
Trials of Mana
Natürlich haben auch wir es uns nicht nehmen lassen, dass neueste Remake Abenteuer der Mana Reihe unter die Lupe zu nehmen. Wie uns der Ausflug zuTrials of Mana gefallen hat und ob die Reise magisch war, lest ihr ab sofort in

Trials of Mana
NSW
- Genre
- Rollenspiel
- Entwickler
- Square Enix
- Publisher
- Square Enix
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1 lokal
- Freigabe
USK ab 12
Trials of Mana ist das dritte Abenteuer der Mana Trilogie, die in Japan besser bekannt ist als Seiken Densetu. Schon seit dem SNES begeistert die Serie die Spieler und zaubert uns nun das dritte magische Spiel als HD-Remaster, also als Neuauflage in 3D-Grafik auf die Nintendo Switch. Wie sich das Spiel in unserem Test geschlagen hat und was ihr erwarten dürft, erfahrt ihr in diesem Test.
25 Jahre nach der Originalversion von Trials of Mana können wir nun erneut in die Haut eines von sechs Helden schlüpfen. Je nach Wahl können wir uns aus den verbliebenen fünf Charakteren zwei Support-Charaktere als Reisebegleiter auswählen. Ist dies geschafft, beginnt auch schon unser Weg in die mystische und fabelhafte Welt von Mana. Wir erleben die Geschichte unserer sechs Helden im Kampf gegen das Böse, das die Welt bedroht und das Mana schwächt. Dabei sind Schicksale verwoben und verändern sich, je nachdem, wie wir im Verlaufe unserer Reise Freundschaften schließen oder Feindschaften entwickeln.
Am Anfang des Spiels können wir uns zwischen den Schwierigkeitsgraden Anfänger, Leicht, Normal und Schwer entscheiden. Dabei ist der Anfänger-Schwierigkeitsgrad tatsächlich nur für diejenigen zu empfehlen, die keine kämpferische Herausforderung mögen, sich intensiv in die Story einleben wollen oder komplett neu mit dem Genre des Japano-Action-Role-Play-Games sind. Auf unserem Marsch wählten wir Angela, Resi und Adlerauge als unsere Kernhelden. Jeder Held hat dabei einzigartige Fähigkeiten. Angela beispielsweise nutzt magische Elementarattacken, während sich ein anderer Charakter, Kevin, beispielsweise nachts in eine Bestie verwandeln und Gegnern enorm schaden kann.
Die Geschichte in Kürze zusammengefasst …
Unsere drei Helden machen sich auf, um das legendäre Mana-Schwert in Besitz zu nehmen. Mit diesem wollen sie verhindern, dass die fiesen Benevodons von den dunklen Mächten befreit werden können und so die Welt in Schutt und Asche legen. Diese Gefahr droht deshalb, weil unsere Antagonisten versuchten, die in den 8 Mana-Steinen gefangen gewesenen Benevodons für ihre Zwecke zu nutzen. Einst machte sich die Mana-Göttin daran, das sagenumwobene Mana-Schwert zu schmieden, mit welchem sie die Kreaturen besiegt und dann eingesperrt hatte. Danach kehrte sie in den Mana-Baum zurück, welcher nun jedoch an Kraft verliert und das Mana, dass die endliche Energiequelle dieser Spielewelt ist, zu verschwinden beginnt. Aufgrund dessen verändern sich die Umgebungen, Lebensräume werden bedrohlicher und die Menschen werden gierig und bekriegen einander. Auf diese Weise verweben sich die Geschichten der Charaktere, die aus ganz unterschiedlichen Regionen des Spiels kommen. Sie finden zueinander, nachdem eine Fee aus dem Heiligtum des Mana auf sie zukommt und sie aufklärt, dass sie nur gemeinsam das Schwert am Fuße des Mana-Baums ziehen und so die Mana-Göttin rufen können. Dies müssen sie jedoch, während des Kampfes gegen die Feinde der Dunkelheit, vor dem Sterben des Baumes schaffen, sonst ist die Welt in großer Gefahr. Und so machen wir uns auf die Reise um genau dies zu schaffen.
Durch die Welt von Trials of Mana
Wir reisen durch verschiedene Landschaften und müssen uns dabei zahlreichen Mythen und Legenden der Fantasiewelt stellen. Es gibt grüne Felder, brodelnde Städte, waghalsig-gefährliche Dungeons und vieles mehr, was uns erwartet. Je nachdem, welche Monster wir besiegen, desto beeindruckendere Schätze und Gegenstände warten auf uns, die wir für unsere Reise gebrauchen können. Ein besonderes Goodie auf unserer Reise ist die Begegnung mit dem kleinen Kaktusfratz. Je häufiger wir ihm begegnen, dem kleinen kaktusartigen Blumenwesen, desto hilfreicher fallen die Boni aus, die wir teamverstärkend einsetzen können. Dies ist auch deshalb von Vorteil, weil wir in den verschiedenen Kämpfen, die wir zu bestreiten haben, auf unterschiedliche Gegnerklassen, Angriffsarten und -typen zu reagieren haben. Insbesondere das Experimentieren mit dem Kampfsystem und den Angriffsklassen hat uns viel Freude bereitet, da die Wirkung der Effekte doch sehr unterschiedlich ausfiel. Auch ist erwähnenswert, dass sich ein waches Auge in Trials of Mana immer lohnt. Gegner können sich durchaus klug anschleichen oder flüchten, was auf verschiedene Art zu einem Nachteil erwachsen kann.
Das Level- und Entwicklungssystem
Im Spiel werden wir schnell durch unterschiedlich begehbare Pfade und Dungeons feststellen, wie wichtig die Stufenaufstiege unserer Charaktere sind. Laufen wir in ein Areal, welches zu starke Gegner beheimatet, werden wir rasch das zeitliche segnen, sofern wir nicht bereit sind Kehrum zu machen und woanders an Leveln dazuzugewinnen. Gerade die Benevodoner, eine sehr mächtige Gegnerschaft, machte uns so manches Mal das Leben schwer. Haben wir aber Genug Erfahrung gesammelt und die ein oder andere Strategie zum Besiegen ausgetüftelt, fühlt sich das Niederringen des Gegners sehr glorreich an.
Mit den Stufenaufstiegen, die wir machen, können wir die Grundwerte unseres Helden verbessern, etwa Stärke und TP. Zusätzlich erhalten wir Lernpunkte. Diese ermöglichen es uns, unsere Helden auf ganz bestimmte Ausbildungen zu schicken, sodass sie Attacken gegen mächtige Gegner anwenden. Entsprechend klug sollten diese Punkte in die Attribute TP, MP, Stärke, Ausdauer, Geist, Intelligenz oder Glück investiert werden. Die Angriffe und Zauber, die wir erlernen, werden automatisch in unser Ringmenü für Aktionen angelegt. Jeder Einsatz dieser kostet uns MP.
Die Fähigkeiten, die wir erwerben, verleihen uns auf unserem Abenteuer besondere Boni. So können sich Werte erhöhen lassen oder Verstärkungen im Kampf anwenden. Da auch für Fähigkeiten die Lernpunkte verwendet werden müssen, ist es ratsam, intensiv an den Stufenanstiegen zu arbeiten und während der Reise mit vielen Charakteren zu interagieren, denen wir begegnen, da so ebenfalls Punkte erworben werden können. Beim Fortschritt kommen wir irgendwann auch in höherer Charakterklassen (Klasse 1-3). Je nach Klasse stehen uns unterschiedliche Angriffe und Zauber zur Verfügung, die wir erlernen können. Maßgeblich beeinflussend ist dabei, ob wir uns bei jedem Klassenwechsel für die Seite des Lichts oder die der Dunkelheit entscheiden. Wählen wir also beim Helden Durand das Licht, wird er ein ausgeglichener Heilmagier, während er unter Einfluss der Dunkelheit zu einem gewaltbereiten, sehr angriffsstarken Kämpfer wird. Für all diejenige, die nun in Sorge sind, dass man sich falsch entscheiden könnte: Wir kommen auf der Reise an den Mana-Steinen unsere Entscheidungen des letzten Klassenwechsels revidieren und so einen anderen Pfad einschlagen.
Gear regiert die Mana-Welt
Auf unserer Reise können wir ganz unterschiedliche Ausrüstung finden und nutzen. Entweder in versteckten Winkeln, oder durch das Besiegen von Gegnern oder durch Interagieren mit Charakteren. Auch erhalten wir beim Sieg gegen andere Wesen teilweise Samen, die wir in Herbergen in den Ortschaften in magische Töpfe pflanzen können. Je mehr wir einpflanzen, desto besser sind Gegenstände und Ausrüstungen, die wir erhalten. Neben der Ausrüstung ist es auch von Bedeutung den Tag/Nacht-Rhythmus des Spiels zu beachten. Situationen verändern sich und nicht alle Geschäfte und Orte sind zu jeder Zeit verfügbar. Auch ist jedem Tag ein unterschiedliches Elementar gewidmet. Sodass ihr, wenn ihr Angriff des entsprechenden Elementars am besagten Tag einsetzt, Vorteile erwirken könnt.
Zauberhafte Klänge und magiearme Texturen
Auf unserem gesamten Weg durch das Spiel wurden wir von sehr faszinierenden und wunderschönen Klängen begleitet. Man kann nichts anderes behaupten, als den Soundtrack von Trials of Mana als magisch zu bezeichnen. Die Dynamik und Variation, passend zu den Situationen, hat uns viel Freude bereitet und auch über den ein oder anderen frustrierenden Moment oder wiederholende Sequenzen und Texturen hinweggetröstet. Dies leitet tatsächlich zu einem wichtigen, weiteren Punkt über: Obwohl Trials of Mana hervorragend daran gearbeitet hat, den Klassiker von 1995 neu aufleben zu lassen und möglichst originalgetreu in 3D-Optik umzusetzen, sind die Erwartungen an moderne Rollenspiele im Jahre 2020 enorm. Zu verwöhnt sind wir von Spielen wie The Witcher 3 oder Horizon Zero Dawn, als dass wir immer gleich aussehende NPCs, Gebäude oder leere Bereiche, Areale als schmeichelhaft bezeichnen könnten.
Gutes Gameplay und tolle Kämpfe
Wo die Grafik der Umgebung einige Wünsche offen lässt, überzeugen uns die Kämpfe, ihre Animationen und vor allem die Charakterdesigns unserer 6 Haupthelden voll und ganz. Mit viel Liebe, wenn auch etwas überspitzt, wurden die Vorzüge unserer Charaktere herausgearbeitet. Wir können uns auf diese Weise über die Geschichte hinweg und in den Schlachten wesentlich besser mit ihnen identifizieren als es mit so manchem NPC der Fall ist. Egal ob im ritterlichen Valsena, dem magischen Königreich oder in der Hafenstadt, interessante Ereignisse und Begegnungen konnten wir überall verzeichnen. Angemerkt muss hier jedoch durchaus werden, dass die Zahl und der Anspruch von Nebenquests überschaubar war, sodass wir hier keine Bonuspunkte vergeben können. Auch ist bedauerlich, dass wir, nicht wie im Original, im 2-Spieler-Modus unterwegs sein können. Dieser ist der 3D-Politur zum Opfer gefalllen.
Fazit
Trials of Mana ist eine schöne Remake-Version des Klassikers von 1995 und kann mit moderner 3D-Grafik, schönen Charakterdesigns und einer packenden und emotionalen Story überzeugen. Besonders der vielfältige Entwicklungspfad mit den Entscheidungen über Licht und Dunkelheit bietet die ein oder andere inhaltliche und kämpferische Herausforderung. Wer jedoch ein anderes Abenteuer als damals, komplett innovative RPG-Mechaniken oder ungeahnt-kreative Umgebungen erwartet, könnte einer gewissen Ernüchterung erliegen.
- Originalgetreue Umsetzung des Klassikers
- Umfassendes Stufen- und Entwicklungssystem
- Wiederspielwert durch Team- und Klassenentscheidungen
- Traumhafter Soundtrack
- Teilweise eintönige Texturen
- Überschaubare Zahl an Nebenquests
Vielen Dank an die Firma Square Enix für die Bereitstellung des Testmusters.


