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How to Survive

How to Survive

David

Noch nicht genug von schlurfenden Untoten in Film und Fernsehen? Dann könnte How to Survive das richtige für euch sein.
Gestrandet auf einer Inselkette müsste ihr euch mit allerhand selbst zusammen geschusterter Ausrüstung gegen Wiedergänger und andere üble Kreaturen zur Wehr setzen.
Und dann wäre da noch dieser seltsame Überlebende der scheinbar immer den richtigen Rat und die richtige Ausrüstung parat hat.

Ob sich der Titel so gut spielt wie er sich anhört, oder ob er ebenso wie die Gegner im Spiel eher blutleer ist könnt ihr in unserer Review zu How to Survive  erfahren.

How to Survive

WES

Entwickler
505 Games
Publisher
505 Games
Konsole
WES
Spieler
1–2 lokal
Freigabe
USK ab 18

Spätesten seit The Walking Dead haben Zombies Vampiren den Rang als “beliebteste“ Untote abgelaufen bzw. abgeschlurft. Das macht sich nicht nur in Filmen und Serien bemerkbar, sondern auch im Videospielsektor.
Mit How to Survive, kurz H2S, wollen auch die Publisher von 505 Games in diesem Bereich mitmischen. Hierzu nehme man etwas Gameplay von Diablo, storytechnisch etwas aus der Serie Lost und füge noch einige Zutaten wie zum Beispiel ein Craftingsystem und einige zwielichtige Charaktere hinzu.

Paradisische Zustände?

Während sich viele Wünschen auf einer entfernten und einsamen Insel mal so richtig auszuspannen, wären die Überlebenden in unserer Geschichte sicherlich gerne wo anders.
Zu Beginn wählt ihr einen von drei verschiedenen Charakteren. Diese unterscheiden sich im Aussehen und von ihren Grundwerten wie Gesundheit, Ausdauer etc. Diese Unterschiede sind allerdings nur marginal. Jeder der Charaktere verfügt außerdem über eine besondere Eigenschaft wie zum Beispiel Bonus-XP im Nachtkampf oder Fähigkeit ein Zielfernrohr herzustellen.
Alles in allem macht es also keinen wirklichen Unterschied welchen der Überlebenden ihr steuern wollt.
Nachdem ihr am Strand zu euch kommt, erfahrt ihr durch andere Überlebende bzw. am eigenen Leibe, dass diese und die Nachbarinseln sich ziemlich stark von friedlichen Urlaubsinseln unterscheiden. Es wimmelt dort nämlich von Zombies und anderen Kreaturen die nichts anderes wollen als das Fleisch von euren Knochen zu nagen.
Zunächst nur mit einem einfachen Knüppel ausgestattet macht ihr euch auf den Weg um eine Fluchtmöglichkeit von dieser Insel zu finden.
Dabei trefft ihr nicht nur auf andere Überlebende, die meist eurer Hilfe bedürfen und im Gegenzug wertvolle Gegenstände zur Verfügung stellen, sondern auch auf einen Herren namens Kovac.
Dieser kennt sich nicht nur hervorragend auf den Inseln aus, sondern verfügt auch über ein gewaltiges Wissen was den Umgang mit den untoten Kreaturen und das Überleben in einer solchen feindlichen Umgebung angeht.
Hierzu hat er sogar eigene Leitfäden geschrieben, die ihr nun überall auf den Inseln finden könnt. Darin stehen nützliche und praktische Ratschläge zum alltäglichen Umgang mit Zombies und anderen Gefahren die auf euch lauern.

Er rät euch auch die Affen die auf den Inseln sind zu besuchen und ihnen zu helfen, da sie durchaus nützliche Gegenstände für euch parat haben könnten.

Der schlimmste Feind...

Man könnte nun meinen, dass die fresssüchtigen Inselbewohner euer einziges Problem sind. Dem ist aber nicht so. Um zu überleben muss eure Charakter auch schlafen, essen und trinken.
Euren Durst könnt ihr an Brunnen stillen, oder aber wenn ihr passende Behältnisse gefunden habt auch unterwegs. Für den kleinen Hunger zwischendurch bietet die Insel ein reichhaltiges Angebot an Wurzeln und Früchten. Wer lieber etwas deftiges mag, der kann auch Wild jagen und dieses über einer Feuerstelle zubereiten. Der Gourmet kann solche Gerichte sogar noch mit zum Beispiel Pilzen verfeinern. Um nicht vor Erschöpfung umzufallen muss euer Überlebender auch ab und an schlafen. Dies kann er allerdings nur in speziellen Schutzräumen und diese müssen zunächst von der Untoten Brut gereinigt werden. Ist gerade kein Schutzraum in der Nähe gibt es auch Guaranawurzeln die ähnlich wie ein Energydrink wirken.
Vernachlässigt man die Bedürfnisse des Charakters, so hat dies direkte Folgen. Ein hungriger Überlebender hat kaum noch Kraft und schlägt dementsprechend schlaff zu. Wer nicht ausgeruht ist, der kann nur noch kurze Sprints hinlegen. Stark verletzte Charaktere hingegen können sich kaum noch und schon gar nicht mehr schnell vom Fleck bewegen. Dehydration führt zu massiven Problemen beim Zielen.

Seid ihr also gut genährt und ausgeschlafen, müsst ihr euch mit den Bewohnern der Insel herumschlagen. Diese treten in verschiedenen Formen auf. Es gibt zum Beispiel flinke Zombies die direkt auf euch einstürmen oder aufgequollene Kreaturen die in eurer Nähe explodieren. Manche sind auch verschieden gepanzert, so das es nötig ist den Helm vom Kopf zu schlagen oder zu schießen um sie erledigen zu können.
Bei Nacht wird die Insel auch noch von anderen Kreaturen bewohnt die sich hinterrücks an euch heranschleichen und attackieren.Zum Glück sind diese lichtscheu und dementsprechend nicht besonders gefährlich.
Für erledigte Gegner gibt es ganz klassisch Erfahrungspunkte. Sobald man davon genug hat, steigt man eine Stufe auf und kann den gewonnenen Erfahrungspunkt eintauschen.
In einem Fähigkeitenbaum kann der Überlebende dann weiter spezialisiert werden. So werden dort die Fähigkeiten mit Schusswaffen oder die Konstitution verbessert. Allerdings sind die Auswirkungen und die Auswahlmöglichkeiten auch hier ebenfalls stark beschränkt.

Auf die Ausrüstung kommt es an!

Wie euer Charakter schon nach kurzer Zeit feststellen wird, kommt man mit einem einfach Knüppel in einer so unwirtlichen Gegend nicht sonderlich weit. Ergo muss man sich Waffen und Schutzausrüstung organisieren. Manchen Gegenstände wie zum Beispiel Helme oder Schutzwesten lassen sich von erledigten Untoten ergattern. Andere hingegen müssen erst gebaut werden. Hierzu verfügt das Spiel über ein Craftingsystem. Mit Hilfe von “Rezepten“ und den entsprechenden Gegenständen lassen sich rudimentäre Waffen anfertigen. Angefangen von einfachen Bogen über die druckluftbetrieben Shotgun bis hin zur Kettensäge bietet die Insel genug Material zum Basteln. Auch eure Rüstung könnt ihr aufmotzen in dem Gegenstände kombiniert werden. So wird zum Beispiel von einem erlegten Tier das Fell erbeutet, in Streifen geschnitten und mit diesem Band in Kombination mit zerschnittenen Autoreifen ein paar einfache Beinschoner gebastelt.
Das klingt zunächst ganz gut macht allerdings auf Dauer wenig Spaß. Dies liegt nicht nur daran, dass man nicht im Detail sieht, was der Gegenstand denn nun genau bewirkt, sondern auch, dass man schnell bei dem bleibt was man hat. Wieso sollte ich meine Schrotflinte noch gegen etwas anderes eintauschen, wenn sie doch gut funktioniert und ich sowie so nicht weiß ob und wenn ja wie viel mehr Schaden sie anrichtet als zum Beispiel ein Bogen.

Technik

Optisch ist der Titel absolut zweckmäßig. Was jetzt nicht bedeutet, dass er unbedingt schlecht aussieht, aber es ist einfach zu wenig Leben auf dem Bildschirm. Wer dies nun als schlechten Scherz bezüglich der Untoten aufgefasst hat, der sei beruhigt, so war das nicht gemeint. Neben den schlurfenden Genossen und einigen Tieren wirkt die Umgebung trotz Umgebungseffekten doch oftmals sehr statisch. Dafür wird mit Splatter nicht gegeizt was sicherlich mit für die FSK 18 verantwortlich sein dürfte.
Die Soundkulisse bietet nichts besonderes und dümpelt im Hintergrund vor sich her. In vermeintlich brenzligen Situationen wechselt die Musik in einen hektischeren Modus. Dies führt aber im Endeffekt nur dazu, dass man schon vorgewarnt wird wenn um die Ecke eine Bedrohung lauert.
Die Sprachausgabe hingegen, wenn auch in englisch, ist sehr gelungen.
Spielt man alleine, so steuert man das Geschehen mit dem GamePad. Auf diesem sieht man auch direkt die Karte und das Ausrüstungsmenü. Im Koop-Modus steuert der zweite Spieler seinen Charakter mit dem ProController.
Leider wurde der Online-Koop bei der Wii U Version weggelassen. So ist es nur Möglich lokal zu zweit anzutreten. Das gute an diesem Mehrspielmodus ist, die Tatsache, dass man ihn jederzeit nutzen kann. Startet man also das Abenteuer alleine, kann der zweite Spieler zu jeder Zeit dazu stoßen und man muss nicht gemeinsam von vorne starten.

7.0Wertung

Fazit

How to Survive ist ein Titel der wirklich schwer zu bewerten ist. Auf der einen Seite hat der Titel wirklich viel zu bieten: verschiedene Charaktere, ein Craftingsystem, die Bedürfnisse des Charakters die gestillt werden müssen und nicht zu vergessen natürlich die Zombies. Dies scheinen auf den ersten Blick wirklich gute Zutaten zu sein. Leider verfügt aber keiner der genannten Aspekte über genügend Tiefgang um dem Spiel das gewisse Etwas zu verleihen. Vielmehr wird bei allem etwas an der Oberfläche gescharrt ohne das es genügend Relevanz im Spiel bekommt. Auch ist die Spieldauer im Storymodus mit 3-5 Stunden doch ziemlich knapp bemessen.
Mit etwas mehr Konsequenz in den oben genannten Punkten hätte H2S ein echten Highlight werden können. So handelt es sich um ein zwar durchaus spielenswertes aber doch eher durchschnittliches Survival-Abenteuer.

Design
7.0
Sound
7.0
Online Multiplayer
8.0
  • Kovac
  • tolles Setting
  • gute Ansätze...
  • .. leider nicht konsequent verfolgt
  • ziemlich kurz
  • schwankende Schwierigkeit

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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