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Maß Effect 3 - Special Edition

Maß Effect 3 - Special Edition

Tommy

Es ist schon schon fast 1 Jahr her, dass Maß Effect 3 - Special Edition zum Launch der Wii U erschienen ist. Da wir dieses Spiel aber nicht einfach so unbeachtet an uns vorbeiziehen lassen wollten, haben wir uns den Titel einmal zur Brust genommen. 

In unserem Test wollen wir herausfinden, ob sich ein Kauf des nun doch schon etwas betagteren Titels noch lohnt oder man diesen getrost im Regal stehen lassen kann.

Zum Maß Effect 3 - Special Edition Testbericht.

Maß Effect 3 - Special Edition

WIIU

Entwickler
EA
Publisher
EA
Konsole
WIIU
Spieler
1–5 lokal
Freigabe
USK ab 16

Der Zerstörungszyklus naht...

Wer gedacht hat, dass BioWare Commander Shepard in den wohlverdienten Ruhestand schickt, der wurde mit dem dritten Teil der Saga eines besseren belehrt. Nachdem sie zunächst zurück gedrängt wurde, dringen die Reaper nun mit aller Macht in die Galaxie ein um alles höher entwickelte organische Leben auszulöschen und den sogenannten Zyklus zu beenden. Es ist nun an genau diesen Spezies sich zusammenzuschließen und die Bedrohung abzuwehren. Nur wie es im Leben so ist, braut lieber jeder sein eigenes Süppchen, wähnt sich gar in Sicherheit oder verfolgt Pläne die weit abseits der allgemein gültigen Ethik sind.

Der dritte Teil baut auf den ersten beiden Teilen auf und schließt die sogenannte Reaper-Trilogie ab. Wer die ersten beiden Teile nicht gespielt hat, hat die Option, dies in Maß Effect 3-Special Edition für Wii U, mittels eines ca. 20 minütigen, interaktiven Comics nachzuholen. Hier hat man die Möglichkeit, in den knapp zusammengefassten Ereignissen selbst zu wählen, für welche Seite ihr euch entscheidet, ob ihr den guten oder bösen spielen wollt. Auch andere Entscheidungen können gefällt werden. Leider ist dies nicht grad die interessanteste Variante das Geschehen der beiden Vorgänger zu erzählen, aber Wii U-Besitzer haben keine andere Wahl - können das Spiel aber auch ohne diesen Comic starten.

Zu Beginn des eigentlichen Spiels könnt ihr euch für einen Protagonisten entscheiden. Soll er männlich oder weiblich sein, wie soll diese Person aussehen und welchen Vornamen soll dieser haben? Nun, all das könnt ihr entscheiden oder auch selbst euren Helden erstellen. Maß Effect 3 bietet drei stark voneinander abweichende Spielmodi an, welche das Spielgefühl grundlegend beeinflussen. So ist der „Rollenspielmodus“ größtenteils dem Spielprinzip der Vorgänger treu geblieben, im „Actionmodus“ entfällt hingegen die Option, Antwortmöglichkeiten während der Dialoge zu wählen und rückt die Kämpfe damit deutlicher in den Vordergrund. Hingegen bietet der "Storymodus" sämtliche Handlungsoptionen sowie Entscheidungsfreiheiten für den Spieler, reduziert dafür aber den Schwierigkeitsgrad der Kämpfe enorm. Hier dürfte es wohl für jeden Spieler die passende Auswahl geben.

Habt ihr dies getan, beginnt das Spiel mit einer Einführungsmission, welche Shepard auf den Mars führt, in dessen Forschungslager er Liara T´Soni vor den Angriffen einer Cerberus-Spezialeinheit bewahren soll. Ist dies gelungen, bekommt ihr einen Platz als Commander auf dem Raumgleiter Normandy, mit dessen Hilfe ihr auf die unterschiedlichsten Planeten, gar zu den weit entfernten Galaxien reisen könnt, um verbündete im Kampf gegen die Reaper zu finden. Dabei verschlägt es euch in unterirdische Höhlen, vermisste oder evakuierte Raumstationen, Labore sowie fremde Planeten auf denen ihr vielerlei Missionen erfüllen müsst bzw. könnt. So gilt es verschollene Wissenschaftlern aufzuspüren und sie ggf. aus den Fängen des Gegners zu befreien, verschleppte Generäle zu retten, Medizin für Verwundete zu besorgen oder Artefakte zu bergen. Dies alles hilft euch später auch indirekt in eurem Kampf um die Galaxie und die Rettung der Erde. Es gibt eine Galaktische Bereitschaftswertung, die es zu füllen gilt, um möglichst viel Unterstützung für den Endkampf zu erhalten. Dies Geschieht in dem man Verbündete findet, den unterschiedlichsten Personen hilft, Gefangene befreit oder andere Aufgaben und Missionen erfüllt.

Entscheidungsfreiheit

Diese hat man wahrlich in Maß Effect 3. Hier kann man nämlich großzügig zwischen den unterschiedlichsten Entscheidungen wählen, vorausgesetzt man hat den Storybasierenden Modus gewählt. In diesem bekommt man sämtliche Entscheidungsfreiheiten, sei es um zu wählen ob man Personen in Not retten oder sie lieber ihrem Schicksal überlassen will, entscheidet ob man seinem Gegenüber freundlich oder feindlich Gesinnt ist, neue Verbündete mit einer größeren und stärkeren Streitkraft wählt und dafür einer anderen verbündeten Rasse in den Rücken fällt. Auch könnt ihr Befehle geben, um unbequeme Personen Liquidieren zu lassen. Man kann stets in den Dialogen entscheiden, ob ihr eher ein freundlicher, mitfühlender Commander oder ein knallharter Vorgesetzter seid, der keinerlei Schwäche duldet. Diese Entscheidungen verändern auch das Spiel und das weitere Verhalten der anderen Personen. Zeigt ihr euch verständlich, bekommt ihr das ein oder andere interessante über die unterschiedlichsten Personen sowie dessen Hintergrundgeschichten heraus oder könnt sogar eine kleine Liebesgeschichte anbändeln.

Waffen und Upgrades

Im Spiel könnt ihr sowohl euren Helden als auch die unterschiedlichsten Waffen modifizieren und upgraden. Sei es eine bessere Legierung, ein größeres Magazin, höhere Durchschlagskraft, genauere Visiere oder höhere Schussrate. Hier dürfte wohl für jeden, der an so etwas Gefallen findet etwas dabei sein. Dabei werden die Waffen in 5 unterschiedliche Kategorien eingeteilt: Maschinenpistolen, Schrotflinten, Schwere Pistolen, Präzisionsgewehre sowie Sturmgewehre. Insgesamt gibt es über 30 unterschiedliche Waffen von den unterschiedlichsten Rassen und Völkern.

Multiplayer

Will man an diesem teilhaben, muss man über einen Origin-Account von EA verfügen. Nicht jeder Spieler wird dazu bereit sein. Hier kann man zwischen einer Art Online-Koop-Modus, in dem man mit bis zu 4 Mitspielern gegen eine ganze Welle von Gegnern antreten kann, sowie dem „Galaxie at War“- Modus wählen. Mit Letzterem kann man die Galaxie-Bereitschaft von 50% bis auf 100 % heben und somit seinen Erfahrungswert um 5% heben oder mit Hilfe einer Beförderung auf einen höheren Rang einen neuen Kriegsaktivposten der Solo-Kampagne hinzufügen.

Technische Präsentation

Grafisch kann Maß Effect 3 durchaus überzeugen. Die einzelnen Gebiete wirken detailliert, ausgearbeitet und steuern viel zur genialen Atmosphäre des Spiels bei. Sei es auf dem Mond, verlassenen Raumstationen, auf fremden Planeten oder der Citadel. So gut wie jedes Gebiet oder Umgebung passt sehr gut ins Geschehen und wirkt realistisch. Details wie gelungene Licht-, und Schatteneffekte, glänzende Objekte und umherfliegende Vögel runden das Gesamtbild ab. Auch die einzelnen Spezies, deren Kampftruppen und Raum-, bzw. Kampfschiffe sehen detailliert und realistisch aus. Einzig die recht oft vorhandenen verwaschenen Texturen auf Objekten, Waffen und Oberflächen. trüben den Gesamteindruck ebenso, wie einige Feuereffekte.

Die teils pompösen Storysequenzen und Missionseinleitungen sind überaus gelungen und bringen dem Spiel den nötigen Flair und steigern deutlich die Atmosphäre. Ganz besonders aber wissen die Sequenzen um die finale Schlacht gegen Ende des Spieles zu gefallen, mit ihrer Aufmachung und der Masse an Raumschiffen und Explosionen. So sollte das sein! Und trotz der USK 16 Freigabe, verfügt das Spiel über ausreichend Splatter sowie Goreeffekte – So kann es des öfteren mal vorkommen, das der rote Lebenssaft in Gefechten nicht nur auf dem Boden liegt sondern euch sprichwörtlich um die Ohren fliegt. Ebenso ist es mit Schüssen auf den Kopf möglich, diesen vom restlichen Körper zu trennen.

Etwas negativ vielen uns auch einige technische Patzer auf. So mussten wir feststellen, dass Personen mit denen man sich unterhält, im Gespräch einfach verschwinden oder der Verlauf ca. 5 bis 10 Sekunden stockt wenn die eine Person fertig ist mit reden, bis es weiter geht. Auch findet man abgehackte Bewegungen in diversen Gesprächen wieder, die ziemlich unsauber wirken. Hier hätte man sich etwas mehr Feinschliff gewünscht. Ebenso sind die Ladezeiten mit bis zu 40 Sekunden recht lang ausgefallen, was den Spieler manchmal etwas ungeduldig werden lassen könnte. Diese werden aber von Situationsbedingten, sehr schönen, wenn auch teils etwas pixeligen, animierten Bilder überbrückt was durchaus lebendiger wirkt als Standbilder oder Ladebalken. Auch begegnete uns ein recht witziger Bug. Bei einer Erklärung zeigte es statt einer Buttonbezeichnung so etwas ähnliches wie [X_Box_Start_Button] an. Daran sieht man, das die Entwickler wohl die Xbox 360-Version für die Wii U-Umsetzung verwendet haben. Ebenso ist uns das Spiel einmal komplett eingefroren.

Ein Fest für die Ohren

Die komplette Soundkulisse ist in Maß Effect 3 einfach bombastisch. Jede im Spiel handlungsrelevante Person hat ihre eigene Stimme die auch noch äußerst gelungen ist. Jede Rasse hat dabei ihre eigene Stimmenlage bzw. Akzent und passt sich hervorragend den unterschiedlichsten Situationen und Stimmungen an. Auch die Umgebungsgeräusche wie etwa ein Sturm, Vogelgezwitscher oder laufende Maschinen hinterlassen einen durchweg positiven Eindruck, ebenso wie die Geräusche sämtlicher Waffen.

Musikalisch wird das Spiel von grandiosen Kompositionen untermalt, was die ohnehin schon bombastische Atmosphäre noch einmal hebt. In jeder Situationen passt sich die Hintergrundmusik dem geschehen an: Sei es eine stimmige Umgebung wie eine Disco, eine vermeintlich verlassene Höhle oder in Kämpfen - Hier bekommt wirklich jede Szene eine passende musikalische Untermalung.

Die Steuerung

In Sachen Steuerung ist den Entwicklern bei dem Wii U-Port alles gelungen. Man kann das Spiel entweder mit Pro Controller, oder aber dem Gamepad spielen. Spielt man mit letzterem, bekommt man auf diesem Echtzeit-Karten der Umgebung angezeigt oder kann etwa per Touch aus seinem Inventar jederzeit wählen. Wer keine Lust hat, das Spiel am TV-Bildschirm zu spielen, kann dies auch ohne diesem allein auf dem Gamepad übernehmen.

9.5Wertung
Meisterwerk

Fazit

Maß Effect 3-Special Edition ist ein grandioses Spiel mit einer genialen Inszenierung, welches den Spieler in seinen Bann ziehen wird. Packende Kämpfe, eine geniale Story, gelungene optische Präsentation sowie die fulminante Soundkulisse machen dieses Spiel zu einem wahren Highlight. Wer alle Nebenmissionen erfüllt, wird auf eine Gesamtspielzeit von ca. 30 bis 35 Stunden kommen was sehr Enorm ist. Einzig die technischen Mängel können dem Spiel negativ angekreidet werden. Schade nur, das es keine Trilogie ist... So würde man die Geschichte hinter all dem etwas besser verstehen.

Design
8.5
Sound
9.5
Online Multiplayer
8.5
  • geniale Story
  • grandiose Soundkulisse
  • enormer Umfang
  • gelungene Grafik
  • interaktiver Comic etwas öder Einstieg
  • einige technische Mängel

Reactions

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