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Splatoon

Splatoon

Tommy

Neben dem Miiverse, dem Wii U Chat und NintendoTV wird nun auch der SplatNet Service für Splatoon auf der Wii U im nächsten Monat eingestellt.

So könnt ihr ab dem 30. September keine Statistiken oder andere Informationen mehr erhalten. Der Online-Multiplayer bleibt euch aber noch erhalten.

Splatoon

WIIU

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
WIIU
Spieler
1–8 lokal
Freigabe
USK ab 6

Auf zur lustigen Farbschlacht!

Splatoon ist ein Third-Person-Shooter, welcher jedoch keinem anderen gängigen Genre-Kollegen ähnelt. Anders als bei Call of Duty oder Battlefield rennt man nicht mit „echten“ Waffen umher, sondern mit Varianten von Paintball-Knarren, welche mit Farbe schießen. Die Helden des Spiels sind die Inklinge, die eine Mischung aus Mensch und Tintenfisch sind. Da ist es nur logisch, dass sich die Hauptcharaktere verwandeln und in der Farbe als Tintenfisch verstecken und schneller fortbewegen können.

Zu Beginn kann der Spieler sich erst einmal zwischen einem männlichen oder weiblichen Helden entscheiden und einige spezifische Einstellungen vornehmen. Ist die geschehen startet ein kurzer Abschnitt, in dem der Spieler die Steuerung Schritt für Schritt erklärt bekommt. Nicht immer sind solche „Trainingslevel“ zu Spielbeginn wirklich sinnvoll, besonders wenn diese unnötig oder stumpfsinnig und uninspiriert daherkommen. Im Fall von Splatoon ist dies jedoch von Vorteil, da einige Spieler sonst sicher mit der Steuerung überfordert wären, würde das Spiel ohne diese starten.

Ist diese Trainingsmission abgeschlossen gelangt ihr auf einen großen Markt-ähnlichen Platz, auf dem es zahlreiche Sachen zu entdecken gibt. Vorher jedoch gibt es immer die neuesten News aus der Welt von Splatoon die von „Aioli“ und „Limone“ zum besten gebracht werden. Hier merkt man auch schon, dass das Spiel über einiges an Witz und Humor verfügt, was sich auch durch das ganze Abenteuer zieht. Für ungeduldige Spieler dürfte es allerdings negativ ins Gewicht fallen, dass man diese News nicht einfach überspringen kann was nach einigen Spielstarts schon nervig werden kann.

Auf dem Plaza hat man nun die Auswahl sich für unterschiedliche Spielmodi zu entscheiden oder aber diverse Shops zu besuchen. In den Basaren kann man seinen Helden etwa neue und vor allem coolere Kleidung zulegen , sowie deren Erscheinungsbild verbessern. Ebenso gibt es die Möglichkeit neue Waffen und Ausrüstung zu kaufen. Leider kann man hier als Neuling jedoch rein garnichts machen, da man hierfür im jeweiligen Basar ein bestimmtes Level erreicht haben muss und auch Geld benötigt. Dies fordert also erst einmal den Beitritt in die Lobby und somit den Online-Kämpfen um in den Genuss von besseren Wummen und cooleren Outfits zu kommen. Online-Muffel dürfte dies sicherlich etwas bitter aufstoßen, da man dies sicherlich auch in Verbindung mit dem Solomodus hätte lösen können.
Als Neuling hat man die Auswahl eines Standardkampfs gegen Spieler der ganzen Welt oder gegen Freunde, welche in Revierkämpfen ausgetragen werden. Hier gilt es mit 3 Mitspielern in einer bestimmten Arena so viel Fläche wie möglich mit eurer Farbe einzufärben. Auf der anderen Seite befindet sich die gegnerische Gruppe die ebenso versuchen muss so viel Farbe wie möglich zu verteilen. Wer nach Ablauf der Zeit (3 Minuten) die meiste Fläche bedeckt hat gewinnt. Danach gibt es je nach Ausgang Geld und Erfahrungspunkte mit denen ihr wiederum im Basar effektivere Waffen kaufen könnt und in den Revierkämpfen immer besser voran kommt. Auch die schon angesprochene, erwerbbare Kleidung hat positive Effekte wie etwa ein schnelleres Laufen oder ein schneller aufladbarer Farbtank

Rangkämpfe stehen ebenso zur Wahl, allerdings gelangt man erst ab Stufe 10 in diese hinein. In diesem Herrschaftsmodus gilt es Zonen einzunehmen und so Punkte zu verdienen. Zudem gibt es noch einen Battle-Dojo in dem 2 Spieler gleichzeitig an einer Konsole in eine Ballonschlacht ziehen können. Wer am Ende die meisten Ballons zerstört hat gewinnt die Runde, doch das ganze kann verdammt hektisch werden. So bekommt man etwa Punkte abgezogen wenn man von seinem Kontrahenten abgeschossen wird – zudem werden die Punkte für einen abgeschossenen Ballon in den letzten 60 Sekunden verdoppelt.

Nimmt man den Weg durch den Gulli an der hinteren Ecke des Plaza, gelangt man in den Singleplayer-Modus von Splatoon. Hier haben Oktopusse die Kontrolle übernommen und die Energiequelle von Inkopolis gestohlen, die der Spieler natürlich wieder einsammeln muss. In fünf Arealen mit knapp 30 Leveln muss der Held nun versuchen Gegner zu besiegen und am Ende des jeweiligen Abschnitts die Energiequelle einzusammeln. Im Großen und Ganzen ist dies in den ersten Arealen kein Problem, zieht jedoch im Verlauf etwas an. Sind die einzelnen Level teils recht schlicht, so kommen die recht großen Bossgegner schon deutlich spektakulärer und interessanter daher. Leider ist der Heldenmodus insgesamt gesehen relativ einfach gehalten und eher uninspiriert geraten, sodass er mehr als Beiwerk des eigentlichen Online-Spiels dient. Solisten werden darin wohl nicht gerade eine Erfüllung finden, Online-Fans werden dem Modus hingegen wohl kaum Beachtung schenken, da dieser kaum Einbindung mit dem Online-Modus findet.

Waffenvielfalt

Natürlich ist die Waffenvielfalt in so einem Spiel das A und O. Anfangs nur mit einer schlichten und wenig effektiven Waffe bestückt, kann man sich mit Erhöhung des Rangs deutlich bessere Wummen zulegen und somit auch mehr in den Revierkämfen auftrumpfen. Hier steht dem Spieler etwa eine Art Sniper zur Verfügung, dessen Wirkung hinlänglich bekannt sein dürfte. Dazu gesellen sich noch deutlich effektivere Waffen wie der Farbroller, mit dem man aus dem Lauf heraus die komplette Breite unter diesem einfärben kann. Das ist zwar effektiv und schnell Farbe aufzutragen, im Kampf kann man jedoch mit diesem nur schwer gegen seine Kontrahenten bestehen. Auch gibt es etwa Farbgranaten die einen Großteil der Umgebung mit Farbe eindecken. Vielfalt wird hier also groß geschrieben und kann, je nach gewählter Waffe über den Ausgang eines Matches entscheiden.

Hübscher Comic-Look und Soundtrack

Die optische Seite von Splatoon kann durchaus als gelungen bezeichnet werden. Die Cartoon-Optik passt gut zum Geschehen und der quitschbunten Farbe. Viele Arenen, egal ob Solo- oder Multiplayer-Modus sind aber recht trist geraten, was mit Sicherheit so sein soll um die Farben besser zur Geltung zu bringen, jedoch hätte hier auch etwas mehr Farbe in der Umgebung nicht geschadet. Das mag aber auch daran liegen, das keine Arena in irgendeiner Naturumgebung stattfindet sondern in künstlich angelegten Bereichen, so etwa ein Skaterpark, einer Bohrinsel oder ähnlichen. Etwas mehr natürliche Umgebungen hätten dem Spiel etwas Abwechslung gebracht. Die Charaktere sowie Umgebungen sind jedoch recht gut designt und animiert, auch wenn man vom Spiel kein grafisches Effekt-Feuerwerk erwarten darf.

Splatoon läuft aber zu jeder Zeit flüssig, egal ob im Einzelspieler- oder im Online Multiplayer-Modus. Bei unserem Test kam es lediglich mal zu einem Übertragungsfehler, worauf das laufende Match unterbrochen wurde.

In musikalischer Hinsicht kann das Spiel ebenso überzeugen. Rockige Klänge untermalen die spannenden und actiongeladenen Schlachten und erzeugen auch so die passende Stimmung, wenngleich es keinerlei Tracks gibt die nur annähernd Ohrwurmcharakter haben. Doch das braucht man bei so einer Art von Spiel gewiss auch nicht.

Steuerungsmöglicheiten

Die Steuerung ist am Anfang etwas ungewohnt, man kommt allerdings auch schnell hinein. Diese funktioniert tadellos, auch wenn eine Einbindung von Wiimote und Nunchuk wünschenswert gewesen wäre, wie auch die des Pro Controllers. Leider ist jedoch nur das Gamepad (abgesehen von Spieler 2 im Battle-Dojo) ins Spielgeschehen eingebunden was an sich sehr schade ist, denn bis auf eine angezeigte Karte im Kampf oder in den Menüs die Standort-Punkte gibt es nicht viel. Allerdings sollte noch erwähnt sein, das sich die Bewegungssteuerung des Gamepads, die standardmäßig eingestellt ist, auf Steuerung mit dem rechten Stick umstellen kann. Allerdings erwies sich das vor allem mit dem Sniper als unpräziser als mit dem Gyro-Sensor des Gamepads.

7.5Wertung

Fazit

Splatoon ist ein gelungenes Experiment von Nintendo, welches zugleich jung und alt ansprechen dürfte. Die Multiplayer-Schlachten sind wirklich toll und machen enorm Spaß, auch wenn es online immer nur 2 Arenen gleichzeitig sind, zwischen denen automatisch gewählt wird. Der Solo-Modus ist okay und zum Üben gut geeignet, eine Erfüllung ist er jedoch nicht da dieser zu wenig Abwechslung bietet und ziemlich uninspiriert daher kommt. Der etwas geringe Umfang an Arenen im Online-Duell ist zumindest im Moment noch ein Kritikpunkt der Erwähnung finden sollte. Alle die an so einer Art Spiel gefallen finden dürfen bedenkenlos zugreifen, Online-Muffel sollten hingegen die Finger davon lassen.

Design
8.0
Sound
7.5
Online Multiplayer
8.5
  • unterhaltsame Bosskämpfe
  • spannende online-Duelle
  • interessante Spielidee
  • zu wenig online-Modi
  • geringer Umfang
  • Story-Modus recht schwach
  • KI der Gegner

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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