nutzung von Werkzeugen immer geringer, sie füllt sich über Nacht jedoch wieder auf. Die Rohstoffe, die man dadurch erhalten hat, sind keineswegs Müll, denn Holz und Steine braucht man später, um Gebäude zu erweitern.
Ist genug Platz da, kann man ein kleines 3x3 Feld umpflügen, denn jede Saat, die man im Dorf eigenen Supermarkt kaufen kann, reicht für neun Plätze. Man sollte jedoch mit dem Saatgut aufpassen, denn wie im echten Leben gibt es pro Jahreszeit verschiedene Gemüsearten zum Anbauen. Saatgut aus dem Frühling kann also nicht im Sommer oder Herbst anbaut werden. Im Winter hingegen fällt der Anbau naturgemäß komplett aus.
Natürlich muss man seine angebauten Gemüsesorten auch täglich gießen, es sei denn, es regnet. Da das Wetter sich täglich ändern kann, ist es sinnvoll abends einmal den Wetterbericht zu schauen, denn neben Regen kann es auch mal stürmisch werden. Letzteres kann einige Felder zerstören und dagegen kann man auch nichts ausrichten.
Jede Gemüsesorte braucht unterschiedlich lang zum Reifen. Dies kann je nach Sorte einige Tage bis hin zu einem halben Monat dauern. Zudem kann man einige Pflanzen sogar mehrmals im Monat ernten. Jeder Monat hat 30 Tage, also hat man genug Zeit, um Gemüse anzubauen.
Nachdem man das Gemüse geerntet hat, wird es für den Versand in eine Lieferkiste gelegt, welche sich direkt neben den Feldern befindet. Einmal am Tag - nämlich um 17 Uhr - wird der komplette Inhalt abgeholt und man bekommt sein Gold dafür. Jeder Spieltag läuft wie ein normaler Tag ab, jedoch nicht in Echtzeit. Dies geht natürlich etwas schneller, ein Tag dauert gut 10 Minuten.
Neben den angebauten Sachen, kann man aber auch die nahe Umgebung seines Hofes erkunden und verschiedene Gegenstände sammeln, die man auch verkaufen kann wie zum Beispiel Blumen oder wilde Gräser.
Was wäre ein Bauernhof ohne Tiere?
Auf dem Bauernhof hat man einen Hühnerstall, einen Pferdestall und einen normalen Stall.
Das Pferd steht gleich zu Beginn des Abenteuers zur Verfügung, jedoch ist es noch ein Fohlen. Man hat nun ein Jahr Zeit, sich gut um das Fohlen zu kümmern. Tut man dies nicht, könnte es sein, dass es einem wieder weggenommen wird.
Als Anfangstiere empfehlen sich immer Hühner, diese sind nicht so teuer und legen jeden Tag ein Ei, wenn sie gefüttert werden. Im Hühnerstall kann man bis zu vier Hühner halten. Sollte man Lust verspüren, kann man sich jedoch auch zum Beispiel zwei Hühner und zwei Angorakaninchen halten, dies ist auch möglich. Angorakaninchen geben alle paar Tage Wolle, die man abscheren kann.
Hühner kann man aber auch ganz einfach selber züchten, indem man ein Ei in den Brutkasten legt. Dieser befindet sich auch im Hühnerstall. Selbstgezüchtete Tiere bringen den Vorteil, dass sie mehr Herzen bekommen können, diese zeigen die Zuneigung zu einem an. Je mehr Herzen ein Tier hat, desto besser sind die Rohstoffe, die es bringt, somit kann man diese auch teurer verkaufen.
Aber neben Hühnern und Kaninchen kann man natürlich auch Kühe, Schafe oder Alpakas halten. Diese geben, wenn sie ausgewachsen sind, Milch oder auch Wolle bzw. Vlies. Auch hier ist die Voraussetzung dafür, dass sie täglich gefüttert werden.
Kühe geben dann täglich Milch, hier gib es in Story of Seasons – Friendsof Mineraltown sogar vier verschiedene Kuharten. Neben normaler Milch gibt es dann auch Kaffeemilch, Erdbeermilch oder sogar Fruchtmilch. Diese speziellen Milchsorten kann man später auch teurer verkaufen, also lohnt
sich die Anschaffung einer besonderen Kuh.
Anders als bei Hühnern und Kühen geben Schafe und Alpakas nur alle paar Tage Wolle oder Vlies. Dafür ist dies aber auch teurer zu verkaufen.
Falls man sich ein Haustier zulegen möchte, muss man leider erst den Tierhändler freischalten. Dieser verkauft dann einmal im Monat verschiedene Arten von Haustieren. Man kann bis zu fünf Haustiere halten.
Das Leben mit den Dorfbewohnern
Wie auch im echten Leben, muss man seine Beziehungen zu den Dorfbewohnern pflegen. Dies reicht, wenn man mit ihnen spricht oder ihnen kleine Geschenke macht. Jeder Dorfbewohner hat seine eigenen Vorlieben was Geschenke angeht. Vielleicht gefällt einem ja sogar ein Bewohner so gut, dass man ihn später heiraten möchte.
Zudem ist es schön, wenn man an den Festivals im Dorf teilnimmt. In jedem Monat finden verschiedene davon statt. Es gibt zum Beispiel verschiedene Derbys, dies sind Pferderennen, dann gibt es noch Kochwettbewerbe oder andere Tierfestivals.
Neben den normalen Dorfbewohnern gibt es noch Naturgeister, früher hießen diese Erntewichtel. Befreundet man sich mit diesen, helfen sie einem bei der Feldarbeit oder bei der Pflege der Tiere, was sehr hilfreich sein kann.
Die Minen
Im Spiel gibt es zwei Minen, einmal die normale und einmal die nur zeitlich zugängliche Wintermine.
Während die Wintermiene zum Abbauen von kostbaren Edelsteinen dient, wird hingegen in der normalen Mine Erze oder spezielle Mineralien gefarmt, die man für die Verbesserungen seiner Werkzeuge braucht. Einige braucht man auch um spezielle Maschinen bauen zu können, diese machen aus Wolle beispielsweise Garn oder aus Milch machen sie Käse. Diese kann man mit den geforderten Rohstoffen bei dem Schmied herstellen lassen.
Die Technik
Wer das Original kennt, wird sich ganz schnell im Remake zurechtfinden, denn eigentlich ist alles beim Alten geblieben. Egal ob optisch oder spielerisch. Selbst die Musik ist noch genau die gleiche wie früher, was einem einfach sofort wieder ein gutes Gefühl in dem Spiel gibt. Auch wenn jeder Monat eine eigene Musik hat und somit jeden Tag das Gleich läuft, wirkt dies nicht störend. Selbst der Aufbau des Dorfes ist im größten Teil gleich geblieben.
Zudem sind noch die neuen Tiere wie Angorakaninchen, Alpakas und die speziellen Kühe hinzugekommenWiederholung (siehe weiter oben), die gab es im Original nämlich nicht. Zudem können Tiere nicht mehr schlecht gelaunt sein, krank werden oder sogar sterben, wenn man sich nicht um sie kümmert. Dies war immer noch ein Ansporn, sich noch besser um sie zu kümmern, jedoch macht es das Spiel einem nun auch etwas einfacher.
Also im Prinzip wurde es technisch so gut wie eins zu eins übernommen, was einfach schön ist. Selbst die überarbeitete Grafik ist perfekt für das Spiel, denn sie ist nicht zu realistisch und nicht zu kindlich.
Fazit
„Story of Seasons – Friends of Mineraltown“ ist ein perfektes Remake des alten Klassikers für den Game Boy Advanced. Wer das Spiel früher schon geliebt hat, kann nun auch getrost das Remake kaufen. Man findet sich sofort wieder zurecht und kann in das Bauernhofleben eintauchen. Durch die Überarbeitung ist es sogar noch schöner als früher, und es macht einfach noch immer Spaß es zu spielen, egal wie viele Stunden man schon damit verbracht hat. Die neuen Tiere geben einen nochmal ein wenig mehr Spielspaß dazu.
- +schöne Grafik
- +altbekannte Spielmechanik
- +Langzeitmotivation
- +viele Beschäftigungsmöglichkeiten im Spiel
- -keine Herausforderung in der Tierpflege
- -nur wenig Chancen ein Haustier zu kaufen
Vielen Dank an die Firma Nintendofans für die Bereitstellung des Testmusters.


