
Mario Tennis Aces
Unser Multitalent Mario begibt sich in Mario Tennis Aces wieder auf den Tennisplatz. Nachdem seine letzten beiden Auftritte auf der Wii U und dem 3DS eher schwach waren, hoffen Fans auf ein starkes Comeback.
Vor allem die Rückkehr des Story-Mode hat viele Anhänger der Serie gefreut. Wir haben unsere Tennis-Ausrüstung geschnappt um uns selbst ein Bild zu machen.
Unseren Eindruck findet ihr in der Review zu Mario Tennis Aces.

Mario Tennis Aces
NSW
- Genre
- Sportspiele
- Serie
- Mario Tennis
- Entwickler
- Nintendo
- Publisher
- Nintendo
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1–4 lokal
Neben dem Golfen, Kartfahren und Prinzessinenretten ist Mario auch in der Sportart Tennis sehr versiert. Seinen ersten Auftritt, wenn auch nicht hierzulande, auf dem Court hatte er auf dem Virtual Boy. In unseren Breitengraden konnten wir mit Mario Tennis auf dem Nintendo 64 zur Jahrtausendwende den Schläger mit Nintendos Maskottchen schwingen. Nachfolgend erschienen für fast alle Konsolen des japanischen Konzern auch immer Ableger der Serie. Die letzte Iteration Mario Tennis: Ultra Smash für die Wii U konnte allerdings nicht wirklich bei den Fans punkten. Mario Tennis Aces für die Nintendo Switch soll nun sowohl Neulinge als Kenner der Serie überzeugen. Wir sind für euch ins Tennis-Outfit geschlüpft um zu prüfen ob das Spiel ein glattes Ass oder doch eher ein Netzroller ist.
Die Rückkehr des Storymodus
Es ist teilweise wirklich verblüffend wie lange Studios und/oder Entwickler die Wünsche von Fans überhören. So war es doch der Storymodus der Spielern in Mario Tennis Titeln gut gefallen hat. In Mario Tennis Aces kehrt dieser nun endlich wieder zurück. Natürlich darf man bei einem Sportspiel nun keinen Handlungsstrang epischen Ausmaß erwarten, aber dennoch ist es eine willkommene Abwechslung zum regulären Spiel.
Nachdem Mario ein Turnier im Hafenstadion gewonnen hat, tauchen zwei alte Bekannte auf. Wario und Waluigi. Sie wollen Mario als Anerkennung für seinen Sieg den mächtigsten Tennisschläger der Welt aus dem Solarius-Tempel aushändigen. Wie der neugierige Luigi feststellen muss, hat dieses Geschenk einen unerwünschten Nebeneffekt. Und ehe er sich versehen kann stehen er, Wario und Waluigi unter der Kontrolle des Artefakts.
Nun liegt es natürlich an Mario den Bann zu brechen um das Trio zu retten. Hierzu begibt er sich zunächst in die Ruinen von Solaris um mehr über den Schläger und seine Macht herauszufinden. Dort angekommen erhaltet ihr in einer Art Tutorial natürlich zunächst die Grundlagen des Spielmechanik erläutert. Außerdem erfahrt ihr vom Wächter Observas, dass Luzius, so der Name des mächtigen Schläger, die Fähigkeit hat Personen zu kontrollieren. Einst nahm der König von Solarius den Schläger an sich um seine Macht zu nutzen. In Folge dessen wurde das komplette Reich zerstört. Mit letzter Kraft konnte der Monarch den Schläger allerdings versiegeln um ihm Einhalt zu gebieten. Die Kräfte teilte Solarius in fünf Machtsteine auf, welche er auf der Insel versteckte. Luzius´Ziel wird es sein diese Steine mit Hilfe von Wario und Waluigi an sich zu reißen um seine einstige Macht wiederherzustellen.
Schlagkräftige Argumente
Um eure Chancen zu wahren gegen einen solch mächtigen Gegner zu bestehen müsst ihr zunächst die uralte Technik des Spezialschlags meistern. Hierzu stehen euch die Trainingsanlagen des Tempels zur Verfügung. Die erste Technik die Mario erlernt ist der Zielschlag. Hierbei wird euch anhand eines Stern im eigenen Spielfeld der optimale Schlagpunkt angezeigt. Drückt ihr in diesem die rechte Schultertaste könnt ihr einen mächtigen Schlag ausführen der zudem gezielt werden kann. Zielt ihr auf euren Gegner könnt ihr diesen Schwächen und sogar seinen Schläger zertrümmern. Im Gegenzug können diese entweder geblockt oder durch den Einsatz der Zeitlupe abgewehrt werden. Für all diese Techniken benötigt euer Spieler allerdings Energie. Diese baut sich durch Ballwechsel und den Einsatz geladener Schläge auf. Setzt ihr eure Energie nicht ein, könnt ihr bei maximaler Aufladung auch einen sehr starken Schlag durchführen.
Ebenso stehen euch Trickschläge zur Verfügung die je nach Charakter unterschiedlich ausfallen. Hier ist sehr gutes Timing gefragt um den maximalen Nutzen aus den Kunststückchen zu ziehen.
Habt ihr diese Techniken erlernt erfahrt ihr von Observas noch, dass die Schätze sich im Wald, einer Villa, im Schnee, auf See und im Feuer versteckt sind. Zeit also dem machthungrigen Schläger und seinen Handlagern zuvor zu kommen!
Aber Vorsicht! Hierbei stellen sich euch nicht nur einfache Schergen in den Weg, auch einige Bosse wollen geknackt werden.
Tennis für jedermann
Nachdem ihr den Einstieg in den Abenteuermodus, und somit das Tutorial, hinter euch gebracht habt, habt ihr Zugriff auf die weiteren Modi von Mario Tennis Aces.
Turnier: Hier könnt ihr euch entscheiden ob ihr entweder ein Turnier gegen Computergegner antretet oder aber eure Gegner im Internet sucht. Im Netz habt ihr die Auswahl zwischen Standard- Und Einfach-Gruppen. Während Standard das volle Repertoire beinhaltet, verzichtet die einfache Variante auf Energie und somit auf Zielschläge und Superzeitluper. Je nachdem wie ihr abschneidet werdet ihr in der Rangliste eingestuft. Diese lässt sich für jeden Modus ebenfalls unter diesem Menüpunkt einsehen. Auch die Ergebnisse vorangegangener Turniere, die Resultate eurer Freunde und eine landesspezifische Rangliste können hier abgerufen werden. Gespielt werden die Turniere übrigens mit 32-Teilnehmer. Ihr müsst euch also schon mächtig ins Zeug legen um einen Turniersieg zu erringen. Leider mussten wir uns nicht nur mit starken Gegnern, sondern auch mit Verbindungsabbrüchen und Lag herumschlagen.
Mehrspieler: Hier habt ihr wie der Name schon vermuten lässt die Möglichkeit mit anderen Spielern außerhalb des Turniermodus zu spielen. In dieser Hinsicht hat sich Nintendo nicht lumpen lassen und ihr könnt in so ziemlich allen Konstellationen zum Spielen antreten. Ob nun mit bis zu vier Spielern an der heimischen Konsole, mit mehrere Teilnehmern lokale mit der jeweils eigenen Switch, oder aber online, sowohl solo als auch im Team, für jeden sollte bei dieser Auswahl etwas dabei sein.
Wieso die Spiele allerdings jeweils nur in verkürzten Sätzen möglich sind bleibt fraglich. Klar soll das ganze nicht ewig dauern. Aber hier hätte man ruhig einen Filter einbauen können über welche Distanz man spielen möchte. Und zwei Spiele sind schnell verloren. Vor allem wenn man sich erst auf seinen Gegner einstellen muss.
Zu guter Letzt hätten wir dann noch den Realmodus: Dieser bietet euch die Möglichkeit die JoyCon als Schläger zu nutzen. Durch die Gyrosensoren könnt ihr ähnliche wie auf der Wii also den virtuellen Schläger mit einem Controller als Gegenstück schwingen. Leider funktioniert das in der Praxis nur semi-gut. Wer also erwartet hier eine Verbesserung zu Wii Sports zu erleben, der dürfte enttäuscht werden. Dazu ist die Steuerung einfach zu unpräzise. Durch die Option mit Riesenbällen zu spielen, dürfte hier zumindest noch etwas Party-Flair aufkommen.
Trotz des namensgebenden Mario, könnt ihr natürlich auch mit anderen Charakteren antreten. Zu Beginn stehen euch 16 bekannte Figuren aus dem Mario-Universum zur Verfügung. Diese teilen sich in unterschiedliche Klassen ein. Als da wären Vielseitigkeit, Defensive, Präzession, Schnelligkeit. Trickreich und Stärke. Somit sollte für jede Art von Spieler das richtige dabei sein. Auch die Spezialtechniken unterscheiden sich bei jedem Charakter.
Technik
Technisch leistet sich Nintendo mit Mario Tennis Aces natürlich keinen Schnitzer. Das Spiel ist sowohl optisch als auch akustisch absolut solide. Die Figuren sind alle gut animiert und in Szene gesetzt. Vor allem im Story-Modus kommt auch die gewohnte Prise Humor nicht zu kurz.
Das Matchmaking funktioniert schnell und es fanden sich stets schnell Gegenspieler. Unschön hingegen waren die Ruckler und Verbindungsabbrüche. Gerade wenn man im Turnier schon fortgeschritten ist, kann dies zum echten Ärgernis werden.
Die Bewegungssteuerung im Realmodus sollte eher als Gimmick, denn als echte Alternative betrachtet werden.
Fazit
Mario Tennis Aces schlägt sich definitiv besser als die letzten Iterationen der Serie. Vor allem der wieder eingeführte Storymodus sorgt für kurzweilige Unterhaltung. Durch die verschiedenen Schlagarten und die zusätzlichen Energievarianten wirkt das Ganze stellenweise allerdings leicht überladen. Das die Option fehlt komplette Sätze nach dem realen Vorbild zu spielen ist ebenfalls schade. Technisch leistet sich das Spiel keinen Fehltritt und die Vielzahl an Mehrspielmodi ist sehr vorbildlich . Alles in allem kommen Fans der Serie und jüngere Spieler hier voll auf ihre Kosten.
- Rückkehr des Storymodus
- viele Spielmodi
- Figuren spielen sich unterschiedlich
- kurzes Punktesystem
- teilweise überladen
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


