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Monster Hunter 4 Ultimate

Monster Hunter 4 Ultimate

Ulrich

Wie berichtet erhält Monster Hunter 4 Ultimate auch in diesem Monat neue Inhalte. Wer sich bisher noch nicht schlüssig ist, ob er sich der aktuellen Monsterhatz anschließen soll, der kann zum einen in unserer Review zu Monster Hunter 4 Ultimate unseren Eindruck zu dem Titel nachlesen oder aber die kostenlose Demo aus dem eShop herunterladen. Scannt hierzu einfach mit der Kamera eures 3DS den nebenstehenden QR-Code.
Sollte euch das Spiel gefallen schreibt uns eine Mail mit dem Betreff Jagdfieber an win@nintendofans.de und teilt uns mit was euch an dem Spiel am Besten gefällt und wieso ihr gerne die Vollversion des Titel gewinnen möchtet.
Unter den Einsendungen verlosen wir in Zusammenarbeit mit Nintendo einmal das Spiel Monster Hunter 4 Ultimate für den Nintendo 3DS.

Na dann Gute Jagd :)

Teilnahmeschluss ist der 17.05.2015. Mindestteilnamealter 12 Jahre.
Mitarbeiter sowie Angehörige von Nintendo und Nintendofans.de dürfen nicht am Gewinnspiel teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bitte beachtet, dass wir unsere Preise aus logistischen Gründen nur innerhalb von Deutschland versenden können.

Monster Hunter 4 Ultimate

3DS

Entwickler
Capcom
Publisher
Capcom
Konsole
3DS
Spieler
1–4 lokal
Freigabe
USK ab 12

Die Monsterjagd geht weiter

Bereits im Sommer 2013 erschien Monster Hunter 4 im asiatischen Raum und bekam im Herbst 2014 mit Monster Hunter 4G sogar eine Neuauflage spendiert. Bei uns hat es rund ein weiteres halbes Jahr gedauert, bis wir das Game nun endlich in den Händen halten dürfen.

Habt ihr nach Spielstart euren Charakter erstellt, geht es auch schon los. Zu Beginn befindet ihr euch auf einem Schiff, welches euch in euer „neues“ Heimatdorf „Val Habar“ bringt. Gleich am Anfang erwartet euch ein Monster welches ihr den Gar ausmachen müsst. Dabei werdet ihr sogleich in die Grundsteuerung eingeführt. Vor allem werdet ihr in die Funktion eingeweiht, euch an Monstern festzuhalten, was euch im Laufe des Abenteuer noch zu Gute kommen wird.

In Val Habar angekommen geht die Monsterhetz auch schon los. Diverse Quests helfen euch euren Jägerrang zu verbessern und das Ansehen im Dorf auszubauen (Karawanenpunkte). Leider wurde am Quest-Design wenig gefeilt und wer andere Monster Hunter-Teile kennt, dem wird sogleich einiges bekannt vorkommen: Sammle Pilze, fange Goldfische, besiege 5 Jaggis usw. Nennenswerte Neuerungen sucht man vergebens. Zwar haben sich die Gebiete auf der Karte geändert und auch neue Gegner sind hinzugekommen, aber die Aufgaben sind noch immer Schnee von gestern. Es ist den Entwicklern aber nicht vorzuwerfen, dass sie nur auf das schnelle Geld aus waren. Es gibt einiges Neues zu entdecken, aber wie heißt es so schön: Qualität vor Quantität. Monster Hunter 4 bietet zwar ein breites Spektrum, aber vom spielerischen Reiz kaum Veränderungen – vor allem zum Vorgänger. Selbst die Dorfbewohner sehen denen zum Dorf Moga zum Verwechseln ähnlich.

Angestaubtes Spielsystem

Wie in anderen Teilen besucht ihr also den Questschalter um Aufgaben anzunehmen. Auch die Dorfbewohner halten immer wieder für euch Missionen bereit und würden sich über eure Hilfe freuen. Diese findet ihr genauso im Auswahlmenü, welches ihr über die nette Dame am Schalter erreicht. Also Belohnung für erfüllte Aufgaben erhaltet ihr wie immer Rangpunkte, Items und Geld.

Bevor ihr euch aber in den Kampf stürzt, solltet ihr noch euren Beutel auffüllen und die passende Rüstung bzw. Waffe besorgen. Mit der Insektenglefe und der Energieklinge haben es aber nur zwei neue Waffengattungen ins Spiel geschafft – wobei es sich bei beiden nur um die Kombination bereits vorhandener Gerätschaften handelt. So ist die Energieklinge ein Kurzschwert, welches sich mit der passenden Tastenkombination in eine Axt verwandeln lässt. Bei der Glefe handelt es such um eine Waffe mit hoher Geschwindigkeit, aber geringer Reichweite. Sie ist eine Mischung aus Langschwert und Doppelklingen und kann auch für „Stabhochsprünge“ eingesetzt werden. So könnt ihr Hindernisse überwinden, Angriffen ausweichen oder Monsterrücken attackieren. Auch für fliegende Monster ist diese Waffe sehr gut geeignet. Während des Einsatzes sitzt auch ein Käferchen auf eurer Schulter, welches ihr auf die Monster hetzen könnt. Dabei saugt es Essenzen aus den Kreaturen, die euch mit temporären Angriffs-, Verteidigungs-, Geschwindigkeits- oder Heilungsboosts versorgen. Die Kombination der Essenzen sorgt für eine noch bessere Wirkung.

Bei insgesamt 14 Kampfwerkzeugen darf man sich natürlich über ein zu kleines Waffenarsenal aber nicht beschweren.

Ansonsten blieb alles beim Alten. So müsst ihr ein gewisses Zeitlimit einhalten, um die Haupt- und wahlweise Nebenaufgaben einer Quest zu absolvieren. Habt ihr einige Aufträge einer gewissen Schwierigkeitsstufe erfüllt, so wartet meistens ein endbosswürdiges Riesenmonster auf euch. Wurde eine Kreatur getötet, könnt ihr sie wieder mittels A ausnehmen, um Dinge wie Knochen und Innereien zu sammeln. Die erbeuteten Produkte könnt ihr danach verwahren oder verkaufen, um Rüstungen oder Waffen herzustellen oder zu kaufen.

Eure Waffen verlieren bei Kämpfen ihre Schärfe und müssten dementsprechend nachgeschliffen werden. Für jede Aufgabe werden die unterschiedlichsten Dinge benötigt, die ihr aber meistens zum Beginn einer Aufgabe in einer roten Kiste im Basislager findet. Überall in den Gebieten könnt ihr wieder looten was das Zeug hält oder bis euer Beutel voll ist. Die gefundenen Items könnt ihr üblicherweise zu verschiedensten Dingen kombinieren. In eurer Unterkunft im Dorf gibt es auch wieder eine Aufbewahrungsbox um Gegenstände zwischenzulagern. Gänzlich vermisst man auch dieses Mal wieder eine packende Rahmenhandlung.

Neben den verschiedensten Missionen könnt ihr auch einfach mal eine ruhige Nummer schieben, Tümpel besuchen, um ein bisschen zu Angeln und in Ruhe ein Steak zu grillen. Bei Val Habar handelt es sich übrigens nicht um das einzige Dorf welches ihr besucht. Dieses Mal seid ihr nämlich Teil einer mobilen Karawane, die eben in Val Habar, bei der Tropeninsel Cheek-Sande und der Vulkansiedlung Hart Halt macht.

Neuerungen

Die bis zu zwei Dutzend neuen Kampfschauplätze und die beiden neuen Waffengattungen wurden ja bereits erwähnt. Auch die katzenartigen Felyne-Krieger sind dieses Mal wieder mit an Bord. Neu ist aber, dass ihr euch eine Armee aus Felyne-Kämpfern zusammenstellen könnt. Je zwei davon können euch dann auf eure Abenteuer begleiten. Eine davon könnt ihr sogar wie euren eigenen Charakter via Editor gestalten. Die anderen Felyne erhaltet ihr durch weitere Quests oder von anderen Spielern via StreetPass. Wollt ihr einmal alleine durch die Gegend ziehen, so schickt einfach die Kätzchen auf eigene interaktive Abenteuer (wie Fischfang etc.)

Unterwassereinsätze, wie wir sie aus Monster Hunter 3 kennen, fielen wohl den wenigen Neuerungen zum Opfer. Dafür wurden Kletterelemente eingebaut und die Umgebungen an dieses Feature angepasst. So könnt ihr einige Gebiete nur erreichen, wenn ihr eine riesige Felswand hochklettert. Dabei könnt ihr euch frei in jegliche Richtung bewegen. Man kann sogar während des Kletterns ausweichen und angreifen. So wurden nicht nur die Schauplätze, sondern auch die Gegner entsprechend designt. Ein sehr interessantes Manöver ist dabei der Sprungangriff. Via Tastendruck stürzt ihr euch dabei auf die Rücken der Monster und könnt diese mit passenden Manövern zu Fall bringen.

Wer wenig Wert auf Taktik und Strategie legt, der kann natürlich auch einfach wie wild drauf „losmashen“ um die Gegner platt zu machen. Jedes Monster hat aber seine eigenen Schwachstellen und es liegt an euch Jägern diese zu finden und die Tierchen ins Dinonirvana zu befördern. Neue Monster sind unter anderem das Titelmonster Gore Magal, Riesenkäfer Seltas, ein Spinnenungetüm namens Nerscylle und viele weitere Kreaturen.

Gameplay

An der Bedienung hat sich zu den Vorgängern nichts geändert. Warum aber auch, wenn es bereits toll funktioniert. Per Tastendruck sammelt ihr Items oder zückt eure Waffe. Den Touchscreen könnt ihr euch, wie im Vorgänger wieder individuell anpassen. So entscheidet ihr euch zwischen einem größeren Schnellinventar oder einer vergrößerten Kartendarstellung. Die Itemauswahl ist über die Schultertasten möglich.

Auf dem Screen gibt es auch wieder ein Steuerkreuz zur Bedienung der Kamera. Dies funktioniert wie immer einwandfrei und lässt sich stufenlos justieren. Einfacher geht es natürlich mit dem erweiterten C-Stick, falls ihr einen New 3DS besitzt oder dem Circle-Pad-Pro. Generell muss man sagen, dass sich die Steuerung verbessert und Eingaben viel präziser als bei Monster Hunter 3 von der Hand gehen. Der Tiefeneffekt ist wie immer grandios und bereits bei kleinstem 3D-Level fulminant. Die Einspieler zwischen den verschiedensten Quests sind durchaus gelungen und oftmals würde man gerne mehr sehen.

Leider merkt man Monster Hunter 4 Ultimate aber sein Alter an und vor allem die Technik schwächelt an vielen Punkten. Grafisch tritt man Hardware-bedingt auf der Stelle. Vieles sieht einfach unschön aus und hätte sicherlich noch einen Feinschliff vertragen (Power hin- oder her). Optisch wäre einfach mehr drinnen gewesen (Technik des New 3DS?), was wirklich sehr schade ist. Auch was den Sound betrifft gibt es nichts Neues zu berichten. Die Titel wirken noch immer imposant, aber eben nicht neu. Sprachausgabe gibt es wie gewohnt keine.

Mit Freunden auf Monsterjagd

Im Mehrspielermodus könnt ihr wie üblich mit drei Gefährten in den Kampf ziehen. Entweder ihr startet gemeinsam eine lokale Session oder ihr besucht einfach die Versammlungshalle für Online-Quests. Je nach Rang findet ihr dort spezielle Missionen und Gebiete. In Bezug auf Spiele dieser Art wirkt der online-Multiplayer aber bereits etwas veraltet. Noch immer ist es nicht möglich sich laufenden Quests anzuschließen. So werdet ihr oftmals mit längeren Wartezeiten oder menschenleeren Lobbys konfrontiert. Natürlich wurde der Multiplayer vorm Release getestet und hoffentlich werden bis dahin die zeitlichen und räumlichen Lags behoben. Auch einen Sprach-Chat vermisst man vergebens, dabei wäre dieser über das eingebaute Mikro des 3DS wohl kein Problem gewesen. So müsst ihr euch via Floskeln über die Tastatur begnügen.

Mit dabei sind auch wieder Kämpfe in der Arena samt Bestenlisten. Neu sind spezielle Missionen, bei denen ihr nicht vertraute Orte besucht, sondern es an zufällig aneinandergereihten Schauplätzen ans Looten und Leveln geht.

7.5Wertung

Fazit

Mit „Monster Hunter 4 Ultimate“ erwartet euch das neueste Abenteuer von Capcom. Leider ist die Serie mittlerweile in die Jahre gekommen und wirkt angestaubter den je. Die Entwickler haben sich zwar einiges an Mühe gemacht und so wird mit neuen Monstern, Gebieten und zwei neuen Waffen Lust auf Mehr gemacht. Leider kann das Game die Abenteuerlust nicht befriedigen, vermisst man einfach frische Ideen und Neuerungen. Es spielt sich wie der Vorgänger und sieht dabei jetzt auch nicht wirklich besser aus. Sogar bei den Aufgaben hat sich Capcom nichts neues einfallen lassen und so müsst ihr noch immer dieselben Pilze sammeln und Monster jagen. Selbst der Multiplayer könnte endlich ein paar Neuerungen vertragen und auch wenn das Spiel bereits 2013 in Japan erschien, sollte sich Capcom nicht auf deren Lorbeeren ausruhen. Immer wieder dieselbe Suppe schmeckt einfach einmal fad. Ein frischer Wind würde der Serie einmal wieder gut tun. Fans von Monster Hunter kommen auf alle Fälle wieder auf ihre Kosten, aber wer noch immer seinen Spaß mit Teil 3 hat, der kann auf die Neuauflage verzichten.

Design
7.5
Sound
7.5
Online Multiplayer
8.0
  • viele Aufgaben und Items
  • tolle Monster und Waffen
  • online und offline Koop
  • ausgereiztes Spielsystem und Aufgaben
  • angestaubte Technik
  • belanglose Story

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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