
One Piece - Unlimited Cruise 1: Der Schatz unter den Wellen
Namco Bandai gab heute in einer Pressemitteilung bekannt:
Das neueste Hochsee-Abenteuer basierend auf der japanischen Bestseller-Mangaserie von 2008 ist ab sofort erhältlich
Ahoi, Ihr Landratten - die Gewässer sind wieder ein wenig sicherer geworden! NAMCO BANDAI Games Europe hat One PieceTM: Unlimited Cruise 2 vom Stapel laufen lassen – exklusiv für Nintendo Wii. Der zweite Teil der One Piece: Unlimited Cruise-Serie bringt die Schiffscrew des ersten Teils von Juni 2009 wieder mit an Bord: Monkey D. Ruffy und die Strohhut Bande machen sich erneut auf zu einer abenteuerlichen und gefährlichen Reise auf der Suche nach den wertvollsten aller Schätze.
“One Piece ist eine sehr bekannte Manga-Serie in Japan, die in Sachen Beliebtheit Mitbewerber mit Leichtigkeit auf die Plätze verweist”, stellt Hiro Ochiai, Vize Präsident Sales and Marketing bei NAMCO BANDAI Games Europe, fest. “Wir sind überzeugt, dass der Humor, der Charme und die Anziehungskraft von One Piece schlichtweg grenzüberschreitend wirken. Daher finden wir es sehr spannend, den zweiten Teil der Odysee von Monkey D. Ruffy den Wii-Spielern weltweit präsentieren zu können.” Auch deutsche Zuseher und Spieler gleichermaßen können sich dem enormen Charme der Serie nicht entziehen.
Mit der Unlimited Cruise-Reihe können zum ersten Mal auch Wii-Spieler das One Piece Universum besuchen. Die Spieler erwarten in One Piece: Unlimited Cruise nicht nur gefährliche Kämpfe, sondern ebenso geheimnisvolle Machenschaften und Intrigen. Auf der Thousand Sunny, dem Schiff der 1.000 Meere bricht die bunt gemischte Crew der Strohhutbande zu einer Vielzahl mysteriöser Inseln auf, um ihr fantastisches Abenteuer zu beginnen. Aufgrund der umfangreichen Storyline wurde der Abenteuer-Titel in zwei Episoden aufgeteilt, damit die Spieler noch tiefer in die Geschichte eintauchen können.
Mit der Wii Remote und den Nunchuck Controllern werden Spieler aktiv: Durch ziehen, drehen und schwingen bekämpfen sie erfolgreich die schrecklichen und hinterhältigen Schurken. Dabei nutzen sie die individuellen Bewegungsmöglichkeiten der Charaktere inklusive Ruffys “Gum Gum Storm” und Namis “Cyclone Tempo”. Eine große Charakterauswahl steht zur Verfügung, um die epische Reise in Angriff zu nehmen. Mehr als 12 der beliebten Figuren sind anwählbar, um sich den über 30 Bossgegnern aus der Original-Animeserie entgegen zu stellen.
Als große Überraschung hält die Storyline der Spiele auch einen zentralen Charakter parat, der exklusiv vom Autor der One Piece Manga-Serie, Eiichiro Oda, geschaffen wurde. Eine Tatsache, die die die vielen Fans begeistern dürfte: One Piece war die bestverkaufte Manga-Reihe im Jahr 2008 in Japan, was angesichts der Manga- und Animebeliebtheit bei Millionen Japanern alles andere als leicht zu erreichen ist. Auch in Deutschland erfreut sich die Serie höchster Beliebtheit. Die One Piece: Unlimited Cruise-Serie ist die perfekte Mischung aus Action und Appeal, die gleichermaßen Newcomer und Fans begeistern wird. One PieceTM: Unlimited Cruise 2 erscheint exklusiv für Nintendo Wii.
One Piece: Unlimited Cruise 1 ist seit Juli erhältlich - unsere Meinung zur ersten Hälfte dieses Abenteuers findet ihr hier

One Piece - Unlimited Cruise 1: Der Schatz unter den Wellen
WII
- Genre
- Action-Adventure
- Serie
- One Piece
- Entwickler
- Bandai
- Publisher
- Atari
- Konsole
- WII
- Spieler
- 1–2 lokal
- Freigabe
USK ab 12
Endlich hat es ein One Piece-Spiel auch auf die europäischen Nintendo-Konsolen geschafft, welches unter vielen Fans, zusammen mit dem zweiten Teil, gern als die bisher beste Videospiel-Adaption der berühmten Manga-Serie gilt.
Yohoho! Und `ne Buddel voll Rum!
Ruffy und seine Freunde, die Strohhut-Piraten, geraten in einen Sturm. Ruffy entdeckt im Zentrum des Gewitters ein geheimnisvolles Glänzen. Abenteuerlustig (oder leichtsinnig) wie sie nun mal sind wird dieses Ziel gleich direkt angesteuert, immerhin könnte ein großer Schatz dahinter liegen! Ruffy schafft es dieses Etwas zu berühren und wird zu einer „Herausforderung“ eingeladen. Als kleinen Helfer bekommen die Strohhüte das Wesen „Gabri“ zugeteilt. Dieses kann Wege frei machen, in dem man es mit Items füttert. Nun müssen die Strohhüte vier Inseln erkunden, um alle Prüfungen zu bestehen. Diese führen von einem Deja-Vú zum Nächsten: Denn auf den Inseln lauern Horden von Pflanzenmonstern, die sich in Gegner verwandeln, denen unsere Helden schon begegnet sind… oder noch begegnen werden!
Die Story ist recht simpel und begründet lediglich den Spielverlauf. Wenn ihr den Boss erreicht habt, wird der Kampf durch äußerst humorvolle Zwischensequenzen untermalt, die sogar über Sprachausgabe verfügen, doch leider nur auf Japanisch. Es soll auch möglich seine diese auf Englisch umzustellen, ich habe diese Funktion jedoch nicht gefunden. Um ehrlich zu sein hätte ich sie auch nicht genutzt, denn im Vergleich zu den emotionalen Originalstimmen ist die englische Synchronisation nicht besonders gut. Als Nintendofan dürfte man ohnehin bereits ans Lesen gewöhnt sein. Nebenbei erwähnt: Im Gegensatz zum deutschen Anime dürfen die Dialoge auch Wörter wie „sterben“ und „Tod“ enthalten.
Wer zum Afro ist Brook?
Es wird vom Spieler oft erwartet die wunderbare Welt von „One Piece“ bereits zu kennen. Nicht einmal in der Bedienungsanleitung gibt es eine kurze Einleitung zu den Persönlichkeiten der neun Protagonisten! Das fällt als Fan des Animes besonders ins Gewicht, wenn man Personen trifft, die in der deutschen Fernsehserie noch gar nicht aufgetaucht sind. Deshalb hat die Lokalisierung auch ein Jahr gedauert, damit das Spiel zumindest den Manga nicht spoilert.
Theoretisch kann man das Spiel auch ohne Vorkenntnisse genießen, was in Spielen zu japanischen Zeichentrickserien ohnehin selten der Fall ist. Es wurde sehr viel wert auf die Eigenheiten der Charaktere gelegt, wodurch der für One Piece typische Humor voll zur Geltung kommt. Nicht nur Fans der Serie dürften über die skurrilen Gags lachen, beispielsweise wenn Brook vorführt, dass er gegen die Wand gelehnt mit dem Boden genau einen Winkel von 45 Grad einschließen kann. Die wichtigsten Ereignisse der Serie können nach dem jeweiligen Boss in (optionalen) Gesprächen auf dem Schiff in Erfahrung gebracht werden.
Doch Einiges dürfte Neulingen trotzdem unklar sein, beispielsweise die Wirkungen der „Teufelsfrüchte“. Wenn man solch eine Frucht isst verliert man die Fähigkeit zu schwimmen (im Spiel kann aus technischen Gründen niemand schwimmen), erhält dafür aber eine andere tolle Fähigkeit. Ruffys Körper besteht beispielsweise aus Gummi, der Elch Chopper kann durch die Mensch-Mensch-Frucht zwischen drei Menschenelch-Formen wählen und Nico Robin kann überall Körperteile wachsen lassen. Den deutschen Anime-Fans dürfte der neueste Teufelsfrucht-Nutzer noch unbekannt sein: Brook, das summende Skelett mit Slashs Frisur, hat von der „Totenreich-Frucht“ gegessen. Seine Seele kehrte nach seinem Tod wieder in seinen (bereits zum Skelett verwesten) Körper zurück, jedoch funktioniert das kein zweites Mal. Bis die Strohhut-Piraten ihn aufnahmen segelte er 50 Jahre lang allein auf dem Meer. Durch die Einsamkeit ist er ein bisschen durchgedreht. Er ist übrigens so leicht, dass er über Wasser sprinten kann, diese Fähigkeit besitzt er auch im Spiel.
Doch nicht alles Übernatürliche ist auf Teufelsfrüchte zurückzuführen. Nami und Lysopp verwenden beispielsweise Gadgets mit sogenannten Dials, Muscheln, die Feuer, Ton, Strom, Druck usw. speichern und auf Knopfdruck wieder abgeben können. Franky hingegen ist eine eigene Kategorie, er hat nach einer Konfrontation mit einem Seezug seinen Körper zu einer Maschine umgebaut und wurde zum Cyborg (der übrigens mit Cola angetrieben wird). Er hat auch die Thousand Sunny gebaut, dieses Schiff kam im deutschen Anime übrigens auch noch nicht vor.
Wer jetzt noch an weiteren Details interessiert ist kann die offizielle Website zu Unlimited Cruise aufsuchen, denn dort stehen komischerweise alle Informationen, die im Benutzer Handbuch stehen sollten!
Finde den größten Schatz der Welt!
Die Steuerung funktioniert hauptsächlich über die Knöpfe, schütteln der Wiimote ist nur bei einem Angriff und speziellen Items notwendig. Items können wie bei „The Legend of Zelda“ über das Steuerkreuz aktiviert und dann mit „A“ oder Schütteln aktiviert werden. Man verfügt übrigens über ganze neun Slots, zwischen welchen mit „Rechts“ gewechselt werden kann. Vier spezielle Items sind die Spitzhacke, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen oder Materialien auszugraben, die Angel und das Fangnetz, um Tiere einzufangen sowie einen Staubsauger um Gift und Materialien aufzusaugen.
One Piece wurde also von einem reinem Kampfspiel auf ein Action-Adventure erweitert. Zwischen den Kämpfen hat man viele nette Nebenbeschäftigungen wie Angeln oder Kochen eingebaut. Pardon, sagte ich Nebenbeschäftigung? Tut mir Leid! Denn Aufgaben, die außerhalb von Animal Crossing nur eine kurze Nebenaufgabe sind, werden in „Unlimited Cruise“ Pflicht. Denn Gabri will nicht nur normale Materialien durch den Verzehr in Punkte umwandeln, sondern auch ganz spezielle Items, um den Weg frei zu machen. Das Sammeln kann zwar Spaß machen, aber nur wenn man auch alle Zutaten findet. Denn oft weiß man nicht, wo man suchen soll, oder der wertvolle Käfer ist geflohen, und ihr müsst einen neuen Baum finden.
Die Inseln sind verschieden thematisiert: Waldinsel, Schluchteninsel (ein Felslabyrinth), Eisberginsel und die Höhleninsel. Doch diese sind alle unbewohnt und nicht sonderlich prägnant gestaltet. Dadurch kommen zumindest die Zorro-Fans auf ihre Kosten: Besonders in der Höhlen- und auf der Schluchteninsel verliert man schnell mal den Orientierungssinn. Gott sei Dank ist Nami eine gute Kartografin und verzeichnet sämtliches Stück Land auf der Karte, dass ihr bereits betreten habt.
Euer Stützpunkt ist die Thousand Sunny, die komplett erkundet werden kann. Doch leider hat Gabri die Schlüssel gefressen, die eigentlich verhindern sollten, dass jemand einbricht, während die Strohhüte auf Schatzsuche gehen. Von Insel zu Insel baut Franky einige Schlüssel nach, wodurch auch erst im Verlaufe des Spiels neue Funktionen hinzukommen. Mit Items, welche die Gegner hinterlassen, kann man dann beispielsweise Medikamente und aus der Serie bekannte Waffen herstellen oder Essen kochen (um Statuswerte zu erhöhen). Ihr müsst übrigens immer hierher zurückkommen, um zu speichern. Sorgt also dafür, dass ihr nicht akut zum Spielen aufhören müsst, und kehrt vor einem Bosskampf unbedingt noch mal zum Schiff zurück. Denn sollten alle neun Crewmitglieder K.O. gehen müsst ihr wie in Rollenspielen vom letzten Speicherpunkt aus erneut starten…
Ich werde Piratenkönig!
Um die Prüfungen zu bestehen muss die Crew nicht nur Inseln erkunden, sondern wie bereits in früheren One Piece-Spielen Bosse besiegen. Diese werden von bekannten Charakteren aus der Serie vertreten. Dazwischen muss man sich im Sinne eines „Beat’em’Ups“ gegen schwächere Gegner durch das Level kämpfen. „Schwach“ trifft es auch sonderlich gut, denn sie sind höchstens ein lästiges Hindernis, und sollte man einmal umkippen hat man immer noch acht Reserve-Mitglieder zur Verfügung. Dafür sind die Bossgegner umso stärker.
Anfangs habt ihr nur eine handvoll schwacher Angriffe zur Verfügung, doch um so öfter ihr sie verwendet werden diese aufgelevelt und erweitert, bis ihr dann immer schwerere Techniken erlernt, die Fans aus der Serie bereits kennen dürften. Doch lange Kombinationen alá Street Fighter bleiben euch erspart. Außerdem können auch noch Spezial- so wie Kombinationsangriffe gelernt werden, welche dann die SP-Leiste ordentlich strapazieren.
Rechts am Bildschirm werden Kombinationen angeführt. Werden all diese verwendet, bevor ihr einen starken Treffer erleidet, wird der „Kampfesrausch“ aktiviert, welcher Angriffe verstärkt und die Chance erhöht Items nach dem Kampf zu erhalten. Dieses System animiert dazu, nicht nur hirnlos auf die Tasten zu dreschen und auch neue Angriffe besser kennen zu lernen.
Wer erwartet hat, mit der Thousand Sunny epische Schiffsschlachten zu schlagen (wie in „Skies of Arcadia“ oder anderen Piratenspielen), den muss ich leider enttäuschen. Man hat zwar Zugang zu den Maschinenräumen und zu den Kanonen, diese stehen jedoch nur zur Zierde da…
Optik und Sound
Besondere Szenen sind vorgerendert. Der Rest ist grafisch zwar nicht mit Super Mario Galaxy zu vergleichen und hat mit Kantenflimmern zu kämpfen, sieht aber immer noch besser aus als das Meiste was sich Dritthersteller sonst auf der Wii leisten. Und das obwohl das Spiel bereits ein Jahr alt ist. Die Charaktere wurden gemäß dem Vorbild im Cartoon-Design gestaltet. Für die musikalische Untermalung wurde auf Titel- und Hintergrundmelodien aus der Serie verzichtet. Die Hintergrundmusik ist genau wie die Landschaften, für welche sie steht: Zwar passend gestaltet, auch an das One Piece-Schema angelehnt, allerdings nicht sonderlich auffällig, weder negativ noch positiv.
Gib deinen Freunden eins auf die Mütze!
Da die früheren Hauptspiele der One Piece-Serie sich auf den Kampf fokussierten, darf natürlich auch hier ein Multiplayer nicht fehlen. Hier kann man entweder mit den Strohhüten oder mit freigeschalteten Bossgegnern des Hauptspiels gegeneinander antreten. Je nach Stärke werden diese mit Punkten bewertet. Man darf sich somit ein Team aus 10 Punkten zusammen stellen. Zum Vergleich: 5 Marine-Soldaten (welche alle gleichzeitig auf dem Feld stehen) sind so viel Wert wie Ruffy. Alle Strohhüte verfügen über ihre volle Kraft, ihr müsst also nicht erst im Einzelspieler alle Techniken freischalten, um sie verwenden zu können.
Ihr könnt zwischen den Inseln des Hauptspiels als Arenen wählen, doch diese entscheiden nur über die Hintergrundfarbe. Im Gegensatz zu den auf dem Anime basierenden Arenen aus dem Spiel „OP: Grand Adventure“ (in Europa nur auf PS2 erschienen) haben diese keinerlei Auswirkungen auf den Kampf. Der Multiplayer kann Spaß machen, besonders für Fans und solche, die das Spiel nicht Ernst spielen (wenn man beispielsweise 20 Moospuppen gegeneinander kämpfen lässt). Sonst ist der Spaß jedoch nur kurzweilig, und man wird schnell wieder zum Einzelspielermodus zurückkehren.
Ein Abenteuer, zu groß für ein Spiel
Im Oktober wird Teil 2 von „Unlimited Cruise“ erscheinen. Aber keine Sorge: Die Story des Spiels ist trotzdem abgeschlossen, mit einem Hinweis auf das nächste Teil Abenteuer. Hier wird es möglich sein, Speicherdaten auf das zweite Spiel zu übertragen, wie Level-Ups, Items und die freigeschalteten Charaktere aus dem VS-Mode. Aus diesem Grund ist die Motivation auch äußerst hoch, das Spiel komplett durchzuspielen. Man weiß nie ob es einem in Teil 2 zu Gute kommt.
Es soll jedoch Alles auch ohne den Erwerb der ersten Episode freischaltbar sein, jedoch gibt es auf dem Schiff ein paar Bereiche die man erst im nächsten Spiel betreten kann. Ihr werdet also anscheinend nicht gezwungen euch die nächste Episode auch noch zuzulegen.
Fazit
Wenn man die Macken tolerieren kann ist "One Piece - Unlimited Cruise 1: Der Schatz unter den Wellen" ein äußerst witziges Spiel, welches euch rund 30 Spielstunden beschäftigen wird. Anime-Fans und Freunde verrückten Humors können getrost zugreifen. Wer allerdings nur ein Spiel für zwischendurch sucht, muss selbst entscheiden, ob man die lange Material-Suche zwischen den Kämpfen als lästiges Hindernis oder interessante Abwechslung empfindet. Notfalls kann man immer noch den zweiten Teil abwarten...
- Fantastischer Humor
- gute Grafik
- lange Spieldauer
- Sprachausgabe mit den Originalstimmen…
- … jedoch nur auf japanisch
- One Piece-Neulinge kennen sich nicht immer aus
- Material-Suche langatmig
- wenig Abwechslung


