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Harvest Moon: Der Großbasar

Harvest Moon: Der Großbasar

Ulrich

Passend zu unserem aktuellen Spieletest, verlosen wir ein Exemplar von Harvest Moon der Großbasar für den DS.

Wie ihr am Gewinnspiel teilnehmen könnt, erfahrt ihr auf unserer Harvest Moon Gewinnspielseite.


Harvest Moon: Der Großbasar

NDS

Entwickler
Marvelous
Publisher
Rising Star
Konsole
NDS
Spieler
1 lokal

Obwohl es gerade ziemlich laut um den 3DS-Titel „Harvest Moon“ wurde, erschien vor kurzem ein neuerlicher Ableger für den Nintendo DS. Diesmal heißt es „Herzlich Willkommen im Großbasar!“ Doch was kann der Titel mehr wie die Vorgänger? Habt ihr das Zeug, einen Ort zu Ruhm und Glanz zu verhelfen?

Aller Anfang ist schwer

Zu Beginn des „Abenteuers“ startet man in einer Ortschaft, welcher sich Brisendorf nennt. Ein Plätzchen weit weg von jeglicher Hektik und Stress. Doch ist es hier wirklich so ruhig?

Wie bei allen anderen Harvest-Moon-Teilen bezieht man zunächst einen Bauernhof, welcher früher dem Dörfchen und vor allem dem ansässigen Basar zu Ruhm und Glanz verhalf. Doch leider wurde dieser schon länger nicht mehr bewirtschaftet und darunter litt natürlich auch das wirtschaftliche Leben von Brisendorf.

Ein Neustart ist aber, wie im richtigen Leben, nie einfach. Erstens fehlt oft das nötige Kleingeld, aber auch die richtige Ausrüstung. Gewappnet mit einer einfachen Spitzhacke, beginnt man zunächst sein Feld mit Saatgut des örtlichen Händlers zu bepflanzen. Vorerst ist nur der Anbau von Rüben möglich, da anderes zu Beginn noch viel zu kostspielig wäre. Schon der Ankauf von Düngemittel stellt zunächst einen sehr großen Arbeitsaufwand dar. Der Bauernhof besitzt auch ein Lager, indem man geerntete Güter, aber auch Gegenstände, welche man beim Herumlaufen findet, lagern kann (wie zB verlassene Bienenstöcke, Steine, Holzstöck, einfach nur Unkraut...). Ja, bei letzterem werdet ihr feststellen, dass sich mit allerlei Dingen Geld verdienen lässt und anfangs auf sehr unkonventionelle Sachen zurückgegriffen werden muss/kann. Die Fundstücke bzw. Erzeugnisse lassen sich nicht nur lagern, sondern natürlich auch beim Händler verkaufen, um das Geld in andere Waren, wie neue Werkzeuge zu investieren. Ansonsten heißt es erneut anbauen, bewässern und ernten. Einmal in der Woche findet aber auch der Großbasar statt, wo es viel zu entdecken gibt.

Klingelingeling, hier kommt der Eiermann!

Bevor es aber so weit ist, dass man auch Eier in seinem Sortiment hat, sind doch einige Spielemonate an Arbeit nötig. Wie bereits erwähnt findet einmal wöchentlich der Großbasar statt. Im Bauernhof findet sich ein übersichtlicher Kalender, in dem nicht nur diese Veranstaltung, sondern auch jegliche Festivitäten und Geburtstage in Brisendorf eingetragen sind. Hier handelt es sich um sehr nette „Nebenquests“, wie beispielsweise das „Blumenfest“, wo am Schluss an dessen Ende jene Personen gekürt werden, welche die meisten Pflanzen als Geschenk verbuchen konnten. Natürlich macht man den weiblichen Bewohnern eine große Freude damit. Weiters gibt es noch das Teefest und viele andere Aktivitäten. Auch lassen sich mit dem passenden Accessoire Geschenke machen, welche man an Geburtstagen den Bewohnern überreichen kann. So macht man sich sehr beliebt im Ort und neue Freundschaften werden geschlossen. Doch zurück zum Großbasar, denn hier findet man all jene Dinge, die des öfteren für Festivitäten oder zur Aufwertung des eigenen Landbesitzes benötigt werden.

Im neuen Teil der Reihe gibt es keine Versandbox mehr, dafür den wöchentlichen Markt, der zunächst aber nur sehr rar besucht ist. Nachdem einem sein eigener Stand zugewiesen wurde, kann man an Markttage seine Erzeugnisse ab 10 Uhr zum Verkauf anbieten. Hierzu wählt man einfach die nötigen Güter aus, welche dann am Markttisch verkauft werden.

Der Markttisch

Das wichtigste Werkzeug ist danach die „Glocke“. Ab jetzt heißt es klingeln was das Zeug hält. Ähnlich einem Marktschreier zieht man so die Aufmerksamkeit der Leute auf sich und die Waren gehen weg wie warme Semmeln. Es sind auch keine großen Kenntnisse notwendig, denn die Güter, egal ob Unkraut oder Kartoffelpflanze, haben ihre fixen Preise. Man kann zwar hin und wieder mit einzelnen Dörflern sprechen, aber hauptsächlich lässt man die Glocke bimmeln und drückt im richtigen Moment A als Verkaufsknopf. Das ganze klingt zwar verdammt simpel, macht aber immer wieder jede Menge Spaß. So erwischt man sich schon erneut beim Planen für die nächste Woche. Ein guter Verkauf ist nämlich nicht nur für das eigene Geschäft, sondern für das gesamt Dorf wichtig. Zu Beginn eines jeden Großbasars verkündet der Bürgermeister einen Gesamtumsatz, den alle Händler insgesamt erreichen sollten. An diesen ist die Entwicklung des Dorfes gebunden, denn dadurch wird die Veranstaltung interessanter und es erscheinen neue Besucher und interessantere Angebote.

Gut für`s Geschäft

Der Großbasar endet immer um 19 Uhr. Schafft man es vorher seine Waren an den Mann zu bringen, kann man natürlich noch die anderen Händler abklappern, um interessante Einkäufe zu tätigen. Natürlich kann man auch das laufende Geschäft mit einer Verkaufspause unterbrechen und so eine Runde drehen. Jedenfalls findet man am Markt viele neue Werkzeuge, Saatgutgattungen, Geschenkpapiere, neue Rezepte für Speisen usw. Je nach Aufwertung des Dorfes werden diese besser und interessanter.

Auch Tiere gibt es zum Verkauf!

Am Großbasar kann man aber nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere für den Hof kaufen, welche zu hegen und pflegen sind. An sonnigen Tagen muss man sie ins Freie bringen und an schlechten wieder in die Ställe treiben. Natürlich ist es auch wichtig, diese zu füttern oder bei Krankheit mit Medizin zu versorgen. Die passenden Futtermittel etc. kann man jederzeit beim örtlichen Händler erwerben. Doch die Mühen lohnen sich, denn so lassen sich Dinge wie Eier, Milch und viele andere Sachen zu den Erzeugnissen hinzufügen.

Die Windmühlen

In Brisendorf sind drei Windmühlen verteilt, die zunächst eher eine nette Landschaftsdekoration, als etwas Brauchbares darstellen. Im Laufe des Abenteuers stößt man irgendwann an seine Grenzen und mit den erzeugten Gütern lassen sich nicht mehr so schnell die nötigen Gewinne erzielen. Hier kommen die Windräder ins Spiel, zu denen man nach und nach Zugang bekommt. In diesen lassen sich andere Erzeugnisse zu verbesserten Dünger, Käse oder Mayonnaise umwandeln. Doch hier sollte etwas Zeit eingeplant werden, denn es funktioniert nicht von heute auf morgen.

Über Dörfler, Multiplayer und Innovationen

Wie bereits erwähnt lässt sich die zwischenmenschliche Beziehung durch die Teilnahme an Festen und das Nichtvergessen an Geburtstage verbessern. Doch all zu viel darf man sich nicht erwarten, bekommt man doch sehr häufig immer wieder dieselben Floskeln serviert. Aber mit Glück stößt man auf die große Liebe und findet seinen Ehepartner unter den Dörflern.

Ist dies einem zu öde, packt man seine Angel und geht fischen. Das macht nicht nur gute Laune, sondern die Fische bessern auch wieder das Haushaltsbuch etwas auf. Doch wenn man nicht vorher schlafen geht, dauert es oft sehr lange bis es Abend wird und die Felder erneut gegossen werden müssen. Wem das also nicht genügt, der kann auch dem Multiplayer einen Besuch abstatten. Dieser funktioniert Lokal oder via WiFi Connection. Mit bis zu vier Spielern kann man sich in einem Dorf treffen, Dinge verkaufen, gemeinsame Landwirtschaft betreiben und noch viele andere Dinge. Ein Nachrichtenaustausch ist mittels Touchscreen-Tastatur möglich.

Neben dem Großbasar und dem angesprochenen Multiplayer, gibt es kaum Neuerungen im neuen Harvest-Moon-Teil. Erwähnenswert ist eventuell noch das permanente Fortlaufen der Uhrzeit, die auch durch den Besuch im Menü nicht unterbrochen wird und das Fehlen der Hunger-Leiste.

Das Farmer-Handwerk

Für das Spielen von „Harvest Moon: Der Großbasar“ muss man nicht handwerklich geschickt sein. Das Spiel geht leicht von der Hand und alle wichtigen Tätigkeiten werden vorwiegend über die Aktionstasten ausgeführt. Der Touchscreen dient als sehr übersichtliche „Landkarte“, hat aber sonst kaum einen Nutzen.

Grafisch stellt der Titel kaum einen Fortschritt zum anderen DS-Teil dar. Die Animationen sind noch immer dürftig, aber dennoch findet man an der malerischen Landschaft sofort gefallen und vor allem auf dem 3DS wirkt das Game sehr scharf und kontrastreich. Musikalisch ist hier kaum etwas zu erwähnen. Die Hintergrundmusik stört nicht, aber auf die „Dudelei“ kann man auch getrost verzichten.

7.5Wertung

Fazit

Anfang stand ich dem Titel noch sehr skeptisch gegenüber. Erstens kann ich so endlosen Farmerspielen wie Harvest Moon, Animal Crossing, Farmville oder wie die alle heißen kaum etwas abgewinnen, zweitens kannte ich den vorigen DS-Teil, welcher auch sehr schnell wieder im Regal verschwand. Doch Harvest Moon: Der Großbasar macht vieles gleich und trotzdem interessanter und besser. Die Basarfunktion und das Erzielen von immer höheren Gewinnen macht süchtig und vertröstet über die Eintönigkeit des einfachen Anbaus. Auch gibt es keine Hunger-Leiste mehr und die Kapazität der Ausdauer wurde erhöht. Grafisch gibt es kaum Höhepunkte, aber dennoch sei das Spiel nicht nur Fans der ersten Stunde, sondern auch „Jungbauern“ empfohlen, welche gerne einmal dem Alltagsstress entfliehen wollen. Der typische Harvest-Moon Charme sorgt dafür, dass man sich gleich wie zuhause fühlt und das doch etwas neuartige Gameplay macht wirklich sehr viel Spaß.

Design
7.0
Sound
6.0
Online Multiplayer
7.5
  • tolles Verkaufssystem am Großbasar
  • einfache Steuerung
  • nette Nebenquests
  • Multiplayer
  • wenige Innovationen
  • grafisch kaum Fortschritte
  • eintönige Hintergrundmusik

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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