
Mario + Rabbids: Kingdom Battle
Die Donkey Kong Adventure Erweiterung für Mario + Rabbids Kingdom Battle hat einen Termin erhalten. Bereits am 26. Juni könnt ihr in Donkey Kong Adventure noch mehr verrückte Schlachten schlagen. Außerdem wird mit Mario + Rabbids: Kingdom Battle Gold Edition eine komplette Fassung des Spiels erscheinen.
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Mario + Rabbids: Kingdom Battle
NSW
- Genre
- Rollenspiel
- Entwickler
- Ubisoft
- Publisher
- Ubisoft
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1–2 lokal
- Freigabe
USK ab 6
Chaoten-Truppe
Ja, es wirkte irgendwie bizarr an als man die ersten Bilder zu Mario + Rabbids sah. Charaktere aus beiden Universen in einem Spiel? Klang doch eher wie ein gewagtes Experiment von Ubisoft und Nintendo. Doch der Mut scheint sich bezahlt gemacht zu haben, denn so seltsam das Konzept vielleicht auch klingen mag, es bringt Spaß ohne Ende.
Bei Mario + Rabbids handelt es sich um ein Spiel mit Gefechtsrunden im Stile von XCOM. Doch selbst Leute, die mit dieser Art von Game noch nie in Berührung kamen werden über kurz oder lang einfach Gefallen am Titel finden. Der Einstieg ist noch dazu sehr einfach und Schritt für Schritt wird man in die vielen Taktikelemente eingeführt, die dann auch eine gewisse Tiefe bzw. Spielwitz mitbringen.
Wie passen aber nun die Figuren aus unterschiedlichen Spielen in eine Story? Ganz leicht, über eine virtuelle Katastrophe vermischen sich beide Welten und eure Aufgabe ist es, alles wieder ins Lot zu bringen. Ein tolles Intro holt euch näher ins Spielgeschehen und macht euch gleich Lust auf mehr. Vor allem ein Hase mit einer VR-Brille scheint ein großes Problem zu sein und auf der Suche nach dem Karnickel merkt ihr erst, wie sehr eure bekannte Welt aus den Fugen geraten ist: Pilze und Pflanzen sind plötzlich riesig, Kugelwillis stecken in dreckiger Unterwäsche fest, Gumbas kleben an Gebäuden und riesige, unbekannte Gegenstände tauchen plötzlich auf. Manche der Dinge haben sich auch blöderweise noch mit einigen Rabbids transformiert und dadurch sind neue Hasenarten mutiert.
Dummerweise meinen es nicht alle Rabbids gut und stellen wie gewohnt nur Blödsinn an bzw. wollen euch das Leben schwer machen. Zum Glück gibt es aber ein paar Krawallhasen, die euch tapfer zur Seite stehen und helfen wollen das Missgeschick rückgängig zu machen. Erkennen kann man diese, da sie an bekannte Figuren aus Nintendo-Spielen erinnern und das hat auch einen Grund, aber der soll hier nicht verraten werden. So macht sich Mario mit seinem Grüppchen auf die Jagd nach dem „Hasen mit der Brille“ und dabei entdeckt ihr auch weitere verlorene Freunde, die ihr in euer Team aufnehmen könnt. Doch Vorsicht, auch Bowser hat irgendwie wieder seine Finger im Spiel.
Wundervolle Kulisse
So streunt ihr durch eine kunterbunte Welt in der es überall etwas zu bestaunen und zu entdecken gibt. So findet man immer wieder einmal Rabbids die sich prügeln oder irgendwelchen Schabernack treiben. In Punkto Inszenierung hat Ubisoft hier wirklich keine Mühen und Kosten gescheut. Es wäre interessant zu wissen, ob das Spiel auch ohne diese großartige Spielewelt so zu überzeugen vermocht hätte, denn diese hat schon einen sehr großen Anteil am gesamten Spielespaß. Oft kommt man aus dem Staunen gar nicht heraus, wenn sich Pflanzen im Wind wiegen oder die Phantasie beim Bestaunen vieler Dinge ins Rollen kommt. Alles in allem läuft das Spiel, bis auf kaum störende kleine Ruckler bei Zeitlupen und ein paar Soundaussetzern, sehr flüssig und einwandfrei.
Selbst die vielen Storysequenzen sind wie immer sehr unterhaltsam und die wundervollen orchestralen Klänge runden das positive Gesamtbild noch ab. Neben all den witzigen Videos sind auch die Ingame-Sequenzen sehr liebevoll animiert. So schneiden eure Figuren Grimassen oder werfen mit Sprüchen auf dem Schlachtfeld um sich, bevor sie ein Gegenschlag erwartet. Ubisoft hat es geschafft, die Konsole technisch wirklich voll auszureizen, was sich mehr als gelohnt hat. Nun aber zum....

Gameplay
Als Dreiergruppe marschiert ihr also von Welt zu Welt. Insgesamt gibt es vier davon. Diese könnt ihr aber immer wieder besuchen, was sich auch lohnt, wenn ihr wirklich alle Geheimnisse entdecken wollt. Denn nach und nach erhaltet ihr neue Fertigkeiten, die wiederum neue Ebenen in den Level öffnen können. Diese sind zwar nicht spielentscheidend, aber dahinter verbergen sich meistens Truhen mit wichtigen neuen Items, wie Waffen, Soundtrack-CDs oder Coloramen.
Zur Seite steht euch ein Roboter namens Beep-O, welchen ihr eigentlich hauptsächlich steuert. So bewegt ihr den Charakter, der sehr an einen Staubsaugerroboter erinnert, durch die Areale und alle Mitglieder eurer Truppe folgen euch auf Fuß und Tritt. Ausgenommen am Schlachtfeld geht es etwas anders zur Sache, aber dazu später. Auf eurer Reise könnt ihr mariotypisch Münzen für Waffenkäufe einsammeln oder wie gesagt versteckte Kisten finden. Um Letztere zu erreichen müssen oftmals irgendwelche Rätsel gelöst bzw. Pfade entdeckt werden. Die Oberwelt ist zwar nicht riesig, aber es wird einem der Eindruck so vermittelt. Der Weg von Schlachtfeld zu Schlachtfeld ist sehr kurzweilig und schön. Erreicht ihr zwei Fähnchen wisst ihr, dass ihr jetzt eure Kanonen zücken müsst. Manchmal beginnt eine kurze Videosequenz, die die Story vorantreibt oder neue Charaktere einführt. Danach startet der...
Schlachtmodus
Nun könnt ihr nicht mehr alle Charaktere gleichzeitig bewegen, sondern es beginnen Kampfrunden, bei denen vor allem euer taktisches Geschick gefragt ist. Anfangs sind diese noch einfach, werden aber im Laufe des Abenteuers immer schwieriger und es empfiehlt sich sehr zu Beginn euer Vorgehen gut zu planen. Dazu könnt ihr die Taktikkamera einsetzen, mit der ihr über das Schlachtfeld ziehen, Gegner ausmachen und eure nächsten Schritte genau planen könnt. Danach seid ihr am Zug und Figur nach Figur wird wie in einem Brettspiel bewegt.
Ein blaues Feld (ähnlich Fire Emblem) zeigt euch an, wie weit ihr euren Charakter bewegen könnt und danach plant ihr mit Beep-O euren Weg, der die Laufrichtung in Form einer Linie anzeigt. Habt ihr euch für die passende Route entschieden, läuft euer Held auf Knopfdruck auch schon los. Nach und nach kommen immer mehr Fähigkeiten dazu, welche euer Bewegungssammelsurium erweitern. Die coolsten Moves sind sicher die Teamsprünge und die Nahkampfattacken. Könnt ihr nämlich bei eurem Zug einen Partner erreichen, so katapultiert euch dieser, wenn ihr wollt, einige Felder weiter oder ihr könnt Höhen erklimmen, die normalerweise nur durch Röhren erreichbar sind. Handelt es sich dabei nicht um ein Teammitglied, sondern um einen Gegner, so katapultiert euch dieser nicht weiter, sondern ihr führt eine Nahkampfattacke aus und könnt danach weiter hinter eine Deckung laufen.
Anfangs ist man hier noch sehr eingeschränkt, doch Gott sei Dank gibt es einen Skilltree, mit dem ihr diverse Fertigkeiten fett aufmotzen könnt. So könnt ihr die Reihe an Teamspringen erweitern oder festlegen, dass eure Spielfigur auf einen Gegner springt und ihm Schaden zufügt. Dies ist nämlich nicht von Beginn an möglich. Dadurch können sich Komboketten mit massig Schaden entwickeln, beispielsweise wenn ihr bis zu drei Krawallhasen nach und nach auf die Rübe hüpft, einen Teamsprung absolviert und dem letzten Hasen mit eurer Kanone mächtig einheizt. Euer Kampf- und Bewegungsradius erhöht sich also im Laufe des Spiels, aber die Gegner und Maps werden natürlich dafür auch anspruchsvoller.

Bei jedem Zug könnt ihr entscheiden, ob ihr nur kämpft, euch bewegt oder eine Spezialfähigkeit aktiviert. Zwischen den Aktionen könnt ihr mit ZL/ZR hin- und herschalten. Mit L und R könnt ihr die Charaktere wechseln. Am Ende jeder Bewegung dürft ihr dann noch ein Opfer auswählen, welches ihr mit eurem Blaster bearbeitet. Waffen gibt es viele und ihr könnt sie in einem Shop kaufen. Dabei gibt es die Möglichkeit zwischen Gewehren mit kurzer und mittlerer Distanz. Doch auch für Sniper-Liebhaber ist mit Luigi gesorgt, der mit seinen Scharfschützengewehren genau das richtige Arsenal bietet. Im Laufe des Abenteuers kommen auch noch Sekundärwaffen wie ein Nahkampfhammer, eine lustige Entengranate oder eine Panzerfaust dazu. Außerdem gibt es noch eine kleine explosive Drohne auf Rädern, die automatisch in Richtung Gegner fährt und sogar vor Röhren nicht Halt macht.
Die Spezial-Moves sind nicht immer einsetzbar, sondern es dauert einige Runden bis sich diese wieder aufladen. Mit Peach-Rabbid könnt ihr beispielsweise ein Schild einsetzen, welches euren Schaden reduziert, Mario führt mit seinem „Heldenblick“ einen Gegenschlag aus und Luigi-Rabbid kann Spezialschaden minimieren. Es gibt viele Möglichkeiten die Runde auf recht witzige und eindrucksvolle Art und Weise zu beenden, so ist Mario-Rabbids magischer Magnettanz nicht nur lustig, sondern sobald der Hase loslegt, kommen alle Gegner aus ihren Verstecken und sind somit ein leichtes Ziel. Es gibt einfach unzählige Möglichkeiten seinen Zug zu gestalten, sowie viele Gegnerarten mit unterschiedlichen Manövern, da kann es einfach nicht langweilig werden.

Doch selbst die Schlachten unterscheiden sich immer wieder damit es nicht eintönig wird. Mal müsst ihr alle Gegner besiegen, ein anderes Mal nur eine bestimmte Anzahl davon. Bei manchen Feldern genügt es auch nur mit einem Charakter das goldene Zielfeld zu erreichen. Je weniger Züge ihr benötigt, desto besser ist eure Endwertung. Eine perfekte Runde in allen Schlachten eines Kapitels bringt mehr Münzen und einen goldenen Pokal. Sind euch Kämpfe zu schwer, könnt ihr einen „einfachen Modus“ aktivieren. Dieser erweckt geschlagene Gegner wieder zum Leben und erhöht eure Energieleiste.
Übrigens, es gibt zwar nur vier Welten, doch jede ist wieder mariotypisch in kleinere Zwischenlevel (1-1, 1-2, 1-3...) aufgeteilt und am Ende von zehn Kapiteln pro Welt erwartet euch der Endboss. Selbst diese sind wiederum auf ihre Art und Weise speziell und sehr lustig. So erwartet euch in Welt 1 ein Hasengorilla der sehr an Donkey Kong erinnert. Bei den Endgegner kommt meistens auch noch ein Rätselelement hinzu, also Ballern alleine hilft nicht viel. Oftmals müsst ihr ein Rätsel lösen um seine Schwachstelle aufzudecken oder um zu verhindern, dass sich dieser von selbst regeneriert. „Hase Kong“ müsst ihr so erst die Bananen klauen, bevor sich Angriffe lohnen. Einen Online Multiplayer, ob normal oder versus gibt es leider nicht. Wollt ihr aber mit Freunden spielen, gibt es zumindest ein paar lokale Koop-Missionen.
Spaß garantiert
Wie gesagt ist das Spiel sehr abwechslungsreich und bei einer Spielzeit von rund 20 Stunden hat man auch jede Menge zu tun. In eurem Abenteuer durchstreift ihr klassische Areale wie Spukschlösser, Eis- oder Lavawelten.
Der erwähnte Koop-Modus bietet euch fünft zusätzliche Kampagnen. Teamwork ist angesagt, wenn jeder von den beiden Spielern eine Hälfte des chaotischen Teams kontrolliert. Kommunikation ist alles, wenn ihr eurer Taktik plant und dann mit Genuss dem Triumphzug beendet. Es macht sehr viel Spaß die gemeinsame Vorgehensweise zu planen.
Mit amiibo Figuren erhaltet ihr neue spielinterne Gegenstände, wie einzigartige Waffen.
Fazit
Viele beobachteten mit Argusaugen den Release von Mario + Rabbids Kingdom Battle. Wie harmonieren beide Universen und vor allem, wie lustig entpuppt sich das rundenbasierte Spielprinzip? Kurz gesagt, es macht total viel Laune und das Spiel können wir euch nur wärmstens empfehlen. Die taktischen Elemente wie neue Manöver und Kombos bringen sehr viel Abwechslung ins Spiel. Die Oberwelt und der Soundtrack sind einfach nur wunderschön und steuern einen sehr sehr großen Teil am tollen Gesamtpaket bei. Selbst die Koop-Kampagnen sind mega-witzig und sind für nette Spieleabende mit einem Freund oder einer Freundin sehr gut geeignet. Mario + Rabbids Kingdom Battle hat uns sehr gut unterhalten und der Mix aus Spaß, Spannung, Rundenkämpfen und Entdeckungstouren hat uns auf alle Fälle überzeugt.
- Kombomöglichkeiten
- tolle Rahmenhandlung
- perfekte Inszenierung
- flüssige Animationen
- viele Items
- Koop etwas eingeschränkt
- Kamera nicht immer optimal
- teilweise verschwommene Weitsicht
Vielen Dank an die Firma Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.



