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Star Fox Zero

Star Fox Zero

Tommy

Nintendo packt wieder die Puppenkiste aus und bringt gleich drei neue TV-Trailer zum neuen Star Fox Zero. Was wir von dem neuen Titel hielten könnt ihr in unserem Star Fox Zero Review nachlesen.





Star Fox Zero

WIIU

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
WIIU
Spieler
1–2 lokal
Freigabe
USK ab 12

Des Fuchs neuestes Abenteuer startet mit einer kleinen Trainingseinheit in welcher der Spieler die doch sehr tragende Rolle der Steuerung erklärt bekommt. Es gibt die Standard-Formation, die offene- sowie die taktische-Formation.Und hier wird einem gleich zu Beginn des Spiels der größte Schwachpunkt des Spiels quasi förmlich aufgedrückt. Doch auf die allgemeinen Steuerung wollen wir zu einem späteren Zeitpunkt näher eingehen.

Hat man die Trainingseinheit absolviert, gelangt man is Hauptmenü in dem man zwischen Story-Modus, Training und Prolog auswählen kann. Der Prolog ist das eigentliche Intro-Video vom Spiel, was man aber erst beim zweiten anschalten des Spiels zu Gesicht bekommt, sofern man das Training schon gemeistert hat. Trainingsmissionen können mit Hilfe von Medaillen, die es im Story-Modus zu finde gibt, freigeschalten werden, mit denen man die Steuerung der diversen Vehikel üben kann. Ebenso gilt es in diesen diverse Aufgaben zu erfüllen - sozusagen kleine Bonusmissionen. Hierbei ist allerdings fraglich, warum dies nicht als freier Modus zu jeder Zeit angeboten wird und man dafür erst spezielle Medaillen sammeln muss.

Auf zu neuen, alten Schlachten!

Der Story-Modus startet mit der ersten Mission die, wie sollte es anders sein, auf Corneria stattfindet. General Pepper sitzt im Kommandoturm fest, der von feindlichen Kreaturen angegriffen wird. Und Kenner der Star Fox Serie wird die Ähnlichkeit zum Nintendo 64-Ableger sofort ins Auge stechen. Der Ablauf und auch die Umgebung ist Teils überaus identisch mit besagter Version was an sich nichts schlechtes wäre. Doch im weiteren Verlauf stößt man immer wieder auf Planeten die man schon aus Star Fox 64/Lylat Wars kennt. Hätte man wenigstens neue Routen verwendet... die Planeten oder Zonen bestehen doch nicht nur aus einem Schlauch von 20 Meter breite in dem man lediglich entlang fliegen kann.
Viele Objekte und Routen kommen einem sofort aus älteren Star Fox-Spielen bekannt vor, ebenso verhält es sich mit den Bossgegnern. Auch hier ist der 64er-Ableger Pate gewesen, denn einige entstammen auch diesem Spiel. Fast identisch im Aussehen nur mit abgewandelten Angriffsmustern. Und hier kann und sollte man sich zurecht fragen, warum es denn unbedingt die selben Bossgegner sein mussten. Doch es gibt auch komplett neue Bosse die äußerst interessant sind und auch die Kämpfe gegen diese sind spektakulär. So muss man etwa gegen eine riesige Robo-Spinne kämpfen, die man aber erst einmal bewegungsunfähig machen muss indem man ihr die Beine wegschießt um danach an die Hauptangriffspunkte zu gelangen.

Hätte man nicht neue Gegner und Bosse kreieren und komplett auf schon bekannte verzichten können?! Leider trifft man oft auf eben jene Gegner und auch Storymäßig trifft dies zu. Hier stürzt Peppy Hare etwa auf den Wüstenplanet Titania, denn man dann dort retten muss... wie auch schon bei Star Fox 64. Hier darf man durchaus etwas mehr Kreativität vom Entwicklerteam erwarten.

Die zu erfüllenden Missionen zu Luft finden in der Standard-Formation, der offenen- sowie der taktische-Formation statt. Letztere ist neu aber leider auch alles andere als gelungen und komplett unnötig. In dieser muss man auf das Gamepad schauen um überhaupt zu Rande zu kommen, denn auf dem TV-Bildschirm bekommt man das Geschehen nur aus einer leidlichen Sicht zu sehen und kann so gut wie nichts realisieren. Hier hilft nur der Blick auf das Gamepad um zielgenau Aktionen auszuführen. Allerdings ist hierbei wieder das Sichtfeld relativ klein, sodass man kaum sieht was um einem herum passiert. So muss man ständig seinen Blick zwischen TV-Bildschirm und Gamepad wechseln was sehr nervig und belastend ist. Dabei wird man quasi unnötig überfordert sodass man oftmals nicht weiß, wie man was im Augenblick machen soll. Diese Neuerung hatte man bedenkenlos fallen lassen können, denn hierbei kommt absolut kein Spielspaß auf-ganz im Gegenteil. Frustrierend trifft es wohl am ehesten.

Wie schon in Star Fox Assault auf dem Gamecube, gibt es auch in Zero Bodenmissionen oder jene, die ohne Arwing stattfinden. Neben den bekannten Missionen zu Panzer (der wieder gut gelungen ist, auch wenn man ihn schon kennt) gesellen sich neue Vehikel wie etwa der Walker oder der Gyrokopter, die irgendwie nicht in das ganze Universum von Star Fox passen wollen. Diese Missionen wirken wenig inspirierend, sehr lahm und versprühen so überhaupt keinen Charme. Es wirkt alles so aufgezwungen als musste man dem Spiel unbedingt Neuerungen verpassen wollen. Neuerungen sind an sich ja nicht schlecht, dazu sollten sie aber auch sinnvoll sein und Spaß machen - und das tut es im zweiten besagten Punkt leider kaum. Man läuft oder schwebt mit diesen Vehikeln durch die Levels um zumeist Schalter zu aktivieren und Gegner zu besiegen. Das ganze wäre an sich vielleicht deutlich interessanter gewesen, wäre da nicht wieder diese Steuerung.

Nach jedem Level kann man eine Medaillen (Gold, Silber, Bronze) ergattern, je nachdem ob man genügend Gegner und Objekte abgeschossen hat. Doch dies werden wohl die meisten Spieler, dank der Steuerung, gar nicht erst in Angriff nehmen... Positiv hervorzuheben ist die Tatsache, das an jederzeit im Story-Modus auf der Levelkarte zurückgehen und schon erfüllte Missionen wiederholen kann. Auch muss man nach einem Game-Over-Bildschirm nicht noch einmal ganz von vorn beginnen sondern startet beim zuletzt gespielten Level bzw. bei letzterem Spielstand. Das bedeutet, das keine erfolgreich gemeisterten Missionen mehr verloren gehen wie es noch bei Star Fox 64 der Fall war.

Team-Modus

Hier muss man erst einmal sagen, das die Entwickler komplett auf einen richtigen Multiplayer-Modus verzichtet haben. Konnte man im N64-Ableger noch zu viert via Splitscreen gegeneinander antreten, so ist dies in Zero nicht mehr möglich. Es wird lediglich ein Team-Modus angeboten, der auf der Weltkarte bei jeder schon erfüllten Mission angewählt werden kann. Hierbei übernimmt Spieler 1 mit dem Gamepad das abschießen der Gegner, Spieler 2 kann selbiges, steuert dazu aber noch das Gefährt. Dies geschieht via Wiimote und Nunchuk oder dem Pro Controller. Da Spieler 1 nur auf Gegner schießen kann, kommt bei selbigen schon nach kurzer Zeit Langeweile auf, sodass man letztendlich auch allein weiter spielen kann. Diesen Modus hätten sich die Entwickler wirklich sparen können und die Ressourcen lieber auf die Grafik oder einen richtigen Multiplayer-Modus legen sollen!

Gold-Medaille für die Technik?

Wohl kaum... im Vergleich zur E3-Version von 2014 hat sich die Optik zwar etwas verbessert, dennoch ist sie weit von seinem Möglichen entfernt. Kantige und detailarme Objekte, Gegner und Umgebungen hinterlassen eher den Eindruck eines Gamecubs oder Wii Spiels in HD als eines für Wii U. Zwar sehen die Vehikel des Star Fox-Teams gut aus, doch die der Gegner, besonders die großen Schiffe sind viel zu kantig und detailarm. Die Oberfläche vom Wasser sieht recht gut aus, schießt man jedoch auf dieses, bekommt man einen recht unspektakulären Effekt zu sehen. Das hat man auch schon deutlich besser gesehen. Laser, Feuer und Explosionseffekte sind gut gelungen, Luft nach oben ist hier allerdings auch noch deutlich.

Vielleicht hätte sich Nintendo darauf besinnen sollen ein grafisch ordentliches Spiel abzuliefern, anstatt es mit 60fps sowohl auf TV als auch dem Gamepad laufen zu lassen und somit große Abstriche bei der Optik einzugehen.

Soundtrack und Sprachausgabe

Beim Soundtrack gibt es ebenso eine Mischung aus Neu- und Alt-Kompositionen. Die neu arangierten Musikstücke vergangener Star Fox-Abenteuer klingen sehr gut und untermalen das Spielgeschehen sehr gut und tragen auch etwas Atmosphäre bei. Leider kann man dies aber von den neuen Kompositionen nicht sagen, denn diese klingen teils nichtssagend und wirken etwas fehl am Platz, sodass es diesen auch nicht wirklich gelingt, Atmosphäre aufzubauen. Das ist sehr schade, da man so doch einen beachtlichen Teil des Spiels erlebt, in dem recht wenig Atmosphäre aufgebaut wird.

Die Soundeffekte wie Explosionen, Fluggeräusche oder ähnlichen passen sehr gut ins Geschehen und erfüllen somit ihren Zweck. Bei der gebotenen Sprachausgabe ist das so eine Sache: Hier muss man sagen das es zwar löblich ist, dass Nintendo wie auch schon beim 3DS Remake Star Fox 64 3D eine deutsche Sprachausgabe anbietet, jedoch schwankt diese nur zwischen ganz ok und gut. Diese klingt nicht wirklich professionell und hinterlässt den Eindruck, als hätten die Charaktere nur wenig Emotion in ihrer Stimme. Schon deutlich besser ist da das englische Original, für das man seine Wii U-Konsole allerdings in den Systemeinstellungen dementsprechend umstellen muss. Anno 2016 ein Unding, dass man dies nicht in den Spieloptionen selbst auswählen kann. Leider ist es mit der Sprachausgabe aber auch schon so wie mit den Levels, denn ein Großteil des Gesprochenen werden Kenner aus Star Fox 64 wiedererkennen. Hier wäre es durchaus nicht von Nachteil gewesen, auf diese zu verzichten und auf neue Sätze bzw. Unterhaltungen zu setzen.

Steuerungsmäßiger Absturz

Leider ist der größte Schwachpunkt von Star Fox Zero die Steuerung. Warum die Entwickler eine so derart aufgezwungene Steuerung dem Spiel aufgebrummt haben, die dann auch noch nicht mal gut funktioniert bleibt ein Rätsel. Warum hat man sich nicht den Fanwünschen offenbart und ein neues Star Fox mit ganz simpler Controller-Steuerung entwickelt anstatt unbedingt auf Zwang so eine derart unnütze und nervige Bewegungssteuerung einzusetzen. Diverse Vehikel, den Arwing ausgeschlossen, lassen sich nur behäbig steuern und der ständige Blickwechsel zwischen TV-Bildschirm und Gamepad ist einfach nur anstrengend und nervig. Ganz schlimm wird es in Szenen der taktischen Formation, in denen man mit dem Gamepad anvisiert und schießt und wenn man blitzartig ausweichen muss geht das nur auf dem TV-Bildschirm, da man auf dem kleinen Display in der „Cockpit“-Perspektive nichts oder kaum etwas erkennen kann, was auch mit an der Kameraeinstellung liegt.

Auch fühlt sich das allgemeine Steuerungsbefinden keineswegs so gut an wie noch in Lylatwars oder Assault. Es wirkt träger, etwas überladen und auch die Tastenbelegungen ist nicht die beste. So rollt man etwa seinen Arwing mit einem doppelten Richtungsdruck auf dem rechten Controlstick, anstatt wie bei den Torgängern mit der R-Taste. Dies fühlt sich nicht nur unbequem an, es steuert sich auch so. Gleiches gilt für das Fadenkreuz was ständig via Y-Taste kalibriert werden muss, da es sich bei hektischen Bewegungen immer mehr zur Seite positioniert. Auch kam es beim finalen Endkampf ein Mal zu dem Problem, das jedes Fadenkreuz überhaupt nicht mehr kalibriert werden konnte.

Eigene Gedanken..

Schon mit Mario Tennis: Ultra Smash und Mario Party 10 hat Nintendo ein Fehlgriff gemacht und seine Marken mit nur mittelmäßigen und enttäuschenden Spielen bedient. Dazu gesellen sich Spiele wie Kirby und der Regenbogen-Pinsel sowie Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Sotschi 2014, die sich zwar etwas aus dem Mittelfeld abheben, aber auch weit von einstiger Nintenndo-Qualität entfernt ist. Wo ist die Qualität aus der SNES und N64 Ära geblieben, wo so gut wie jeder Nintendo-eigene Titel ein echtes Highlight war? In dieser Zeit stand Nintendo für absolute Qualität und Spielspaß pur! Doch spätestens seit der Generation der Wii U kann man dies von Nintendo nur noch bedingt behaupten... Spiele wie Devils Third tragen auch nicht gerade dazu bei, um den Qualitäts-Standard von einst wieder zu erreichen, sondern eher das Gegenteil. Und hier gesellt sich leider auch Star Fox Zero mit hinzu. Bleibt zu hoffen, das sich Nintendo langsam wirklich wieder auf das wichtige besinnt, und nicht mit unnötigem Schnick-schnack überzeugen will, was letztendlich keiner braucht oder gar will.

7.0Wertung

Fazit

Star Fox Zero ist leider nicht die erhofft spektakuläre Fortsetzung der Fox-Saga. Hätte man ein komplett neues Spiel geschaffen mit einer ordentlichen Optik, neuen Planeten oder zumindest Abschnitten und Bosse die man nicht schon kennt, und besonders einer ganz normalen Steuerung, wäre Zero durchaus ein würdiger Vertreter der Star Fox-Saga geworden. Doch dank der frustrierenden Steuerung, der unnötigen taktischen Formation sowie dem Walker und Gyrokopter, verbaut sich das Spiel selbst den Sprung in eine höhere Wertung. Es braucht einige Stunden um mit der Steuerung warm zu werden, was nicht bedeutet das man sie dann auch schon perfektioniert hat. Star Fox Veteranen die viel Geduld mitbringen, dürften auch mit diesem Spiel nach einer Weile warm werden und durchaus viel Freude daran haben. Weniger Geduldige Spieler könnten hingegen schon nach kurzer Zeit die Lust an dem Spiel verlieren und genervt aufgeben. Man sollte dem Spiel aber auf jeden Fall eine Chance geben, denn je länger man Spielt, desto besser kommt man damit klar und desto mehr entfaltet Star Fox Zero seine positiven Seiten.

Design
7.5
Sound
7.5
Online Multiplayer
5.0
  • endlich wieder ein Starfox
  • alte Musikstücke gelungen
  • englische Sprachausgabe
  • viel bekanntes
  • misslungene Bewegungssteuerung
  • grafisch nicht up to date
  • Walker und Gyrokopter-Abschnitte lahm

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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