
The Elder Scrolls V: Skyrim
Auch wenn die meisten Spieler The Elder Scrolls V: Skyrim bereits gespielt haben dürfte, gibt es immer noch eine große Zahl an Fans.
Nach dem Release der Special Edition im letzten Jahr dürfte die Zahl der Fans weiter gestiegen sein.
Auch die Nintendo Switch bietet euch nun die Möglichkeit an nach Himmelsrand zu reisen. Und das sogar unterwegs.
Wie und ob die Portierung des gigantischen Rollenspiels auf die tragbare Konsole funktioniert, erfahrt ihr in unserer Review zu The Elder Scrolls V: Skyrim.

The Elder Scrolls V: Skyrim
NSW
- Genre
- Rollenspiel
- Entwickler
- Bethesda
- Publisher
- Bethesda
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1 lokal
- Freigabe
USK ab 16
Bereits 1994 erschien das erste The Elder Scrolls Spiel für den PC. Seit dem sind nicht nur viele Jahre ins Land gegangen, sondern die Serie hat mittlerweile viele Ableger erhalten. Teils für den PC, Konsole und sogar Mobiltelefone. Der letzte große Ableger der Hauptserie The Elder Scrolls V: Skyrim erschien bereits 2011 für den PC und für Konsolen. Fünf Jahre später erschien eine sogenannte Special Edition. Diese bot nicht nur eine deutlich überarbeitete Grafik, sondern enthielt mit Dawnguard, Hearthfire und Dragonborne auch direkt alle drei offiziellen Erweiterungen des Rollenspiels. Als die Nintendo Switch angekündigt wurde, war das Erstaunen ziemlich groß, dass in den ersten Trailer Skyrim gezeigt wurde. Ein Rollenspiel diesen Ausmaßes, auch wenn es schon eine Jahre auf dem Rücken hatte, sagte doch zwei Dinge über das System aus. Zum einen war sie technisch in der Lage als mobiles System einen solchen Titel zu stemmen, zum anderen war Bethesda als Entwickler von Anfang an mit an Bord. Beides sehr positive Vorzeichen für das System. Auch wenn es immer mal wieder Schnipsel oder Videos gab, so konnte man sich eigentlich erst auf der diesjährigen gamescom ein wirkliches Bild vom Spiel machen und wie es auf der Switch aussehen und laufen würde. Auch Informationen, ob es auf den Versionen von 2011 oder 2016 basieren würde, gab es nicht. Nun, da das Spiel offiziell erhältlich ist, können wir uns in alle Ruhe in Skyrim, zu deutsch Himmelsrand, umsehen und austoben.
Einmal Richtblock und zurück
Zu eurem Pech landet ihr genau zwischen den Fronten und zusammen mit anderen Gefangenen findet ihr euch auf einem Fuhrwerk wieder, welches euch zu eurem Prozess bringt. Wie sich herausstellt, sind die anderen Gefangenen niemand geringeres als Ulfric und einige seiner getreuen Sturmmäntel persönlich. Und obwohl ihr und sogar die Stadtwachen erkennen, dass ihr unbeteiligt seid, erscheint es ihnen dennoch einfach euch ebenfalls zu exekutieren. Während ihr also mit dem Kopf schon auf dem Richtblock liegt, erblickt ihr auf einmal eine riesige Gestalt die den Himmel verdunkelt. Obwohl die sogenannten Elder Scrolls von der Rückkehr der Drachen berichten, schenkte diesen niemand Beachtung. Dementsprechend unvorbereitet trifft der Angriff des Ungetüms Alduin die Festung und deren Besatzung. Im Zuge des ausbrechenden Chaos gelingt euch und einigen anderen die Flucht aus der, dem Untergang geweihten, Anlage. Nachdem ihr erfolgreich entkommen seid, werdet ihr gebeten euch zu einem Ort namens Weißlauf zu begeben und dem dortigen Jarl zu helfen. Im Zug der folgenden Ereignisse erfährt euer Held , dass er der sogenannte Dovahkiin ist. Dieses Drachenblut besitzt eine humanoide Form und die Seele eine Drachen. Er ist dazu auserkoren den Weltenfressenden Drachen Alduin zu vernichten.

Willkommen in der Welt von Tamriel
Direkt zu Beginn eures Abenteuer, besser gesagt kurz vor eurer anstehenden Hinrichtung, habt ihr die Option das Äußere eures Helden festzulegen. Und hier zeigt sich direkt etwas, dass sich durch so ziemlich alles im Spiel zieht. Ihr werdet fast erschlagen mit den Möglichkeiten die euch geboten werden. Zunächst müsst ihr euch eure Rasse auswählen. Als da wären verschiedene menschliche Rassen wie die Nord, die Bretonen oder die Kaiserlichen. Aber auch Argonier welche reptiloide Züge tragen oder Khajiit welche stark an Katze erinnern stehen euch zur Auswahl. Und natürlich dürfen wie in fast jeden Rollenspiel die Elfen nicht fehlen. Hier stehen euch die Waldelfen und ihre düsteren Brüder die Dunkelelfen zur Verfügung. Natürlich könnt ihr auch eure Geschlecht, die Hautfarbe und eure Statur wählen.Wer nun dachte das wäre es gewesen der irrt sich gewaltig.
Das Spiel bietet euch einen extrem ausgefeilten Editor der euch so ziemlich alle Gesichtszüge modellieren lässt, die Nase, die Augenbrauen, der Mund, der Bart, der Kiefer, die Haare, Narben und Bemalungen. Alles steht euch offen um euren individuellen Helden zu erschaffen.
Im Laufe eures Abenteuer könnt ihr dann auch auf verschiedene Aspekte wie etwa Krieger, Dieb oder Magier schulen. Hierzu gibt es wiederum verschiedene Fähigkeiten die ihr durch deren Anwendung verbessern, steigern und schlussendlich meistern könnt. Auch finden sich im ganzen Spiel immer wieder Meister von denen ihr das eine oder andere lernen könnt.
Würde man versuchen das sehr komplexe System des Spiels hier in schriftlicher Form darzustellen, würde das nicht nur sehr lange werden, sondern könnt auch abschreckend wirken. Skyrim führt euch langsam in alles ein und gibt euch genügend Optionen alles in Ruhe auszutesten und nötigenfalls nachzulesen. Solltet ihr das Spiel zum ersten mal spielen, solltet ihr zu Beginn einfach der Story folgen um langsam damit warm zu werden. Denn im Prinzip könnt ihr direkt zu Beginn überall hin reisen. Nur werdet ihr hier schnell auf Gegner treffen die euch gnadenlos in die Schranken weisen. Zudem ist es Anfang recht mühselig sich zu Fuß fortzubewegen.
Nur der erfahrene Kämpfer überlebt
Wie in jedem Rollenspiel stellt das Erledigen von Quest und Aufgaben einen Großteil der Spielerfahrung dar. Viele davon sind natürlich mit Kämpfen und Auseinandersetzungen gekoppelt. Es ist also wichtig, dass ihr nicht nur dafür sorgt, dass ihr eine gute Ausrüstung habt, sondern auch mit dieser umgehen könnt.
Skyrim bietet euch zwei verschiedene Perspektive. Die Ego-Ansicht und die Schulterkamera. Beides hat Vor-und Nachteile und es schlussendlich wohl Geschmackssache für welche Darstellung ihr euch entscheidet. Ebenso steht es auch frei mit verschiedenen Waffen und Mitteln zu kämpfen. Während der Krieger eher auf Schild und Schwert oder aber schwere zweihändige Waffen setzen dürfte, erscheinen für einen Dieb eher flinke Waffen wie Dolche und Bögen angemessen. Der Magier hingegen kann mächtige Elemente beschwören um seinen Gegnern Einhalt zu gebieten oder um Heilmagie zu wirken.
Für welche Form oder Kombination ihr euch auch entscheidet, allen Helden und Formen wird mehr als genug geboten. Außerdem erhöht sich durch diese Vielfalt der Wiederspielwert erheblich. Wer Himmelsrand auf anderen System also bereits als Krieger durchquert hat, könnte es nun zum Beispiel als Magier aus einer anderen Perspektive erleben. Ein Wechsel im Laufe eurer Abenteuer ist allerdings auch kein Problem. Legt die entsprechende Ausrüstung an und trainiert die benötigten Fertigkeiten. Wer also nach einiger Zeit feststellt, dass ein anderen Spielstil besser passt, der muss nicht von Vorne beginnen. Egal wie ihr euch entscheidet.
Der Ruf des Drachen
Gemein ist allen Klassen und Spezifikationen, dass ihr eben ein Dovahkiin seid. Dadurch steht euch die Sprache Thu´um offen. Mit dieser alten magischen Sprache ist es euch möglich aus drei Worten der Macht Drachenschreie zu formen. Allerdings benötigt ihr pro zu lernendem Wort die Seele eines Drachen.
Die Schreie ansich haben ganz unterschiedliche Auswirkungen. Manche stoßen den Gegner weg, andere lassen ihn einfrieren oder entwaffnen sie. Manche der Sprüche lassen sich auch auf Drachen oder Tiere wirken. So können die geflügelten Untiere zum Beispiel zur Landung gezwungen werden. Dies ist gerade für den Nahkampf sehr von Vorteil.
Lernen könnt ihr diese speziellen Phrasen die auf sogenannten Wortmauern stehen. Als Dovahkiin seit ihr in der Lage diese Wörter zu lesen und zu lernen.
Erweiterte Spielwelt
Dawnguard gibt euch die Möglichkeit euch entweder einem Vampirjägerorden anzuschließen oder selbst eine Kreatur der Nacht zu werden. Durch die Erweiterung fanden neue Ausrüstungsgegenstände, Rüstungen und Waffen wie Armbrüste und Drachenknochenwaffen ihren Weg ins Spiel.
Hearthfire hingegen, macht das Spiel etwas heimelicher. Diese Erweiterung macht es möglich, dass ihr euch Land kaufen und euch darauf ein Anwesen errichten könnt. Außerdem könnt ihr Kinder adoptieren, Farmland bestellen und eigene Einrichtungsgegenstände herstellen.
Die letzte Erweiterung Dragonborn gibt euch die Möglichkeit Drachen zu reiten. Dies ist möglich, indem man neue Schreie lernt, die ihr in Hauptquests finden könnt. Neu hinzugekommen ist durch das Add On die Insel Solstheim. Diese ist unter anderem die Heimat der Dunkelelfen.
Da die Erweiterungen direkt enthalten sind werden diese Änderungen und Neuerungen am ehesten Spielern auffallen, welche zum Beispiel bisher nur das Grundspiel gespielt hatten.

Mobile Drachenhatz
Hier wären wir nun also wieder mit der technischen Beurteilung einer Portierung auf die Nintendo Switch. Auch in diesem Test möchten wir uns hierauf konzentrieren, wie das Spiel auf dem Hybriden funktioniert und aussieht. Dass es günstigere Optionen gib, dass Spiel in einer höheren Auflösung zu spielen dürfte jedermann klar sein.
Um das Spiel auf der Switch zum Laufen zu bringen haben die Entwickler an der einen oder anderen Stelle natürlich in die Trickkiste gegriffen. So sind die Texturen an manchen Stellen doch etwas matschiger, die Fernsicht ist eingeschränkt und man muss mit Pop Ins rechnen. Auf der anderen Seite läuft das Spiel nach unseren bisherigen Erfahrungen flüssig. Um dies gewährleisten zu können wurde wohl eine dynamische Auflösung gewählt. Spielt man auf dem Tablet fällt dies nicht weiter auf, Auf einem großen TV hingegen werden die Abstriche schon deutlicher sichtbar. Dennoch sieht das Spiel hervorragend aus. Die musikalische Untermalung ist exzellent gelungen. Wer die Sprachausgabe lieber in deutsch hätte, kann diese optional und kostenlos herunterladen.
Auch die Steuerung geht gut von der Hand und bietet keinen Grund zu negativer Kritik. Prinzipiell ist es möglich den Titel mit der Bewegungssteuerung der JoyCon zu spielen. Ob diese allerdings sinnvoll ist sei man dahingestellt.
Trotz der gelungenen Portierung und der besseren Grafiken der Special Edition, merkt man dem Spiel sein Alter dennoch an manchen Stellen an. So sind die Animationen, vor allem im Kampf doch oft sehr hölzern und muten stellenweise schon ungewollt komisch an.
Fazit
TES: Skyrim verliert auch Jahre nach seinem ersten Release nichts an seiner Faszination. Die Spielwelt ist gigantisch und es ist mehr als einfach sich in ihr zu verlieren. Abgesehen von der eigentlichen Hauptgeschichte, gibt es so viel zu sehen und zu erleben, dass man hier locker im dreistelligen Stundenbereich ankommen dürfte. Die Umsetzung auf die Nintendo Switch ist den Entwicklern mit minimalen Abstrichen hervorragend gelungen. Wer bis jetzt noch eine Ausrede hatte sich um den Rollenspielepos zu drücken, der sollte sich spätestens mit der mobilen Option auf den Weg nach Himmelsrand machen.
- gigantischer Umfang
- tolle Portierung
- freie Entfaltungsmöglichkeiten
- Kampfsystem hölzern
- keine Mods
- nicht bugfrei
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


