
Hey! Pikmin
Im neusten Video zu Hey! Pikmin zeigt Nintendo den Einsatz der verschiedenen Pikmin. Wie uns der Titel gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Review zu Hey! Pikmin.

Hey! Pikmin
3DS
- Genre
- Puzzlespiel
- Entwickler
- Nintendo
- Publisher
- Nintendo
- Konsole
- 3DS
- Spieler
- 1 lokal
- Freigabe
USK ab 6
Olimar am Steuer? Das wird teuer!
Captain Olimar ist gerade mit einem Frachter nach einem langen Arbeitstag auf dem Weg zu seinem zu Hause auf Hocotate. Leider läuft bei einem Überlichtsprung etwas schief und er landet mitten in einem Asteroidenhagel. Abermals muss der in dieser Hinsicht vorbelastete Steuermann auf einem ihm unbekannten Planeten notlanden. Nach dem Absturz, den er zum Glück unversehrt übersteht, wird ihm von seinem Hilfsroboter mitgeteilt, dass das Schiff wohl auch keinen größeren Schaden genommen hat. Allerdings ist sämtlicher Treibstoff, ein Material Namens Glitzerium, verloren gegangen. Ohne dieses besteht keine Chance den Planeten wieder zu verlassen und nach Hause zurück zu kehren. Wie es der Zufall will, befinden sich auf dem Planten zum Glück Vorkommen von Glitzerium in verschiedenen Formen. Um wieder abheben zu können, müsst ihr nun also mit Olimar gemeinsam 30.000 Einheiten des Treibstoff einsammeln.
Kleine Helfer gesichtet
So macht ihr euch also auf den Weg um mit dem Captain den Treibstoff einzusammeln. Ihr kommt keine paar Schritte weit, schon entdeckt ihr die euch bereits vertrauten Pikmin. Diese Wesen sind zwar eher schüchtern, aber mit Hilfe seiner Pfeife kann Olimar die kleinen Kreaturen um sich scharen und ihnen Aufträge erteilen. Wie auch schon in den vorangegangen Teilen müsst ihr eure emsigen Helferlein einsetzen um Rätsel zu lösen und Gegner zu besiegen. Allerdings geschieht dies diesmal nicht im Stil eines Echtszeitstrategiespiels, sondern eher wie ein Plattformer. Ihr steuert Olimar mit dem Schiebepad durch die Level, klettert an Ranken hinauf oder nutzt euer Jetpack um geringe Distanzen zu fliegen. Um Objekte zu bewegen oder zu bergen werft ihr die benötigte Anzahl an Pikmin auf das Objekt und diese gehen direkt an die Arbeit. Ob ihr nun den Stylus nutzt, oder aber euren Finger ist dabei relativ egal, da selten präzise Würfe nötig sind. Auch Gegner werden indirekt mit den Pikmin bekämpft. Aber Achtung! Unüberlegte Frontalangriffe können dazu führen, dass die Wesen schlichtweg gefressen oder anderweitig außer Gefecht gesetzt werden.
Innerhalb der Level gibt es immer wieder Stellen an denen ihr neue Pikmin findet. Solltet ihr also keine oder zu wenige Helfer übrig haben, müsst ihr gegebenenfalls ein Stück zurück laufen und euch neue Rekruten suchen.
Generell ist der Verlust einzelner Pikmin weniger schlimm. In den vorangegangenen Spielen hatte der Verlust der Kreaturen schon weitreichendere Konsequenzen. Generell ist der Schwierigkeitsgrad sehr niedrig angesetzt, so dass sich Fans der Serie schnell unterfordert fühlen dürften. Die Rätsel sind allesamt simpel gestaltet und richten sich eher an ein jüngeres Publikum oder Einsteiger. Lediglich der Erkundungsdrang dürfte die etwas erfahreneren Spieler motivieren. Hierzu gibt es in jeder Welt drei versteckte Gegenstände zu finden, welche euch zusätzliche größere Mengen Glitzerium einbringen. Hierbei zeigt sich auch wie an vielen anderen Stellen auch, dass der Titel mit Liebe und Charme entwickelt wurde. Die gefundenen Artefakte, bei denen es sich im Prinzip um für uns alltägliche Gegenstände handelt, werden eben so beschrieben, als hätte der Finder sie noch nie zuvor gesehen. So wird aus einer Dose Tunfisch mal eben ein Privat-Aquarium, aus einer Digitalkamera ein Lächel-Detektor oder aus einem Ice-Climber NES Modul die Chroniken des Handwerkers. Dazu gibt es dann noch entsprechende Erklärungen oder Geschichten.
Insgesamt gibt es acht Gebiete, welche sich wiederum in verschiedene Level unterteilen. Neben den einfachen Aufgaben und Gegner warten natürlich auch noch einige Bossgegner auf euch, welche euch einen härteren Kampf liefern.
Forschern und Sammlern steht ein Album zur Verfügung in welchem sie zu jeder Zeit alle Informationen zu bereits entdeckten Pikmin, Gegnern und Objekten nochmals abrufen und nachlesen können.
Ein Pikmin für alle Fälle
Kenner der Serie wissen es bereits, aber dennoch für alle Neueinsteiger eine kurze Erklärung zu den Pikmin. Die verschiedenen Farben der Kreaturen stehen nicht etwa für Geschlechter oder Modegeschmack, sondern deren Eigenschaften. Diese unterschieden sich grundlegend und sind essentieller Bestandteil der Spielmechanik. So können gewisse Aufgaben nur mit bestimmten Pikmin gelöst werden.
Die roten Kreaturen sind resistent gegen Flammen und die wackersten Kämpfer unter allen Pikmin. Während alle andersfarbigen Geschöpfe Probleme mit Wasser haben, können die blauen Pikmin ohne Probleme mit diesem in Berührung kommen, sich darin bewegen und Gegner in nassen Gefilden bekämpfen. Die gelben Wesen in eurer Gefolgschaft sind hingegen immun gegenüber Elektrizität und können sogar Strom leiten. Auch die Neuzugänge aus Pikmin 3 haben ihren Weg in Hey! Pikmin gefunden. Zum einen wären da die pinken Pikmin. Diese sind geflügelt und können so zum Beispiel Abgründe überwinden und scheinbar unerreichbare Stellen problemlos erreichen. Zum anderen hätten wir noch die schwarzen Pikmin. Diese ähneln nicht nur optisch Steinen, sie sind auch echt harte Zeitgenossen. Mit ihrer Hilfe könnt ihr Hindernisse aus Glas/Kristall schneller zertrümmern und hartnäckigen Gegnern schneller den Garaus machen.
Um eure Pikmin einzusetzen, schleudert ihr diese kurzerhand auf das gewünschte Ziel. Ob dies nun ein Gegner ist, ein abzubauender Rohstoff oder eine einzureißende Wand. Eure treuen Helferchen wissen schon was zu tun ist. Benötigt ihr eine bestimmte Anzahl an Pikmin für die zu verrichtende Aufgabe so wird euch dies anhand von Punkten über dem Objekt angezeigt.
Mit Hilfe eurer Pfeife könnt ihr den Wesen jederzeit befehlen wieder zu euch zurück zu kommen. Dazu müssen sie allerdings in Reichweite sein. Sollten einige der Pikmin den Anschluss an eure Gruppe verloren haben, so wird euch dies anhand einer Warnleuchte angezeigt.
Wir geben ihren Pikmin ein zu Hause
Neben den normalen Leveln gibt es den sogenannten Pikmin-Park. In diesem tummeln sich die Kreaturen die ihr von euren Missionen mit zurück gebracht habt. Die Pikmin-Station, welche schon aus den anderen Teilen bekannt ist, steht dabei direkt neben eurem abgestürzten Raumschiff.
Von hier aus könnt ihr die euch zur Verfügung stehenden Kreaturen, unabhängig von euren Spielbemühungen, auf Erkundung in der näheren Umgebung der Absturzstelle schicken. Hierzu wählt ihr einfach die gewünschten Pikmin aus und platziert sie auf dem jeweiligen Gebiet. Dort machen sich die kleinen Wesen dann auf die Suche nach extra Glitzerium. Dabei gibt es verschiedene elementare Hindernisse wie Feuer oder Wasser die eben nur durch die speziellen Pikmin überwunden werden können. Alles in allem ist der Spaß ebenso wie die Ausbeute an Glitzerium hier allerdings leider sehr gering
Technik
Auch in 2D machen die Pikmin eine gute Form. Die Hintergründe sind liebevoll in Szene gesetzt und das bildschirmübergreifende Szenenbild funktioniert wunderbar, obwohl man nur auf den unteren Bildschirm direkten Einfluss nehmen kann. Der 3D-Bildschirm wird im übrigen nicht unterstützt. Leider machen viele Gegner den Eindruck als seien sie lediglich aus alten Teilen recycled worden. Dennoch springt der Charme der Serie auch auf dem Handheld definitiv über. Die Klangkulisse passt sich hervorragend an das Gewusel der kleinen Wesen an. Mal verträumt, mal hektisch. Hier gibt es keinen Grund den Ton eures Handhelds auszuschalten.
Die Steuerung geht ohne Probleme von der Hand. Ob ihr nun den Finger oder den Stylus benutzt, ist dabei ganz euch überlassen.
Fazit
Im Prinzip ist der Sprung der Pikmin auf den Handheld gelungen. Das Ambiente und auch die Spielmechanik funktionieren ohne Probleme. Bisher war Pikmin allerdings eher ein Spiel für Kenner und Liebhaber. Diese werden mit Hey! Pikmin wohl eher unterfordert sein. Für unerfahrene und jüngere Spieler hingegen kann der Titel durchaus der Zugang zur Welt dieser kleinen Kreaturen sein. Alles in allem fehlt dennoch die Herausforderung um den Titel zu einem Top-Titel zu machen.
- liebevolle Gestaltung
- gute 2D Umsetzung
- gewohntes Pikmin-Flair
- leider sehr einfach
- nichts wirklich Neues
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.



