
LEGO City: Undercover
LEGO trifft GTA, so könnte man LEGO City Undercover am besten beschreiben. Bislang war der Titel Besitzern einer Wii U vorbehalten. Dies ändert sich nun. Der Titel erscheint dieses Frühjahr für alle gängigen System darunter auch Nintendo Switch.
Unseren Eindruck vom Spiel erfahrt ihr in der Review zu LEGO City Undercover für die Wii U.

LEGO City: Undercover
WIIU
- Genre
- Action-Adventure
- Entwickler
- Nintendo
- Publisher
- Nintendo
- Spieler
- 1 lokal
- Freigabe
USK ab 6
Die Auswahl an Wii U Titeln, vor allem exklusiven, ist bisher noch sehr überschaubar. Mit LEGO City Undercover erschien nun ein Titel der schon ziemlich früh gezeigt wurde und auf den sich viele Spieler sehr gefreut haben. Ob die Vorfreude gerecht war, wollen wir im folgenden beleuchten.
Die Straßen von LEGO City
Zeitlich ist das Spiel zwei Jahre nach dem in Kürze erscheinenden Lego City Undercover: The Chase Begins für den 3DS angesiedelt.
Ihr übernehmt die Rolle von Chase McCain, der zwar mit seiner Einheit den Schwerverbrecher Rex Fury hatte dingfest machen können, im Zuge dessen aber auch die Identität einer Informantin preisgegeben hatte. Die Konsequenz daraus war eine Strafversetzung.
Nun ist Rex der Ausbruch aus dem Gefängnis gelungen und ihr sollt euch an seine Fersen heften um ihn wieder hinter schwedische Gardinen zu bringen.
Aber nicht jeder ist davon begeistert, dass ihr wieder in LEGO City seid. So auch euer neuer Vorgesetzter, der früher ein Kollege von McCain war.
Den Punkt der Veränderungen in der Stadt und dem Revier greift das Spiel auch direkt auf, um euch als Spieler mit der Steuerung und allen anderen relevanten Punkten vertraut zu machen.
Nach einer kurzen Einführung wartet direkt euer erster Einsatz auf euch. Zumeist beschränken sich eure Aufgaben darauf Verbrecher dingfest zu machen, sei es nun zu Fuß oder in einem Gefährt.
Allzu schwer gestalten sich weder die Kämpfe, noch die Fahr- oder Klettereinlagen. Dies mag für jüngere Spieler angenehm sein, erfahrenere Zocker hingegen dürften sich oftmals unterfordert fühlen. Für Auflockerung bzw. Abwechslung sorgen die Handlung, die schnell voran getrieben wird, und die verschiedenen Handlungsorte. So findet man man sich schon mal auf einer Gefängnisinsel wieder, deren Ähnlichkeit mit real existierenden oder bereits untergegangenen Inseln natürlich rein zufällig ist.
Klingt albern? Ist es auch. Der Titel nimmt sich selbst nicht all zu ernst und ist randvoll gepackt mit sarkastischen Seitenhieben und Anspielungen auf Filme und Spiele.
So wird mit dem Protagonisten nicht nur Stirb Langsam durch den Kakao gezogen, auch Matrix, Jurassic Park und unzählige weitere werden nicht verschont.
Wandlungsfähiger Baumeister
In der heutigen Zeit muss man gerade im Berufsleben sehr flexibel sein, und auch unserem Protagonisten geht es da nicht besser.
Ob offenkundig oder versteckt: in der ganzen Stadt und den einzelnen Abschnitten sind Symbole versteckt mit denen man zu Beginn nicht weiter hervorzaubern kann als einen ratlosen McCain.
Sobald man aber das richtige Kostüm erspielt hat, kann man an diesen Stellen weiterspielen oder Geheimnisse entdecken.
So kann Chase sich als Dieb verkleiden und hat in diesem Outfit Zugriff auf Einbrecherwerkzeuge wie zum Beispiel ein Brecheisen, oder aber als Minenarbeiter der mit Spitzhacke und Dynamit auch die schwierigsten Hindernisse aus dem Weg räumen kann.
Es lohnt sich also durchaus, auch abseits der Geschichte auf Erkundungstour zu gehen um LEGO City in vollen Zügen genießen zu können.
Typisch für LEGO-Titel ist der Aufbau von Objekten um im Spiel voran schreiten zu können.
Insgesamt gibt es 65 Superbauten die errichtet werden können. Einige von ihnen sind unabdingbar für den Handlungsstrang, andere hingegen lediglich zur Zierde und für Sammler.
Um die Gebäude errichten zu können, muss man die entsprechende Anzahl an Bauklötzchen eingesammelt haben. Da hierfür oftmals große Mengen von Nöten sind, empfiehlt es sich auch immer Ausschau nach den Supersteinen zu halten, da diese einen hohen Wert haben.
Unter den Superbauten befinden sich auch so genannte Fahrzeugpunkte. Einmal errichtet könnt ihr an diesem Punkt jederzeit ein Fahrzeug herbeirufen. Insgesamt gibt es über 100 Modelle, die aber alle erst freigeschaltet werden wollen.
Aufgrund der Größe der Spielwelt empfiehlt es sich im übrigen sehr, Fahrzeuge zu nutzen.
moderne Verbrecherjagd
Das Herzstück der Wii U in Sachen Spielmechanik ist ganz klar das GamePad.
Dementsprechend nutzt Chase mit dem Polizeikommunikator auch eine Art Tablet um spezielle Funktionen zu nutzen.
Zu Beginn steht euch nur die simple Karte zur Verfügung. Je länger man spielt um so mehr Funktionen werden freigeschaltet. So könnt ihr mit Hilfe einer GPS Funktion Routen planen. Befindet ihr euch in einem Fahrzeug wird euch, neben der Route auf der Minimap, auch noch durch grüne Steine auf der Straße der Weg zu eurem Ziel angezeigt.
Mit seinen Kollegen und Helfen kommuniziert McCain via Videochat. Sobald das entsprechende Symbol auf dem GamePad aufleuchtet könnt ihr die Verbindung herstellen.
Auch als Scanner lässt sich euer technisches Gimmick nutzen. Befindet ihr euch im entsprechenden Modus, so könnt ihr den Bildschirm nach versteckten Gegenständen suchen.
Ähnlich funktioniert der Audioscanner mit dem zum Beispiel Gespräche von Verdächtigen abgehört werden können.
Zu guter Letzt könnt ihr mit der Kamera Bilder für euer Fotoalbum aufnehmen und auch im Miiverse teilen.
LEGO Technik
So dynamisch das Spiel auch wirkt, einer der größten Minuspunkte wird dem Spieler direkt zu Spielbeginn aufgezeigt und verfolgt ihn auch im ganzen Verlauf. Die Ladezeiten sind nicht nur häufig an der Zahl, sondern auch von ihrer Dauer her stellenweise weit über dem heutzutage noch vertretbaren Rahmen. Zumal es oftmals fraglich ist, was da denn überhaupt so lange geladen wird.
Optisch präsentiert sich LEGO City sehr ansehnlich. Die realistisch angehauchte Stadt ist sehr detailliert und strotzt nur so voller liebevoller Kleinigkeiten.
Die Metropole wirkt nicht nur gut bevölkert sondern auch belebt. So laufen die bunten Plastikfiguren nicht nur ziellos umher, wie in so manch anderem Spiel, sondern wirken stets geschäftig. Leider geht mit dieser großen Detailfülle auch einher, dass sich Objekte manchmal recht spät vor den Augen des Spielers aufbauen. Auch von kleinen Rucklern ist man nicht gefeit und die Kantenglättung ist nicht optimal.
Auch die Akustik ist im Großen und Ganzen gelungen. Vor allem die komplett deutsche Sprachausgabe ist hier lobend zu erwähnen, da sie geraden jüngeren Spielern den vollen Spielgenuss ermöglicht ohne sich durch Tonnen von Text zu wälzen.
Musikalisch orientiert sich der Titel an den für Polizeiserien typischen Klängen. Hier wäre etwas mehr Pepp wünschenswert gewesen.
Fazit
LEGO City Undercover hat zwar mit einigen Schwächen zu kämpfen, ist aber durchaus ein gelungener Titel. Die Spielwelt ist gigantisch, lebendig und lädt zu stundenlangen Erkundungstouren ein. Um etwas mehr als ein GTA für Kinder sein zu können, hätte der Schwierigkeitsgrad höher angesetzt werden müssen. Dafür bleibt es den Älteren vorbehalten viele der unzähligen versteckten Witze und Anspielungen zu verstehen.
Wer eine Wii U hat und ein gutes abwechslungsreiches Spiel sucht, macht hier sicherlich nichts falsch.
- große Spielwelt
- viel zu erkunden
- sehr humorvoll
- Ladezeiten
- sehr einfach
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.




