
Sonic & All-Stars Racing Transformed
Sega hat im Rahmen der Geschäftszahlen zum 3. Quartal des laufenden Jahres bekannt gegeben, das sich Sonic & All Stars Racing Transformed bisher weltweit 930.000 Mal verkaufen konnte. Der Titel wurde für Wii U, Nintendo 3DS, XBox 360, PS3 und PS Vita veröffentlicht.
Wer bisher noch nicht in den Genuss des Spiels gekommen ist, kann sich in unserem Test zu Sonic & All STars Racing Transformed von der Qualität des Titels überzeugen.

Sonic & All-Stars Racing Transformed
WIIU
- Genre
- Racer
- Serie
- Sonic the Hedgehog
- Entwickler
- Sega
- Publisher
- Sega
Rennen der Superlative
Sonic & All Stars Racing Transformed ist der Nachfolger des 2011 erschienenen Erstlings, der allerdings noch Sonic & Sega All Stars Racing hieß. Im Nachfolger tretet ihr wieder mit 24 Charakteren aus dem Sega Universum an. Hier erwarten euch bekannte Größen wie etwa Alex Kidd, Nights, Shadow the Hedgehog, Tales und natürlich Sonic. Auf insgesamt 25 Strecken und Arenen tretet ihr gegeneinander an, um herauszufinden, wer der Beste ist. Darunter befinden sich Kurse die Serien wie Nights, House of the Dead, Panzer Dragoon, After Burner oder natürlich Sonic nachempfunden wurden. Mit den gespiegelten Kursen bringt es das Spiel dann auch auf 45 Strecken.
Die größte Neuerung ist, wie der Name schon sagt, die Möglichkeit euer Gefährt zu transformieren. Hier stehen euch das allseits bekannte Kart, das Boot und der Flieger zur Verfügung. Diese sind aber nicht einzeln anwählbar wie etwa in Diddy Kong Racing (N64), denn die Strecken sind so ausgelegt, das im Rennen automatisch transformiert wird, wenn ihr diverse Transform-Ringe durchquert. Doch nicht immer ist das zwingend, den auf manchen Strecken kann man auch beim Kart bleiben, oder wählen, ob man den Ring für das Boot nimmt oder den Flieger. Dabei lässt sich natürlich jedes Gefährt anders steuern, wobei der Flieger oder das Boot sich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig steuern lassen. Auch gibt es die Möglichkeit sein Charakter und dessen Fähigkeiten hochzuleveln, um etwa an Schnelligkeit zu gewinnen oder das Fahrverhalten zu verbessern. Je länger ihr mit einer Figur fahrt, desto mehr Erfahrungspunkte bekommt der Held. Habt ihr eine Bestimmte Punktzahl erreicht, steigt ihr ein Level nach oben.
Im Spiel selbst gibt es diverse Items wie einen Boost, eine Drohne oder einen Wirbelsturm die eingesetzt werde können, um Gegner am Gewinnen zu hindern. Noch größeres Übel kann man mit einem Schwarm Bienen erreichen, worüber sich der Führende Charakter sicher nicht freuen wird. Diese erhaltet ihr per Zufallsprinzip, nachdem ihr einen „?-Container“ aufgesammelt habt. Auf den Strecken selbst gibt es diverse Abkürzungen, was in höheren Schwierigkeitsgraden durchaus von Vorteil sein kann, wenn man diese benutzt.
Starcoins, die auf den Strecken verteilt sind, geben euch die Möglichkeit vor jedem Rennen eine Slot-Maschine zu betätigen, um diverse Items für das darauf folgende Rennen zu erhalten. So werden unter Anderem Schäden verringert, Gegenstände, die man gleich beim Start benutzen kann oder aber ihr bekommt pro Runde ein Item dazu, welches ihr sofort erhaltet, ohne „?-Container“ aufzusammeln. Das wirkungsvollste Item ist aber der Allstar, welcher die Geschwindigkeit erhöht und mit einem Special Move aufwarten kann, um sich weiter nach vorn zu arbeiten. So zum Beispiel streckt das Gefährt von Alex Kidd die Fäuste dabei aus, wie man es von den Boss-Kämpfen Ala Stein, Schere, Papier, von seinen früheren Spielen kennt. Welche Möglichkeiten euch Sonic & All Stars Racing bieten, werden wir nachfolgend etwas näher erläutern. „Welttour“ In dieser stehen euch einzelne Ereignisse zur Wahl, welche nacheinander freigeschaltet werden müssen, um im Spiel voranzukommen. Dafür werden Sterne benötigt, welche ihr nach erfolgreicher Beendigung der Missionen erhaltet. Gelingt dies im Schwierigkeitsgrad easy, gibt es 1 Stern, für den mittleren gibt es 2, und wenn eine Mission auf schwer erfolgreich beendet wurde, gibt es ganze 3 Sterne. Die einzelnen Ereignisse finden einmal als Rennen gegen 9 andere Charaktere statt, der Erste, der im Ziel angelangt bekommt 10 Punkte, der 5. erhält 6 Punkte und der letzte 1 Punkt. Das Gleiche gibt es auch noch in der Variante Kampf, in der 5 Charaktere gegeneinander antreten und sich abschießen müssen, der Letzte, der übrig bleibt, gewinnt das Event. Gelingt es nicht, alle anderen abzuschießen, so gilt es, wenigstens als Erster nach 3 Runden ins Ziel zu kommen.
Neben diesen gibt es noch die Ring-Rennen, in denen ihr durch eine bestimmte Anzahl von Checkpoints fliegen müsst, um dieses zu beenden. Dies geht allerdings nicht einfach so, es gibt ein relativ enges Zeitlimit, je nachdem welcher Schwierigkeitsgrad vorher gewählt wurde. Hierbei durchfliegt man einzelne Ringe, die durchs Level führen bis hin zu den Checkpoints, die es zu Erreichen gilt. Vergesst ihr allerdings einen Ring, gibt es eine Zeitstrafe und die verbleibende Zeit verringert sich, sodass es sehr schwer wird, mit verfehlten Ringen den Sieg zu holen. Außerdem gibt es noch die Drift-Herausforderungen, in denen man über vorgegebene Markierungen driften muss, um einen Zeitbonus zu bekommen. Gelingt das nur zum Teil, kann es knapp werden das Ziel zu erreichen, denn je nachdem, für welchen Schwierigkeitsgrad man sich entscheidet, ändert sich auch die Breite der Markierungen und demzufolge wird es auch schwerer diese 100 prozentig zu treffen.
Je weiter ihr voranschreitet, desto mehr Sterne werden für das öffnen von neuen Ereignissen benötigt. Im Verlauf der Welttour können neue Charaktere oder Kits freigeschaltet werden, welche euer Fahrerlevel gehörig verbessern. Doch dies geht auch nur, wenn genügend Sterne gesammelt wurden. Erreicht ihr die benötigte Anzahl an Sternen für diverser Boni nicht, bleibt euch der Zugriff darauf verwehrt.
Schön wäre gewesen, wenn die Welttour in der Art von Diddy Kong Racing gestaltet worden wäre. Man hätte diesen vielleicht mit Story-Sequenzen verfeinern können, damit etwas mehr Atmosphäre in diesen Modus gekommen wäre. So gibt es nur eine Art Karte, die bestimmte Wege öffnet, wenn man genügend Sterne dafür hat. Eine Art Story-Modus wäre hier sicherlich die bessere Wahl gewesen, denn so wirkt die simple „Karte“ in Sonic & All Stars Racing etwas fad und monoton. „Grand Prix“ Dieser ist in 5 verschiedene Cups unterteilt, in jedem davon gibt es 4 verschiedene Strecken. In diesen gilt es, je nach Schwierigkeitsgrad unter die ersten 3 Plätze zu kommen. Hier werden nicht nur die Fahrer schneller und besser, nein im schweren Modus muss man sogar zwingend Erster werden, um den Cup gewinnen zu können. Auch hier gibt es wie bei der Welttour schon erwähnt für den besten Fahrer die meisten Punkte und für den schlechtesten die wenigsten. Habt ihr alle erfolgreich beendet, wird der Spiegelmodus freigeschaltet. Doch auch hier könnt ihr nicht willkürlich jeden Cup einzeln anwählen, denn erst wenn ein Cup erfolgreich gemeistert wurde, öffnet sich der nächste.
Zu dem gibt es noch die Varianten "einzelnes Rennen", in der ihr euch auf beliebig ausgewählten Strecken die Zeit vertreiben, oder aber euer fahrerisches Können im Modus „Gegen die Zeit“ beweisen könnt.
Online-Gaming
Neben dem Singelplayer gibt es in „Transformed“ auch einen Online-Modus. In diesem stehen die Varianten „Rennen“, „Arena“ sowie „Zufall“ zur Wahl. Im Rennen tretet ihr gegen bis zu 10 Spieler in Online-Duellen an. Dabei kommt ihr in eine zufällige Lobby, wenn der Modus gestartet wurde. Dort könnt ihr euch für einen Fahrer entscheiden, sobald mindestens 2 Spieler beigetreten sind, startet der Countdown und das Spiel kann beginnen. Je nachdem wie viele Mitspieler in dem Rennen fahren, desto unterschiedlicher fällt auch die Wertung samt Erfahrungspunkte aus. Gewinnt oder platziert man sich als Anfänger mit einem niedrigen Level vor Spielern mit deutlich höheren Erfahrungspunkten, bekommt man eine höhere Wertung, als wenn man nur ins Mittelfeld gelangt. Genauso ist es auch umgekehrt, denn verliert man als bester Spieler ein Rennen gegen unerfahrenere Spieler, so bekommt man einen ziemlich drastischen Punkteabzug. Nach einem Rennen haben dann sämtliche Spieler die Wahl, eine aus 3 Strecken für die nächste Runde zu wählen. Der Kurs mit den meisten Stimmen gewinnt, sollte es ein unentschieden geben, wird per Zufall zwischen diesen entschieden.
Auch in der Arena können bis zu 10 Spieler gegeneinander antreten. Hierbei handelt es sich aber nicht um Rennen, sondern um Areale, in denen man versucht den oder die gegnerischen Spieler abzuschießen. Der Spieler, der dabei zuletzt übrig bleibt, gewinnt die Runde. Im Zufalls-Modus entscheidet quasi der Computer, ob ihr im Rennen oder der Arena antretet.
Leider steckt auch im Online-Modus das größte Manko, denn dieser kämpft mit einigen Problemen. Das größte Problem scheinen aber die Server von Sega zu sein. Nach einigen Kommunikationen mit Usern, die das Spiel auch haben, ergab sich, dass nicht nur wir dieses Problem hatten. Denn es scheint eine Glückssache zu sein auf die Server zu kommen. Teilweise dauert es ewig bis man auf diese Zugreifen kann. Ist man dann einmal drauf, kann es vorkommen, das es wiederum länger dauert, bis Spiele gefunden werden oder es lädt sich tot. Ein anderes Problem ist, das Spieler, die mit ihren Platzierungen nicht zufrieden sind einfach so das Rennen verlassen können, ohne das es dafür Punktabzug gibt. Das ist sehr ärgerlich wenn man Erster ist, die Spieler das Rennen verlassen und man keine Punkte bekommt, weil das Rennen deswegen abgebrochen wird.
Auch gibt es Bugs, welche sich darin zeigen, dass die Anzeige, sei es die Platzierung, die aktuelle Runde oder Items nicht korrekt funktioniert. So zum Beispiel wenn man ein Boost Item aufgesammelt hat, und dieser kurz danach wieder verschwunden ist, ohne ihn überhaupt eingesetzt zu haben. Der größte Bug, der uns beim Testen auffiel, war allerdings folgender: Wir befanden uns auf der Strecke von Panzer Dragoon, in der wir fast die ganze Zeit führten und mit über 10 Sekunden Vorsprung das Ziel in der 3. und letzten Runde durchquerten.
Doch das Rennen war für uns damit nicht etwa beendet, wie es eigentlich sein sollte, nein, es lief weiter und es wurde auf einmal Runde 2 angezeigt. Die nachfolgenden Spieler führen ins Ziel und es lief das Zeitlimit von 30 Sekunden ab, um noch ins Ziel zu gelangen. Leider war dies nicht möglich, 2 Runden in 30 Sekunden zu meistern und wir wurden disqualifiziert. Es gab eine ganze Menge Punktabzug, die anderen Fahrer werden sich sicherlich über ihre Zusatzpunkte gefreut haben. Trotzdem ist es traurig, das solche herben Fehler durch die Qualitätskontrolle gekommen sind. Hier sollte Sega schnellstens einen Patch bringen, um diese zu beheben.
Neben diesem gibt es noch die Möglichkeit lokal gegen eure Freunde auf einem Splitscreen zu spielen. Hier gibt es aber auch noch einen Online-Modus, in dem ihr gegen Freunde in den Modi Rennen, Arena, Kampf, Fang den Chao und Turbo austoben.
Einen exklusiven Zusatz bietet die Wii U Version mit dem Minispiel Monkey Ball und dem Shinobi-Modus, welche aber doch etwas unausgereift und aufgesetzt wirken. Da hat man wohl etwas Wii U-Exclusives machen wollen, was schnell gehen musste, was man letztendlich auch sieht. Dies ist aber nicht so tragisch, denn das ist nur ein kleiner Zusatz und muss nicht zwingend gespielt werden.
Präsentation und Technik
Grafisch macht Sonic & All Stars Racing einiges her. So sind fast alle der Strecken und Arenen mit viel Liebe programmiert worden. Diese fangen allesamt die tolle Atmosphäre der Spielserien von Sega ein und lassen einen an die guten alten Zeiten Erinnern. Besonders die Strecken aus den Serien Nights, After Burner, Panzer Dragoon, Out Run, Monkey Ball und Sonic fallen hier sehr Positiv auf, so detailreich und wunderschön wurden diese gestaltet. So rast ihr etwa im After Burner Areal über ein Flugzeugträger, durchstreift wie ein Kampfjet die Lüfte oder braust mit dem Boot über die Weiten des Meers. Und das ist bei den anderen Strecken genauso genial, wie man fast sagen möchte. Einen derartigen Abwechslungsreichtum bei einem Fun-Racer erlebt man nur selten.
Doch nicht nur die Strecken, auch die einzelnen Charaktere und fahrbaren Untersätze sehen sehr gut aus und auch die musikalische Untermalung ist den Entwicklern sehr gut gelungen. So vernimmt man wunderschön klingende Melodien aus betagten Sega Spielen, wie etwa Panzer Dragoon, After Burner, Skies of Arkadia oder Goldenaxe, welche den Spieler ins Schwärmen geraten lassen. Beim Klang dieser Melodien würde man sich am liebsten neue Spiele der genannten Serien wünschen.
Nicht ganz so positiv fiel dagegen der deutsche Kommentar auf, der auch schon auch aus anderen Spielen wie etwa dem Vorgänger oder den Mario und Sonic Olympic Spielen bekannt ist. Dieser ist zwar diesmal nicht ganz so extrem nervig wie noch bei den Olympic Games, aber dennoch wird der Spieler die Lautstärke dessen etwas herunter schrauben. Eine ganz lustige Sache dabei ist, das dieser sich mit Aussagen wie „tu das nicht, das ist mein einziger Job“ oder Ähnlichen beschwert, wenn man dies tut. Schraubt man die Lautstärke seiner Stimme allerdings nach oben, freut er sich und gibt Kommentare wie „ich wusste schon immer das meine Stimme gut klingt“ von sich. Eine ganz witzige Idee an sich. Wer auf die deutsche Stimme verzichten will, kann auch die original Englische nehmen, wenn er die Sprache in den Wii U Systemeinstellungen umstellt.
Steuerungsmöglichkeiten
Hier stehen euch eine ganze Menge an Varianten zur Verfügung. Angefangen vom Gamepad, dem Pro Controller, dem Wii Classic Controller, der Wiimote oder Wiimote mit Nunchuk. Dabei funktionieren alle Steuerungsmöglichkeiten sehr gut, am besten geht dies allerdings mit dem Pro Controller oder dem Gamepad, wenn man das Spiel nur auf diesem Spielen will. So kann man auch mal eine gepflegte Runde drehen, wenn man schon im Bett liegt. Spezielle Steuerungsmöglichkeiten die auf das Gamepad ausgelegt sind, gibt es allerdings nicht. Allein eine Strecken-Karte oder Waffen-Kamera wird darauf angezeigt, ebenso wie ein Rückspiegel.
Fazit
Sonic & All Stars Racing ist ein tolles Spiel mit einem grandiosen Fahrgefühl. Die Transformation vom Kart zum Boot oder Flieger verleihen dem Gameplay einen gehörigen Schuss Abwechslung. Dabei ist das Streckendesign so was von abwechslungsreich und genial, wie man es selten in so einem Spiel gesehen hat. Sei es im Kart, Boot oder im Flieger, alle Parts der Strecke wirken äußerst ausgeklügelt. Die einzelnen Strecken und Areale sind dabei mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurden, ebenso die musikalische Untermalung und Sprachsamples der einzelnen Charaktere.
Einzig der deutsche Kommentar und die Probleme im Online-Modus fallen etwas negativ auf. Wer einen Fun Racer der obersten Liga sucht, ist mit Sonic & All Stars Racing bestens bedient. Insgesamt gesehen trotz angesprochener Mängel ein grandioses Spiel, das besser ist wie das letzte Mario Kart für Wii. Hier muss Nintendo gewaltig nachlegen, um Sonic Racing Transformed zu überbieten.
- sehr schöne Grafik
- klasse Musikuntermalung
- geniales Streckendesign
- Umfang
- deutscher Kommentar
- Bugs im Online-Modus


