
Super Mario Run
Das bereits erwähnte neueste Update zu Super Mario Run ist schon heute erhätlich! Damit ist der Titel auch erstmals um -50% und somit um 5,49€ (für das Gesamtspiel inklusive dem Neuen, kostenlosen Update) erhältlich. Allerdings ist der Preis nur für kurze Zeit gesenkt!
Wer also Prinzessin Daisy im neuen Remix-Modus und die neuen Sternlevel günstiger erkunden möchte, sollte dies bis zum 12. Oktober tun. Wer sich immer noch unsicher ist, kann sich unser Super Mario Run Review zum bisherigen Hauptspiel durchlesen.

Super Mario Run
MOB
- Genre
- Jump ’n‘ Run
- Serie
- Super Mario
- Entwickler
- Nintendo
- Publisher
- Nintendo
- Konsole
- MOB
- Spieler
- 1 lokal
Hierbei handelt es sich aber nicht etwa um einen New Super Mario Bros.-Emulator: Der Nintendo-Philosophie entsprechend wurde das Konzept speziell für Smartphones entwickelt und kommt deshalb mit eigenen Spielmechaniken daher.
Doch bleibt das vereinfachte Spielprinzip der Videospiel-Ikone wirklich treu? Und ist der (zumindest für Smartphones) stolze Preis von 9,99€ wirklich sein Geld wert? Wir haben dies und mehr ausführlich in unserem Super Mario Run Review getestet.
Wir weisen darauf hin, dass das Spiel mit dem Update-Stand vom 10. April 2017 in der Android-Version getestet wurde.
Here we RUN!
Wer Super Mario Bros. seit den 80ern spielt, sollte von der Story nicht groß überrascht werden: Bowser hat mal wieder die Prinzessin und dazu noch ein paar Toads entführt. Natürlich liegt es wieder mal an Mario, den Tag zu retten. Doch während der Plot nicht mal versucht, von der altbewährten Formel abzuweichen, so hat das Gameplay selbst eine drastische Wendung genommen: Mario rennt nun automatisch und überspringt kleine Gegner selbst. Die Eingaben des Spielers beschränken sich komplett auf einfaches Tippen um den rotbemützten Klempner springen zu lassen.
Das klingt stupide Einfach? Da unterschätzt ihr Nintendo aber: Wie schon damals 1985 lautet die Devise nämlich „Einfach zu Lernen – Schwer zu meistern!“. Wie schon im Originalspiel resultiert die Dauer des Tippens in höheren Sprüngen. Auch Doppelsprünge und Absprünge von Gegnern bringen euch auf höhere Ebenen. Und den Wandsprung gibt es natürlich auch noch.
Und wäre das noch nicht genug, gibt es jede Menge Kontextsensitive Gadgets, die Marios Spiel beeinflussen: Neben den klassischen Blöcken, Pilz- und Stern-Power-Ups und Koopa-Panzern gibt es nämlich auch Blöcke, die Mario zu Weitsprüngen oder Rückwärtssaltos animieren oder aber auch Stopp-Blöcke, die euch die Zeit geben, einen Sprung genau zu planen, um die bestmögliche Route zu wählen. In späteren Levels gibt es dann auch noch Schwebeplattformen, die Marios „Run“ ebenfalls pausieren.
Nintendos Preispolitik
Super Mario Run kann kostenlos aus dem App-Store heruntergeladen werden, was aber viele Gelegenheitsspieler zu überraschen scheint, ist, dass lediglich die ersten vier Level (von 24+3 Bonuslevel) kostenlos gespielt werden können. Danach ist eine einmalige Bezahlung von 9,99€ fällig. Nintendo hat sich hier also im Gegenzug zu Miitomo, Pokémon GO und Fire Emblem Heroes gegen ein Free2Play-Modell entschieden, welches zahlenden Kunden je nach Bedarf ein paar Euronen aus der Tasche leiert, dafür aber einer großen Masse das Spiel kostenlos anbietet.
Gerade für Eltern oder Free2Player mit schlechter Selbstbeherrschung dürfte diese Entscheidung eine Erleichterung sein, da hier nach dem einmaligen Kauf keine weiteren Kosten anfallen. Spieler, die es aber gewohnt sind maximal 1,99€ (wenn überhaupt) am Smartphone auszugeben fühlen sich von dem Preis gleich mal abgeschreckt – was sich auch in den wenig konstruktiven Nutzerbewertungen der Stores wiederspiegelt. Viele meinen „da könne man doch gleich wieder das SNES mit Super Mario Bros. 2 bzw. Super Mario World auspacken und sich die Kohle sparen“. Was die meisten aber vergessen ist, dass man SNES-Spiele früher nicht am Flohmarkt für nen Appel und ein Ei gekauft hat, sondern dass die Titel damals auch bis zu 120 DM (also ca. 60€) kosten konnten. Wieso auch nicht? Immerhin haben Entwickler jede Menge Herzblut in die Spiele gesteckt, und so auch in Super Mario RUN welches von Nintendo und DeNa extra für Smartphones entwickelt wurde.
Zahlmeister Toad bittet zur Kasse!
Doch zurück zum Test: Tatsächlich bekommt man in der Demo zwar einen guten „Teaser“ geboten, da aber auch die Smartphone-Variante ihr Welten- und Leveldesign einer Lernkurve anpasst, darf man richtig komplexe Manöver auch erst in späteren Levels erwarten. Deshalb war es für Nintendo hier auch so schwierig, ein geeignetes Preiskonzept festzumachen: Wenn man die Welten nämlich in drei Teilen zu je 2,99€ anbieten wollte, müsste man es entweder ermöglichen, die Stufen unabhängig voneinander zu spielen, oder den Spieler während des Spielflusses vermehrt zur Kasse beten – beides eher unschöne Optionen.
Während man in der Demo nur Wiesen, Untergründe und Bowsers Schloss zur Verfügung hat, so kommen später noch Wüsten, Luftschiffe und mehr hinzu. Zwei Levelkonzepte haben es uns besonder angetan: So nutzen Geisterhauslevel das „Labyrinth-Konzept“ geschickt, in dem sie scrollende Bildschirme abschaffen und den Installateur im Blaumann an der linken Seite des Bildschirm wiedererscheinen lassen, wenn er die rechte überschreitet. In Türmen hingegen funktioniert das scrolling nur in der vertikale, und Mario wechselt die Richtung, sobald er eine Wand berührt.
Auch der finale Bosskampf hat zwar nicht die epischen Ausmaße eines New Super Mario Bros. Wii, nutzt aber doch das RUN-Konzept für einen eigenständigen, runden Abschluss… doch mehr wird an dieser Stelle nicht verraten!
Langzeitmotivation für Einzelspieler: Nur 24 Level?
24 Level sind jetzt nicht gerade üppig, insbesondere da die Level selbst auch nicht mehr als 99 Sekunden erlauben (außer man spielt auf einfach ohne Zeitlimit und Leben). Wenn man darauf aus ist, die App so schnell wie möglich wieder ad acta zu legen, kann man diese in ca. einer Stunde beenden. Doch der eigentliche Reiz entsteht erst durch das Sammeln der versteckten Münzen – und das mal drei.
Während man das erste Set an rosa Münzen noch ohne große Schwierigkeiten einsammeln kann, so wird man bei den lila Münzen schon des Öfteren zum Neustart oder zu eine der limitierten Blasen greifen, um sich so zur Münze zurückschweben zu lassen. Bei den schwarzen Münzen ist dies aber kaum noch möglich: Die Zeit ist hier wirklich auf das notwendigste begrenzt und die Schätze sind an den trickreichesten Orten versteckt. So gibt es bspw. eine Stelle, an der man glaubt, die Münze ergattern zu können, wenn man beim Weitsprung-Panel richtig tippt… Tatsächlich muss man aber die darunter gelegenen, kleinen Flächen der Fragezeichenblöcke nutzen, um einen gekonnten Wandsprung auszuführen. Doch mit etwas Übung funktioniert die Steuerung so gut, dass man auch dieses Hindernis meistern kann.
Wozu die Mühen? Tja, der Clou ist, dass man für das Sammeln aller Münzen einer Farbe nicht nur je ein Bonuslevel bekommt: Denn mit jedem Set ändert sich auch das Level-Layout drastisch und steigt im Schwierigkeitsgrad. Einige Designs werden zwar übernommen, doch vieles ändert sich so stark, dass man eigentlich von einem neuen Level sprechen kann… oder zumindest von einem New Game+ und einem New Game++. So kann man also – großzügig betrachtet – sogar von 74+3 verschiedenen Levels sprechen. Wer die Demo also voll ausreizen möchte, sollte erst mal alle schwarzen Münzen sammeln und dann nochmal überlegen, ob einem das Konzept zusagt.
Langzeitmotivation im Multiplayer: Toad-Rallye
Super Mario Run funktioniert am Besten in kurzen Schüben. Doch was tun, wenn man den Reiz auf eine kurze Partie hat, man aber nur noch schwarze Münzlevel spielen kann, um zumindest etwas Fortschritt voranzutreiben? Nintendo hat hierzu die „Toad-Rallye“ eingeführt: Hier kann man gegen „Geister“ anderer Spieler in zufallsgenerierten Levels spielen, welche einzelne Abschnitte aus bereits gespielten Stufen zu einer endlosen Rennstrecke vermischen.
Wer am Ende mehr Münzen gesammelt hat und mit Stunts (wie etwa den Wirbelsprung durch erneutes Antippen in der Luft) genug Toads beeindrucken konnte, gewinnt am Ende eine Schar verschiedenfarbiger Pilzbewohner, welche nicht nur euer Königreich vergrößern, sondern auch als Freischaltbedingung für neue Deko-Gegenstände und Charaktere gelten. Da in der Demo nur 4 Varianten verfügbar sind (in denen nur rote, blaue und grüne Toads auftreten) lassen sich die interessanteren Upgrades übrigens auch erst mit den selteneren gelben und lilanen Toads freischalten.
Um eines dieser Wettrennen spielen zu können werden übrigens auch spezielle Toad-Tickets benötigt. Doch spätestens in der Vollversionen werden einem diese in Toad-Häusern und ?-Blöcken – welche sich alle 4 Stunden wieder aufladen - dermaßen nachgeworfen, dass man ziemlich schnell das Maximum von 99 Tickets erreicht und dieses „Zahlmittel“ eigentlich vernachlässigen kann.
Freundesrekorde, „Mein Pilzkönigreich“ und Events
Ein weiterer Reiz, das Spiel bis zum Letzten auszukosten besteht darin, die Rekorde von Freunden zu schlagen. Hat man ein paar via Code, Facebook oder Twitter verknüpft, kann man sie nicht nur zu kostenlosen Freundes-Rennen herausfordern, sondern auch ihre (Spiel-)daten einsehen und bekommt für jedes Level eine Freundesrangliste.
Hat man damit noch immer nicht genug, kann man – wie bereits erwähnt – eine Mini-Map mit Gegenständen und Gebäuden aus dem Shop gestalten. Die meisten davon gelten nur als kleiner Bonus, um Komplettisten zu weiteren Partien der Toad-Rallye zu motivieren, aber es gibt auch Spezial-Elemente: Insgesamt gibt es drei verschiedene Mini-Games in Toad-Häusern, in welchen man Münzen und Tickets erspielen kann. Auch ?-Blöcke verschiedenster Größen erfüllen diesen Zweck, lassen sich aber nur alle 4 Stunden einmalig aktivieren.
Zu guter Letzt gibt es noch begrenzte Events, welche bisher aber nur in Form goldener Gumbas und limitierter Gebäude im Shop auftreten. Hierbei können bis zu drei dieser Gegner in einem Level auftreten. Alle 20 Stück bekommt man ein spezielles Deko-Item, bei 80 ist allerdings (bisher) Schluss. Eine nette Idee, die aber im Gegensatz zu den oben genannten Motivationen eher nur kurzfristig unterhalten kann.
Die unterschiedlichen Charaktere
Die Einzelspieler Level wurden zwar alle auf Marios Fähigkeiten hin gestaltet, doch ab und zu kann es auch ganz interessant sein, die anderen Figuren auszuprobieren. Alle (bis auf Toad, der um einiges schneller als früher ist) haben dabei ihre bekannten Vor- und Nachteile aus Super Mario Bros. 2 bzw. Super Mario World: So springt Luigi höher, schliddert dafür aber mehr, während die Yoshis in der Rallye Toads ihrer Farbe stärker anlocken, den Flattersprung beherrschen und auf stachelige Gegner springen können ohne Schaden zu nehmen.
Mario und Luigi sind übrigens die einzigen, die durch Pilze einen weiteren Treffer kassieren können. Doch dies kann oft auch ein Vorteil sein: Immerhin bekommt man für jeden zusätzlichen Pilz 5 Münzen und kann gleich in der zwei-Block großen Statur starten, und somit auch Doppel-Reihen an Münzen locker einsammeln. Und da es ohnehin keine Power-Ups wie die Feuerblume oder Flug-Items gibt, vermisst man auch keine sonstigen Upgrades. Jump&Run wird hier wörtlich genommen.
Grafik und Sound
Grafisch recyclet Nintendo hier das meiste aus New Super Mario Bros. U. Auch Soundtechnisch übernimmt es vieles vom Konsolenableger, was aber nicht unbedingt schlecht ist, da alles die gewohnte Nintendo-Qualität bietet. Was aber „neu“ ist fügt sich nahtlos in das bekannte Konzept mit ein. Egal ob UI-Design oder die Mario-Dudelei beim Platzieren von Gebäuden: Alles schreit so sehr nach Konsolen-Mario, dass man fast einen Schock erleidet, wenn plötzlich ein Anruf aufploppt und einem aus den Pilz-Königreich zurück auf euer Smartphone reißt.
Beim Klang mussten wir allerdings leider feststellen, dass (zumindest in unserer Version) es beim Ergebnisbildschirm regelmäßig zu knacksenden Sound-Bugs kommt. Dieser Fehler schränkt das Spielgeschehen nicht ein wird vermutlich bald behoben – dennoch verstehen wir nicht ganz, wie nach so viel Vorlaufzeit im Vergleich zur iOS-Version so ein Fehler nicht auffallen konnte.
Fazit
Am Anfang mag es ungewohnt sein, dass Mario vieles von selbst macht und man gewohnte Elemente automatisiert hat. Doch das speziell für Smartphones zugeschnittene Prinzip geht auf: Das „Einfach zu Lernen – Schwer zu meistern!“-Konzept macht insbesondere in kurzen Sessions und bei der Highscorejagd jede Menge Spaß. Weitere, freischaltbare Level-Layouts zeigen, wie tief die einfache Idee ausgereizt werden kann. Auch die Nintendotypische Qualität in der Aufbereitung glänzt in jedem Winkel des Spiels. Wer sich also von dem nicht ganz so üppigen Inhalt und dem Preis von 9,99€ nicht abschrecken lässt, bekommt auf jeden Fall genug für sein Geld geboten.
- klasse für zwischendurch
- Einfach zu Lernen – Schwer zu meistern!
- Nintendo-Qualität durch und durch
- Highscorejagd mit Freunden
- kurz
- Sound-Bugs



