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Duck Tales

Duck Tales

Tommy

Entenhausen in Aufruhr

1989 erschien von der Firma Capcom das erste Spiel mit den beliebten Entenhausenern. Damals haben die Duck Tales in der gleichnamigen Serie das Licht der Welt erblickt und ließen nicht nur Kinderherzen höher schlagen.

Anlässlich des in einer Woche erscheinenden Remakes „Duck Tales: Remastered“ haben wir uns noch einmal das Original auf dem NES etwas näher angeschaut. Ob die Entenhausener auch heute noch begeistern können und ob sich ein Blick auf das Spiel lohnt, erfahrt ihr in unserem Test zu Duck Tales.

Duck Tales

NES

Entwickler
Capcom
Publisher
Capcom
Konsole
NESGB
Spieler
1 lokal

Duck Tales - Wohoo

Dagobert Duck ist immer darauf bedacht, sein Vermögen aufzustocken. Dieses Mal ist er auf die Suche nach den 5 verschwundenen Schätzen, um damit zur reichsten Ente von Entenhausen zu werden. Doch Dagobert kann diese Mission nicht allein bewältigen, deshalb stehen ihm in seinem Abenteuer seine Neffen Tick, Trick, Track und Nichte Nicky zur Seite, um ihrem Onkel bei der Suche zu helfen.

Nachdem man das Spiel gestartet hat, kommt man auf den Titelbildschirm worauf man sich für einen der Schwierigkeitsgrade EASY, NORMAL oder HARD entscheiden kann. Dabei kann Dagobert im leichten Modus viel mehr Treffer einstecken als im schweren, in welchem schon nach drei Treffern Schluss ist und er ein Leben verliert. Habt ihr euch für eine Schwierigkeitsstufe entschieden, folgt der Level-Auswahlbildschirm, auf welchem ihr die Wahl zwischen 5 unterschiedlichen Gebieten habt, in denen die begehrten Schätze gehoben werden sollen. Dies sind „Der Amazonas“, „Transilvanien“, „Die Afrikanischen Minen“, „Der Himalaya“ und „Der Mond“.

Die einzelnen Level und Abschnitte sind sehr unterschiedlich und abwechslungsreich gestaltet, sodass keine Langeweile aufkommen wird. Im Himalaya kann Dagobert zum Beispiel im Tiefen Schnee stecken bleiben, wenn seine patentierte Pogo-Sprungattacke am Gegner vorbei geht und am Boden landet. Hier wird er etwa von selbsternannten Eishockey-Spielern, Schneeball-werfenden Gegnern oder aber von Bergziegen angegriffen. In Transilvanien trifft der Protagonist auf Untote, Mumien und Zauberspiegel, welches Warpportale sind, mit denen man Unterschiedliche Wege zum Ziel finden kann. Im Amazonas springt und klettert Dagobert Duck um sein Leben, um nicht von gefräßigen Schlangen oder fleischfressenden Pflanzen verspeist oder von Bienen gestochen zu werden. Auf dem Mond hingegen findet sich die reiche Ente in einem Raumschiff wieder, für welches er jedoch einen Schlüssel braucht, um in diesem Gebiet weiter zu kommen. Auch geht es mit Herrn Duck tief unter die Erde in die Minen, welche er aber erst betreten kann, wenn er den Schlüssel zum Eingang gefunden hat.

In den unterschiedlichen Abschnitten ist Reaktion ebenso gefragt wie Geschicklichkeit, denn auf Dagobert wartet der eine oder andere knifflige Sprung. Denn neben gefährlichen Kreaturen warten auch noch geheime Gänge, Fallen sowie stachelige Untergründe auf den Erpel, die meist nur mit seiner Pogo-Attacke überwunden werden können. Sein Spazierstock ist auch die Einzige Waffe, die ihm dabei zur Verfügung steht. Benutzt er diesen bei einem Sprungangriff auf einen Gegner, wird dieser entweder Verletzt oder Besiegt. Neben diesem Sprung-Angriff kann Dagobert aber auch einige Gegenstände zur Seite oder schräg nach oben katapultieren, um ankommende oder an der Decke hängende Gegner zu treffen.

In den einzelnen Leveln wird Dagobert Duck von seinen Neffen unterstützt, denn je nach Gebiet bekommt er von ihnen einen Gegenstand oder sonstige Hilfe, um im jeweiligen Abschnitt voranzukommen. Am Ende eines Levels angekommen wartet ein Bossgegner auf den Spieler, der nach erfolgreichem Kampf seinen Schatz an Dagobert freigibt. Dabei sind die Kämpfe allerdings recht simpel und einfach geraten, denn nach 5 Pogo-Sprüngen mit seinem Stock auf den Gegner ist dieser auch schon Besiegt. Jedoch hat jeder Bossgegner so seine eigene Kampftechnik. Der Schneemensch in den Himalayas lässt Schneebälle vom Himmel herabfallen, der Bossgegner in den Minen hingegen rollt sich zusammen und versucht Dagobert mit schnellen Angriffen zu plätten.

In den einzelnen Gebieten kann Dagobert eine Menge an Schätzen wie Diamanten oder Schatzkisten finden, die sein Guthaben-Konto gewaltig nach oben treiben. Auch gibt es große Schatzkisten, in denen sich richtig wertvolle Gegenstände befinden. Diese wird der Erpel auch brauchen, um das gute Ende des Spiels zu erreichen. Dafür muss er nämlich 10.000.000$ sammeln – gelingt es ihm nicht, bekommt man lediglich das „schlechte“ Ende zu Gesicht.

Habt iht alle 5 Schätze erfolgreich eingesammelt, folgt noch ein finaler recht kurzer Abschnitt, um ein Wettrennen gegen Gundel Gaukelei und Mac Moneysack zu gewinnen. Und das ist eigentlich auch der größte Negativpunkt des Spiels. Mit den 6 verschiedenen Leveln ist der Umfang des Spiels ziemlich kurz geraten, sodass man das Spiel in knapp 10 Minuten beenden kann, wenn man einmal weiß, was man wo tun und wo man lang muss. Das ist eigentlich sehr schade, denn ein paar Level mehr wären auf jeden Fall möglich gewesen.

Grafische Präsentation und Technik

Diese ist den Entwicklern sehr gut gelungen, denn es gibt sehr abwechslungsreiche und stimmige Umgebungen. Sei es der Schneebedeckte Himalaya mit seinen vereisten Höhlen, der Pflanzenüberdeckte Amazonas oder der Mond mit seinem verwinkelten Raumschiff. Auch sämtliche Gegner sehen ansehnlich aus und wurden schön gestaltet. Leider wirken einige Gegner recht dumm und wissen gar nicht so richtig, was sie machen sollen, außer von links nach rechts zu laufen und umgekehrt. Da dies bei anderen Spielen zu der Zeit allerdings auch nicht unbedingt anders war, sollte man dies dem Spiel nicht negativ ankreiden.

Technisch muss man sagen, dass es sehr oft zu Slowdowns sowie Ruckeleien kommt, ebenso wie das doch sehr häufige auftretende, NES-typische, Flackern. Schön anzusehen sind hingegen die etwas witzig wirkenden Bewegungen und Gesichtsausdrücke, wenn die Ente im Schnee stecken bleibt oder aber getroffen wird.

Musikalische Untermalung

Duck Tales bietet hier eine sehr ausgewogene und vor allem abwechslungsreiche Mischung. Die Musikstücke der unterschiedlichen Welten gehören zum Teil mit zum Besten, das es auf dem NES gab. Stimmige Musik, die regelrechten Ohrwurmcharakter aufweist, begleitet euch durch das Abenteuer mit Dagobert Duck. Hier sind besonders die Musikstücke des Mondes, vom Himalaya oder dem Amazonas zu nennen, die hervorragend in diese Gebiete passen. Die Soundeffekte sind gelungen und passen ebenfalls gut zum Geschehen.

Die Steuerung

In Sachen Steuerung haben die Entwickler gute Arbeit geleistet. Diese funktioniert - bis auf kleine Ausnahmen - recht gut und macht auch das, was sie soll. Dagobert wird dabei mit dem Steuerkreuz gelenkt, mit dem A-Knopf springt er und mit B Attackiert er. Doch hierin liegt das Problem – denn anstatt bei einem Pogo-Sprung-Angriff nur den B Knopf drücken zu müssen, muss man hier auch noch auf dem Steuerkreuz nach unten drücken, damit der Erpel diese Aktion durchführt. Leider kann es aber in der Hektik des Spielgeschehens schon mal vorkommen, dass man dies vergisst und nur den B-Knopf drückt, was einem manchmal das Leben kosten kann. Hier wäre es besser gewesen, wenn man für diese Aktion nur die Taste B drücken müsste. Glücklicherweise hat man dies im Nachfolger aber geändert.

8.0Wertung

Fazit

Duck Tales ist ein sehr gutes und vor allem gelungenes Spiel zu einer Zeichentrick-Serie. Abwechslungsreiche Umgebungen unterlegt mit sehr guter Musik machen dieses Spiel zu einem gelungenen Einstieg der Entenhausener in die Videospielbranche. Einzig die etwas undurchdachte Steuerung und die 6 Level Umfang hinterlassen einen kleinen negativen Eindruck. Für Anfänger als auch Profis ist dieses Spiel zu empfehlen, Fans der Entenhausener kann man das Spiel nur ans Herz legen, denn man merkt ungemein, das man in dieses Spiel viel Liebe gesteckt hat.

Design
8.0
Sound
9.0
  • Disney-Lizenz
  • gelungene Grafik
  • teils hervorragende Musik
  • gehobener Wiederspielwert
  • kurzweilig
  • teils undurchdachte Steuerung
  • heftige Ruckeleinlagen und Slowdowns

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