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Super Mario Odyssey

Super Mario Odyssey

Tommy

Warum hat Mario Brustwarzen, aber keinen Bauchnabel? Diese und andere Fragen beantwortet Mr. Koizumi zu Super Mario Odyssey für die Nintendo Switch.
Hier findet ihr unsere Review zu Super Mario Odyssey.

Super Mario Odyssey

NSW

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
NSW
Spieler
1–2 lokal
Freigabe
USK ab 6

Das wohl größte Highlight bei der Switch-Präsentation Anfang des Jahres war wohl die Ankündigung eines neuen Sandbox-Abenteuers mit Nintendos Vorzeige-Klembner, Mario. Und genau jenes gezeigte Video von Super Mario Odyssey dürfte nicht wenige dazu bewogen haben, sich für eine Nintendo Switch zu entscheiden.

Aller Anfang...

Den Anfang machte Super Mario 64, das seinerzeit 1996 (Europa 1997) erschien und das erste Open World-Adventure mit dem Klempner in der Hauptrolle darstellte. Das Spiel war nicht nur „DAS Zugpferd“ für Nintendos neu erschienene 64Bit-Konsole, es war auch ein Meilenstein der Videospielgeschichte. Es gab wohl nur wenige Fans die seinerzeit den Release der Konsole samt Super Mario 64 erwarten konnten und sich zig mal das offizielle Werbe-VHS angeschaut haben um das Warten auf dieses einzigartige Spiel zu überbrücken. Das erste Mal Super Mario in einer frei erkundbaren Welt zu steuern und das auch erstmals in 3D, war schon ein absolutes Highlight. Das Spiel wurde seinerzeit als das beste Videospiel betitelt, auch wenn es das mittlerweile freilich nicht mehr ist – dennoch gehört es immer noch mit zu den besten Spielen.

Etwa 5 Jahre darauf folgte Marios zweites Sandbox-Abenteuer, welches mit dem Titel Super Mario Sunshine auf der Nachfolgekonsole „Gamecube“ erschien. Der Teil spielte nicht im Pilzkönigreich, wie es in Super Mario 64 war, sondern auf der tropischen Insel „Isla Delfino“. Bewaffnet mit dem „Dreckweg 08/17“ machte sich unser Held daran, die Insel vom mysteriösen Schleim zu befreien. Leider konnte Marios Gamecube-Ableger die hohen Erwartungen von Fans und Fachpresse nicht zu 100 % erfüllen, da vor allem die automatische Kamera nicht immer optimal war und es auch sonst kleinere Dinge gab, die nicht vollends überzeugen konnten. Dennoch war auch Marios zweiter Open World-Ausflug ein spaßiges Erlebnis.

Nun, 15 Jahre nach dem Release von „Sunshine“ ist endlich das dritte Sandbox-Abenteuer mit dem Titel Super Mario Oddyssey erschienen, das im Vorfeld eine Menge Neuerungen versprach und erkennen lies. Eins Vorweg - das neueste Abenteuer ist wirklich einzigartig, doch dazu kommen wir später.

Auf zu einem neuen Abenteuer!

Die Story ist, wie sollte es anders sein, recht simpel und banal. Bowser entführt Prinzessin Peach – dieses Mal jedoch mit der Absicht diese zur Frau zu nehmen und dafür auch noch einige Gegenstände die dafür benötigt werden, aus den unterschiedlichen Regionen der Welt zu stehlen. Nun liegt es an Mario, die Hochzeit zwischen seinem Erzschurken Bowser sowie Prinzessin Peach zu verhindern. Das schlimmste ist jedoch, das Marios schicke Kappe beim Angriff zerfetzt wurde.

Marios Abenteuer startet im Hutland, wo er erstmals auf seinen neuen Gefährten „Cappy“ trifft, der ihn fortan auf seinem Abenteuer begleiten und unterstützen wird. Anstatt zu Schlagen (Super Mario 64) oder die Gegner mit dem Dreckweg 08/17 zu beseitigen (Super Mario Sunshine) kann Mario seine Gegner entweder mir einer Sprungattacke, oder aber mit seinem neuen Kopfschmuck beseitigen. Und schnell wird man hierbei merken, das man nicht jeden Gegner einfach mit einem Wurf Cappys besiegen kann. Es gibt nämlich auch die Möglichkeit sich in die unterschiedlichsten Kreaturen zu Inkarnieren. Das bedeutet schlicht, das Mario in ihre Haut schlüpft, was teilweise nicht nur cool und lustig aussieht, sondern auch besondere Fähigkeiten mit sich bringt. Wenn ihr etwa in einen Frosch inkarniert, so habt ihr als dieser die Möglichkeit deutlich höher zu springen als Mario und somit zu ebenen, Aufgaben und Items gelangt, die mit Mario selbst unmöglich wären. Es gibt wirklich viel „Objekte“ in die ihr schlüpfen könnt. Sei es es etwa der Feuerball, ein Gumba, ein Hammerbruder, ein Kugelwilli, ein Panzer, ein Wasserspeier oder aber eine Stromleitung. Diese Möglichkeit andere Dinge zu carpern, ermöglicht völlig neue Möglichkeiten in Sachen Gameplay und Levelaufbau, die es vorher nie gab. Und das merkt man wirklich an vielen Stellen des Spiels. Das ganze fühlt sich nicht nur neu und besonders an, sondern bringt auch enormen Spaß und Abwechslung mit sich.

Des Klempners Begierde

Waren in Super Mario 64 die Sterne der Begierde und in Super Mario Sunshine die Insignien, so sind es im neuesten Abenteuer die Monde, die gefunden und gesammelt werden wollen. Sind es Anfangs scheinbar recht wenige die pro Welt existieren, kristallisiert sich im späteren Verlauf immer mehr heraus, das es deutlich mehr sind als man ursprünglich erwartet hat. Diese Monde sind nun auf den unterschiedlichsten Wegen zu erreichen. Es gilt entweder kleinere Aufgaben zu lösen, ein Wettrennen zu gewinnen oder Gegner zu besiegen. Allerdings können diese auch nur einfach in der Gegend herumliegen oder in Objekten oder unter der Erde versteckt liegen. Allerdings ist es recht simpel die meisten jener zu finden, denn diese Objekte glitzern golden und man spürt Anhand der Rumble-Funktion, wenn etwas in der Nähe versteckt ist.

Gleich zu Beginn stellt man auch fest, das der Klempner über 3 Lebensenergie-Punkte verfügt, die durch Super-Herzen sogar auf 6 Punkte aufgestockt werden können. Dies gilt jedoch für den normalen Schwierigkeitsgrad – im leichten Modus ist der Standard 6 und der erweiterte 9 Lebensenergie-Punkte. Sind alle Reserven aufgebraucht, startet der Held am letzten Besuchten Checkpoint, von denen es doch recht viel gibt. Spätestens nach der zweiten Welt bemerkt der Spieler aber, das es keine Open-Hub-World wie im 64er-Ableger oder Sunshine gibt, sondern nur die jeweiligen Gebiete selbst Open-World sind. Hat man eine Welt absolviert und ausreichend Monde gesammelt, kann man mit der Odyssey in das nächste Gebiet vordringen. Es gibt aber auch Momente in denen man zwischen zwei unterschiedlichen Welten wählen kann, allerdings folgt nach der einen dann automatisch die andere, wenn die erste erfolgreich gelöst würde. Jedes Gebiet muss dabei allerdings mindestens ein weiteres Mal abgegrast werden, um sämtliche Monde und lila Münzen zu erhalten. Denn erst nach dem Besiegen des Oberbösewichtes jener Welt, öffnen sich neue Wege und Aufgaben, die vorher nicht existierten.

Wie in jedem anderen Mario-Spiel dürfen natürlich die Münzen nicht fehlen, die jedoch erstmals eine ganz andere Verwendung finden. So gibt es keine Leben mehr dafür wenn an 100 selbiger eingesammelt hat, sondern verliert 10 dieser, wenn Mario in den Abgrund stürzt oder seine Energie aufgebraucht ist. Aber Grund zur Sorge besteht nicht, denn die Münzen sind wirklich überall zu finden. Sei es in Fragezeichen-Blöcken, beim besiegen von Gegner, oder diese einfach in der Umgebung verteilt liegen oder schweben. Es gab nicht einen einzigen Moment wo wir eines, sollte es ihn überhaupt geben, Game Over-Bildschirms nur in die Nähe kamen.

Dann gibt es allerdings noch die Welten-spezifischen lila Münzen, die je nach Welt eine andere Optik haben. Im Hutland sind es etwa Hüte, im Forstland sind es wiederum Muttern. Diese haben nur einen Zweck, sie dienen ausschließlich als Zahlungsmittel.

Crazy Cappys Outfits

Und damit kommen wir auch schon zum Crazy Cappy-Shop, den es in jeder Welt gibt. Dieser ist in zwei Bereiche unterteilt – dem gelben und dem Lila Bereich. In ersterem könnt ihr begrenzte Items oder Kostüme mit den goldenen Münzen kaufen, im Lila Bereich mit den Welten-spezifischen. Hier gibt es auch neue Outfits sowie Sticker, Bilder und Figuren um die Odyssey zu Schmücken.

Die unterschiedlichen Outfits sind dabei eine ganz besondere Sache, kennt man diese doch auch schon aus Spielen wie etwa Epic Micky 2. So gibt es etwa Spiele-spezifische Outfits wie jenes von Dr. Mario, Mario Paint oder Mario Maker, über Figuren wie Luigi und Wario bis hin zu fiktiven Verkleidungen wie beispielsweise die eines Samurai, Koch oder eines Clowns. Jedes Outfit versprüht dabei seinen eigenen Charme und bringt optisch immer etwas Abwechslung ins Geschehen, wenn man ein Outfit mal satt haben sollte. Eine wirklich klasse Idee die sehr gut umgesetzt wurde. Schade nur das diese Verkleidungen keinen Mehrwert mit sich bringen.

Leicht oder Schwer?

Super Mario Odyssey verfügt, wie zuvor schon erwähnt, über einen normalen und einen leichten Spielmodus. Die Frage ist hier: Sollte man sich wirklich für den leichten Modus entscheiden auch wenn man kaum Erfahrung mit Videospielen hat? Die Antwort ist ein klares Nein! Denn Mario verfügt nicht nur über die erwähnte doppelte Energie-Punkte-Anzahl, dem Spieler werden auch sämtliche Wege die er als nächsten erledigen muss auf dem Bildschirm Anhand von Pfeilen aufgezeigt. Das ist vollkommen unnötig, da das Spiel auch im normalen Modus bis zu einem gewissen Punkt ziemlich leicht ist, was Profis mitunter stören könnte. Es gibt viele versteckte oder herumliegende Herzen zum Auffüllen der Energieleiste. Ebenso können diese ein Mal pro Durchgang auch im „Crazy Cappy-Shop“ für 50 Goldmünzen gekauft werden. Hinzu kommt dank Cappy auch noch die Möglichkeit, zwischen den Checkpoints, die einmal aktiviert sind, hin und her zu reisen, was das ganze noch einmal leichter macht, anstatt wenn man den Weg zurück laufen müsste. Man muss es freilich nicht tun, aber die Möglichkeit ist zumindest gegeben. Auch wird anhand einer Art Leuchtsäule gezeigt, wo ihr als nächstes hin müsst. Dinge die im normalen Spielmodus hätten wirklich nicht sein müssen.

Die Schattenseite

Bei aller Euphorie und den positiven Seiten gibt es natürlich auch ein paar negative Sachen. Erstere sind die Dinge, die man unter „Kleinkram“ zählen kann und nicht Gameplay-Relevant sind. Zum einen ist hier die Überbrückungszeit des Fluges mit dem Luftschiff Odyssey zu erwähnen, wenn man von der einen zur anderen Umgebung fliegt. Hier nimmt sich CAPPY immer die Zeit dem Spieler einen Tipp in Sachen Steuerung zu geben. Leider kennt man aber nach der dritten Welt so gut wie alle „Aktionen“ sodass dies ein klein wenig nervig wird, zumal es auch vorkommen kann, das er einige Attacken doppelt oder dreifach erwähnt. Dann gibt es wie schon erwähnt die Möglichkeit mit Cappy zu den unterschiedlichen Checkpoints einer jenen Welt zu reisen. Dafür zieht er Mario in seiner Form in der er sich gerade befindet in sich auf um darauf an den ausgewählten Standort zu gelangen. Leider taucht man dabei jedoch als Mario selbst auf, nicht aber als Gestalt, etwa eines Gumbas oder anderen, die man zuvor vielleicht hatte.
Das mag aus Gameplay-technischer Hinsicht sicherlich korrekt sein, etwas merkwürdig ist das ganze aber dennoch. Ebenso gibt es zwei kleine Sachen in der Wetterphysik. Zum einen wehen die Fahnen in Bowsers Welt ziemlich unnatürlich und erinnern eher an einen Low-Budget-Animationsfilm, das man hätte sicherlich besser lösen können. Zum anderen bekommt man in einer Szene in der es Regnet immer die gleiche Anzahl von Regentropfen auf das Display oder vielmehr die Kameralinse, egal ob man direkt in den Regen schaut oder dieser von hinten kommt, bei der es dann ja eigentlich überhaupt nicht auf jene „Linse“ regnen dürfte. Das ganze ist natürlich Erbsenzählerei, zumal Super Mario Odyssey ja kein Spiel im „Realen“ Sinne ist – deshalb kann man diese Dinge auch wirklich als Kleinigkeiten ansehen, sollten aber trotzdem nicht unerwähnt bleiben.

Zum Kleinkram gehört allerdings nicht, das man die Kamera ständig manuell Nachjustieren muss. Dies kann mitunter schnell etwas nervig werden, da man sehr oft die Kamera selbst in die passende Position bringen muss. Man gewöhnt sich zwar recht schnell daran und es geht auch dahingehend schnell in Fleisch und Blut über, allerdings ist dieses doch ein klein wenig belastend sich oftmals um die richtige Kameraeinstellung zu bemühen. Und auch der zu leichte Schwierigkeitsgrad stößt etwas bitter auf, muss jedoch hier nicht noch einmal breit getreten werden. Mit den Monde kommen wir auch schon zum letzten Kritikpunkt, denn hier wäre Klasse statt Masse deutlich sinnvoller gewesen. Im Spiel bekommt man fast an jeder Ecke einen Mond, sei es das er einfach nur da ist oder aber ihr bekommt jene für jegliche Kleinigkeit hinterher geschmissen. Hier bietet sich Donk City mit der Szene, vier Musiker für das Festival zu finden, an. Nicht das diese wirklich schnell gefunden sind, nein – von jedem einzelnen bekommt ihr auch noch einen Mond überreicht. Das ist einfach alles zu viel. Man hat selten mal das Gefühl einen Stern wirklich für eine erbrachte Leistung erhalten zu haben. Dort wo es in Super Mario 64 120 Sterne zu entdecken gab, gibt es in Super Mario Odyssey ganze 500 Sterne. Und das schlimme daran – wenn ihr das Spiel einmal zu einem gewissen Teil absolviert habt, können „unendlich“ viele Monde im Shop für Münzen erworben werden. Was soll das Nintendo?

Optische Pracht

In Sachen Optik gehört Super Mario Odyssey zum bisher besten auf der Switch, auch wenn die Texturen nicht immer die allerbesten sind. Die Entwickler haben es geschafft, das Spiel enorm Abwechslungsreich zu gestalten, nicht nur in Sachen Gameplay sondern auch bei der Grafik. Sämtliche Umgebungen könnten unterschiedlicher kaum sein. So begibt sich Mario etwa ins kühle Nass, ein ein Eiskaltes Schneegestöber oder in eine Real anmutende Stadt namens „Donk City“. Jede einzelne Welt ist einzigartig und überaus abwechslungsreich und mit Liebe zum Detail gestaltet. Sei es die …. Umgebung der …. mit seinen vielen Sorten an Gemüse und Obst, der detaillierten Umgebung von Donk City, die auch New York sein könnte. In dieser kann man so gut wie sämtliche Umgebungsgegenstände ins Spiel mit einbeziehen. Sein es die Fragezeichen-Symbole, die als Ampel getarnt sind, die Wasserhydranten die man mit Hilfe von Cappy zum ausspeien des kühlen Nass bringen kann, oder Taxis und Sonnenschirme, die als Trampolin dienen. Überaus gelungen sind aber die Wettereffekte wie etwa ein wunderschöner Sonnenuntergangs, ein verregnetes Donk City oder aber der Schneesturm in ...

Generell verändern sich viele der Umgebungen die Mario betritt, nachdem ihr den Bösewicht dieser „Landschaft“ besiegt habt. So regnet es nach diesem in Donk City etwa nicht mehr, der Schneesturm in … findet auch sein jähes Ende und auch ein mitunter starker Nebel verschwindet, nachdem ihr den Boss von … besiegt habt. Doch auch viele Kleinigkeiten füllen die Umgebungen mit Leben. Sein es Feuer-Funken die umher fliegen oder aber sämtliches an Insekten, Reptilien oder Vögeln, die überall anzutreffen sind. So begegnet man auch immer wieder Schmetterlingen, kleinen Echsen, Libellen und vielen anderen die sich wirklich sehr gut in die Umgebung einfügen. Besonders gelungen sind auch die Szenenwechsel von 2D zu 3D die dem Spiel noch einmal einen ganz besonderen Flair mit ihrer Pixel-Optik verleihen.

Dann gibt es aber auch noch das hervorragende Charakter-Design der Gegner in die Mario teils hinein schlüpfen kann. Dazu zählen etwa Frösche, lustige und knuffige Schnecken oder aber der herzallerliebste Papagei mit dem Namen „Schnackehlchen. Hier merkt man wie viel Liebe die Entwickler in die einzelnen Charaktere investiert haben. Das komplette Spiel sprüht nur so vor Liebe und Scharm, wie es schon lange kein Super Mario-Ableger mehr gemacht hat. Doch auch Kleinigkeiten wie das steckenbleiben von Kaktus-Nadeln in Marios Nase, wenn er denn dagegen läuft, oder ein Vogel der auf der Nase des schlafenden Protagonisten sitzt sind Dinge, die dem viel ganz viel Scharm verleihen.

Ein musikalisches Meisterwerk

Nicht nur optisch ist Super Mario Odyssey ein absolutes Highlight, auch in Sachen musikalischer Untermalung ist den Entwicklern ein Highlight gelungen, auch wenn man zugeben muss das man Ohrwürmer, wie es sie etwa in „Galaxy“ oder „3D World“ gab, etwas vermisst. Jedes einzelne Gebiet hat dabei natürlich seine eigene Hintergrundmusik, die mal mysteriös, mal schwungvoll stimmig und ein anderes Mal eher sanft zum dahinschwelgen ist. So gut wie jede Komposition passt dabei wie die Faust aufs Auge und verbindet sich harmonisch mit dem Optischen Gegenstück. Natürlich gibt es auch etliche neu aufgelegte Musikstücke, die man aus vergangenen Abenteuern schon kennt, die aber auch wirklich stimmig sind und wunderbar zum Spielgeschehen passen. Und auch hier ist der Wechsel in den Abschnitten von 3D zu 2D überaus gelungen, wie man es selten erlebt hat.

Ebenso toll sind auch die Soundeffekte. Sei es das Laufen oder die Sprachsamples von Mario, die Geräusche der Wetter-Effekte, die Jingles einiger Ereignisse oder aber die Geräuschkulisse von jeder kleinen Kleinigkeit, die man im Laufe des Abenteuers auf die Ohren bekommt. Alles passt wirklich perfekt zum Abenteuer und fügt sich Nahtlos zu einem einzigen zusammen. Einzig könnte man hier das fehlen von Sprachausgabe kritisieren, doch bei einem Super Mario muss diese nicht unbedingt vorhanden sein.

9.5Wertung
Meisterwerk

Fazit

Und wieder einmal zeigt sich, warum Nintendo zu den besten Videospiel-Entwicklern überhaupt gehört. Super Mario Odyssey ist ein absolutes Meisterwerk in jeglicher Hinsicht. Egal ob optisch oder musikalisch, das Ganze fügt sich zu einem einzigen großen und tollen audiovisuellen Erlebnis zusammen. Ebenso genial ist auch das Gameplay, das aus bewährtem bekannten und vielen neuen Elementen besteht, die nahtlos ineinander passen. Und auch das Bossdesign und die Kämpfe sind wirklich überragend, geht man doch auch in der Hinsicht etwas neue Wege. Wir haben selten ein Mario-Spiel gesehen, in dem so viel Liebe zum Detail steckt. Einzig die Tatsachen, das es erst sehr, sehr spät in Sachen Schwierigkeitsgrad zulegt, der Überschuss an Monden sowie die nicht immer optimale Kamera muss man dem Spiel wirklich ankreiden. Und genau jene sind es auch, die dem Spiel letztendlich die Höchstwertung kosten. Dennoch reiht sich Super Mario Odyssey mit seinem neuesten Ableger ganz Vorn an der Spitze als bestes Super Mario Abenteuer ein, auf das zahlreiche Fans sicher schon viele Jahre gewartet haben dürften. Ein absoluter Pflichtkauf!

Design
9.5
Sound
9.5
Online Multiplayer
8.0
  • Optik Top
  • Musikalisch erstklassig
  • viel Liebe zum Detail
  • Cappy
  • teils etwas matschige Texturen
  • viel zu einfach
  • Überfülle an Monden
  • Kamera nicht optimal

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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