
Kirby's Adventure Wii
Neben den vielen Spielehighlights in
den letzten Wochen und vor allem neben Top-Titeln wie "The Legend of
Zelda: Skyward Sword", gibt es ein weiteres Spiel, welches nicht
übersehen werden darf.
Unsere rosa Pummelchen kehrt erneut auf die Wii zurück und wie er sich dabei schlägt erfährt ihr im Test zu Kirby's Adventure Wii.

Kirby's Adventure Wii
WII
- Genre
- Jump ’n‘ Run
- Serie
- Kirby
- Entwickler
- Nintendo
- Publisher
- Nintendo
- Konsole
- WII
- Spieler
- 1–4 lokal
Kirby will einfach nicht zur Ruhe kommen und das ist auch gut so. Anfang des Jahres bekam die „Strickkugelversion“ unseres rosa Freundes ein eigenes Abenteuer auf der Nintendo Wii. Vor kurzem erst machte eine Vielzahl der Knutschkugeln den Nintendo DS unsicher. Mit Kirby’s Adventure Wii bekommt unser Held gleich noch ein weiteres Abenteuer in diesem Jahr spendiert.
Notlandung und die Suche nach Ersatzteilen
Anhand eines dialoglosen Intros steigt man mitten ins Geschehen ein. Das Spiel beginnt mit der Notlandung eines außerirdischen Raumschiffs. Bei dessen Sturzflug über das friedliche Popstar Land verliert es allerlei Anbauteile. Um dem gestrandeten Alien mit dem Namen Magolor die Heimreise zu ermöglichen, stellt sich Kirby als Freund und Helfer zur Verfügung. Doch dieses Mal verbündet sich unsere rosa Kugel ausnahmsweise mit seinen alten Gegnern: Gemeinsam mit König Nickerchen, Meta Knight und Waddle Dee macht er sich daran, die Trümmer des Raumschiffes wiederzufinden ...
Das Abenteuer beginnt...
Ob alleine oder mit bis zu drei Freunden erkundet man nun Popstar Land, auf der Suche nach Zahnrädern und Ersatzteilen. Weitere Mitspieler können jederzeit, also auch im laufenden Spiel, ein- oder aussteigen. Weiters steht jedem Mitstreiter einer der besagten Charaktere zur Verfügung. Will jeder Kirby spielen, so ist es auch kein Problem und „Maß Attack-ähnlich“ flitzen vier verschiedene „Farbkugeln“ durch die Gegend. Jede Menge Spaß ist also vorprogrammiert.
Gespielt wird via horizontal ausgerichteter Wiimote. Das Spiel ist in fünf Gebiete unterteilt, die alle auf dem sternförmigen Planeten spielen. Wie gesagt geht es um die Suche nach Zahnrädern, Sternen und natürlich um die Bauteile des notgelandeten Sternenkreuzers. Kirby’s Adventure kehrt zu seinen Wurzeln zurück und das vertraute Gameplay wird Fans der Serie sofort in Fleisch und Blut übergehen. Der Titel orientiert sich wieder komplett an den klassischen Sidescroll-Elementen, in Verbindung mit der bereits bekannten bunten und farbenfrohen Optik.

Popstar-Land
Unser bunter Held durchstreift auf seiner Reise saftige Wälder, Höhlen, Steinlandschaften, Wüsten und viele weitere wirklich mehr als gelungene Locations. Wie bereits erwähnt, bedient sich das Spiel einiger klassischer Elemente, aber in einer aufgepeppten Version. Zwar läuft man von links nach rechts, doch vermittelt das Bild eine wunderschöne 3D-Landschaft, so wie wir es bereits aus „Donkey Kong Country Returns“ kennen. Im Hintergrund erlebt man wunderschöne Meeres- und Waldlandschaften, Wüstenstürme etc. Die Atmosphäre ist einfach malerisch und verleiht dem Titel einen gewissen Flair, der zum Weiterspielen mehr als nur motiviert. Für Abwechslung ist also gesorgt, aber nicht nur dadurch, sondern auch durch die Vielseitigkeit unseres rosa Vielfraßes.
Kirby, wie er leibt, lebt und frisst
Das Talent, Dinge zu kopieren, hat Kirby auch im neuen Abenteuer nicht verlernt. Durch das Aufsaugen bestimmter Gegner nimmt man, wenn man möchte, dessen Fähigkeiten auf. Dargestellt wird jede Aktion durch die passende Kopfbedeckung: Ausgerüstet mit einer grünen Mütze läuft man schwertschwingend durch die Level, via Narrenkappe und Zauberstab lassen sich Feinde per Energiestöße beseitigen und mit Cowboyhut und Lasso, welches eher an eine Peitsche erinnert, darf man Indiana Jones Konkurrenz machen. Natürlich gibt es noch jede Menge anderer „Hüte“ und auch Gadgets wie Regenschirm und Kanone.

Werden besonders große, schillernde Gegner aufgesaugt, erhält unser Held Superfähigkeiten. Diese sind aber nur begrenzt einsetzbar, denn erlischt der regenbogenfarbene Balken, ist Schluss mit lustig. Aktionen wie das Schwingen eines Riesenschwertes, das Abschießen von Feuerstößen etc. gehören dann bis zur nächsten Möglichkeit der Vergangenheit an. Vor bestimmten Bossgegnern oder Stellen im Spiel, sind auch immer wieder „Spezial-Power-Spender“ zu finden, die besondere Wirkung zeigen. Ansonsten verfügt Kirby über alle bekannten Grundfunktionen wie Schlucken, Spucken, Einsaugen, Mega Einsaugen (Saugen + Schütteln der Wii-Mote) und Schweben.
Eine Vielzahl an Möglichkeiten
Kirby’s Adventure Wii bringt jede Menge Spielespaß und neben dem Durchlaufen der Welten und dem Finden der Bauteile bietet es noch viele andere Möglichkeiten. Durch das Aufsammeln von Fressalien lässt sich die Lebensleiste wieder etwas auffrischen. Anders wie im „Magischen Garn“ kann unser rosa Freund dieses Mal wieder Ausflüge ins Niemandsland machen und im schlimmsten Fall erblickt man sogar einen „Game-Over-Bildschirm“. Durch das Sammeln von 100 Sternen oder das Finden von 1UPs lassen sich jedoch Zusatzleben verdienen. Erstere sind in den Level überall einzusammeln. Anders hingegen und schon etwas schwieriger ist das Finden der Zahnräder. Hier muss man schon seine Gehirnzellen etwas mehr anstrengen, um diese in den Welten zu entdecken. Jedoch sind diese nicht wirklich für die Hauptstory relevant. Motivierend ist jener Faktor, dass dadurch wirklich lustige Minispiele (zB Wurfsternschießen) und Bonus-Stages erkauft werden können und sich so die Spielzeit um einiges verlängert.
Es lohnt sich wirklich hinter jedem Stein nachzusehen, denn hin- und wieder öffnen sich genau dort Portale in Paralleldimensionen. Hinter diesen warten meistens Kämpfe gegen einen Geistervogel, an dessen Ende immer Zahnräder als Belohnung warten. Die Bosskämpfe selbst sind zwar meistens sehr einfach, da davor wichtige Power-Ups bereitgestellt werden, aber dennoch sehr abwechslungsreich. Auch begegnet man so einigen alten Bekannten, aber mehr soll nicht verraten werden.
So niedlich wie immer...
Die Aufmachung von Kirby’s Adventure Wii ist so niedlich wie immer. Punkto Optik wurde schon so einiges berichtet und die dynamischen Umgebungen sind einfach zum Verlieben. Obwohl das Leveldesign klasse aussieht und die Effekte toll sind, wäre noch Luft nach oben. Auch in punkto Sound hat der Titel einiges zu bieten. Musikalisch ertönen die bekannten Kirby-Klänge, welche wie immer ins Ohr gehen, gute Laune verbreiten und es daher einfach nur Freude macht, durch Popstar-Land zu laufen und zu schweben.

Fazit
Kirbys zweites Abenteuer auf der Wii ist durchaus gelungen und macht riesigen Spaß. Dennoch will der Funke nicht ganz so überspringen wie bei „Kirby und das magische Garn“. Der Titel bewegt sich auf hohem Niveau mit optisch ansprechenden Welten, tollem Gameplay und einer Vielzahl an spielerischen Möglichkeiten. Jedoch ist die Umsetzung und Aufmachung beim „Strickabenteuer“ etwas besser gelungen. So wurde das Intro nicht mehr vertont und auch die spielerische Umgebung wirkt nicht mehr so kreativ und überragend. Zwar wirklich fantastisch, aber halt nur mehr gut. Hier handelt es sich aber schon um Vergleiche auf höchster Ebene. Die Geschichte ist zwar nicht unbedingt mitreißend und die Spielzeit etwas kurz, aber durch die vielen „Sidequests“ zu verkraften. Unser rosa Vielfraß kehrt wieder zu seinen alten Wurzeln zurück, dieses Mal mit bis zu drei Freunden, womit lustige Spieleabende garantiert sind. Dennoch ist der Schwierigkeitsgrad sehr einfach und Kirby-Veteranen werden keine Probleme haben. Hier handelt es sich um ein tolles Jump’n’Run Abenteuer, bei dem man sicherlich nichts falsch machen kann und auch nicht wird.
- wunderschönes Leveldesign
- spielerische Vielfalt
- intuitive Steuerung
- Vier-Spieler-Koop-Modus
- viele Spezialfähigkeiten
- etwas zu leichter und kurzer Storymodus
- Handlung und Aufmachung ausbaufähig
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


