
Inazuma Eleven
Anfang 2011 wurde der erste Teil von Inazuma Eleven in Europa
veröffentlicht. Mittlerweile wurde die Trilogie ja komplettiert – Grund
für Level-5, den ersten Teil nochmals in einer etwas verbesserten
Version für den 3DS eShop zu veröffentlichen. Lohnt sich aber ein Kauf,
wenn man bereits die DS-Version besitzt?
Ihr erfahrt es in unserem Test zu Inazuma Eleven für den 3DS eShop.
Wie sich übrigens das Ende der Trilogie spielt, könnt ihr demnächst in unserem Review zu Inazuma Eleven 3: Team Oger greift an! nachlesen.

Inazuma Eleven
NDS
- Genre
- Action-Adventure
- Serie
- Inazuma Eleven
- Entwickler
- Level-5
- Publisher
- Nintendo
- Spieler
- 1–4 lokal
- Freigabe
USK ab 6
Anfang 2011 wurde der erste Teil von Inazuma Eleven in Europa veröffentlicht. Mittlerweile wurde die Trilogie ja komplettiert – Grund für Level-5, den ersten Teil nochmals in einer etwas verbesserten Version für den 3DS eShop zu veröffentlichen. Lohnt sich aber ein Kauf, wenn man bereits die DS-Version besitzt?
Anpfiff
Das Game startet gleich mit einem tollen Intro, ganz im Zeichen des bekannten Anime-Stils. Passend dazu gibt es den original Titelsong. Wie auch in vielen anderen Animes zum Thema-Fußball (Kickers, Superkickers, …) sind die Hauptcharaktere ein junger Torhüter namens Mark Evans und der Stürmerstar Axel Blaze.
So erlebt man die Erlebnisse der Serie hautnah. Erst einmal im Klubhaus der Royal Academy angekommen, folgt sogleich das Kennenlernen mit den neuen Teamkameraden. Leider sind diese alles andere als motiviert. Erstens fehlen noch Spieler, um überhaupt ein Fußballspiel bestreiten zu können, zweitens steht der Klub kurz vor der Auflösung. Mark Evans Großvater war einst einer der größten Torhüter Japans und auch er möchte dieses große Ziel erreichen. So schlüpft man in die Rolle des Jungprofis und versucht alles, das Team zu retten. Leider ist das keine leichte Aufgabe, denn alle anderen Mitglieder haben den Kopf eher bei Videospielen oder anderen Dingen. Nun steht auch noch das Spiel gegen die aktuellen Champions an, welches über die Zukunft des Teams entscheidet…
Nur nicht aufgeben…
… ist auch das Motto deines Spielegos. Als Mannschaftskapitän muss man sich nun vielen kleinen Problemchen stellen. So geht die Suche nach vier weiteren Teamkameraden los. Diese sollten natürlich talentiert sein und auch noch Zeit für das Training haben. Wie es das Schicksal so will, besucht seit ein paar Tagen auch der Stürmerstar Axel Blaze die Royal Academy. Leider will der vorerst vom Fußball nichts mehr wissen und keiner weiß warum. In perfekter RPG-Manier streunt man nun durch das gesamte Areal, unterhält sich mit Leuten (auf dem 3DS leider nur in englischer Sprache), erwirbt Items oder bestreitet eine Partie Fußball (dazu später). Anfangs nimmt der Story-Teil einen großen Part ein, wird aber an keiner Stelle langweilig.
Aufgrund guter In-Game-Tutorials findet man sich im Laufe der Geschichte immer besser zurecht. Gameplaytechnisch recht schnell erklärt, steuert man das Spiel à la „Dragon Quest IX“ mittels Stylus. Je länger die Touchbewegung gezogen wird, desto schneller läuft der Charakter. Oder ihr entscheidet euch für die herkömmliche Tastenvariante. Die Steuerung wirkt so oder so sehr flüssig und funktioniert wunderbar.
Endlich auf dem Platz
Durchstreift man nun das Schulgelände, so tauchen immer wieder spielhungrige Gegner auf, die es zu besiegen gilt. Ziele dieser Begegnungen sind beispielsweise „Erobern sie den Ball“, „Schießen Sie als erstes ein Tor“ oder „Halten Sie den Ball in den eigenen Reihen“. Hier handelt es sich aber nur um 4-gegen-4-Begegnungen. Gewinnt man diese Duelle, erhält man Erfahrungspunkte. So steigen dann auch die Fähigkeiten und hin und wieder erlernt man neue Spezialattacken. Wie in jedem anderen RPG gibt es auch Items, die hier sehr eng an den Fußballsport geknüpft sind. Der Weg geht weg von „Aufputschern/Dopingmittel“ wie beispielsweise Gegengift und Heilkraut, hin zu Mineralwasser. Neben dem individuellen Training ist auch die Teamzusammensetzung ein wichtiger Punkt. Insgesamt lassen sich um die 1000 Spieler anwerben und ins Team holen. Jeder dieser besitzt über eigene Fähigkeiten und somit hat man sehr viel Freiraum, um die für sich beste Mannschaft zu finden.
Interessant wird es dann, wenn man das erste Mal mit elf Mann auf dem Spielfeld steht. Auch hier ist das Gameplay sehr simpel gehalten, wobei etwas gewöhnungsbedürftig. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn man hier auf Spiele wie „FIFA“ zurückgeblickt hätte und gameplaymäßig etwas übernommen hätte. Doch bei „Inazuma Eleven“ läuft alles ganz anders ab. Die Spieler werden nicht direkt am Feld gesteuert, sondern man erteilt ihnen lediglich Befehle per Stylus. Laufwege werden angegeben, indem man auf dem Touchscreen eine passende Linie zieht. Das Passspiel funktioniert so, dass eine Stelle am Platz angetippt wird, wo der Ball hin soll. Ein Torschuss ist natürlich nur dann möglich, wenn man sich in der Nähe des Kastens aufhält und ihn für die besagte Aktion erreichen kann. Während der Partie lassen sich auch Spezialattacken (zB Feuerdribbling) einsetzen und somit erhöht sich die Chance auf einen Treffer oder eine passable Abwehr (zB mit Blitz-Stibitzer). Jede dieser Aktionen kostet aber TP (Teamgeist-Punkte), welche sich während eines Spiels nicht regenerieren. Daher sollten diese gezielt eingesetzt werden.
Kann ich jetzt nur laufen und schießen??
Nein, auch die Ballabnahme ist natürlich möglich. Kreuzen sich die Wege mit einem gegnerischen Spieler, so lassen sich einzelne Aktionen wie Grätsche, den Ball durchlassen usw. auswählen. Insgesamt ist sehr viel Geschick gefragt, um die richtige „Spieltaktik“ zu wählen. Ist man eher der Draufgänger, der sich den Ball so schnell wie möglich unter den Nagel reißen möchte oder doch jener, der lieber zuerst ein paar Gegner umgeht und dann angreift? Ein weiterer Punkt auf dem Spielfeld ist das „Elemente-System“. Jeder eurer Spieler ist einem von vier Elementen zugeordnet. Bei einem Zusammenstoß entscheidet es sich oft, ob jenes deines Spielegos, dem des Gegner überlegen ist oder nicht. So hat man einmal einen Vorteil, beim anderen Mal wieder einen Nachteil. Natürlich gibt es auch welche, die sich neutral zueinander verhalten. Sind mehrere Spieler an einer Situation beteiligt, so kann es auch zu einer Doppel- oder Dreifach-Situation kommen. Dies kann unter anderem dann nützlich sein, wenn zwei der eigenen Kameraden das gleiche Element besitzen. So gewinnt man auch Duelle gegen überlegene Gegner. Was sich jetzt total kompliziert anhört, ist im Grunde nicht all zu schwer. Nach kurzer Eingewöhnung, hat man es relativ rasch durchschaut.
Ein weiteres „limitiertes“ Feature ist die „Heiße Phase“. Einmal pro Match lässt sich der eigenen Mannschaft ein Vorteil in Form eines „Power Boosts“ verschaffen. Ein Minuspunkt im „Matchteil“ ist sicherlich die Hektik die entsteht. Immerhin heißt es elf Spieler im Auge zu behalten und die passenden Aktionen zu wählen. Hier wird es oft stressig und ein gezielter Spielzug ist meist nur ein Zufallsprodukt. Neu ist nun, dass jedes Mal, wenn ihr Aktionen wie eine Ballabnahme oder einen Torschuss ausführt, ihr die Sequenz nun in tollem 3D angezeigt bekommt.
Nur die Punkte zählen
Nach gewonnen Spielen oder bestimmten Ereignissen (zB das Öffnen einer Truhe) erhält man Elan-, Teamgeist- und/oder die bereits erwähnten Erfahrungspunkte. Verliert man hingegen eine Partie, so können auch wieder welche abgezogen werden. Zusätzlich lassen sich die Teammitglieder dadurch aufwerten, indem Blitz-Symbole eingesammelt werden, die überall in der „Spielwelt“ verteilt sind. So kann man bestimmte Attribute gezielt aufleveln, kostet aber Elan-Punkte.
Mittels der Teamgeist-Punkte erhöht sich auch die Chance, neue Spieler anzuwerben. Wie bereits erwähnt gibt es über 1000 Möglichkeiten. Diese ergeben sich aus Gesprächen und Kontakten oder man lässt sie über die Team-Managerin (erscheint etwas später im Spiel) anwerben. Doch aufgepasst, maximal passen 100 Kicker in den Kader!
Unterschiede zur DS-Version.
Wie wir es aus der Serie gewohnt sind, sind die Animationen und die kurzen Filmeinlagen sehr gut gelungen. Obwohl die Figuren in 2D gehalten sind, durchstreift man optisch schöne 3D-Areale. Die Bildqualität wurde etwas an den 3DS angepasst und wie schon erwähnt, bestechen die Sequenzen der „Heißen Phase“ nun mit einem tollen 3D-Effekt. Leider negativ anzumerken ist, dass – im Gegensatz zur DS-Version - die deutsche Synchronisation komplett gestrichen wurde und nur die englische Sprachausgabe möglich ist.
Fazit
Lohnt sich nun ein neuerlicher Kauf des Spiels? Schwer zu sagen. Das Spiel hat natürlich nichts an seinem Charme verloren. Kennt ihr die Serie noch nicht, ist es ein guter Einstieg. Auch der Preis ist für einen Vollpreistitel relativ gering (17,99 Euro). Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass sich - bis auf die Anpassung an den Nintendo 3DS und dem 3D-Effekt - bei Spezialattacken nichts geändert hat. Noch dazu wird völlig auf die deutsche Sprachausgabe verzichtet. Wen dies nicht stört, der macht mit einem Kauf sicherlich nichts falsch.
- langer Spielspaß
- über 1000 Charaktere
- 3D-Effekt bei Spezialattacken
- innovatives Gameplay
- spiel komplett in Englisch
- chaotischer „Match-Part“
- teils etwas zu simpel
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


