
Kirby Star Allies
Schon kurz nach Release erhält Kirby Star Allies ein Update. Diese bringt mit Rick & Kine & Coo alte Bekannte ins Spiel. Wie uns das Spiel gefallen hat lest ihr in unserer Review zu Kirby Star Allies.

Kirby Star Allies
NSW
- Genre
- Action-Adventure
- Serie
- Kirby
- Entwickler
- Nintendo
- Publisher
- Nintendo
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1–4 lokal
- Freigabe
USK ab 6
Auf zu neuen Abenteuern!
Die größte Neuerung in Star Allies ist dass das komplette Spiel auf Multiplayer ausgelegt ist. Das bedeutet nicht zwangsläufig das man als Einzelspieler in die Röhre schaut, jedoch ist es selten der Fall das Kirby allein durch seine Abenteuer stapft. Bis zu drei Mitspieler können dem Geschehen beiwohnen - ist man Solist übernimmt der Computer die Steuerung selbiger. Wie schon seit jeher bekannt kann sich Kirby die Fähigkeiten seiner Widersacher aneignen, vorausgesetzt sie haben welche. Zu den besagten Fähigkeiten zählen Altbekannte wie etwa Feuer, Eis, der Regenschirm, das Schwert oder der Wrestler. Es gibt aber auch zahlreiche neue Transformationen wie etwa die Verwandlung „Künstler“, „Festival“ oder Spinne. Jede Variante hat dabei ihre besonderen Eigenschaften. Die einen haben eine kurze Reichweite und sind überaus effektiv, die anderen haben eine deutlich höhere Reichweite, haben jedoch nicht so viel Angriffsstärke. Jeder Gegner ist dabei gegen bestimmte Fähigkeiten anfälliger, besonders aber Bossgegner.
Kirbys neue Freunde
Es gibt im neuesten Abenteuer eine ganz neue Methode des Gegners Fähigkeiten für sich zu nutzen. Und das funktioniert indem ihr euch diese zu Freunden macht, sprich, euch mit ihnen anfreundet. Dazu werft ihr diesen einfach ein Herz zu worauf sie euch fortan im Abenteuer unterstützen. Diese "Freundschaft" endet jedoch nach ihrem virtuellen Ableben. Es ist möglich das euch bis zu drei Mitstreiter dabei unterstützen, jedoch seid ihr dazu nicht verpflichtet - Ihr könnt auch viele Abschnitte allein bewältigen. Doch es sei gesagt, das an zahlreichen Stellen und Ebenen Freunde notwendig sind um in bestimmten Situationen und Bereichen weiter voran zu kommen. Wer also denkt er kann mit Kirby das Spiel komplett allein spielen der wird enttäuscht sein, denn dies ist nicht möglich - zumindest nicht wenn er das Spiel beenden will.
Der Umstand Freunde fürs Abenteuer zu gewinnen bringt allerdings eine weitere überaus gelungene Neuerung mit sich. So kann man jederzeit, vorausgesetzt es gibt Kompatibilität untereinander, seine und die Waffen der Freunde in deinen Fähigkeiten verbessern. Hat man etwa selbst Schwert-Kirby und einen Stecki unter der Riege seiner momentanen Freunde, kann man das Schwert unter Strom setzen was eine Angriffskraft-Verbesserung mit sich bringt. Das ganze funktioniert auch mit Feuer, Wasser und Eis sowie einigen anderen Fähigkeiten. Somit kann man besondere Aktionen ausführen die teilweise erforderlich sind um bestimmte Bereiche zu erreichen oder Aufgaben zu lösen. Mitunter kann dies dazu führen, das man einige Varianten ausprobieren muss um jene zu finden mit der die Aufgabe gelöst werden kann.
Das Abenteuer besteht aus 4 Welten mit insgesamt zirka 40 Leveln. Am Ende und teils auch Zwischendurch warten die Bossgegner auf unsere Helden die jedoch ein zweischneidiges Schwert sind. Zum einen gibt es bekannte wie etwa "Whispy Woods" der in wirklich jedem Kirby-Spiel seinen Auftritt hat, zum anderen gibt es auch neue Obermotze, die jedoch sehr klein sind und eher ziemlich belanglos daherkommen. Einzig am Ende des Abenteuers zieht das ganze noch einmal deutlich an.
Gemeinsam Stark
Neu sind auch Portale für die ihr unbedingt 3 Begleiter braucht. Wird dieses aktiviert, verwandelt sich die Gemeinschaft etwa in einen Zug, ein Freundeskreis oder eine Art Brücke. Mit diesen Formen gilt es dann teilweise einige Geschicklichkeitsspielchen zu meistern oder in jener Verwandlungsform einfach durch Objekte zu brechen, die man sonst nicht hätte zerstören können. Das Feature ist an sich eine nette Sache, einen wirklich sinnvollen Zweck hat es aber nicht. Einzig die Phasen in denen man fliegt und mit Sternen schießt stellen eine wirklich gelungene Abwechslung dar.

In den Levels selbst sind teils Schalter versteckt, mit denen weitere Level oder der Traumpalast freigeschaltet werden. In letzterem kann man mithilfe des Traumzepters Freunde wie etwa Metaknight oder König Dedede herbeirufen. Desweiteren gibt es in den unterschiedlichen Gebieten noch zahlreiche Puzzleteile zu finden, mit denen man Bilder vervollständigen und danach in der Galerie anschauen kann.
Habt ihr den Storymodus beendet stehen euch noch mit "Ultimative Auswahl" sowie "Mit ??? -Los, Star Allies" zwei neue Modi im Hauptmenü zur Auswahl. In ersterem geht es darum so lange wie möglich in aufeinanderfolgenden Kämpfen zu bestehen. Letzterer hingegen stellt ein Großteil des Storymodus in leicht abgewandelter Form dar. Hier könnt ihr vor Beginn entscheiden mit welcher Spielfigur ihr das Abenteuer bewältigen wollt. Alle möglichen Gegenspieler stehen hier mit ihren individuellen Fähigkeitenzur Wahl, Kirby ist hierbei komplett Außen vor. Im Geschehen selbst sind die Sterne nun Herzen und ihr könnt mithilfe gefundener Items euren Rang für Stärke, Abwehr und Schnelligkeit aufwerten, was dem Modus noch einen gewissen Kick verschafft.
Ein leidiges Thema...
Kommen wir zu einem Thema das derzeit mal wieder stark aufkommt, den Schwierigkeitsgrad. Eins vorweg: uns ist durchaus bewusst das es sich bei Kirby generell um ein Spiel handelt, welches eine junge Zielgruppe anspricht.
Schon in der Demo war offensichtlich dass das neueste Abenteuer mit Kirby eher leicht ausfallen wird. Und das kann man letztendlich auch vom kompletten Spiel sagen. Nicht das man nur zahlreiche Sterne "hinterhergeworfen" bekommt für die man je 100 ein Extra Leben bekommt, auch der allgemeine Schwierigkeitsgrad vom Design als auch der Gegnerstärke her gesehen sind sehr niedrig angesetzt. Erst gegen Ende des Spiels nimmt das ganze etwas zu. Besonders das "Ende" dürfte im Vergleich zum Rest des Spiels dann aber für die jüngeren deutlich zu schwer ausgefallen sein. Nur als Vergleich, wir hatten nach dem Beenden des Story-Modus über 115 Leben auf unserem Konto und das obwohl der Umfang mit gerade einmal knapp 4 bis 5 Stunden geradezu gering ausgefallen ist.
Das ein Spiel wie Kirby über einen leichten Schwierigkeitsgrad verfügen darf, sollte klar sein. Nintendo sollte sich hingegen aber endlich auch mal Bewusst machen das es zahlreiche Erwachsene Spieler gibt die mit der Serie groß geworden sind und auch weiterhin daran teilhaben wollen, allerdings auch vom zu niedrigen Schwierigkeitsgrad abgeschreckt werden. Es wäre doch absolut kein Problem in das Spiel einen schwereren Modus zu implementieren, damit erfahrenere Spieler darin auch eine kleine "Herausforderung" finden. Wenn man sich denn schon dafür entscheidet das Spiel so extrem leicht zu designen. Schließlich gab es diese Möglichkeit früher doch auch, wenn auch nicht bei Kirby-Spielen. Würde man dies berücksichtigen gäbe es sicher Spieler die dann zugreifen, die jetzt in der Form das Spiel aber im Regal stehen lassen.
Und um noch zu Aussagen wie "Kirby war schon immer Leicht und Kurz" zu kommen... Ja das stimmt, aber das ist weder Grund noch Argument alles beim Alten zu lassen und nichts neues zu wagen. Und dies schließt eben auch nicht aus das man hätte wohl einen wählbaren höheren Schwierigkeitsgrad anbieten können. Immer mehr vom Immergleichen ist nichts besonderes, insbesondere wenn man mal sieht das Whispy Woods wieder mit an Bord ist. Ganze 3 Mal in ganz leicht abgeänderter Form... das zeugt nicht gerade von Kreativität. Und ebenso stellt sich die Frage warum ein Spiel für eine jüngere Zielgruppe so kurz sein muss? Bedeutet das, dass kleine Kinder keinen größeren Umfang wollen oder wird das immer nur als Argument der Entwickler angesehen...?
Anschließend muss man sagen das Kirby Star Allies für ein Vollpreisspiel von knapp 60€ eindeutig zu wenig bietet. Für ein Viertel weniger wäre das ganze wirklich noch vertretbar, denn es ist auch kein schlechtes Spiel. Schaut man sich allerdings den Umfang von Zelda: Breath of the Wild, Xenoblade Chronicles 2 oder Super Mario Odyssey an, dann fragt man sich wie ein Preis von selbigem bei Kirby Star Allies zu rechtfertigen ist.
Multiplayerspaß
Kirby Star Allies dürfte vorallem aus einer Gruppe von 3 bis 4 Spielern den höchsten Spielspaß aufkommen lassen, da man sich so nicht um alles allein kümmern muss - zumindest ein Großteil. Leider kann das ganze (Sowohl als Solospieler mit Computergesteuerten Gefährten als auch mit menschlichen Mitspielern) auch in zahlreichen Situationen etwas unübersichtlich werden, besonders wenn sich mehrere Gegner auf dem Bildschirm tummeln. Mit Hackmeister und Stern-Slam-Helden stehen zwei weitere Modi für Multiplayer-Duelle bereit die für kurzweilige Unterhaltung sorgen. Als Solospieler wird man daran jedoch nur 2 bis 3 Durchgänge verweilen.

Schick und knuffig
Kirbys Abenteuer waren seit jeher bunt und überaus knuffig. Und das ist bei Star Allies keineswegs anders. Sämtliche Protagonisten sind liebevoll gestaltet und verleihen dem Spiel seinen einzigartigen Knuddelfaktor. Ebenso verhält es sich mit den Umgebungen der Unterschiedlichen Welten. Seien es die sich im Hintergrund bewegenden Lichtpartikel, Sterne, Sonnenstrahlen oder Wellen. Das ganze verleiht dem Abenteuer einen lebendigeren Touch und trägt auch zur gelungenen Atmosphäre bei, die allerdings weder Höhen noch Tiefen hat. Hier hätten wir uns mehr optische Abwechslung gewünscht, denn viele Levels ähneln sich optisch sehr und die letzte Welt besteht quasi aus Abschnitten die optisch jenen aus Welt 1, 2 oder 3 entsprechen. Das ist überaus schade, denn so wird das ganze doch etwas monoton.
Musikalisch muss man leider sagen, das es in keinem anderen Kirby-Spiel so unausgewogen war. Die Soundeffekte und "Rufe" von Kirby sind wie immer überaus passend, die Musikuntermalung schwankt jedoch zwischen stimmig, humorvoll bis hin zu extrem unpassend und nervig. Sind anfangs noch die wirklich gut klingenden und passenden Stücke zu hören, verlagert sich das ganze spätestens ab Welt 3 in die andere Richtung. Oft bekommt man hier Stücke zu hören die überhaupt nicht zum Spiel passen und so schlecht komponiert sind, das man die Lautstärke auf ein minimum reduzieren oder gar auf Lautlos stellen muss. Das ist sehr Schade, da der Wii-Ableger in der Hinsicht deutlich besser war.
Fazit
Kirby Star Allies ist ein rundum gelungenes Abenteuer mit dem rosa Knödel. Jedoch hat es auch einige Schwächen. Dazu gehören der nicht wählbare Schwierigkeitsgrad, der zu geringe Umfang und die teils wirklich unpassende und nervige Musikuntermalung. Das Spiel bietet für ein Vollpreistitel einfach viel zu wenig. Abgesehen davon dürften die kleinen unter uns aber auf jeden Fall ihre Freude daran finden, alle anderen sollten vielleicht warten bis sie das Spiel irgendwo günstiger finden.
- viel Verwandlungsfähigkeiten
- knuffiges Design
- 4 Spieler-Koop
- zu kurz
- zu einfach
- teils nervige Musik
- zu wenig neues
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.



