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Pokémon Tekken

Pokémon Tekken

Ulrich

Nächsten Monat erscheint mit Pokmon Tekken DX eine aufgebohrte Version des Prügelspiels für die Wii U.  Wie uns diese gefallen hat erfahrt ihr in unserer Review zu Pokmon Tekken.

Wie Nintendo außerdem bekannt gab, wird es in Kürze eine Demo zum Spiel im eShop geben.

Pokémon Tekken

WIIU

Entwickler
Bandai Namco
Publisher
Nintendo
Konsole
WIIU
Spieler
1–2 lokal
Freigabe
USK ab 6

Pokémon Tekken, welches in anderen Ländern auch als Pokkén Tournament verkauft wird, ist Nintendos Taschenmonster-Version des klassichen Kampfspieles. Wer jetzt aber glaubt, auch die Helden aus der Tekken-Reihe kommen im Spiel vor, der irrt sich. Was das Game dennoch verspricht, erfahrt ihr in unserem Test.

Du willst der Allerbeste sein...

Pokémon Tekken wurde von keinem geringeren als dem Tekken-Produzenten Katsuhiro Harada, unter der Feder von Namco Bandai, produziert. Obwohl man dem Spiel gewissen Parallelen anmerkt, handelt es sich dennoch um einen völlig anderen Titel, der dabei aber keine schlechte Figur macht.

Zu Beginn kreiert ihr euren eigenen Trainer oder eure eigene Trainerin und danach geht es auch schon los. Ihr könnt euch entscheiden, ob ihr lieber noch ein Weilchen trainiert oder Tutorials durchforstet, gleich in den Turniermodus übergeht oder doch lieber ein paar Matches gegen CPU-, Lokal- oder Onlinegegner absolviert.

Die Dynamik der Taschenmonster wurde in das Spiel sehr gut übertragen. Das Geschehen in den Kampfarenen spielt sich in zwei Phasen ab. Jeder Fight beginnt dabei in der Feldphase. Hier könnt ihr euch, wie aus anderen Kampfspielen bekannt, in der Arena frei bewegen und eurem Kontrahenten mächtig einheizen. Werden bestimmte Treffer gelandet (wird in den Tutorials sehr gut erklärt), wechselt das Spiel in die Duellphase. Bei dieser handelt es sich um die klassische 2D-Ebene, wie wir sie aus Retrofightern à la Tekken und Street Fighter kennen. In dieser Phase ist vor allem der Nahkampf ein schlagendes Argument. Wiederum mit speziellen Moves kann das Geschehen wieder in den Feldmodus gewechselt werden. Was sich an dieser Stelle vielleicht etwas kompliziert anhört, wirkt aber im Spiel selbst überhaupt nicht störend und verleiht dem ganzen Gameplay eine gewisse Dynamik. So unterscheiden sich nämlich auch die Movesets je nach Phase.

Geübte Spiele können natürlich wieder eine Reihe an Kombos aus dem Hut zaubern, wobei es hier natürlich auch charakteristische Unterschiede gibt. Im Gegensatz zum Handheld-Pendant könnt ihr dieses Mal aus dem Vollen schöpfen. Somit beschränkt sich der Kampfstil nicht auf vier Angriffs- oder Taktikmoves.

In Bezug auf die Taktik setzt das Entwicklerstudio unter anderem auf das klassische Schere-Stein-Papier-Prinzip. Normale Angriffe schlagen Grabs, Grabs schlagen Konter und Konter wiederrum könnt ihr gegen Erstgenanntes einsetzen. Button-Mashing ist natürlich wie bei jedem Kampfspiel eine Möglichkeit, aber das Spiel bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten seine Skills zu verbessern, um so „der Allerbeste zu werden.“

Habt ihr es geschafft euren Gegner mächtig unter Druck zu setzen, so füllt sich eine Blast-Leiste. Ist diese vollständig geladen, so könnt ihr mittels ZL und ZR in den Blast-Modus wechseln. Dabei handelt es sich um die Spezialangriffe der Pokémon. Manche verwandeln sich dabei in ihre Mega-Entwicklung und führen eine Art „Super-Smash“ aus. Beim Balancing haben die Entwickler eine gute Arbeit geleistet und grundsätzlich laufen die meisten Kämpfe sehr fair ab.

Charakterauswahl überschaubar

Pokémon Tekken überzeugt zwar mit einem tollen Gameplay, aber leider ist die Auswahl an Charakteren sehr überschaubar. Gerade einmal 16 Pokémon haben es in das Spiel geschafft. Natürlich sind Lieblinge wie Pikachu, Glurak und Lohgock mit von der Partie, aber dennoch hinterlässt der schwache Roster einen faden Beigeschmack. Relativiert wird das Ganze dabei noch, dass Mewtwo und Pikachu als Pikachu Libre und Shadow Mewtwo sogar doppelt vorkommen.

Zu den 16 Kämpfern gesellen sich noch insgesamt 15 Duos, die ihr als Unterstützung bei euren Fights einsetzen könnt. Leider können diese nicht frei zusammengestellt werden, bringen aber ein weiteres Taktikelement ins Spiel. Jeder Helfer unterscheidet sich nicht nur in der jeweiligen Fähigkeit (Angriff, negative Effekte...), sondern auch in der Wartezeit, nach der man sie einsetzen kann. So gibt es beispielsweise Pokémon wie Emolga oder Cubone, die nur angreifen. Fennekin oder Rotom stören Gegner mit negativen Effekten. Sylveon und Cresselia beispielsweise nehmen Einfluss auf die Werte eurer Kontrahenten.

Die Ferrum-Liga

Pokémon Tekken verfügt über keinen wirklichen Story-Modus, obwohl hier sicherlich einiges möglich gewesen wäre. So gibt es nur die sogenannte Ferrum-Liga. In dieser müsst ihr euch an die Spitze von insgesamt vier verschiedenen Stufen (Ligen) kämpfen. Ihr startet in der grünen Liga, welche vom Schwierigkeitsgrad eher zur Eingewöhnung dient. Danach kämpft ihr euch immer weiter hinauf in die schwierigeren Ebenen. Insgesamt müsst ihr mit eurem Pokémon 15 Kämpfe bestehen, um dann eine individuelle Endsequenz zu sehen. Man bekommt zwar im Laufe der Zeit immer mehr Items zur Personalisierung seines Trainers/seiner Trainerin, aber sogar in Pokémon Rumble World wird zumindest erzählerisch mehr Inhalt geboten.

Wer einfach nur gegen CPU-Gegner antreten möchte, der kann dies im klassischen Einzelkampf tun. Hierbei könnt ihr wiederum zwischen „Standardkampf“ und „Extrakampf“ (mit speziellen Items) auswählen.

Wer seine Skills verbessern möchte, der sollte einen Blick ins Trainings-Dojo werfen. Dort gibt es zu jedem Taschenmonster ausführliche Tutorials. Bei Pokémon Tekken wird im lokalen Multiplayer das GamePad sogar einmal sinnvoll genützt. So starrt ein Spieler auf den Screen, während der andere via TV-Bildschirm fighted. Die Framerate fällt dabei aber von 60 auf 30 Bildern herab. Es gibt auch die Möglichkeit zwei Wii U-Konsolen via LAN-Kabel miteinander zu verbinden. Falls ihr also wieder einmal Lust auf eine LAN-Party mit Freunden habt, hier habt ihr die Chance.

Online könnt ihr es in „Friendly Battles“ etwas gemütlicher angehen oder in „Ranked Battles“ versuchen euch nach oben vorzuarbeiten. Die Server laufen dabei sehr stabil und es gibt kaum Lags oder Abbrüche. Pokémon Tekken präsentiert sich dabei von seiner schönsten Seite. Die Animationen der Taschenmonster lassen sich mehr als nur sehen und auch die 19 Arenen sehen toll aus, wobei die Hintergründe, bis auf ein paar sich bewegende Objekte, eher statisch sind. Die klassischen Fight-Soundeffekte passen sehr gut und auch die Pokémon unterstreichen ihre Angriffe mit Kampfschreien. Die Hintergrundmusik ist nicht störend, aber es handelt sich dabei aber auch um keine Ohrwürmer. Etwas anstrengend sind die ständigen Hilfsanweisungen eurer nervenden Begleitung. Gott sei Dank gibt es die Möglichkeit einzustellen, ob ihr „Normal“, „Gering“ oder sogar gar keine Hilfestellungen benötigt. Bemerkbar macht sich eure Kollegin in englischer Sprache, wobei es auch die Möglichkeit gibt, auf die originale japanische Sprachausgabe umzustellen. Es ist natürlich alles sehr gut in Deutsch untertitelt.

8.5Wertung

Fazit

Pokémon Tekken ist ein gelungenes Kampfspiel, welches mit einer tollen Dynamik und vielen Skill-Möglichkeiten für Action in den Wohnzimmern sorgt. Der Mix aus Pokémon und Tekken ist gelungen. Leider hapert es etwas am Umfang und so ist die Kämpferriege mit 14 unterschiedlichen Pokémon doch sehr rar. Auch in Bezug auf die verschiedenen Spielmodi bzw. einen erzählerischen Tiefgang wird sehr wenig geboten. Trotz der Mängel weiß das Game aber zu überzeugen und macht Spaß. Vor allem im Multiplayer gibt es viele Möglichkeiten und somit steht lustigen Fight-Partys mit Freunden nichts mehr im Wege.

Design
8.0
Sound
8.5
Online Multiplayer
9.0
  • japanische Sprachausgabe
  • saubere Kampfmechanik
  • tolle Optik
  • viele Multiplayer-Möglichkeiten
  • geringe Charakterauswahl
  • kaum Storyinhalte

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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