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The Battle Cats POP!

The Battle Cats POP!

Benjamin A.

Wie wir berichteten wurde vor 2 Wochen The Battle Cats Pop! aus dem Nintendo eShop entfernt, weil eine Sicherheitslücke das einschleusen von Homebrew-Software ermöglichte. Doch die Katzen ließen sich nicht lange von ihren Weltherrschaftsplänen abhalten! Sie sind zurück!

Anbei der damalige Trailer, um euch erneut an die Übermacht der Felinen Feinde zu erinnern:

The Battle Cats POP!

3ES

Entwickler
PONOS
Publisher
PONOS
Konsole
3ES
Spieler
1–2 lokal

Während auf der einen Erdball-Hälfte der Mensch nur noch aufs Telefon starrt und er auf der anderen Hälfte nach dem Kopf des anderen trachtet, wäre es natürlich ein leichtes für die geheime, alles kontrollierende Übermacht, die Weltherrschaft an sich zu reißen… Ja, die Eingeweihten unter euch wissen wer gemeint ist: Katzen!

Das wir alle bereits zum Untergang verdammt sind, zeigt das Tower Defense Spiel Battle Cats POP!. Ursprünglich als Free2Play-Titel konzipiert erscheint es nun als 10€-Spiel und ganz ohne In-App-Käufe im 3DS eShop. Ob wir uns dem Katzen-Imperium anschließen sollten?

Lang Lebe das Katzen-Imperium!

Das Spielprinzip von Battle Cats POP! ist relativ einfach: Entlang einer Ebene stehen zwei Türme, eurer und der gegnerische. Euer Gegner entsendet permanent unterschiedlich starke Truppen - darunter auch besonders starke „Boss-Einheiten“ – die sich während des Spiels erweitern. Das Spielgeschehen verläuft zweidimensional, allerdings wurden die einzelnen Ebenen gut evrteilt um so eine schöne Tiefenwirkung in der 3D-Ansicht zu erreichen.

Zu euerer Verteidigung könnt ihr nun die titelgebenden Kampfmiezen entsenden… und zwar jede Menge davon! Doch diese kosten Geld, welches die Arbeiterfellknäuel permanent erwirtschaften. Aber auch besiegte Gegner hinterlassen Bares. Um nun die Überhand zu gewinnen gilt es schlichtweg so viele Einheiten zu entsenden, dass die Truppen eures Gegners zurückgedrängt werden kann und ihr das andere Hauptquartier direkt angreifen könnt.

Kampf für’s Katerland!

Stück für Stück schaltet ihr so eine kleine Gruppe an Basisfellnasen frei, welche unterschiedliche Strategien ermöglichen. Die billigsten sind hier bspw. nicht besonders stark, kosten aber nicht viel und sind universell einsetzbar, aber es gibt auch Defensive Blockkatzen oder Angriffs-Stubentiger, die mehr Kosten – umso stärker, umso teurer lautet die Devise.

Am bekanntesten ist vermutlich die ikonische „Groß Cat“, welche mit ihren langen Beinen eine höhere Reichweite bietet, allerdings gibt es auch Tierchen mit Distanzattacken oder geflügelte Kamikatzen.

Zur weiteren Verteidigung könnt ihr zudem noch die Kanone eurer Basis einsetzen (welche aber Ladezeit benötigt) oder den freischaltbaren Katzengott herauf beschwören, der im Tausch gegen Katzenfutter Effekte heraufbeschwört, die noch jede Schlacht irgendwie rumreißen können. Damit ist es mit den Interaktionsmöglichkeiten aber schon vorbei: Habt ihr die felinen Fußsoldaten erst mal losgeschickt, stehen sie nicht mehr unter eurer Kontrolle.

Je stärker wir sind, desto unwahrscheinlicher ist der Krieg!

In der Schlacht selbst gibt es zwar nur eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten, dafür hat man aber zwischen den Missionen in der Basis jede Menge Möglichkeiten, sein Spiel nach der eigenen Strategie zu individualisieren: Nach jeder Schlacht bekommt man XP, die man wie Währung in stärkere Einheiten oder verbesserte Bedingungen wie eine stärkere Kanone, mehr HP (Hit Points) für euren Turm oder ein größeres Maximum für die Geldbörse investieren kann. Es versteht sich von selbst, dass man möglichst bald die pro Schlacht gewonnen XP mayimieren sollte, um etwaiges grinden möglichst gering zu halten - allerdings sollte man auch so ganz gut ohne auskommen.

Eine weitere Währung ist noch ein Relikt aus Free2Play-Zeiten: Das bereits angesprochene Katzenfutter. Hier bekommt man ein paar Dosen für abgeschlossene Level oder das tägliche Starten des Spiels. Der Tausch gegen reale Mikrotransaktionen ist nicht mehr möglich und auch nicht nötig, da man genug Fressi bekommen sollte. Dieses kann man beispielsweise gegen Dienste des Katzengottes oder XP tauschen.

Feline Vielfalt

Der eigentliche PEP des Spiels ist aber die gewaltige und teils abstruse Vielfalt an flauschigen Kämpfern, welche man mittels Kapselmaschine per Zufall oder teilweise gezielt während des Hauptspiels freischalten kann.

Eine Kapsel kostet hierbei entweder ein seltenes Freiticket oder eben wieder Katzenfutter. Diese kann man dann gegen die ursprünglichen zehn Soldatenformen austauschen und so sein ganz eigenes Team zusammenstellen.

Einige von diesen Monstern sind zwar nur gameplaytechnische Klone andrer Einheiten, doch die simplen aber durchgeknallten Designs – die ein wenig an den schrägen Stil von Rhythm Paradise erinnern – wecken das Sammelfieber: So gibt es schräge Beispiele wie Olympische Schwimmer-Fellnasen, humanoide Nekogirls oder Mecha-Kater.

Jede dieser Einheiten kann zudem mit XP aufgelevelt werden und ab einer gewissen Stufe sich auch äußerlich nochmal weiterentwickeln. So kann bspw. eine weinerliche, nutzlose Einheit mit einer immensen Summe noch zum furchterregenden Nekoluga-Dämon aufgewertet werden.

Erst das Internet, dann das Universum!

Auf diesem Weg hangelt ihr euch von Land zu Land und erobert langsam die Welt. Insgesamt enthält die 3DS Version 3 Kapitel mit je 48 Missionen. Äußerlich unterscheiden sich die Level kaum, da sie nur zwischen wenigen Hintergründen und Melodien wechseln, die eigentliche Varianz kommt aber durch die Gegner, die genauso schräg wie eure Samtpfoten-Armee ist, und den Abstand zwischen den beiden Türmen.

Nichtsdestotrotz gibt es kaum große Herausforderungen, doch das macht Nichts: Die Präsentation ist stimmig und durch die verrückten Designs hat man trotzdem jede Menge Spaß – insbesondere, wenn man das Spiel in kurzen Schüben genießt.

Captain Americat: Civil War

Das muss man auch: Leider gibt es noch eine lästige Mechanik, bei der man wie in Pokémon Shuffle sich selbst aufladende Energie aufbringen muss, um Missionen starten zu können. Ist diese leer, muss man entweder warten oder eine Dose Katzenfutter verbrauchen, um sie wieder komplett aufzufüllen. Leider etwas lästig, aber wenn man mit seinen Dosen nicht zu verschwenderisch umgeht oder kein Problem hat, nach 1-2 Stunden auch mal Pause zu machen sollte man damit klar kommen.

Exklusiv auf dem 3DS gibt es auerdem auch noch einen Multiplayermodus. Hier kann man nun die Individualisierungs-Optionen voll auskosten, um sich gegenseitig die eigene Fellknäuel-Sammlung am Schlachtfeld zu präsentieren und an den Hals zu werfen. Das lässt doch das Herz jeder Katzen-Lady höher schlagen!

7.0Wertung

Fazit

Battle Cats POP! ist nicht das komplexeste und auch nicht das herausfordernste Tower-Defense-Spiel, was dem Spiel aber an Schwierigkeitsgrad fehlt macht es durch wahnwitzige Ideen, interessante Designs und strategische Individualisierungs-Möglichkeiten wieder wett. Am 3DS spart man sich zudem lästige Mikrotransaktionen und bekommt auch noch einen Multiplayer-Modus spendiert, in dem man sich gegenseitig die Macht seiner Samtpfoten-Sammlung präsentieren kann. Einzig und allein die Free2Play-Energie-Mechanik hätte man sich sparen können, aber das Spiel ist ohnehin besser für Partien zwischendurch geeignet.

Design
8.5
Sound
8.0
Online Multiplayer
7.5
  • schräge Designs
  • viele Individualisierungs-möglichkeiten
  • exklusiver Multiplayermodus
  • keine Mikrotransaktionen…
  • …aber immer noch mit Free2Play-Energiemechanik
  • etwas zu einfach

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Test

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