
Assassin`s Creed III
Weihnachten naht mit großen Schritten. Falls ihr noch immer auf der
Suche nach dem passenden Geschenk seid, solltet ihr einmal einen Blick
auf Assassin's Creed III werfen.
Zwar kämpft der Assassine
Connor nicht nur gegen die Templer, sondern auch mit der ein oder
anderen technischen Schwierigkeit, aber die Story hat es echt in sich
und reißt einen mitten ins Geschehen.
Willst du mehr wissen, so erfahrst du mehr in unserem
Test zu Assassin's Creed III.

Assassin`s Creed III
WIIU
- Genre
- Action-Adventure
- Entwickler
- Ubisoft
- Publisher
- Ubisoft
- Konsole
- WIIU
- Spieler
- 1 lokal
- Freigabe
USK ab 16
Nachdem es Assassin’s Creed 3 schon länger für PS3 und Xbox360 gibt, stellt sich natürlich seit Launch der Wii U die Frage, wie sich der neue Assassine Connor auf Nintendos neuer Konsole schlägt? Die Antwort gibt es in unserem Test zu besagtem Spiel.
Was bisher geschah...
(enthält Spoiler vorheriger Teile!)
Assassin’s Creed
Im ersten Teil wird ein Mann namens Desmond vom Unternehmen Abstergo entführt und in einen Animus gezwungen. Mit diesem kann er sämtliche Inkarnationen durchleben, wie in jenem Fall das Leben von Altair. Dieser ist Mitglied einer Assassinen Bruderschaft im Kampf gegen den Templerorden. In diesem Teil bringt er jenen sonderbaren „Edensplitter“ in seinen Besitz, deren Ableger euch in den weiteren Teilen begleiten werden. Am Ende findet Desmond kryptische Botschaften eines Vorgängers an der Wand von Abstergo.

Assassin’s Creed II
Mit Hilfe von Lucy Stillman schafft es Desmond aus dem Abstergo Institut zu fliehen. In einem geheimen Versteck erlebt er, mit einer verbesserten Version des Animus, das Leben von Ezio Auditore - ein Vorfahre aus der Renaissance. Er durchlebt das Leben des Assassinen vom Jüngling bis zum Meister, welcher schlussendlich erneut den Edensplitter („Apfel“) in Besitz bringt und eine geheime Gruft im Vatikan entdeckt. In dieser begegnet Ezio das erste Mal einem Wesen der ersten Zivilisation, nämlich Minerva. Diese ignoriert aber jenen Vorgänger und beginnt direkt mit Desmond zu kommunizieren. Sie warnt vor einer bevorstehenden Katastrophe, die alles Leben auf der Erde vernichten könnte. Jenes sei vor Tausenden von Jahren schon passiert und ihre Leute hätten an einer Lösung für das Problem gearbeitet. Leider konnte die Arbeit nicht fertiggestellt, aber das Wissen an geheimen Orten in der Welt verborgen werden. Am Ende finden die Templer Desmonds neues Versteck, aber die Zeit im Animus hat auch ihn verändert. So besitzt er jene Fähigkeiten eines Assassinen und er kann flüchten.
Assassin’s Creed Brotherhood
Desmond und sein Team suchen nun Zuflucht in einem Versteck in Italien. Via Animus taucht er nochmals in das Leben von Ezio ein. Nach der Rückkehr des Assassinen aus dem Vatikan wird sein Heimatort von Templern überfallen und der Edenapfel gestohlen. Ezio erobert am Ende natürlich diesen zurück und verwahrt ihn in einer Gruft unter dem Kolosseum. In der Gegenwart findet Desmond dieses geheime Versteck und trifft dort ein weiteres Mitglied der ersten Zivilisation – Juno. Nur Desmond kann deren Worte vernehmen und als er den Edenapfel berührt, übernimmt dieser die Kontrolle über den jungen Mann und zwingt ihn, Lucy zu erstechen. Anschließend bricht er zusammen. Sein Team diskutiert noch darüber, ihn wieder in den Animus zu legen, um ihn zu retten.

Assassin’s Creed Revelations
Desmond ist immer noch ohne Bewusstsein. Sein Team denkt, dass er an den Folgen eines sogenannten Sickereffektes des Animus leidet. Sie schließen in daher an ein spezielles Animus-Programm an. In der virtuellen Welt, auf einer virtuellen Insel, trifft er Subjekt 16. Bei diesem handelt es sich um den virtuellen Körper eines ehemaligen Mannes, welcher wie Desmond an den Animus angeschlossen war. Letzterer erfährt, dass sein Gehirn durch das intensive Erleben der Erinnerungen von Altair und Ezio am Rande eines Gehirnschadens ist (Sickereffekt). Er könne aber seine Gesundheit völlig herstellen, wenn er die Erlebnisse seiner Vorfahren völlig vollendet. So setzt Desmond seine Reise fort. Wieder als Ezio, versucht dieser die Botschaft von Minerva zu entschlüsseln. So macht er sich auf die Suche nach der geheimen Bibliothek seines Vorgängers Altair. Die Tür zur Bücherei lässt sich aber nur mit fünf ganz besonderen Schlüsseln öffnen. So begibt er sich auf die Suche und erlebt dabei immer wieder Schlüsselmomente aus Altairs Leben. In der Bibliothek sind zwar weit und breit keine Bücher zu finden, aber dafür die sterblichen Überreste von Altair, welcher seinen Edenapfel in den Händen hält. Dieser wird nach Ezios Ankunft aktiviert und wieder erhält Desmond direkt eine weitere Nachricht.
Er begegnet nun Tinia, welche über die damalige Katastrophe berichtet, in der ihre Bevölkerung ums Leben kam. Außerdem teilt sie Desmond mit, dass die „Erste Zivilisation“ im letzten Moment eine Übertragung ihres gesamten Wissens, in einem unterirdischen Tempel im US-Bundesstaat New York versteckte. Mittlerweile unter der Leitung von Desmonds Vater haben die Assassinen den Staat bereits erreicht, als dieser erwacht. Sein Edenapfel findet die Verbindung zum Edenapfel im großen Tempel - welchen sie schließlich auch finden.
Assassin’s Creed III
(ohne Spoiler)
Genau hier geht die neueste Geschichte weiter. Wieder im Animus schlüpfst ihr zuerst in die Rolle eines Engländers namens Haythams, welcher in die neue Welt reist. Nach einigen Aufgaben, sowie der Bewältigung einiger „Probleme“ lernt ihr die spätere Mutter eures Assasinen – Kaniehtí:io – kennen und lieben. Nach einem Zeitsprung beginnt hier die eigentliche Handlung des Halb-Mohawk-Indianers und Assassinen Ratonhnhaké:ton – besser bekannt als Connor Kenway. So bewegt ihr euch im Zeitraum der „Amerikanischen Revolution“ und des „Unabhängigkeitskrieges“ (also zwischen 1753 und 1783) durch die früheren Vereinigten Staaten. Dabei durchstreift ihr die Städte Boston und New York City. Außerdem existiert ein weitläufiges Gebiet namens Grenzland und die Städte Lexington und Concord.

Wie immer handelt es sich bei den Ereignissen um eine fiktive Geschichte, aber wieder einmal hat es Ubisoft geschafft – besser als je zuvor – die Story mit historischen Begebenheiten und Personen sehr glaubhaft zu verweben. So werdet ihr Zeuge des “Boston Massakers“ oder der „Boston Tea Party“ und trefft Leute wie beispielsweise George Washington. Das alles wird sehr glaubhaft erzählt, als ob es wirklich so abgelaufen wäre. Ihr erlebt eben die Geschichte von Connor und seinem Weg vom Jüngling zum Assassinen. Natürlich geht es erneut um den Kampf gegen die Templer und um die Suche nach dem verborgenen Wissen der ersten Zivilisation.
Der Assassine auf Wii U
Inhaltlich handelt es sich bei allen PC- bzw. Konsolenversionen um das gleiche Spiel. Was ist aber nun der Unterschied der Wii U Version?
Das größte Unterscheidungsmerkmal ist wohl die Implementierung des GamePad-Bildschirms. Neben den Zwischensequenzen, welche auf dem Pad parallel laufen, wird die meiste Zeit auf dem Screen eine vergrößerte Umgebungskarte angezeigt. Zwar sind beispielsweise gewisse Dinge früher zu erkennen oder ihr könnt via Tastendruck euer Pferd rufen oder eure Waffen wählen. Doch handelt es sich dabei um keinen Grund die Wii U Version bevorzugen zu müssen. Hier wäre sicherlich mehr drinnen gewesen, denn vor allem bei Minispielen, bei denen es sich vorwiegend um Brettspielklassiker handelt, wäre der Einsatz des Touch-Screen sicherlich eine gute Lösung gewesen.
Besitzer eines 3D TV-Gerätes können das Spiel, wie auch in anderen Fassungen, in verbesserter Stereoskopie genießen. Wer, wie ich, Kinder hat oder aus diversen Gründen nicht oft an den TV und zum Zocken kommt, für den ist die Wii U Version genau das Richtige. Das gesamte Spiel lässt sich nämlich auf das Pad streamen und somit könnt ihr immer und überall spielen. Mit Kopfhören im Bett macht sich das auch ganz gut. Grafisch müsst ihr hier keine großartigen Abstriche machen.

So steuert ihr euren Assassinen
Da das GamePad keinen nennenswerten Vorteil bringt, empfiehlt sich – vor allem für jene, die bisher die Teile auf der PS3 gezockt haben – der Einsatz des Pro-Controllers. Zwar ist die Tastenbelegung identisch dem Pad, aber meines Erachtens spielt es sich dennoch eine Spur besser. Euer Assassine wird mit dem linken Stick gesteuert und mit dem rechten die Kamera bedient. Via RZ könnt ihr schneller laufen oder an Bäumen, Häusern etc. hochklettern. Mittels LZ könnt ihr gewünschte Objekte markieren. A dient zum Interagieren oder im Gefecht zum Kontern. Mit B könnt ihr schnell gehen oder in Kombination mit RZ springen. Attentate/Kämpfe führt ihr mit Y oder X (Einsatz der Waffen) durch. Durch einen Druck auf den linken Stick schaltet ihr das „Adlerauge“ ein. Mit diesem könnt ihr Ziele und andere Dinge besser aufspüren. Mit R und dem Einsatz der passenden Sticks könnt ihr eure Waffen auswählen. Hier handelt es sich einmal um die Grundsteuerung. Natürlich kommen den Buttons weitere Aufgaben hinzu, wenn es beispielsweise ums Reiten oder um Seeschlachten geht.
Hin und wieder kommt es auch zu Slow-Motion-Sequenzen, in denen ihr die richtigen Tastenkombinationen drücken müsst.
Eure Feinde sind immer und überall
Assassin’s Creed lebt natürlich vom Schleichen oder der offenen Konfrontationen. Dabei machten in den Vorgängern die beteiligten KIs nicht immer eine gute Figur. Dieses Thema hat sich Ubisoft zu Herzen genommen. So sind die Wachen nun noch wachsamer, vor allem wenn euer Charakter gerade für Aufsehen gesorgt hat. Außerdem empfiehlt es sich getötete Personen nicht einfach so herumliegen zu lassen, denn auch hier reagieren eure Gegner schneller. Natürlich funktioniert es nicht immer perfekt, vor allem wenn Wachen an einem vorbeilaufen, obwohl euer Kopf aus dem Gebüsch herausschaut, aber immerhin ist eine große Verbesserung erkennbar.

Es wartet viel Arbeit
Neben der Hauptstory, für die ihr in etwas 20 Stunden einplanen könnt, gibt es noch eine Vielzahl von Nebenaufgaben. So gibt es unter anderem Kuriermissionen, Lieferaufträge und Auftragsattentate. In Assassins Creed III müsst ihr auch hin und wieder auf die Jagd gehen, um Rohstoffe zu gewinnen. Außerdem erhaltet ihr Zutritt zur Jagdgesellschaft, für die ihr einige Herausforderungen bewältigen müsst. Nebenbei könnt ihr auch noch sieben Forts erobern und Befreiungsmissionen absolvieren. Wie schon in einigen Vorgängern gibt es die Assassinengilde. Somit könnt ihr wieder Rekruten anheuern und durch Zusatzmissionen, in denen diese auch ihre Ränge verbessern, etwas Geld verdienen.
Durch die Entdeckung einiger Eingänge in den Untergrund könnt ihr Schnellreiseziele freischalten – ähnlich den Eingängen in die Katakomben bei älteren Spielen. Im Laufe des Games kann Connor auch verschiedene Aufgaben zur See bewältigen. Dabei handelt es sich um Erinnerungen an Navigationen und Seeschlachten an Bord der Aquila.
Der Multiplayer
Wer den Online-Multiplayer von Assassin’s Creed aus den Vorgängern kennt, wird sich auch hier schnell zuhause fühlen. Grundsätzlich hat sich am Spielprinzip nichts verändert. Noch immer geht es darum, still und heimlich einen angezeigten Gegner zu eliminieren, während man selber Attentatsziel eines anderen Spielers ist. Je nach Modus seid ihr dabei alleine oder als Team unterwegs. Es gibt eine Vielzahl verschiedenster Modi in ACIII. Variationen des oben beschriebenen Spielprinzips sind „Deathmatch“, „Gesucht“, „Meucheln“ und „Kopfjagd“. Außerdem gibt es noch den Modus „Artefakt Angriff“. Hier gewinnt jenes Team, welches die meisten Artefakte erbeutet. In „Dominanz“ gilt es, die höchste Punktezahl durch das Erobern und Verteidigen verschiedenster Territorien, zu erreichen. Eher kooperativ und „nur“ mit bis zu 4 Spielern möglich, ist der Modus „Wolfsrudel“. Hier müsst ihr in zeitlich begrenzten Sequenzen, die höchste Punktezahl durch das Eliminieren von Zielen erreichen. Nach jeder Partie erhaltet ihr natürlich Erfahrungspunkte, welche euren Rang verbessern.
Insgesamt gibt es um die sieben Karten, ca. 16 Charaktere zur Auswahl und nebenbei noch jede Menge freizuspielen.

Technisch besser?
Im Großen und Ganzen liegt die Wii U-Version technisch auf dem Niveau der anderen Konsolen. Zwar sind Kontrast und Schärfe eine Spur besser, aber sie kämpft dennoch mit ähnlichen Problemen der anderen Fassungen.
Genauso wie schon „Assassin’s Creed: Liberation“ auf der Vita, gibt es auch bei der Wii U Version von ACIII gleich zu Beginn eine Vielzahl an Problemen bei der Grafikdarstellung. Gerade am Anfang häufen sich Einbrüche in der Framerate oder es finden sich Tiefenunschärfen oder niedrige Texturdetails. So tauchen manche Gegenstände oder Personen erst dann auf, wenn ihr euch unmittelbar davor aufhaltet. Zwar etwas verbessert, aber dennoch wie bei den anderen Versionen, gibt es Probleme in der Schattendarstellung. Außerdem kämpft Connor nicht nur mit Templern, sondern auch mit Bildrateeinbrüchen und Kantenflimmern.
Wie bei der oben erwähnten Handheld-Version bekommt das Game aber die Schwächen im Laufe des Abenteuers in den Griff. Zwar gibt es immer noch die ein oder andere Unstimmigkeit, aber nicht mehr in dieser Häufigkeit. Die Grafik ist natürlich nicht schlecht, aber bei solch einem Blockbuster sind die Erwartungen dementsprechend hoch. Dennoch beeindruckt das Spiel mit tollen Szenerien und Panoramen, genauso wie mit imponierenden Lichteffekten.
Der Soundtrack ist wie immer bombastisch und filmreif. Auch bei den Synchronsprechern wurde nicht gespart, welche ihre Sache somit sehr gut machen.
Fazit
Leider macht Assassin’s Creed III auch auf der WiiU keinen besseren Eindruck, als auf anderen Konsolen. Zwar ist die Story packender als je zuvor, Effekte und Seeschlachten bombastisch, aber Probleme in der Grafikdarstellung trüben teilweise den Spielespaß etwas. Auch gibt es keine großen Neuerungen, wie es vom ersten auf den zweiten Teil der Fall war. Der Einsatz des GamePad rechtfertigt keinen Vorzug der Wii U Version, aber macht das Spiel auch nicht schlechter gegenüber den anderen Fassungen. Es empfiehlt sich sowieso der Einsatz des Pro Controllers. Nicht falsch verstehen. Assassin’s Creed III ist jeden Euro wert und macht Spaß ohne Ende. Bei einem, von der Medienwelt derart gehyptem Game hätte man sich aber mehr erwarten können, was mit etwas mehr Entwicklungszeit auch sicherlich möglich gewesen wäre.
- spannende Handlung
- großer Umfang
- tolle Synchronisation
- cooler Multiplayer
- riesige Spielewelt
- verbesserte KI
- GamePad nicht gut integriert
- Probleme in der Präsentation
- keine wirklichen Innovationen
Vielen Dank an die Firma Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


