
Assassin?s Creed III Remastered
Assassins Creed III ist eines der beliebtesten Spiele der Serie.
Wie sich die Portierung auf der Nintendo Switch schlägt, hat Maik für Euch herausgefunden.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen der Review!

Assassin?s Creed III Remastered
NSW
- Genre
- Action-Adventure
- Entwickler
- Ubisoft
- Publisher
- Ubisoft
- Konsole
- NSW
- Freigabe
USK ab 16
Assassins Creed III Remastered Mit Assassins Creed III Remastered bekommt Nintendo für seine Hybrid Konsole erstmals einen Teil des mittlerweile beachtlich angewachsenen Assassins Creed Franchises serviert. Wie dieser Titel, der bereits im Jahre 2012 für PS3 und XBOX360 erschienen ist und diesmal auch das zuerst für PSVITA veröffentlichte Assassins Creed Liberation umfasst, sich 2019 präsentiert, erfahrt ihr in diesem Test!
Wie alles begann …
Die Randgeschichte von Assassins Creed ist dabei schnell erzählt: Das Franchise der Serie beginnt damit, dass Forscher der Abstergo Industries Anfang 2007 Desmond Miles entführen, weil er ein Nachfahre berüchtigter Assassinen ist. Mithilfe eines genetischen Programmes zur Erinnerung, dem Animus, wollen sie ihn die Erlebnisse seiner Ahnen durchleben lassen, um an heilige und mächtige Reliquien zu kommen.Mit diesen wollen sie den Templerorden, der sich hinter dem Unternehmen verbirgt, auch im 21. Jahrhundert wieder erstarken zu lassen. Zur Zeit des dritten Assassins Creed Teiles hat sich Desmond bereits mit einigen verbündeten der Abstergo losgemacht und besitzt nun seinen eigenen Animus, der ihn in Assassins Creed III ins Amerika des 18. Jahrhunderts und zur Amerikanischen Revolution führt.
Der Spieler schlüpft dabei neben der Gegenwarts-Rahmenhandlung, die durch Desmonds Suche nach Informationen in der Geschichte zur Vermeidung des 2012 befürchteten Weltuntergangs bestimmt ist, in die Rolle des jungen Assassinen Ratonhnhaké:ton bzw. Connor Kenway, Sohn des Briten Haythem Kenway und einer Mohawk-Indianerin, in deren Stamm er aufwächst. Doch bevor wir die Chance erhalten, als Connor zu spielen, wird uns die Geschichte des Templers Haythem erzählt.
Dieser reist nach Amerika um Templer zu rekrutieren. So machen auch seine Gefolgsmänner keinen Halt vor dem heimischen Dorf Ratonhnhaké:tons, der schließlich erleben muss, wie dieses niederbrennt und geliebte Menschen verliert. Kurz darauf verlässt der mittlerweile erwachsene Ratonhnhaké:ton sein Heimatdorf und geht auf Anraten der Stammesältesten in die Lehre des Achilles Davenport, der ihn in die Kunst der Assassinen einführt und ihm den Namen Connor (nach seinem verstorbenen Sohn) gibt. Nachdem wir dort die Grundausbildung erhalten haben, machen wir uns mit Connor auf den Weg, seinen Stamm zu rechen und die Templer, die sein Vater rekrutierte, einen nach dem anderen auszuschalten. Dabei bedienen wir uns nicht nur zahlreicher Waffen, die wir aus den Assassins Creed Spielen kennen – etwa die versteckte Klinge, diverse Dolche und Messer -, sondern auch der Pistole.
Natur trifft auf Kulturprogramm
Auf unserem Weg durch das Open-World Spiel warten verschiedene vielseitige Missionen auf uns, die teilweise den direkten, aber meist nie sehr anspruchsvollen Kampf forcieren oder Schutzaufträge sowie Schleichmissionen sein können. Assassins Creed versteht es dabei wie wenig andere Spiele-IPs den Spieler durch verschiedene Landschaften und Städte zu führen und so für eine erfrischende Variation an Spielerlebnis und -entdeckung zu sorgen, sodass die ersten 20 Spielstunden besonders rasant vergehen – stets begleitet durch kraftvolle wie seichte, wunderbar orchestrierte Soundtracks.
Mit steigendem Spielfortschritt erkundet man die Städte Boston und New York City sowie kleinere Randgebiete und kann dabei, neben den zahlreichen Story-Missionen auch seine Lust an allerhand Neben- und Sammelaufgaben stillen, wie dem Sammeln von Flugblättern oder dem Erkunden von Aussichtspunkten, die gleichzeitig die Karte erweitern und Möglichkeiten für den berühmten Todessprung des Assassinen bieten.
Assassins Creed vermischt zudem die fiktive Story des Spiels mit realen Orten und originalgetreuen Rekonstruktionen von Plätzen, Denkmälern und Bauten und besticht insbesondere durch die Integration historischer Persönlichkeiten wie George Washington, Benjamin Franklin oder Thomas Jefferson, welche die Geschichte mit vorantragen und z.T. unterschiedliche Interessen beziehen, zu denen sich Connor positioniert. Zusätzlich zeigt sich das Spiel durch wunderschöne Cinematics, die die Geschichte vorantreiben und definitiv etwas fürs Auge sind. Letztlich wird die Geschichte facettenreich ausgeschmückt und mündet in einem Familienkonflikt, den ich euch nicht vorwegnehmen möchte. Doch kann ich euch empfehlen, es herauszufinden, da die Story auch einige Überraschungsmomente bereithält. Am Ende der Story erhält Connor eine wichtige Information über den Fundort eines Schlüssels, den sich Desmond in der Gegenwart dadurch aneignen und die Rahmenhandlung vervollständigen kann.
Stumpfsinnige Mechaniken oder ausgeklügelte Ingenieurskunst?
So besticht das Spiel mit einem Crafting-System, dass es dem Spieler erlaubt, seine Beutel und Equipments durch beispielsweise das Sammeln von Rohstoffen, etwa durch das Überfallen und Plündern von Konvois oder das Jagen von Tieren zu verbessern. Mit der Zeit erhalten wir auch vermehrt Fähigkeiten, die uns eine spielerische Variation erlauben: Ob mit den klassischen Waffen, der Indianeraxt, dem Tomahawk oder mit dem Bogen und unterschiedlichen Pfeilen, Connor ist für verschiedene Spielstile ausgerüstet. Im Kampf kann er seinen Gegnern durch gezieltes Drücken von Tastenkombinationen Kontern oder diese Entwaffnen oder Wegstoßen, wenn nicht der direkte Waffeneinsatz das Mittel der Wahl ist. Insgesamt zeigt das Spiel hier in der Remastered Version, dass es auf einen gewaltigen Fundus an kosmetischem Inhalt zurückgreifen kann und dies auch dem Spieler ohne Mehrkosten in dieser Complete-Edition bereitstellt.
Neben dem Crafting/Jagd- und Waffensystem verfügt das Spiel zudem über ein Rekrutensystem, dass wie in Assassins Creed II die Assassinenausbildung zur Ausführung bestimmter Aufgaben verfolgt. Auf diese Weise können die eigene Erfahrung und das Sammeln von Rohstoffen vorangetrieben werden. Zusätzlich lässt sich ein eigener Wirtschaftsbereich aufbauen und verwalten, sodass mittels eigenem Warensystem eine Siedlung bestellt werden kann.
Leider können diese Mechaniken nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Spiel bereits 7 Jahre auf dem Buckel hat und sich die Spielebranche wie auch das Franchise Assassins Creed deutlich weiterentwickelt haben. Das Gameplay wird Spielern der neueren Ableger wie Assassins Creed Origins und Odyssey nicht so leicht von der Hand gehen, da es durch viele Trigger beeinflusst und wenig intuitiv ist.
Technik – und was ist remastered?
Während Assassins Creed III Remastered insofern neu ist, dass es sowohl das Hauptspiel AC III mit den beachtlichen Inhalten des damaligen Season Passes (Die Tyrannei des König Washington) als auch AC Liberation umfasst, verspricht es vor allem technisch und spielerisch mit der Zeit gegangen zu sein. So wurden das freie Zielen mit Pistolen eingeführt, ein Richtungsindikator für die Blickrichtung von Feinden und die Haythem Randhandlung wurde von einem kompakten Block in kleinere aufgeteilt. Darüber hinaus versprach man eine Aufbereitung der Texturen, Lichteffekte, Gesichtsanimationen und der Weitsicht, neben dem leicht verbesserten Kampfsystem. Diese Features machen sich jedoch leider vorwiegend auf den 4K-optimierten PS4-Pro und XBOX-ONE Lösungen bemerkbar, die Switch Version hingehen kommt nicht in die Vorzüge der technischen Verbesserungen.
In größeren Städten mit einer hohen Dichte an Gegnern oder NPCs kränkelt die Framerate merklich oder bei einer hohen Bewegungsgeschwindigkeit kann man sich als Spieler regelmäßig über aufpoppende Texturen und Grafikelemente belustigen, aber keinesfalls freuen. Insbesondere auf Aussichtspunkten fällt darum leider auf, das eine Weitsicht bei der Nintendo Switch kaum erreicht werden kann, und Texturen dann eher verwaschen und matschig wirken.
Fazit
Fazit
Assassins Creed III Remastered ist hinsichtlich seines Umfangs mit AC III, den Washington DLCs und AC Liberation, die einen gut und gerne 30-50h+ beschäftigen können, eine Wucht. An der Abstimmung der Story und einzelner Gameplay-Features wurde positiv gearbeitet, sodass die spielerische Vielfalt, auch unter Bezugnahme verschiedenster Waffen gegenüber seines 2012er Originals, erhöht wurde. Auch im Handheldmodus läuft der Titel weitestgehend flüssig, jedoch zeigt er seine Schwächen in der Performance bei großen NPC Gruppen. Auch aufgrund der Rechenleistung unseres Hybrid-Freundes kann die Remastered Version von AC III seinem Namen leider nicht ganz gerecht werden - zu sehr gleicht die Switch-Version optisch der damaligen PS3/XBOX360 Ära. Wer diese beiden Spiele jedoch bisher außer Acht oder in Vergessenheit geraten ließ, kann sich hier über eine sehr faire Preis-Leistung freuen, die ihn viele Stunden bestens unterhält und womöglich alte Nostalgie hervorruft, von der wir Gamer doch wissen, dass sie mit das Schönste am Spielen ist!
- grandioses Gesamtpaket (50h+)
- tolle Cinematics
- viel Kosmetik/Waffen
- gute Spielbarkeit (insb. Handheld)
- Framerateeinbrüche
- Kaum optischer Remastered-Effekt
- Texturen laden nach/Popups
- Stückweise veraltetes Gameplay
Vielen Dank an die Firma Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


