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Tom Clancy`s Splinter Cell: Blacklist

Tom Clancy`s Splinter Cell: Blacklist

Ulrich

Sam Fisher ist zurück und dieses mal noch stärker und besser als je zuvor. Es liegt an euch, Terroristen aufzuhalten, die über eine Blacklist mehrere Anschläge geplant haben. Wie ihr es anstellt ist eure Sache, egal ob brutal, lautlos oder ohne jegliche Spuren zu hinterlassen.

Das alles hört sich jetzt spannend an, aber ob sich der Kauf wirklich lohnt, erfahrt ihr in unserem
Test zu Tom Clancy´s Splinter Cell: Blacklist.

Tom Clancy`s Splinter Cell: Blacklist

WIIU

Entwickler
Ubisoft
Publisher
Ubisoft
Konsole
WIIU
Spieler
1 lokal
Freigabe
USK ab 18

Elf Jahre gibt es nun die Splinter Cell Reihe bereits. Eine Zeit mit vielen Höhen und Tiefen. Immerhin schafften es die verschiedensten Änderungen nicht immer alle Fans zu begeistern – ist es auch schwer, Schleich- genauso wie Actionfans gleichermaßen zufriedenzustellen. Kann aber der neue Teil „Blacklist“ überzeugen?

Kurz zur Story

Terroristen stoßen sich daran, dass die Vereinigten Staaten weltweit in zwei Drittel aller Länder militärisch präsent sind. Die „Engineers“ - so wie sie sich nennen - stellen der USA ein Ultimatum in Form einer Blacklist. Dabei handelt es sich um eine Abfolge tödlicher Anschläge gegen die Großmacht. So wird eine neue Regierungsabteilung namens 4th Echelon, unter der Leitung des Geheimdienstveteranen Sam Fisher, gegründet. Der Kampf zwischen Sams Team und Sadiq – dem Führer der Engineers – führt euch unter anderem in den Iran, England und die USA.

Mein Name ist Fisher – Sam Fisher!

Gleich zu Beginn werdet ihr durch eine packende Actionsequenz mitten ins Geschehen katapultiert. Habt ihr die erste Mission, welche eher zum Kennenlernen der Steuerung dient, absolviert, dürft ihr das erste Mal einen Blick ins Spielmenü werfen. Statt einer klassischen Ansicht erwartet euch die Paladin, das fliegende Hauptquartier, welches euch als Basis für jegliche Missionen (On- und Offline), sowie Ausrüstungsverbesserungen dient. Ihr könnt euch an Board des umgebauten Stealth-Jets übrigens frei bewegen und immer wieder kleine Gespräche mit euren 4th Echelon Kollegen führen. Zu diesen gehören neben altbekannter Kommunikationsexpertin Anna „Grim“ Grimsdottir nun auch CIA-Agent Isaac Briggs und Hacker Charlie Cole.

Im Gespräch mit Grim könnt ihr übrigens eure Kommandobasis etwas aufrüsten und zwar gegen Bares. Als Belohnung erhaltet ihr beispielweise die Möglichkeit innerhalb einer Mission eure Ausrüstung zu bearbeiten, ihr erhaltet Zugriff auf geheime Schwarzmarktwaffen uvm.

Auf der Paladin findet ihr außerdem das Strategic Mission Interface – kurz SMI. Dieses warnt in Echtzeit vor Terroranschlägen, ermöglicht euch eure Einsatzziele auszuwählen - einschließlich der Online-Spielmodi - und Sams Ausrüstung zu bearbeiten.

Startet ihr einen Auftrag, geht es mit bekanntem Kampfanzug und Sichtgerät los. Es erwarten euch elf sehr abwechslungsreiche Solo-Missionen, wobei Blacklist wieder etwas zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Im Gegensatz zu „Conviction“ seid ihr in diesem Teil die meiste Zeit wieder nachts unterwegs. Es liegt aber an euch Spielern, welchen Spielstil ihr wählt. Als Ghost-Gamer heißt es unentdeckt zu bleiben, die Lage zu analysieren und Gegner wenn möglich nur zu betäuben. Mit dieser Spielweise erhaltet ihr auch die meisten Punkte am Ende einer Mission. Assault-Spieler suchen lieber den offenen Kampf, im Gegensatz zum Panther-Stil indem ihr auf möglichst leise Weise tötet.

Spielspaß garantiert!

Es ist einfach nur herrlich mit Sam Fisher durch die Gegend zu streifen. Die Story ist zwar etwas banal und leicht erzählt, wird aber in Hollywood-Manier präsentiert und irgendwie möchte man gar nicht, dass es aufhört. Auch das Gameplay macht einfach nur Spaß. Als Stealth-Fan hatte ich seit Metal Gear Solid 4 kein Spiel dieser Sorte mehr in den Händen, welches mich dermaßen fesselte. Nichts desto trotz kommen auch Ballerfans voll auf ihre Kosten. Ihr werdet merken wie euer Herzschlag steigt, wenn ihr im Dunkeln in einer Ecke lauert, feindliche Gegner in der Nähe plaudern und ihr euren nächsten Schachzug plant. Lieber per EMP oder Schalter das Licht abdrehen und mit dem Nachtsichgerät alle leise ausschalten? Oder doch im Hellen agieren, Gegner nach und nach mit Geräuschen anlocken, um sie leise auszuknocken und in irgendeinem Container zu verstecken (sollen die leblosen Körper doch nicht von anderen Patrouillen entdeckt werden)? Nach und nach fühlt sich dabei eure Nahkampfleiste und ihr könnt dann besondere Attacken ausführen indem das Bild einfriert, ihr Feinde markiert, die Sam dann nach und nach automatisch ausschaltet. Natürlich ist es auch möglich die Assault-Ausrüstung wie Splittergranate, AK-47 und Drohneneinsatz zu wählen (steht immer genau dabei), um euch den Weg einfach freizuschießen. Das tolle daran ist, dass die Entwickler es geschafft haben ein Leveldesign zu kreieren, welches alle drei Spielweisen zulässt.

Den Schwierigkeitsgrad könnt ihr übrigens frei wählen, wobei sich fortgeschrittene Spieler sicherlich gleich am schwierigsten versuchen können. Zwar müsst ihr dann auf ein paar Gimmicks verzichten, aber dennoch gibt es wenige Frustmomente.

Das Gamepad im Einsatz

Wo bei anderen Spielen das einzige sinnvolle Feature der Stream auf das Pad ist, hat in Blacklist dieses noch vieles mehr zu bieten. In den Missionen dient euch das Gamepad als eine Art Steuerzentrale. Ein großer Vorteil ist die schnelle Auswahl der Waffen. Zwar ist dies mit dem Digi-Kreuz auch möglich, aber es ist einfach komfortabler und geht schneller von der Hand. Doch die wirklichen Highlights sind diverse Features im Waffenhandling. So startet ihr bei einer Mission in einem Jet und müsst über das Gamepad Bodentrupps mit dem Scharfschützengewehr eliminieren. Doch Vorsicht, ihr müsst auf den perfekten Moment warten oder ihr werdet von anderen Einheiten entdeckt und die Mission ist fehlgeschlagen. Habt ihr eine Cam im Gepäck - wie beispielsweise eine Haftkamera - so könnt ihr diese mit einem gezielten Wurf am gewünschten Objekt anbringen. Über das Gamepad seht ihr dann, was die Kamera so alles vor die Linse bekommt. Übrigens kann das Ding Geräusche simulieren um Gegner abzulenken. Am besten gefiel mir aber der Tricopter, eine Drohne die ihr über das Gamepad steuert. Ähnlich der Haftkamera seht ihr was sich vor dem Gadget abspielt. Das tolle ist aber, dass ihr mit diesem Teil durch die Gegend fliegen könnt um Orte auszuspionieren und Gegner abzulenken bzw. sogar auszuschalten. Auch hier gilt wieder höchste Aufmerksamkeit, denn seid ihr zu laut z.B. in dem ihr zu nahe an Feinde heranfliegt, so werdet ihr entdeckt und der Tricopter wird vom Himmel geschossen.

Generell ist die Steuerung sehr einfach. Per ZL wird gezielt und mit ZR geschossen. Mit L werden Alternativwaffen wie etwaige Granaten abgefeuert. Alles andere sind Aktionstasten für Dinge wie Deckung etc.

Das Team im Einsatz

Der Multiplayer in Blacklist macht vieles richtig. So könnt ihr alleine oder im Zweier-Koop-Modus diverse Bonus-Missionen meistern. Leider verfügt die Wii U Version über keine Offline-Koop-Möglichkeit (nur online). Zumindest könnt ihr euch in einen kompetitiven Online-Modus stürzen. Dabei übernimmt eine Seite die Kontrolle über die Geheimagenten die versuchen, in ein bewachtes Gebiet einzudringen. Die anderen steuern eine Handvoll Söldner um dies zu verhindert. Letztere werden im Gegensatz zu den anderen übrigens aus der Ego-Perspektive gesteuert. Auch hier kann jeder seine unterschiedlichsten Spielweisen einbringen. Über das Menü oder das Game Pad könnt ihr auch immer wieder bei „Shadownet.“ vorbeischauen. Dort erwarten euch Tipps, Ingame-Aufgaben wie „Führe 38 weitere Eliminierungen mit der Betäubungswaffe aus - $20.000.“ sowie tägliche und wöchentliche Aufgaben um euer Budget etwas aufzubessern. Ein Beispiel hierfür wäre: „Brandgrenadier - Erledige 10 mit Brandgranaten - $100.000.“

Tolle Präsentation!

Splinter Cell: Blacklist überzeugt nicht nur mit Innovationen und tollem Gameplay, sondern ist auch grafisch gesehen ein wahrer Hingucker. Es gibt kaum etwas zu bemängeln. Die filmreifen Actionsequenzen überzeugen in vollem Maße, aber auch die Ingame-Grafik bietet tolle Licht- und Schatteneffekte und scharfe Texturen. Die Sound-Untermalung ist klasse und die deutschen Synchronsprecher überzeugen. Sam Fisher hat übrigens die Stimme von Martin Kessler – bekannt als Stimmgeber für Nicolas Cage und Vin Diesel.

Ein kleines Manko stellen leider die Ladezeiten dar. Im Gegensatz zu den anderen Konsolenversionen werden auf die WiiU-Festplatte keine Spielinhalte kopiert. Darunter leiden natürlich die Ladezeiten, die schon mal 1 bis 2 Minuten dauern können (zwischen den Missionen). Aufgrund meiner hohen Motivation hat dies mich aber weniger gestört. Im Spiel selbst läuft aber alles sehr flüssig.

9.0Wertung
Highlight

Fazit

Splinter Cell: Blacklist bietet ein rundes Gesamtpaket aus innovativem und tollem Gameplay, filmreifen Sequenzen und zur Story passendem Multiplayer. Zwar ist die Handlung etwas banal und wahre Highlights fehlen, aber irgendwie stört das bei diesem Titel nicht. Grund ist sicherlich das bereits angesprochene abwechslungsreiche Gameplay. Das Gamepad wird endlich einmal gelungen in ein Spiel integriert, was sicherlich der große Vorteil gegenüber den anderen Versionen ist. Grafisch gesehen gibt es auf der Wii U keine Abstriche und sie überzeugt mit sauberer Optik. Zwar gibt es auf dieser Konsole keinen Offline-Koop, aber Online sind diese Missionen mit einem Freund spielbar. Ein kleines Manko sind die Ladezeiten zwischen den Missionen, da Spielinhalte nicht im Voraus auf die Festplatte kopiert werden. Die Entwickler haben es geschafft, gleichzeitig Stealth- und Actionfans zu befriedigen. Splinter Cell ist ein wahrlich gelungener Titel und macht auch sicherlich auf der Wii U am meisten Spaß. Auf solch einen Titel haben wir schon lange auf dieser Nintendo-Konsole gewartet. Ich kann nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen – ihr werdet es nicht bereuen!

Design
9.0
Sound
9.0
Online Multiplayer
9.0
  • großer Umfang
  • abwechslungsreiches Gameplay
  • toller Gamepad-Einsatz
  • verschiedene Spielweisen möglich
  • lange Ladezeiten im Menü
  • kein Offline-Koop

Vielen Dank an die Firma Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.

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