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(H)ausgemachte Problem?!

(H)ausgemachte Problem?!

David

Wie in jedem Jahr haben wir die gamescom in Köln für euch besucht. Während wir in den letzten Jahren viel von der Messe und dem Gesehenen berichtet haben, ist es in diesem Jahr eher still geblieben. Das liegt nicht etwa daran, dass es keine neue Spiele zu sehen gab oder wir faul geworden sind.
Vielmehr ist es die aktuelle Situation, die diese Flaute verursacht.
Um Ursachenermittlung geht es auch in unserem Artikel:
Die Situation der Wii U: (H)ausgemachte Problem?!

Wie in jedem Jahr haben wir die gamescom in Köln für euch besucht. Während wir in den letzten Jahren viel von der Messe und dem Gesehenen berichtet haben, ist es in diesem Jahr eher still geblieben. Das liegt nicht etwa daran, dass es keine neue Spiele zu sehen gab auf der Messe. Sondern vielmehr, dass diese fast alle nicht auf Nintendosystemen erscheinen werden. Was sich in den letzten beiden Jahren schon angebahnt hat, zieht sich auch auf der gamescom durch wir ein roter Faden. Man hat schon fast das Gefühl, dass Nintendo als Randgruppe dort noch geduldet wird, weil es eben zu so einer Veranstaltung dazu gehört. Abgesehen vom eigenen Stand und denen einigen Indie-Entwickler, sah man wenig bis nichts von Nintendo auf der Messe.

Während man bei Entwicklern wie EA schon lange nicht mehr schauen muss, sieht es auch bei anderen Studios mittlerweile schlecht aus. Zeigte Ubisoft im letzten Jahr zumindest noch Spiele wie Assassin´s Creed 4: Black Flag, durfen wir uns dieses Jahr alleine mit Just Dance begnügen. Auch bei anderen großen Publishern sieht es nicht besser aus. Wenn überhaupt sieht man nur die gwohnten Multiplattformtitel wie etwa Skylanders oder Infinity.

Langsam aber sicher muss man sich die Frage stellen, wie lange Nintendo als Selbstversorger existieren kann und will. Das Können steht wohl außer Frage, aber sie verlieren ja nicht nur Boden gegenüber den Wettbewerbern von Sony und Microsoft, sondern auch den Kontakt zu den Drittherstellern.
Auf der anderen Seite muss man hier vielleicht auch genau diese etwas ins Gebet nehmen. Natürlich sind Publisher keine Wohlstandsvereine. Ihr Ziel ist es Profit zu machen. Betrachtet man die Geschichte der Branche, so dürfte so ziemlich jedes große Studio vom immensen Erfolg von Nintendo profitiert haben. Alleine die Wii, ob nun Core oder Casual, war eine pure Goldgrube.
Wäre hier vielleicht etwas mehr “Verbundenheit” angebracht? Ein Beispiel hierfür wäre Ubisoft. Wenn auch mittlerweile stark abgeschwächt, so haben sie doch Nintendo die Treue gehalten.
Das der Initialfehler sicherlich bei Nintendo und deren Politik liegt, darüber dürfte man sich einig sein. Dennoch stellt sich die müßige Frage, ob das Problem denn falsch herum angegangen wurde bzw. dadurch erst wirklich zum Problem wurde.
“Wir entwickeln keine Spiele weil die Plattform sich so schlecht verkauft”- Gutes Argument.
Aber vielleicht verkauft sich das System auch so schlecht da es von Beginn an benachteiligt wurde.
Wäre in den so wichigen 1-2 ersten Jahren das Angebot besser gewesen und die Unterstützung der Dritthersteller ausreichend vorhanden gewesen, sehe die installierte Hardwarebasis ganz anders aus.
Klar macht das aus der Wii U keine PS4 oder XBoxOne, aber sie ist dennoch keine schlechte Konsole.
Aber anstatt diese Konsole und ihr Potential zu fördern muss sie Schlag um Schlag einstecken. Und das von Beginn an. Viele Spiele wurden gar nicht erst portiert. Wieso kein Tomb Raider? Wieso kein Metro, kein Crysis, kein Dishonored, kein Xcom...An den Hardwarezahlen, kann das damals noch nicht gelegen haben. Und wenn es doch eine Version für die Wii U gab, musste man in den meisten Fällen mit einem späteren Release, abgespeckten Versionen, fehlenden Feature und einem höhren Preis rechnen. Und das ist bis heute so. Wieso sollte also jemand zur Nintendoversion greifen? Er hat ja nur Nachteile davon. Und sich danach hinzustellen und sich über die schlechte Absatzzahlen zu beschweren ist bei den Voraussetzungen dann wirklich ganz großes Kino.

Mal abgesehen von der Politik die Nintendo betreibt, stellt sich doch auch die Frage: “Was haben die Thirds getan oder eben nicht getan um das System zu unterstützen?” Viele dieser Sofwareriesen würden meines Erachtens ohne die gigantischen Abverkäufe der Vorgängerkonsole vielleicht nicht ganz so gut da stehen. Und das Verhalten gegenüber der nicht ganz so gelungen Nachfolgekonsole ist hierfür nun wirklich ein schlechter Dank.
Bleibt für Fans nur zu hoffen, dass das kommende System Nintendo und die Dritthersteller wieder aussöhnt und man wieder mit ordentlicher Software aus den verschiedenen Studios rechnen kann.
Bis dahin muss man sich wohl erst mal mit den, bisher hervorragenden, Titeln aus dem Hause Nintendo begnügen.

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