Zum Inhalt springen
Resident Evil: The Mercenaries 3D

Resident Evil: The Mercenaries 3D

David

Das vor kurzem erschienene Resident Evil The Mercenaries (zu unserem Test) und die darauf enthaltende Demo zu Revelations, dürfte das Interesse der Spieler für den Titel ziemlich gesteigert haben.
Einen genauen Termin gibt es leider noch nicht, aber zumindest ein paar kurze Videoschnipsel aus dem Spiel.
Neues Bildmaterial findet ihr auch in unserer Galerie zu Resident Evil Revelations.





Resident Evil: The Mercenaries 3D

3DS

Entwickler
Capcom
Publisher
Capcom
Konsole
3DS
Spieler
1–2 lokal
Freigabe
USK ab 18

Auch wenn es nicht das erste Spiel seiner Art war, so denkt man bei Survival-Horror für gewöhnlich direkt an Resident Evil.
Kaum eine Videospielserie hat so viele Ableger erzeugt und so einen immensen Einfluss auf die Entwicklung anderer Spiele und das gesamte Genre ausgeübt und auch außerhalb der virtuellen Welt gibt es mittlerweile unzählige Filme, Comics und Bücher die sich mit der Thematik beschäftigen. Als der erste Teil 1996 für die PSX erschien waren die Spieler begeistert von der einzigartigen Komposition des Titels. Eine wahre Welle von Spielen dieser Machart folgten, unter ihnen Titel wie Dino Crisis, Parasite Eve und Silent Hill. Wobei es außer z.B. letztgenanntem kaum einer weiteren Serie gelang, bis heute zu überdauern.
Die ausgewogene Mischung aus Action und Adventure, gepaart mit einer ordentlichen Prise Horror traf damals genau den Nerv der Spieler. Um einen Werbeslogan zu Teil 2 aufzugreifen: "If the suspense doesn't kill you, something else will!". Neben dem Abenteueraspekt und der Atmosphäre im Spiel arbeiten viele weitere Mechanismen zusammen um das beklemmende Gefühl der Serie zu erzeugen. Wo es bei Shootern eher Klotzen statt Kleckern heißt, muss der Spieler bei Resident Evil mit seinen Ressourcen haushalten. Wer sinnlos in der Gegend rumballert oder einfach ein schlechter Schütze ist, der kann leicht mal mit leerem Magazin in einen Raum voller Untote stolpern. Auch die gut platzierten, aber rar gesäten Speicherplätze zwangen den Spieler in wichtige Entscheidungen.

Die Jagdsaison ist eröffnet

Neben den Hauptspielen gibt es auch zahlreiche Spin-Offs welche weniger bis keinen Wert auf den Rätsel- bzw. Abenteuerpart legen. Resident Evil The Mercenaries 3D ist einer dieser Titel. Das Ziel des Spiels ist einzig und alleine bei Jagd nach der Höchstpunktzahl in kürzester Zeit so viele Gegner wie möglich den Tod zu bringen. Eine Hintergrundgeschichte oder Zusammenhänge sucht man hier ebenso vergebens, wie die von der Serie bekannte nervenzerreißende Spannung.
Neben den Horden von Widersachern, welche aus den verschiedenen Teilen der Serie entstammen, sind es vor allem die spielbaren Charaktere, die das Spiel eigentlich mit Resident Evil verknüpfen.
Diese sind, die aktuell letzten Überlebenden der S.T.A.R.S. - Teams Alpha und Bravo: Chris Redfield, Rebecca Chambers, Jill Valentine und Barry Burton, der Umbrella Kommandosoldat HUNK, die Aktivistin Claire Redfield und die mittlerweile als verstorben gemeldeten Albert Wesker (ehemaliges S.T.A.R.S. Alpha-Mitglied und Verräter) und Jack Krauser ( vormals US-SOCOM Mitglied).
Jeder dieser Charaktere verfügt über eine festgelegte Ausrüstung. Im Laufe der Spiel erhält man die Möglichkeit das Arsenal der einzelnen Figuren untereinander auszutauschen.
Die insgesamt 30 Missionen sind in acht verschiedene Gebiete aufgeteilt: Versammlung, Schiffsdeck, Raketengelände, Minen, Verlassene Insel, Dorf, Schloss und Gefängnis.
Bei euren Gegnern handelt es sich nicht um die hirnlose Kreaturen aus den ersten Teilen, sondern um mit dem Las PlagasVirus angesteckte Menschen. Dementsprechend greifen diese auch schon mal zu Waffen wie Armbrüsten und Granaten.
Neben Bosskämpfen geht es hauptsächlich darum in einer vorgegebenen Zeit so viele Infizierte wie möglich zu eliminieren. Um viele Punkte zu kassieren, sollte man darauf achten Kombos zu landen und nicht getroffen zu werden. Wild um sich schießen bringt in den meisten Fällen also recht wenig.
Sein Zeitkonto stockt man auf, indem man Gegner durch Nahkampfattacken den Rest gibt, oder aber auf der Karte verteilte Zeitboni aufsammelt. Im Gegensatz zur gewohnten Resident Evil – Manier schwimmt ihr in The Mercenaries geradezu in Munition und Heilmitteln.
Nach jedem Durchlauf einer Mission wird eure Leistung bewertet. Ja nach Ranking besteht die Option, dass zusätzliche Inhalte freigeschaltet werden.
Neben der bereits erwähnten Option des Waffentausches gibt es noch weitere Möglichkeiten den Charakter zu modifizieren. So könnt ihr euch pro Figur jeweils ein weiteres Outfit erspielen.
Außerdem können bis zu drei Fähigkeiten/Talente zugewiesen werden. Diese sorgen zum Beispiel dafür, dass man automatisch regeneriert, besser gegen Angriffe geschützt ist oder auch während einer Bewegung nachladen kann.

Der kleine Vorab-Grusel

Als kleines Extra beinhaltet der Titel eine kurze spielbare Demo zu Resident Evil Revelations. Dabei steuert ihr Jill durch die Gänge eines scheinbar verlassenen Frachtschiffs. Auch wenn der spielbare Abschnitt nur sehr kurz ist, so zeigt er doch, dass die Macher der Serie durchaus noch in der Lage sind das serientypische Gefühl zu vermitteln. Die engen Passagen des Schiffes gepaart mit der Geräuschkulisse erzeugen ein ähnlich beklemmendes Gefühl, wie die Flure des Herrenhauses zu seiner Zeit.

Auch technisch weitestgehend schockfrei

Optisch dürfte The Mercenaries das Beste sein, was es momentan für den 3DS gibt. Die Levels und Figuren sind extrem detailreich und sorgen für die nötige Atmosphäre. Der 3D-Effekt ist zwar sichtbar, aber etwas mehr Tiefenwirkung hätte dem Titel definitiv gut getan.
Die elektrolastige Musikuntermalung passt sehr gut zum stets vorhandenen Zeitdruck unter dem der Spieler steht. Allerdings trägt dies noch mehr dazu bei, dass man nicht das Gefühl hat Resident Evil zu spielen.
Die kombinierte Steuerung mit Slidepad, Tasten und Touchscreen funktioniert tadellos. Für verschiedene Vorlieben gibt es diverse Einstellungsmöglichkeiten bei der Art der Steuerung. Partner für Onlinespiele sind rasch gefunden und meist laufen die Missionen problemlos ab. Aber auch Resident Evil ist nicht vor Lag gefeit. So kommt es schon des öfteren dazu, dass Figuren sprunghaft den Standort wechseln oder erst zeitverzögert von euren Aktionen beeinflusst werden.
Was von technischer Seite aus auf jeden Fall zu bemängeln ist, ist die Menüführung. Diese ist stellenweise unnötig verschachtelt und entspricht so gar nicht dem einfach konzipierten Spiel.
Hat man zum Beispiel eine Mission beendet, muss man manuell in die Missionsauswahl und den nächsten Level auswählen. Ansonsten landet man direkt wieder im gleichem Abschnitt wie zuvor.
Ebenfalls fraglich ist der nicht löschbare Spielstand. Zum einen verhindert er, dass man den Titel nach einiger Zeit nochmals komplett neu genießen kann, zum anderen senkt er einen möglichen Wiederverkaufspreis.

7.0Wertung

Fazit

Resident Evil The Mercenaries 3D ist optisch ein absoluter Leckerbissen. Die Steuerung geht gut von der Hand und der Mehrspielermodus funktioniert tadellos. Auf der anderen Seite bietet der Titel mit gerade mal 30 Leveln die sehr schnell beendet sind, relativ wenig Umfang - außer man ist erpicht darauf, alles freizuschalten und sämtliche Erfolge zu erringen.
Wären nicht die bekannten Charaktere der Serie hätte der Titel nicht wirklich viel mit Resident Evil gemeinsam. Die komplett fehlende Handlung trägt dazu ebenso bei wie die Musik und das Gameplay.
Hier geht es wirklich nur darum so schnell und so effizient wie möglich jegliche Art von Gegner zu eliminieren. Fans der Serie dürfen sich aber zumindest auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten freuen. Mit etwas mehr Inhalt in Sachen Story und Umfang wäre mehr drin gewesen, als nur ein guter Anheizer auf das kommende Resident Evil Revelations.

Design
9.0
Sound
7.0
Online Multiplayer
7.0
  • sehr gute Optik
  • gelungener Koop-Modus
  • Wiedersehen mit alten Bekannten
  • wenig Inhalt
  • keinerlei Handlungsstrang
  • kaum Resident Evil Atmosphäre

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

Reactions

👍
❤️
😂
😮
🔥
👀
🤔
🎮
🎉

0 Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!