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Senran Kagura Burst

Senran Kagura Burst

Benjamin A.

"Brüste in 3D", das war damals das High Concept, welches der geniale Produzent Kenichiro Takaki für die Senran Kagura-Reihe hatte. Der erste Teil kam zu uns als die erweiterte Version Senran Kagura Burst, welche wir in unserem Senran Kagura Burst Review gar nicht mal so schlecht fanden - selbst wenn man nichts mit dem übertriebenen Fanservice anfangen kann.

Der Reihe überzeugte so sehr, dass sie eine eigene Manga- und Anime-Serie und zig Spin-Offs für andere Konsolen bekam. Nun ist die Reihe bereits 5 Jahre alt, welches sie mit einem Video feiert:



Doch Kenichiro Takakilässt sich weiter von Nintendos Innovationen beflügeln, und kündigte bereits im April ein Spin-Off für Switch an, welches von HD Rumble Gebrauch machen wird. "Senran Kagura Refure" wird nun Ende des Jahres als Shinobi Refle -Senran Kagura- erscheinen. Doch nicht nur die Schreibweise kennzeichnet, dass der Titel gänzlich anders ist: Statt eines Action-Games bekommt man ein Adventure-Spiel, dessen offizielles Genre als ...ähem... Big Breasts Throbbing Chronicles bezeichnet wird...

Das Spiel verspricht hierbei, der prominentesten der Titelheldinnen, nämlich Asuka, in einer Art Dating-Simulation näher zu kommen. Hier das Anime-Opening des Spiels:



Anhand diverser "Minispiele" (wobei der überragende Takaki sicher auch noch einen passenderen Namen dafür hat) kann man die junge Dame an diversen Körperstellen massieren und so mit den HD-Vibrationen ein "neues Spielerlebnis" genießen und mit der jungen Frau "noch intimer werden".
Wie das ganze in Aktion aussieht wurde von Perfectly Nintendo aus dem Stream aufgenommen (Achtung! Nur für hartgesottene Anime-Fans!):





Das neuartige Spielkonzept soll noch Ende diesen Jahres in Japan erscheinen. Ob der Titel in Europa erscheint ist unklar, durch die fehlende Regionssperre der Switch wäre es aber theoretisch möglich, die Big Breasts Throbbing Chronicles auch zu importieren.

Was haltet ihr von dem Einfallsreichtum des erfinderischen Kenichiro Takaki? Seid ihr von seinen Innovationen für die Spielewelt überwältigt? Oder findet ihr ihn einfach nur pervers?

Senran Kagura Burst

3DS

Entwickler
Marvelous
Publisher
Marvelous
Konsole
3DS
Spieler
1 lokal
Freigabe
USK ab 16

Jeder, der sich näher mit Mangas beschäftigt dem dürfte auch das Sub-Genre „Ecchi“ ein Begriff sein. Hierbei handelt es sich um eine erotische Variante der japanischen Comics, die zwar noch nicht als pornografisch (bzw. Hentai) einzustufen ist, aber im Extremfall nicht mehr weit davon entfernt ist. Während Mangas und Animes dieser Art kein Problem damit haben, auch im Westen Abnehmer zu finden, so schaffen es Games nur selten außerhalb Japans veröffentlicht zu werden.

Ninja-Heldinnen in glorreichem 3DD

Dieses Schicksal erlitt auch Senran Kagura, ein 3DS-Titel, bei dem das sagenumwobene High Concept in etwa so ausgesehen haben muss: Wir wollen Brüste – in 3D! Da das allein aber doch noch kein Spielkonzept darstellt, kombinierte man Streets of Rage mit dem Schadenssystem von Ghosts‘n Goblins und tauschte Arthur gegen Teenagerinnen in Schuluniformen und Reizwäsche aus. Damit aber auch niemand das ursprüngliche Erfolgsrezept vergisst, verlieren die Kämpferinnen ihre Kleidung natürlich durch voyeuristisch inszenierte 3D-Nahaufnahmen auf Dekolleté und Postérieur.

Was sich anfangs nach einer billigen „Sex-Sells“-Kampagne alá Dead or Alive: Xtreme Beach Volleyball 2 anhört scheint jedoch großen Anklang zu finden: Es folgten nicht nur diverse Nachfolger für Handhelds, sondern auch eigene Manga- und Anime-Adaptionen, welche in diesem Fall tatsächlich erst nach dem Spiel entstanden. So verwundert es auch nicht, dass das Sequel Senran Kagura Burst - welches das Originalspiel so wie eine zusätzliche Storyline enthält - in Amerika und Europa erschien – wir erhielten es sogar als Retail-Fassung. Siegte hier etwa die „schöne Verpackung“ über den aufgeklärten Verstand des Konsumenten (bzw. der Konsumentin)? Oder verbirgt sich hinter den viel zu großen Oberweiten auch ein Herz – oder in weniger metaphorischen Zügen gesprochen: Ein funktionierendes Spielkonzept?

Mehr als nur schöne… Augen

Eines gleich vorweg: Das 3DS-Beat’em’Up ist eine reine Einzelspielermission. Es gibt weder einen Versus-Modus noch Koop-Missionen oder gar Online-Ranglisten. Was dem Titel aber an Spielmodi fehlt, macht es durch Storytelling wieder wett. Zugegeben, den Plot zwischen einer guten und einer bösen Ninja-Schule (die beide natürlich nur aus überdurchschnittlich gut gebauten Teenagerinnen bestehen) hat man schon oft genug gehört und auch die Charaktere sind die typischen Anime-Stereotypen. Doch mit zunehmendem Storyfortschritt stellt sich schnell heraus, das weit mehr hinter den oberflächlichen Grundgerüsten steckt, als ein erster – evtl. nicht ganz keuscher – Blick vermuten lässt.
Freischaltbare Spiel-Illustration – Die Mädchen der Hanzo-Akademie essen Sushi auf eine Art, mit der man höchstens Bananen essen sollte…
Die Mädchen der Hanzo-Akademie essen Sushi auf eine Art, mit der man höchstens Bananen essen sollte…

Zu Beginn des Spiels hat man die Wahl zwischen zwei Handlungen – jener der „guten“ Hanzo-Akademie und jener der „bösen“ Hebijo-Ninjas. Dadurch erlebt man die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln, die einerseits in Visual-Novel-Elementen erzählt werden, andererseits durch etwas längere aber sehr interessant geschriebene Texte die mit Illustrationen und japanischer Sprachausgabe erweitert werden. Pro Strang hat man 5 Kämpferinnen zur Auswahl (+ eine freischaltbare Option), die auf der Gegenseite ihre „Schattenpendants“ wieder finden.

Die Figuren wurden dabei auf den üblichen Manga-Archetypen aufgebaut, die allerdings mit genügend Tiefenschichten zu sympathischen Protagonistinnen bzw. Antagonistinnen ausgebaut werden: Da hätten wir natürlich die leichtherzige „Auserwählte“ und ihre böse aber umso ehrgeizigere Rivalin, die für ihren Ruhm etwas härter arbeiten musste. Die typische Loli-/Tsundere-Persönlichkeit darf natürlich auch nicht fehlen, dessen Widersacherin auf der guten Seite zwar auch mit Augenklappe aber mit einer wesentlich kühleren Persönlichkeit auftritt. Jene verhält sich wie eine große Schwester für die tollpatschige und kindgleiche Hibari ist, dessen böse Gegenspielerin von einer leicht sadistischen aber weitaus verantwortungsbewussteren Puppenspielerin verkörpert wird.

Dann gibt es noch eine ebenso zuverlässige Klassensprecherin auf der guten Seite, die von der aus ärmlicheren Verhältnissen stammenden Yomi bei den Hebijos wegen ihres Adels geächtet wird. Sogar den perversen Spanner und Grabscher trifft man unter den Kämpferinnen, der hier allerdings nicht von einem Muten Roshi sondern von einem blonden Mädchen verkörpert wird, die offensichtlich ein Auge für ihre Mitschülerinnen hat… Ihr Pendant Hikage hingegen hat eine eher kühle Ader als der blonde Hitzkopf. Sie scheint in ihrem ganzen Leben noch keine einzige Emotion gehabt zu haben.

Der Verlauf der Handlung setzt voraus, dass man missionsbedingt genug Abwechslung zwischen den Studentinnen bekommt, allerdings kann nach erfolgreichem Abschluss einer Mission auch bei vorerst erzwungener Charakterwahl die Aufgabe mit einer beliebigen Figur erneut spielen.

Senran Kagura Burst Packshot – Zwei gute Gründe um dein 3D einzuschalten
Rückseite des deutschen Retail-Titels. Zwei gute Gründe um dein 3D einzuschalten?

It’s a little bit…

Wie für Kampfspiele typisch wird die Story in Form von Missionen erzählt, die von einem HUB-Raum aus angewählt werden können. In der Standard-Ausführung verprügelt man hier solange Gegner, bis die Welle besiegt wurde und man zur nächsten Welle laufen kann. Leider passiert dies gegen eine nur sehr bescheidene Auswahl an Gegnervariationen und da 90% der Story-Missionen lediglich verlangen, reihenweise von ihnen zu vermöbeln, vermisst man etwas die Abwechslung. Nur ab und zu darf man sich noch gegen Bossgegnerinnen der rivalisierenden Schule messen oder hat während des Kampfes gewisse Zusatzziele oder Einschränkungen. Das ist äußerst schade, denn das Kampfsystem macht in kleinen Dosen durchaus Spaß.

Doch während man in Klassikern wie Streets of Rage auf dem Boden der Tatsachen blieb, so spielt sich das Kampfgeschehen in Senran Kagura Burst zum Großteil ohne Erdkontakt ab: Hat man die Gegnermassen lang genug mit Kombos aus schwachen und starken Attacken bearbeitet, erscheint ein grüner Kreis – Das Signal um die Horde in die Lüfte zu befördern, in der sie wehrlos weiteren Attacken ausgeliefert sind. Schnell und nahtlos sammelt man auf diese Weise dreistellige Kombo-Ketten an. Sollte man doch einmal von der Gegnermasse überrannt werden, kann man auch noch eine Energiewelle ausstoßen.

Zu Beginn kommt man noch mit reinem Button-Smashing aus, doch mit einem Missionsübergreifendem Erfahrungssystem für zwei verschiedene Kampfstile kann man seine Techniken erweitern so wie Werte der Ninjas aufleveln und dem rasanten Gameplay mehr Tiefe verleihen. Die KI stellt zwar weiterhin keine große Herausforderung dar, allerdings besteht die Herausforderung weniger im Bezwingen taffer Gegnerinnen als vielmehr darin, möglichst viele von ihnen möglichst schnell und effizient zu plätten, um mehr Punkte und somit bessere Ränge zu erzielen.

Natürlich hat auch jedes der Mädchen seinen eigenen Kampfstil. Asuka und Homura sind flink mit zwei bzw. sechs Schwertern unterwegs, Ikaruga und Yomi kämpfen mit einem langsameren Langschwert, Katsuragi verteilt ihre Tritte am Boden während Hikage mit ihren Messern den Spiegelcharakter auf der Hebijo-Seite bricht. Yagyu und Mirai wiederum verwenden beide Schirme und Gadgets als Kampfwaffen, Mirai versteckt jedoch das gefährlichere Arsenal unter ihren barocken Kleidern. Hibari setzt auf tollpatschige Nahkampftechniken – sofern man das als Technik bezeichnen darf - während Haruka eher auf giftige so wie explosive Tränke setzt. Durch das Rivalinnen-System ähneln sich zwar manche Kampfstile auf der anderen Seite, allerdings nicht so stark wie etwa Mario und Dr. Mario in Super Smash Bros. Melee sondern eher wie Fox und Falcos (abgeänderter) Kampfstil in Super Smash Bros. Brawl.

Freischaltbare Spiel-Illustration – Die Eliteklasse der Hebijo-Schule genießt einen Tag am Strand
Die Eliteklasse der Hebijo-Schule genießt einen Tag am Strand. Man kann ja nicht jeden Tag böses planen!

…and a little bit

Ach ja, da war ja noch irgendwas mit nackter Haut, oder? Werdet ihr getroffen, verringert sich nach und nach eure Rüstungs- bzw. Kleidungsanzeige, die nicht wieder aufgeladen werden kann. Zu Beginn des Kampfes tragen die Kämpferinnen noch ihre Schuluniform, füllt ihr jedoch die Ninjutsu-Anzeige mit Kombos könnt ihr eine Sailor Moon-artige Transformation zur Shinobi vollführen, in der ihr dann auch Spezialattacken einsetzen könnt. Diese Verwandlung wird wie üblich durch voyeuristische Nahaufnahmen vollführt, die man im Gegensatz zur Schadenstransformation jedoch per Knopfdruck überspringen kann. Der Kleidungsbarometer wird hierbei wieder zurückgesetzt, wodurch die Spielerschaft entscheiden muss, ob sie vor der Verwandlung lieber die Restverteidigung der Schuluniform voll auskosten will, oder ob sie lieber früher die stärkere Shinobi-Form ausspielen möchten.

Zusätzlich gibt es noch eine weitere Verwandlungsstufe: Den Frenzy-Mode. Drückt man zu Beginn des Kampfes R und L gleichzeitig, lässt die Kämpferin sofort die Hüllen fallen und kämpft im Bikini. Dadurch gibt man zwar sämtliche Verteidigungsmaßnahmen auf, hat aber neben dem exhibitionistischen Effekt auch noch den Vorteil, dass man sofort Ninjutsus einsetzen kann und zudem schneller und stärker agiert. Missionen, die in diesem Modus abgeschlossen werden, verzichten auf das übliche Rangsystem und werden stattdessen mit einem Stern markiert.

Senran Kagura Burst Packshot Konzept mit aufgedruckter Kleidungsschicht in der Plastikhülle
Ein ungenutztes Senran Kagura Burst Packshot: Die Außenhülle wurde mit dem Shinobi-Outfit der Kämpferin bedruckt, während das Papier selbst die Dame nur in Unterwäsche zeigt.

”Get your 3D turned on!”

Aber ein Anime-Kampfspiel mit bildhübschen Hauptdarstellerinnen wäre natürlich nichts ohne ein Outfit-Sammelsystem – insbesondere dann nicht, wenn man sie den Mädels wieder vom Leib fetzen kann! Die Klamotten unterteilen sich hierbei in drei Sets: Schuluniform, Bikini und Shinobi-Outfit. Ersterer wird im HUB, in Dialogen und vor der Verwandlung getragen, zweitere wird in Spezialmissionen und im „Frenzy-Modus“ zur Schau gestellt und letzteres wird nach der Verwandlung eingesetzt.

Nur letztere wird bei fortschreitendem Rüstungsverlust zerfetzt. Die Schicht darunter ist dabei jeweils ans Outfit gebunden. Zudem gibt es noch Accesoires wie Katzenohren, Brillen oder Toastbrotscheiben, die unabhängig von Verwandlungsstatus getragen werden können. Die freischaltbaren Outfits bieten somit neben dem Story-Fortschritt noch eine weitere Komponente, die einem zum Weiterspielen anspornen kann.

Anime-Atmosphere

Nicht nur die Handlung versprüht Anime-Charme, auch die grafische Gestaltung gibt das Gefühl, man würde eine interaktive Manga-Erzählung in Händen halten. In den Dialogen wurde Acht darauf gegeben, trotz der 3D-Modelle einen 2D-Cel-Shading Look alá Phoenix Wright: Dual Destinies zu erhalten und auch die Level integrieren sich farblich sehr gut in das Anime-Thema. Der Soundtrack erinnert dabei an Anime-Umsetzungen wie Naruto oder Inu Yasha, bleibt dabei aber originell.

Der 3D-Effekt wurde hingegen sehr sparsam eingesetzt: Um die rasante Framerate zu erhalten (die dennoch ab und zu kleine, unerhebliche slowdowns aufweist) ist der 3D-Effekt nur im HUB, in der Umkleide und in den voyeuristischen Kurzeinstellungen aktiviert, um einen besseren Pop-Up-Effekt zu erzielen.

Senran Kagura Brust

Doch wie schlimm steht es nun wirklich um den „Sex Sells“-Faktor in Senran Kagura: Burst? Immerhin warb der Titel gerade in Europa besonders mit seinen „Reizen“: Auf der Rückseite der Verpackung wurde der übliche Beschreibungstext restlos durch eine Illustration von Katsuragi ersetzt mit den Worten „Zwei gute Gründe um dein 3D einzuschalten“. In TV-Spots wurde zudem der Kauf des Spiels bewusst mit einem Besuch in der Erwachsenenabteilung der Videothek oder mit dem versteckten Playboy-Heft unterm Bett gleichgesetzt (inklusive hochkantigem Rauswurf aus dem Haus der Mutter). Die offizielle Facebook-Seite teilte sogar ein Verpackungsdesignkonzept, welches mittels zwei Schichten das „entblößen“ der Kämpferin auch noch haptisch ermöglicht hätte.

Mit dieser Kampagne wendet man sich natürlich bewusst der „straight white male gamer“ zwischen 14 und 30, welcher demografisch gesehen immer noch am breitesten vertreten ist. Der massive Einsatz von Fanservice soll an dieser Stelle auch nicht geleugnet werden: Immerhin hat lediglich die Gothic-Lolita eine Körbchengröße unter E – viele von ihnen sind nicht mal 16, freischaltbare Outfits unterlaufen sämtliche Fetisch-Klischees, die 3D-Nahaufnahmen und gewisse Marotten der Damen sind eindeutig platziert.

Senran Kagura Burst TV-Spots

Doch während das Gameplay durchaus versucht, seinen Spielumfang durch Brustumfang zu erweitern, wirken Fan-Elemente in den Dialogen weitaus authentischer, als es in einem Ecchi-Manga sein müsste, da sie sinnvoll in die Handlung integriert werden und oft nicht nur rein dem voyeuristischen Zweck dienen. So stellt sich die anfangs homo-erotisch anbiedernde Beziehung zweier Schülerinnen als Schuldgefühle Yagyuu’s gegenüber ihrer verstorbenen Schwester heraus, die sie an Hibari kompensieren möchte. Auch Harukas sadistische Ader und ihr Hang zur Puppenspielerei wurzeln in der Beziehung zu ihrer Mutter, die sie wie eine Puppe behandelt hat und zu ihrem Vater, der ihre Mutter kaltherzig betrogen hat.

Und obwohl die Kämpferinnen der vierten Wand oft tiefe Einblicke in ihre Sexualität gewähren, so werden sie in der Handlung von Senran Kagura: Burst nur selten als „schwache Frauen“ dargestellt. Männer kommen ohnehin kaum vor, einen Flirt mit einem Jungen weist Asuka bewusst zurück, da ihr Traum Shinobi zu werden zu gefährlich ist, um sich von einer Turtelei ablenken zu lassen. Auch Lehrmeister Kiriya weigert sich, als „starker Lehrmeister“ die Mädchen vor feindlichen Angriffen zu beschützen, da der einzige Weg sie dauerhaft vor Schaden zu bewahren nur durch hartes Training erreicht werden kann. Er kann ja nicht immer zur Stelle sein, um die Mädchen aus dem Schlamassel zu ziehen.

Tatsächlich sind die Frauen in diesem sexualisierten Gerangel weitaus stärkere Persönlichkeiten als in so manch anderem „USK 6“-Spiel. Das soll natürlich auch nicht heißen, dass man das Spiel für die Gleichberechtigung der Geschlechter feiern sollte, aber es wäre ein Fehler, es wegen der anstößigen Darstellung blindlings zu verurteilen.

7.0Wertung

Fazit

Wer auf Grund der halbnackten Frauenkörper fürchtete, auf ein Spiel für präpubertäre Teenager reinzufallen, hat sich geschnitten. Trotz des oberflächlichen “Sex Sells”-Marketings verbirgt sich hinter Senran Kagura Burst ein solides Kampfspiel, welches in kleinen Portion durchaus Spaß machen kann. Leider wurden die Missionsziele nicht abwechslungsreich genug gestaltet, um auch spielerisch länger an den 3DS zu fesseln. Dafür wurde die Rahmenhandlung mit so viel Liebe umgesetzt, dass es einen nicht verwundert, dass dem 3DS-Spiel bald eine Manga- und Fernseh-Umsetzung folgte.

Design
8.0
Sound
8.0
  • Rasantes Gameplay für Zwischendurch
  • Story vermittelt starkes Anime-Feeling
  • stimmige Grafik und Sound
  • Viele sammelbare Accesoires
  • Kein Multiplayer-Modus
  • Missionen auf Dauer eintönig
  • Nur Englischer Text mit japanischer Sprachausgabe

Vielen Dank an die Firma Marvelous AQL für die Bereitstellung des Codes.

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