
MEGA MAN - 25TH ANNIVERSARY
Wer kennt ihn nicht, den blauen Bomber - ständig darum bemüht die Welt vor Dr. Wily und Co. zu retten. Anlässlich seines 25. Jubiläums haben wird uns dazu entschlossen, Mega Man ein ausführliches Spezial zu widmen. Ein Charakter, der nicht mehr aus der Welt der Videospiele wegzudenken ist. Wie die Geschichte des Helden anfing und was das Mega Man Franchise alles bietet erfahrt ihr in unserem umfangreichen Spezial: MEGA MAN - 25TH ANNIVERSARY.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.
Ein Urgestein der Videospielindustrie feiert dieses Jahr sein 25 jähriges Jubiläum. Unzählige Abenteuer hat Mega Man bisher bestritten, welcher mittlerweile ein fester Bestandteil der Videospielgeschichte ist. Ein Grund für uns, den Werdegang des blauen Bombers in einem ausführlichen Spezial etwas näher zu betrachten.
Wie alles Begann



(von links nach rechts: Japan-Version / US-Version / EU-Version)
Der US-Release von Mega Man brachte allerdings das womöglich kurioseste Cover eines Mega Man Spiels zutage. Denn Capcom blieb nur wenige Stunden, um eine Boxart für das US-Spiel zu designen. Nach dem Release zeichnete sich auch hier eine gewisse Begeisterung für das Spiel ab, welches bei Spielern sehr gut ankam. Erst 1989 entschied man sich, das Spiel auch in Europa zu veröffentlichen, wo es allerdings nicht so viele Anhänger fand. Der Grund dafür könnte der extrem hohe Schwierigkeitsgrad gewesen sein, der die Spieler hierzulande abschreckte. Das Resultat der 3 verschiedenen Versionen an Boxarts seht ihr gleich hier.
Nach dem Erfolg

Ab diesem Zeitpunkt erschien fast jährlich ein neuer Ableger der Serie, der auch mit einigen Neuerungen aufwartete. So zum Beispiel Teil 3, in dem der Held das erste Mal die Fähigkeit bekommt, auf dem Boden entlang zu rutschen, was einige neue Gameplay-Elemente ermöglichte. Auch Robo-Hund Rush (Flitz in der deutschen Version) war erstmals mit von der Partie, um Mega Man mit unterschiedlichen Verwandlungsformen wie einem U-Boot oder einem Flieger zu unterstützen. In Mega Man 4 bekam der blaue Bomber erstmals einen Mega-Buster spendiert, der eine deutlich effektivere Wirkung auf Feinde hatte als der Standard-Buster. Doch dieser war unter vielen Fans umstritten, machte er das Spiel doch deutlich leichter. Auch gab es in einigen Teilen der Serie mehr oder weniger gut versteckte Items, welche die Mission des Helden erleichtern konnten. Ab Teil 4 gab es auch noch einen weiteren Gegner in Form von einer weiteren Burg, an dessen Ende Dr. Cossack oder Protoman (MM5) auf den Protagonisten wartete, was das Spiel nochmals um 4 Level länger machte. Eine durchaus positive Sache, die man allerdings ab Teil 7 wieder fallen ließ.

Wahrscheinlich sah das Nintendo, welche die Mega Man Spiele in Deutschland vertrieben, auch ähnlich, denn Teil 5 erschien erst mit 3 Jahren Verspätung, Mega Man 6 hingegen gar nicht erst in Europa. Daran konnten auch Petitionen in der „Total“ oder anderen Magazinen nichts ändern, welche mit Unterschriften für ein Erscheinen in Deutschland aufgerufen hatten.
Neues Zeitalter, neuer Held?

X neueste Fähigkeit ist das Festhalten und Sliden an Wänden oder Vorsprüngen. Auch hat der Held die Möglichkeit, Upgrades für Waffen und Energie-Behälter aufzusammeln, um deren Volumen zu erhöhen. Konnte man bei den Vorgängern noch 9 oder mehr Energietanks sammeln, so besteht in MMX nur noch die Möglichkeit, 4 zu finden, welche mit Energie-Kapseln aber immer wieder aufgefüllt werden können. Zudem gibt es auch noch diverse versteckte Kapseln, die es X ermöglichen, neue Fähigkeiten zu erlernen. So zum Beispiel das Power-Up für den Buster. Ist dieses installiert, kann der Held die erhaltenen Waffen aufladen, deren Schusskraft um ein Vielfaches verstärken sowie ihre Form verändern.
Neu ist in der X-Serie auch, dass die Roboter-Meister den Mavericks gewichen sind, welche nun deutlich stärker und größer daher kommen sowie intelligenter agieren. Die Namen dieser enden nicht mehr wie bei den NES-Teilen mit „MAN“, da es sich hierbei um Reploiden in Gestalt von Tieren aus Titan handelt. So etwa Flame Mamoth, Spark Mandrill oder Launch Octopus. Auch die Größe diverser Bossgegner ist gegenüber der Classic-Serie deutlich gewachsen; so fallen diese in der X-Serie deutlich gewaltiger aus. Erstmals verändern sich auch diverse Level-Abschnitte in den einzelnen Stages, wenn andere vor diesen komplettiert wurden. So etwa in der Stage von Flame Mamoth, in der normalerweise Lava auf dem Boden fließt. Habt ihr vorher allerdings die Stage von Chill Penguin erfolgreich durchlaufen, ist diese zu Eis erstarrt und X kommt so an ein verstecktes Item. Markant für die Serie sind auch die futuristischen Musiktracks, welche das Geschehen begleiten.

Mit X4 gelang ihnen das auch noch, die später folgenden Teile X5 & X6 zählen unter Kritkern mit zu den schlechtesten X-Teilen, die erschienen sind. Hier musste der Spieler entführte Roboter und Reploiden befreien, um extra Punkte zu sammeln; am Ende eines Levels gab es keinen Bildschirm mehr, der anzeigt welche Waffe man erhalten hat. Hier wurde zu viel Neues und Unnützes reingepackt, wodurch das Niveau des Gameplays eher nach unten katapultiert wurde, während postive, markante Eigenschaften einfach weggelassen wurden. Als größten Tiefpunkt der Serie betiteln Fans und Kritiker allerdings MEGAMAN X7, welcher komplett in 3D daher kam. Leider stimmten hier weder die technische Umsetzung noch der Sound oder gar das Gameplay. Vom einst hochgelobten Megaman Feeling und Flair war nicht mehr viel übriggeblieben.
Erst mit MEGAMAN X8, dem bislang letzten Ableger der Serie, gelang es den Entwicklern 2004/2005 wieder, sich den ersten Teilen in Qualität und Präsentation zu nähern. Dieser war bis auf 2 Level in 2D gehalten und bot wieder eher den klassischen Gameplay-Style. Auch konnte man zwischen 4 Charakteren wählen und entscheiden, ob man Hilfe beim Suchen nach versteckten Upgrades braucht oder hatte gar die Möglichkeit, Waffenstärke, Energieleiste oder ähnliches im Menü aufzuleveln. Im Easy-Modus hat das nicht wirklich viel Auswirkungen, im Hard-Modus hingegen konnte dies dem Spieler schon extrem das Überleben erleichtern. Des Weiteren gab es die Möglichkeit eine Double-Team-Attacke auszuführen, wenn der dafür erforderliche Balken gefüllt war. Für die großen Bossgegner ein äußerst hilfreicher Schachzug.