
The LEGO Movie 2 Videogame
Mit The LEGO Movie 2 Videogame geht das Abenteuer rund um Emmet, Lucy und ihren Freunden, passend zum kürzlich erschienenen Animationsfilm, in die zweite Runde.
Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen erneut in die kunterbunte und teil chaotische Welt der bunten Bausteine abzutauchen.
Ob uns der zweite Teil so gut gefallen hat wie der Erstling (zur Review) erfahrt ihr in unserem Test zu The LEGO Movie 2 Videogame

The LEGO Movie 2 Videogame
NSW
- Genre
- Action-Adventure
- Entwickler
- Warner Bros.
- Publisher
- Warner Bros.
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1–2 lokal
The LEGO Movie 2 Videogame
Am 07. Februar 2019 erschien The LEGO Movie 2 in den deutschen Kinos und die Nintendo Switch erhielt mit The LEGO Movie 2 Videogame das passende Spiel dazu. Vorweg kann erwähnt werden, dass der typische LEGO-Charme sowie der Witz sehr gut auf Nintendos Hybriden angekommen sind. Ob das Spiel auch in Gänze überzeugen kann, haben wir für Euch getestet.
Story
Aliens sind über das Systar Universum hergefallen und haben die einzelnen Welten und Schutt und Asche gelegt. Und als wäre dies nicht genug, haben diese auch Emmet – der Protagonist des Spiels – seine Freunde entführt. Wie es sich gehört macht dieser sich daran, der Sache auf den Grund zu gehen, seine Freunde zu befreien und die LEGO-Welt wiederaufzubauen.
Gameplay
Der Umfang von The LEGO Movie 2 Videogame ist recht groß und gerade sammelwütige Spieler werden hier auf ihre Kosten kommen. Es gibt in diesem Spiel zahlreiche Welten, die dann betreten werden können, sobald eine gewisse Anzahl von einen ganz bestimmten LEGO-Stein gesammelt wurde. Dieser besondere Stein dient als Schlüssel und im gesamten Spiel gibt es 475 davon. Die einzelnen Welten sind zwar in ihrer Größe beschränkt, aber innerhalb ihrer Grenzen könnt Ihr euch frei bewegen. Durch das verfolgen eines roten Erzählfadens erhaltet Ihr die Mindestanzahl von Schlüsselsteinen zu den nächsten Welten; könnt allerding optional und jederzeit weitere durch Nebenmissionen erhalten. Euch kommt dieses Konzept bekannt vor? Es wäre zumindest nicht verwunderlich. Denn diesbezüglich wird in diesem Spiel wird seitens der Entwickler kein Risiko eingegangen. Interessanter hingegen sind die Nebenmissionen. Manche können ohne Weiteres gestartet werden, manche setzen das Besitzen diverser Gegenstände voraus. Damit bereits sichergestellt, dass das 100%-Abschließen eines Levels im ersten Versuch nicht möglich ist und man somit wieder zurückkehren muss. Mit dem Erlangen von Items erschließen sich für Euch auch neue Bereiche in den Welten, die Ihr vielleicht zuvor sehen, aber nicht erreichen konntet. Das Erhalten von den Gadegts, Items, Fahrzeugen oder gar ganzen Bausätzen erfolgt dabei auf unterschiedlicher Art und Weise. Neben den klassischen Weg von käuflichem Erwerb in Shops, gibt es auch das Eintauschen von sogenannten Relikten, welche man zu genüge im Spiel findet. Diese Relikte sind eine Art Lootbox. Man weiß nicht was darin enthalten ist. Aber wenn ein Gegenstand kommt, der sich bereits in Euren Besitz findet, dann wird dieser Gegenstand gegen Reliktsteine eingetauscht. Hat man eine gewisse Anzahl erreicht, wandeln sich diese um in ein ganz besonderes Relikt, welches wiederum ein ganz besonderes Item freischaltet. Und dann gibt es da auch noch das Scannen. Seid Ihr mit diesem Gerät ausgestattet, so könnt Ihr Gegenstände des alltäglichen Lebens durch einen Scanprozess in eurer Repertoire dauerhaft aufnehmen.
Was zunächst wie ein Standard-Gameplay klingt (und vermutlich auch ist) entpuppt sich aber als recht spaßig. Mit zunehmender Spieldauer reizt es immer mehr, das LEGO-Universum zu erforschen und auch in der hintersten Ecke nachzuschauen, ob da nicht ein kleiner Grasbüschel-Baustein ist, den man noch nicht in der Sammlung hat. Die Sammlung dient dabei nicht nur der Galerie, sondern kann auch jederzeit benutzt werden, um seine Umgebung zu verschönern - oder zu verunstalten. Hier kommt der Spirit von LEGO voll zum Tragen und das macht auch Lust darauf.
Die Steuerung des Spiels ist grundsätzlich gut, aber kann stellenweise dennoch nicht ganz überzeugen. Gerade die Button-Belegung ist manchmal verwirrend wegen der Abhängigkeit von der Aktion, die man gerade durchführen kann. Das kann gerade bei Kämpfen sehr unschön sein. Jedoch muss positiv erwähnt werden, dass immer eine Erklärung am unteren rechten Rand steht, welche Taste was genau auslöst.
Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist eher auf jüngere Spieler zugeschnitten. Allerdings gibt es auch Situationen, in denen gerätselt werden muss, was eigentlich zu tun ist. Der erste Bosskampf ist da so ein gutes Beispiel für. Er ist nicht schwer zu besiegen, aber es gab da eine Stelle, in den es mehrere Minuten gebraucht hat, bis erkannt wurde, was zu tun ist. Es gibt also auch Herausforderungen, die gemeistert werden wollen.
Technik
Die grafische Gestaltung von The LEGO Movie 2 Videogame ist – wie soll es anders sein – im typischen LEGO-Stil gehalten. Die Optik ist dabei recht sauber und überzeugend. Besonders gut gefallen haben die Lichteffekte. Blickt man bspw. auf einem hohen Berg, kann man wunderbar das Sonnenlicht reflektieren sehen. Ganz so, wie man es von den Plastikmaterial der LEGO-Bausteine erwarten würde.
Auch die Musik und die Soundeffekt sind passend eingegliedert in das digitale LEGO-Universum. In-Game gibt es zwar nur deutsche Texte zum “Gebrabbel” der LEGO-NPCs, aber die Erzählung der Handlung ist mit einer guten deutschen Synchronisation hinterlegt.
Zwei Wermutstropfen gibt es jedoch schon in diesem technisch grundsoliden Spiel. Zum einem ist da die Kameraführung. Bewegt man sich ganz normal von A nach B in der “Open World”, dann ist alles in Ordnung. Kommt man jedoch in Bereichen, in denen es enger wird (bspw. In Häusern), dann ist die Kameraführung unschön nah an euren Protagonisten dran. Und das sorgt manches Mal für Kontrollverlust. Zudem gibt es hin und wieder Stellen, in denen Ihr eine mehr oder weniger starre Kameraposition habt. Bewegt Ihr Euch in solchen Situationen auf einen schmalen Pfad oder muss ein Objekt erlangen, kann es durchaus passieren, dass Ihr abrutscht oder das Objekt verpasst, weil Ihr nicht die richtige Position der Figur aufgrund der starren Kamera einschätzen konntet.
Den zweiten Wermutstropfen gibt es für die ungewöhnlich langen Ladezeiten. Hier wurde fast eine Minute gemessen. Das ist eindeutig zu lange. Das betrifft übrigens auch die Eröffnungssequenz. Diese ist zwar witzig gestaltet, kann aber nicht geskippt werden, wenn Ihr das Spiel startet. Man muss sich Ihr aussetzen und geduldig abwarten, bis der Titelbildschirm erscheint.
Daniel´s Meinung
Mit LEGO spielen, ohne in Gefahr zu laufen, mit nackten Füßen auf einen Stein zu treten. Diesen unschätzbaren Vorteil bietet plattformunabhängig jedes LEGO-Spiel. Und genauso wie dem realen Spielzeug kann man mit The LEGO Movie 2 Videogame richtig viel Spaß haben sowie Zeit verbringen. Obwohl ich anfänglich eine eher nüchterne Einstellung zum Spiel hatte, wurde mein Interesse an The LEGO Movie 2 Videogame immer mehr gesteigert. Meine subjektiven Kritikpunkte an Steuerung, Kameraführung und Ladezeiten außenvorgelassen, kann The LEGO Movie 2 Videogame recht gut überzeugen - insofern kann ich schon sagen "Hier ist alles super!" Die Anzahl an Welten und an zu sammelnden Gegenständen sorgen für lange Bindung an den Controller.
UPDATE vom 22.03.2019
von: Daniel
Bedauerlicherweise muss dieser Test neu bewertet werden. Nach gut 30 Stunden Spielzeit kann ich zusammenfassend sagen, dass dieses Spiel mit erheblichen technischen Problemen zu kämpfen hat. Neben noch verschwerzbaren Framedrops beim Fliegen, ist das plötzliche Verschwinden der Spielfigur unter der Erdboden oder das Eingesperrtsein in Häusern schon weniger zu vertreten. Das sind im Spiel Bereiche, die gar nicht zu betreten sind. Ihr seid schlichtweg gefangen und es bleibt nur der Levelneustart.
Was tatsächlich unverzeihlich ist, ist das Einfrieren des Spiels oder gar Systemabstürze einschließlich Fehlermeldung. Diese Fehlermeldung kommt durch das Spiel und nicht durch die Switch. Über die Gründe der Mängel kann nur gemutmaßt werden. Aber es wirkt in der Revison so, dass hier keine Qualitätskontrolle stattgefunden hat. Sollte dies gefixt werden, betrachte ich die Sache neu. Bis dahin kann ich dazu nur abraten, sich dieses Spiel zuzulegen.
Fazit
Fazit
The LEGO Movie 2 Videogame bietet einen gewaltigen Umfang an Inhalt. Die technische Präsentation ist dabei überzeugend und unterstreicht den typischen Charme von LEGO. Die Steuerung ist nicht immer konsequent und die Kameraführung ist bei engen Räumlichkeiten nicht gut gelöst. Bei einem Wechsel der Spielwelten sind lange Ladezeiten bis zu einer Minute hinzunehmen. Kann man sich mit diesen Punkten jedoch arrangieren, so erhält man ein Spiel, das sogar längerfristige Spielesessions hervorrufen kann. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht besonders hoch, stellenweise gibt es dennoch Situationen, in denen man über die Lösung einer Herausforderung sehr gut nachdenken muss. Eine Kaufempfehlung kann für The LEGO Movie 2 Videogame bedenkenlos ausgesprochen werden.
- Sehr viel Umfang
- LEGO-Charme grafisch gut umgesetzt
- Hoher Weiterspielwert
- Sehr lange Ladezeiten
- Kameraführung teilweise ungünstig
- viele Bugs bishin Beenden des Spiels
Vielen Dank an die Firma Nintendofans für die Bereitstellung des Testmusters.


