
One Piece: Unlimited World Red - Deluxe Edition
Mario Kart 8 Deluxe und Pokemon Tekken DX zu nutzen.
Auch andere Entwickler bringen sogenannte Deluxe, Definitiv oder Extended Editions auf den Hybriden.
So auch Bandai Namco mit ihrem Abenteuer One Piece: Unlimited World Red - Deluxe Edition.
Ob sich der Kauf der neuen Fassung lohnt erfahrt ihr in unserer Review.

One Piece: Unlimited World Red - Deluxe Edition
NSW
- Genre
- Action-Adventure
- Serie
- One Piece
- Entwickler
- Ganbarion
- Publisher
- Bandai namco Games
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1–4 lokal
- Freigabe
USK ab 12
Die Strohhut-Bande und ihre Abenteuer
Der Spieler beginnt mit Ruffy, dem Strohhut-Jungen, der seine Freunde zu Beginn des Spiels erst einmal retten muss. Diese wurden nämlich von Redfield, dem „roten Graf“ entführt. Ist diese Aufgabe erfüllt, gilt es die unterschiedlichsten Gebiete zu durchstreifen. Darin geht es eigentlich immer nur darum, Kämpfe mit Gegnerhorden zu bestreiten und geheime Worte zu finden, die wiederum Wege öffnen, um in diesem Gebiet weiter zu kommen. Diese geheimen Worte erhält man, wenn man Aufgaben erfüllt, die jedoch immer dem gleichen Prinzip unterstehen.
Besiege Gegner XY und es erscheint eine Kiste die das geheime Wort beinhaltet. In einigen Gebieten braucht man allerdings auch mehrere Worte um ein „Gate“ zu öffnen. Hierfür muss man dann wieder bestimmte Gegner oder Gruppen besiegen um dieses zu erhalten. Der Spielablauf ist in jedem Kapitel leider immer der selbe, sodass es irgendwann passieren kann, dass man etwas gelangweilt sein könnte. Die einzelnen Gebiete reichen von einer Wüste bis hin zu einer Gletscherlandschaft oder einer Stadt die von Lava umgeben ist.
Auf in die Schlacht!
In den Kämpfen kommen die unterschiedlichen Stärken der Charaktere besonders zum Einsatz. Ruffy ist beispielsweise vielseitig, denn er ist dank seiner Gum-Gum-Kräfte sowohl in Nah- als auch im Fernkampf sehr versiert. Sanji greift seine Gegner nur mit seinen Füßen an und ist damit ausschließlich für den Nahkampf zu gebrauchen. Franky hingegen ist dank seiner Kanone für Fernkämpfe bestens geeignet. Die Kämpfe sind ja an sich recht unterhaltsam, allerdings wiederholen sie sich immer und immer wieder, sodass man irgendwann das Gefühl hat man erlebt immer wieder das gleiche. Dies mag allerdings auch an den Gegnern liegen, die sich sehr oft wiederholen. Hier wäre etwas mehr Abwechslung an Gegner-Vielfalt wünschenswert. Neben den normalen Angriffen und Kombo-Attacken hat der Spieler auch die Möglichkeit, Break-Angriffe zu starten. Mit diesen erhöht man die Schnelligkeit und Stärke der ausgeführten Attacken, was einen Kampf durchaus schneller zum Ende bringen kann. Um einen Break-Angriff starten zu können, muss man allerdings bestimmte Manöver via Tastenkombination ausführen. Doch genau hierin liegt auch das Problem: die unpräzise Steuerung!
Leider lassen sich hierbei die Manöver die man für den Break-Angriff benötigt nur schwer oder gar nicht ausführen. Vielmehr werden diese einfach gar nicht erkannt, obwohl man angezeigte Tastenkombinationen betätigt. Das Problem liegt hierin, dass die Angriffe nicht nur aktiviert werden sollen, sondern auch treffen müssen und das ist zumeist bei einer hohen Gegner-Anzahl, die euch im Kampf dazwischenfunken echt schwierig. Dies kann schon sehr frustrierend sein, vor allem wenn man unbedingt einen Break-Angriff starten will. Neben diesen Schwierigkeiten ist auch die Kamera in den Kämpfen leider nicht immer an der besten und übersichtlichsten Stelle. So kann man durchaus wegen dieser schlechten Übersicht in Schwierigkeiten kommen, was die Kämpfe unnötig kompliziert macht.

Sidequests in Transtown
Wem nach der Story noch am weiterspielen gelegen ist, hat die Möglichkeit in der Taverne Quests anzunehmen. Diese wiederum kann man erst tätigen, wenn man die Taverne mit Fundstücken und Beute auch ausgebaut hat. Diese Aufgaben kann man auch mit Freunden spielen, was die Aufgaben doch erheblich erleichtern sollte. Wem die gebotenen Quests nicht reichen sollte, kann im eShop der Wii U weitere Missionen so wie Outfits für kleines Geld erwerben. Ob dies allerdings das Geld wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Transtown, das als Lager der Protagonisten dient, kann mit Beute und Fundstücken ausgebaut werden. Hier gibt es unter Anderem die Möglichkeit ein Museum zu errichten, eine Apotheke zu bauen oder ein Restaurant zu eröffnen. Im Museum kann der Spieler gefangene Kreaturen ausstellen um mit ihnen Geld zu verdienen. Die Apotheke ist nützlich um Heil-Items herzustellen und verkaufen zu können und im Restaurant kann der Spieler Nahrung herstellen um seine Charaktere zu stärken.
Kampfkolosseum
Auch hat man die Möglichkeit sich im Kampf-Kolosseum nach oben zu Kämpfen um wertvolle Items und Beute zu ergattern. Diese erhält man, nachdem man bestimmte Aufgaben erfüllt und Ränge nach oben gestiegen ist. Für Kampf-Veteranen, die nichts gegen stundenlanges only-Kämpfen haben, sicherlich eine spaßige Angelegenheit, für alle anderen die nicht so sehr auf die Kämpfe bedacht sind, dürfte wohl nach einiger zeit die Luft aus diesem Modus raus sein.
Die Hürden eines Neulings
Erwähnung sollte auch der Spielverlauf bzw. die Handlung finden, die für Serien-Neulinge ziemlich schwer zu verfolgen ist. Hier wäre eine Einführung in das One Piece-Universum sicherlich von Vorteil gewesen. So konnte mich erst Benjamin A. über gewisse Dinge aus dem One Piece-Universum aufklären. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir völlig unklar, was es mit den Worten auf sich hat und woher diese stammen. Ebenso kann man als Nichtkenner der Serie überhaupt nicht einordnen, warum wer welche Kräfte hat. Das dies schlussendlich mit den Teufelsfrüchten zu tun hat und diese wiederum unterschiedlichsten Auswirkungen haben, habe ich dabei ebenso erfahren wie auch noch andere Dinge. Von daher ist es doch immer gut einen Veteranen einer bestimmten Serie im Team zu haben!
Farbenfrohe Optik
Grafisch kann man kaum nörgeln. Der Gesamteindruck ist positiv, denn die unterschiedlichen Umgebungen sind passend designt und entsprechen dem Optischen der Anime-Serie. Auch die Protagonisten des Spiels, die unterschiedlichen Bewohner der Städte und Gegner sind optisch durchaus gelungen und sehen ihren Vorbildern aus angesprochener Serie zum Verwechseln ähnlich. Lediglich bei den Gegnerischen Angreifern hätte man sich eine größere Vielfalt gewünscht, da diese sich doch sehr oft wiederholen bzw. sehr oft in den Kämpfen auftauchen.
Auch muss man am Grafikaufbau etwas kritisieren, da sich einige Texturen oder Objekte erst recht spät aufbauen oder im Bild erscheinen. Unterstützt wird der Story-Aufbau durch Sequenzen, die teilweise sehr gut gelungen, teilweise aber auch echt daneben sind. So hat man es manchmal mit einer Art Standbildern zu tun, auf denen (logischerweise) auch kein Protagonist beim Reden den Mund bewegt oder sonstige Bewegungen von sich gibt. Dies will so gar nicht recht ins sonstige Gesamtbild passen. Hier hätte man sich durchaus mehr Mühe geben dürfen.
Musikalische Untermalung
Dies dürfte wohl Geschmackssache sein, denn die Musik wird wohl aus der Feder des Songschreibers der Anime-Serie entstammen. Prinzipiell ist diese durchaus angenehm anzuhören, die auch keineswegs störend oder gar nervig wirkt. Allerdings wartet man vergebens auf musikalische Untermalung die die Atmosphäre etwas unterstützt oder mit aufbaut. Nervig hingegen stellte sich die original japanische Sprachausgabe heraus.
Für Fans mag dies vielleicht ein Bonus sein und nicht störend wirken, für Neueinsteiger hingegen könnte das japanische Gebrabbel schnell auf taube Ohren stoßen und dazu animieren, die Lautstärke stark nach unten zu fahren. Alternativ gibt es die Möglichkeit, die Stimmenlautstärke zu regulieren, sodass man mit dieser Variante wenigstens noch die restlichen Geräusche und Musikstücke genießen kann.
Deluxe Edition
Die Deluxe Edition bietet im Vergleich zur Wii U-Fassung, mit 60 fps ein merklich flüssigeres Gamplay. Ebenso wirken die Texturen feiner und auch der optische Gesamteindruck wirkt deutlich schärfer. Zusätzlich befindet sich auf dem Modul noch sämtlicher DLC, der für die Original-Version erschienen ist, welche mit über 40 zu Buche schlägt. Natürlich ist es möglich, das Spiel sowohl auf dem TV zu spielen, als auch als Handheld-Variante. Letztere bietet allerdings bekanntermaßen nur eine Auflösung von 720p.
Fazit
One Piece Unlimited: World Red: Deluxe Edition ist ein gutes Spiel, was jedoch an mangelnder Abwechslung leidet. Die Kämpfe gestalten sich eintönig und die unterschiedlichen Gebiete sind ziemlich linear designt. Grafisch wurde der Flair der Anime-Serie ganz gut eingefangen und der Sound ist passend, wenn auch nicht überragend. Insgesamt gesehen macht das Spiel aber dennoch durchaus Spaß, auch wenn Fans der Serie sicher mehr Freude an dem Spiel haben dürften als Neueinsteiger, denn diesen dürfte es zudem schwer fallen der Handlung zu folgen oder empfinden die japanische Sprachausgabe unter Umständen als nervig. Die Neuauflage bietet zwar sämtliche DLC des Originals, schlägt dafür aber auch mit knapp 60€ zu Buche. Ob dies ausreichend Content ist um einen Neukauf zu rechtfertigen sollte jeder für sich selbst entscheiden. Ein deutlich geringerer Preis hätte dem Spiel aber gut gestanden und sicherlich den ein oder anderen Spieler mehr angelockt.
- optionale Quests und Kolosseum-Modus
- gelungene Optik
- guter Umfang
- japanische Sprachausgabe
- Kämpfe und Spielablauf recht eintönig
- Handlung für Neulinge schwer nachvollziehbar
- nichts wirklich neues
Vielen Dank an die Firma Bandai Namco für die Bereitstellung des Testmusters.


