
Batman: Arkham City - Armoured Edition
Seit langer Zeit gibt es mal wieder nur eine stark begrenzte Auswahl an Titeln zum Download. Diese Woche muss man sich nur zwischen Pinball und Batman entscheiden, beides für Wii U. Auch ein neues Video steht zum Kauf bereit.
Wii U
- Download software
Zen Pinball 2 (gratis mit DLC zwischen €2.99 - €9.99)
- Retail Download
Batman: Arkham City Armoured Edition (€59.99)
Batman Arkham City Review
3DS
- Video
The Beet Party: Beet Scratch (Redrover) (€0.99 / £0.89)

Batman: Arkham City - Armoured Edition
WIIU
- Genre
- Action-Adventure
- Serie
- Batman
- Entwickler
- Warner Bros.
- Publisher
- Warner Bros.
- Konsole
- WIIU
- Spieler
- 1 lokal
- Freigabe
USK ab 16
Arkham City ist in Gefahr
Doch beginnen wir von vorn. Die eigentliche Neuerung die auch den Zusatz im Namen bringen ist Armoured Batman, ein Art Superanzug. Dieser besitzt eine B.A.T. Einheit, die Energie beim Bekämpfen von Gegnern speichert. Ist diese gefüllt, kann man sie ganz einfach per Knopfdruck aktivieren. Dies bietet den Vorteil, das sich damit Batmans Schlag und Trittkraft verstärkt und Gegner besser erkennt. Ein nicht zu verachtendes Feature, da die Kämpfe sicher nicht immer die einfachsten sind. Ihr übernehmt die Rolle von Batman, der beinahe fliegend, über Arkham City, einem zum Hochsicherheitsanstalt umfunktionierten alten Stadtteil Gothams schwebt.
Dabei beeindruckt vor allem die Größe des Stadtteils, welcher anfangs doch etwas erdrückend wirkt und man nicht genau weiß, wie, wo und was man eigentlich machen soll, was sich aber nach kurzer Zeit wieder legt. Doch all das lässt eine unglaublich große Freiheit aufkommen, über der Stadt zu schweben, im Sturzflug nach unten zu Segeln um sich im nächsten Moment mithilfe des Greifhakens wieder an einen Dachvorsprung oder einem anderen Objekt hochzuziehen. Wenn man nicht wüsste, das Es sich um Batman handelt könnte man meinen die Rolle von Spiderman übernommen zu haben. Dies gibt dem Spiel ein unglaubliches Gefühl von Freiheit, was man eher selten erlebt.
Schon nach kurzer Zeit versetzt man sich vollkommen in Batman hinein, um die Stadt vor dem Bösen zu beschützen. Denn genau darum geht es auch. Dabei trefft ihr auf allerhand Bösewichter, die entweder mit einem Sturz aus der Luft, von Dächern oder anderen Objekten angegriffen werden können.
Doch auch Stealth Einlagen wie das, von hinten heranschleichen an einen Gegner um ihn lautlos K.O. zu schlagen funktioniert bestens und ist meist sogar die geeignetste Variante. Das entlang Hangeln von Haus oder ähnlichen Vorsprüngen beherrscht Batman vorzüglich, welches ihm auch dazu dient, Gegner zu überraschen und schnell sowie lautlos aus dem Weg zu räumen. Frontalangriffe sind zum Teil aber unumgänglich, besonders wenn es sich um ganze Gruppierungen handelt, die mit Baseballschläger, Stahlstangen oder Kanonen bewaffnet sind.
Etwas Vorsicht sollte aber immer geboten sein, denn die einzelnen Verbrecher, die versuchen, dem Helden das Leben schwer zu machen, bedienen sich gern auch an herumstehenden Gasflaschen, Kisten oder ähnlichen Objekten, die sie als Waffe benutzen können, um den Protagonisten zu erledigen. Teilweise verfügen Gegner sogar über Scharfschützen Gewehre, welche um jeden Preis ihr Gebiet zu beschützen versuchen.
Dabei machen vor allem die Frontalkämpfe sehr viel Spaß. Hier hat man die Möglichkeit verschiedene Kombinationen mit nur wenigen Tastengriffen auszuführen. Diese haben aber auch noch einen anderen Vorteil, nämlich das ihr euer Spieler-Level aufbessern, um im Menü Kampfanzug, Waffen und hilfreiche Gegenstände Upgraden könnt. Von Beginn an sind nur einige Waffen und Objekte verfügbar, weitere gesellen sich später im Spiel noch hinzu. Hier gibt es zum Beispiel den Line-Launcher, mit dessen Hilfe ein Seil zwischen 2 Gebäuden, Wänden oder Ähnliches gespannt werden kann, um große Abgründe zu überwinden oder sich einen taktischen Vorteil verschaffen zu können. Mit dem Destruptor kann man feindliche Schusswaffen deaktivieren und Mienen sprengen. Die Eisgranaten hingegen helfen Batman in Form von Eisschollen dabei, Wasser sicher zu überqueren oder aber Rohre, die heißen Dampf ausstoßen, mit diesem einzufrieren, um daran vorbei zu kommen.
Doch für einige WayneTech-Verbesserungen und Upgrades müsst ihr spezielle Aufgaben und Missionen erledigt haben, um diese dann auch zu erhalten. So kann es durchaus passieren, dass ihr die Hauptgeschichte durchgespielt, aber noch nicht alle Verbesserungen erhalten habt. Dies ist aber nicht schlimm, denn ihr könnt sämtliche, nicht erfüllte Nebenmissionen, gesammelten Trophäen oder Ähnliches im Anschluss noch bewältigen.
Im Verlauf des Spiels verfolgt ihr dann eine mehr oder weniger lineare Story, in der es wieder einmal darum geht, den Joker zu finden und ihn von seinen kriminellen Machenschaften abzuhalten. Eine anscheinend aus dem Ruder laufende Anarchie in Arkham City sowie das Gerücht, der Joker wäre sterbenskrank, erwecken bei Batman ebenso Interesse, wie das mysteriöse „Protokoll 10“. In 4 kleineren Missionen schlüpft ihr auch in die Haut von Catwoman. Dabei sind an Hausfassaden hochklettern sowie das kopfüber entlang Hangeln an Gittern ihre besonderen Fähigkeiten. Somit erreicht sie stellen, wo die Fledermaus nicht oder nur schwer hingelangt.
Doch neben dieser Hauptstory kommen noch zahlreiche Nebenmissionen, die Batman teils schweres Kopfzerbrechen bereiten können. So habt ihr die Möglichkeit, mit Bane eine Art Zweck-Allianz einzugehen, um gestohlene Titan Fässer wieder zu finden die überall in der Stadt verteilt sind und zerstört werden müssen. Mr. Freeze könnt ihr dabei helfen, seine Frau wieder zu finden, oder ihr übernehmt einen Part als Detektiv, in der ihr zum Beispiel versuchen müsst, Morde anhand von der Flugbahn eines Geschosses den Täter zu finden, welcher leider recht kurz geraten ist. Doch es gibt auch noch viele andere Nebenmissionen, wie etwa das lösen von Rätseln.
Da wäre zum Beispiel der verrückte Messerkiller Szasz, welcher willkürlich auf beliebigen Münztelefonen anruft, um eure Aufmerksamkeit zu erlangen. Seit ihr an den klingelnden Apparat gegangen, stellt er euch die Aufgabe, innerhalb eines Zeitlimits an ein anderes, in der Stadt klingelndes Telefon zu gehen. Solltet ihr dies nicht machen, droht er eine Geisel zu töten. Ist dies erreicht, lauscht ihr seinen Worten, um im Hintergrund zu scannen, wo er sich versteckt hält. Doch das geht nicht so einfach, sodass es zu mehreren Anrufen seitens Szasz kommt, die Batman alle annehmen muss, um den Fall zu lösen u, den verrückten zu finden. Habt ihr den Hörer allerdings einmal abgenommen, so müsst ihr zwangsläufig zumindest immer den jenigen Auftrag erfüllen und das andere Telefon. Sollte das nicht gelingen, beginnt der Countdown wieder von vorn. In fast jeder Nebenmission gibt es eine kleine Geschichte in der Batman mehr über den jeweiligen Charakter und dessen Beweggründe erfährt.
All diese Nebenmissionen sind aber nicht einfach so da, nein sie buhlen teilweise immens um euer Interesse, mehr darüber herauszufinden.
Auch gibt es da noch die Riddler-Trophäen und Geheimnisse, nach dessen Aufnahme ihr Markierungen mit Standorten erhaltet, bei denen Rätsel auf Euch warten. Doch diese haben auch andere Aufgaben. So schaltet ihr damit etlichen Bonus frei, worauf wir später noch eingehen werden. Diese Trophäen sind aber gar nicht mal leicht zu erreichen. Einige wenige stehen frei herum, an die meisten hingegen kann man nur durch kleine Rätseleinlagen gelangen.
Da gibt es einerseits Schalter, die in einer bestimmten Reihenfolge betätigt werden müssen, welche aber nicht immer am gleichen Platz sind. Dann gibt es noch Bereiche in denen man die Elektrizität von in der Nähe stehenden Generatoren benutzen muss, um ans Ziel zu gelangen oder aber man muss Computer Terminals hacken um Tore oder Ähnliches zu öffnen. Davon gibt es aber noch reichlich andere in verschiedenen Variationen. Von diesen Riddler-Trophäen und Geheimnissen gibt es ganze 440 Stück, Sammler und Rätselfreunde werden hiermit also reichlich beschäftigt sein.
Das Problem ist, das so viele Missionen und Ereignisse auf einmal um euer Interesse buhlen, das man darüber schon mal den Überblick verlieren kann und gar nicht weiß, was man als Nächstes tun soll. Das ist eigentlich nicht negativ gemeint, aber stellenweise wirkt diese Masse etwas erdrückend.
Was gibt es noch
Neben dieser Hauptgeschichte bietet die „Armoured Edition“ auch noch sämtliche DLC Downloads, welche auf den anderen Konsolen erschienen sind. Dazu gehören Harley Quinns Rache, Catwoman Pack, Nightwing Bundle Pack, Robin Bundle Pack, das Challenge Map Pack sowie das Arkham City Skins Pack.
Harley Quinns Rache ist ein neuer Auftrag, der an die Ereignisse der Hauptgeschichte anschließt. Darin begebt ihr euch mit Robin auf die Suche nach dem verschwundenen Batman, übernehmt aber auch seinen Part, in dem man erfährt, warum er verschwand. Dieser ist allerdings nicht wirklich groß und zeitintensiv.
In Riddlers Rache stehen euch eine ganze Menge an Herausforderungen gegenüber, in denen ihr die Rolle von Batman, Robin, Catwoman oder Nightwing übernehmt. Zum einen handelt es sich dabei um Rundenbasierende Kämpfe, in denen die Anzahl der Gegner immer größer wird. Je mehr Gegner ihr ohne Fehlschläge trefft und besiegt, desto höher werden auch eure Punkte, denn diese werden als Combos multipliziert und ständig erhöht, wenn man nicht ins Leere schlägt. Auf der anderen Seite stehen die Missionen, in denen es darum geht, besetzte Räume so schnell wie möglich zu reinigen.
Der benutzerdefinierte Modus bietet laut Spiel „Tausende von Möglichkeiten“. Hier besteht die Wahl vor den Aufgaben und Missionen verschiedene Modifikationen einzustellen, um eine einzigartige Herausforderung zu schaffen. Dazu gehören unter anderem die Auswahl einer Erhöhung der KI sowie Schnelligkeit der Gegner, regenerierende Gesundheit, durch Schilde schlagen oder all eure Ausrüstungsgegenstände werden gesperrt. Doch zu Beginn stehen euch noch nicht alle Karten und Herausforderungen zur Verfügung, diese müssen erst freigespielt werden, welches auch durch Einsammeln der Riddler-Trophäen geschieht.
Das Catwoman Pack bietet allerdings nur die Auswahl der 4 Missionen aus der Hauptgeschichte, die noch einmal nachgespielt werden können.
Zusätzlich gibt es auch eine Story Zusammenfassung, in der man sich alle Bilder plus dazugehörigem Text, welche als Ladebildschirm benutzt werden, noch einmal anschauen kann.
Boni und Extras
Freispielbares gibt es in Batman: Arkham City – Armoured Edition etliches. So zum einen die Charakter Trophäen, bei denen es sich um 69 3-D-Modelle handelt, die sehr schön gestaltet sind und von jeder Seite aus betrachtet werden können. Ein echtes Highlight nicht nur für Batman Fans. Hinzu kommen noch 80 Konzeptzeichnungen von den Entwicklern, die Teile von Arkham City, Gebäude oder Figuren zeigen. Nach dem Durchspielen schaltet ihr außerdem noch einen Story+ Modus frei, in dem man fortan die Möglichkeit hat, aus 10 alternativen Kostümen für Batman, angefangen von den 70 Jahren, über den Zeichentrick-Batman bis hin zum Batman of the Future Outfit zu wählen. Bei den einzelnen Catwoman Missionen stehen euch 4 Modelle zur Auswahl. Dies funktioniert allerdings nur, wenn das Spiel mit den Schwierigkeitsgraden „Normal“ oder „Hard“ beendet wurde.
Die Einbindung des Gamepads
Hier muss man sagen das sich die Entwickler viel Mühe gegeben haben. Angefangen vom Fingerscan, die Möglichkeit via Gamepad Computer und Programme zu hacken, um Schlösser zu öffnen, feindliche Waffen auszuschalten oder ähnliche fügen sich sehr gut in das Spielgeschehen ein. Hierbei muss man die richtigen Knotenpunkte im System finden, um das Schlüsselwort zu finden. Ihr könnt das Inventar wählen, euch sämtliche Waffen, Zubehör oder Ähnliches anschauen, es per Touch auswählen oder Upgraden. Auch wird während des Spielens eine Karte von Arkham City oder von Gebäuden, in denen ihr euch gerade befindet, angezeigt, welches euch Standort, Bonusgegenstände, diverse Ereignisse oder das nächste Ziel zeigt.
Doch das beste Feature ist hier wohl der Radio-Sound der aus den Lautsprechern des Gamepads kommt, wenn ein Bösewicht was zu sagen hat, Batman mit seinen Verbündeten oder dem „Hauptquartier“ spricht. Eine nette Idee, was die Atmosphäre noch ein klein wenig steigert. Das Spiel unterstützt allerdings keinen Pro Controller und kann nur über das Gamepad gesteuert werden. Auch besteht die Möglichkeit, das komplette Spiel auf diesem zu spielen.
Was macht die Technik
Hier muss man klar sagen, dass sich am Gesamtbild nicht allzu viel getan hat. Es gibt teils sehr gute Texturen wie einige Wassereffekte oder Metallobjekte, auf der anderen Seite sind viele Texturen aber auch einfach nur matschig und verschwommen. Hier erkennt man schon, dass dieses Spiel schon etliche Monate auf dem Buckel hat. Dazu muss aber auch noch einmal gesagt werden, dass die Größe der Stadt ziemlich beachtlich ist und man, auf so gut wie jedes Gebäude, Rohr oder ähnliches Klettern kann. Auch die einzelnen Charaktere und Darsteller wurden sehr gut in Szene gesetzt und wissen zu gefallen.
Die größte grafische Verbesserung stellen die neuen Anzüge von Batman und Catwoman dar. Diese wirken ausgearbeiteter und Schärfer als bei den Outfits der eigentlichen Versionen. Auch glänzen diese ziemlich stark, ganz besonders im Mondschein, was ein wirklich schicker Anblick ist. Dadurch sieht man aber umso mehr die Unterschiede zwischen den tollen Anzügen und den matschigen Texturen der Umgebung. Hier hätte man sicher noch etwas verbessern können. Ebenso bei der Kamera, denn diese ist nicht wirklich immer optimal, sodass man öfters nachjustieren muss.
Insgesamt gesehen macht das ganze Spiel in Sachen Optik aber einen positiven Eindruck. Bis auf die verbesserten Anzüge und die teilweise etwas farbkräftigeren Texturen steht das Spiel auf etwa der gleichen Ebene wie die Xbox 360 Version. Dabei läuft das Geschehen mit ein paar kleinen Ausnahmen aber flüssig, abgesehen von den sehr selten vorhandenen Ladeübergängen in Arkham City, in der das Bild kurz einfriert. Die Länge der Ladezeiten geht soweit in Ordnung, werden diese auch in Form von schön gestalteten Bildern überbrückt.
Musikalisch und soundtechnisch spielt Arkham City in der obersten Liga. Sämtliche Hintergrund Melodien, Geräusche oder Stimmen klingen sehr gut und tragen zu der tollen Atmosphäre des Spiels bei. Auch mit der deutschen Sprachausgabe haben sich die Entwickler zum großen Teil Mühe gegeben, welche zwar nicht ganz an die grandiose Englische herankommt, dennoch bis auf wenige Ausnahmen einen positiven Eindruck hinterlässt. Wer also lieber die original englische Sprachausgabe genießen will, sollte diese in den Wii U Systemeinstellungen umstellen.
Fazit
Batman: Arkham City – Armoured Edition bietet all das, was es auf den anderen Konsolen auch schon geboten hat plus alle dazu erschienenen DLCs. Die Größe von Arkham City ist enorm, der gesamte Umfang der Disc gewaltig. Wollt ihr alles Freischalten, sämtliche Nebenmission erfüllen, jede Trophäe sammeln und alle Zusatzinhalte durchspielen dann solltet ihr locker auf über 35+ Stunden Spielzeit kommen.
Die Einbindung des Gamepads ist gelungen, fügt sich sehr gut ins Spiel ein und erhöht noch einmal die sehr gelungene Atmosphäre. Auch die vielen freispielbaren Bonusgegenstände erhöhen den Motivationsfaktor, sämtliche Aufgaben zu erfüllen und alles zu finden.
Wer ein umfangreiches Spiel mit grandioser Sounduntermalung und Atmosphäre sucht, der sollte bei diesem Spiel zugreifen. Einzig die nicht immer optimale Kamera und die matschigen Texturen verhindern eine noch bessere Wertung.
- Gamepad Einbindung
- Atmosphäre
- Musikalische Untermalung
- großer Umfang
- matschige Texturen
- teils erdrückend
- Kamera nich optimal
Vielen Dank an die Firma Warner Bros. für die Bereitstellung des Testmusters.


