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Practise English! Meistern Sie typische Alltagssituationen

Practise English! Meistern Sie typische Alltagssituationen

Mana Drache

What makes Nintendo´s Touch Generations! series so special is its effort to combine both intuitive control and software concepts that go beyond games. "Practise English!" is rather an English learning software which helps you in polishing your English skills in a more playful way. This one is mainly about dictates and listening comprehension but it offers you entertaining mini games as well. Just check out our detailed review HERE to see if "Practise English!" is worth getting involved with.

„Practise English!“ ist wieder eines dieser „Spiele“, die eigentlich gar keine sind. Vielmehr handelt es sich hier nach „English Training“ um die zweite Englisch-Lernsoftware aus Nintendos „Touch Generations!“-Reihe, die einen Nutzwert mit spielerischen Elementen verbindet. Wie es der Name vermuten lässt, stehen Übungen zu englischsprachigen Alltagssituationen im foreground, mittels derer ihr euer Hörverständnis und eure Aussprache aufpoliert. „Lebendiges Englisch“ lautet die Devise!

I’m an Englishman in New York.

Die Software ist darauf ausgelegt, dass ihr nicht unzählige Übungen am Stück absolviert, sondern euch day after day mit ihnen auseinandersetzt. Ein paar Minuten im Bus zum Hauptbahnhof oder zwischen Tageszeitung und der zweiten Tasse Kaffee genügen, um schon nach wenigen Tagen erste Fortschritte in der Sprachfertigkeit festzustellen. Kern des Programms sind Diktate und Hörverständnisübungen. „Practise English!“ strotzt nur so vor Dialogen und Vokabeln, die von unterschiedlichen Stimmen und Dialekten lebhaft vorgetragen werden. Wie es einem waschechten „Touch Generations!“-Titel gebührt, werden die besonderen Fähigkeiten des Nintendo DS gefordert. Alle exercises sind in der Regel exclusively mit dem Touchpen oder mit dem integrierten Mikrofon zu lösen.

Let´s get it started in here.

Euch wird schon früh auffallen, dass das gesamte Design wie bei Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging und Konsorten sehr klar und übersichtlich gehalten wurde. Nur wenige, spärliche Animationen bringen etwas Bewegung auf die beiden screens. Nachdem ihr eure eigene Datei erstellt und Logo sowie Geschlecht festgelegt habt, steht auch schon der erste Englischtest an: Schließlich sollt ihr wissen, welcher level of difficulty am besten zu euch passt. Dazu gibt es zehn Abstufungen von „S“ wie super bis „Z“ wie zero. Später dürft ihr dann immer nur einen Test pro Tag angehen, aber erst, wenn ihr euch mindestens einem Diktat gestellt habt. Anfänglich werdet ihr mit Floskeln wie „Ladies and gentleman.“ oder „You have another go.“ konfrontiert; bei höheren Einstufungen werden die Sätze nicht nur länger und komplexer, sondern verlangen auch einen größeren Wortschatz von euch ab. Innerhalb von sechzig Sekunden gilt es, den gehörten Satz Buchstabe für Buchstabe auf den Touchscreen zu schreiben. Während auf dem oberen Bildschirm in den einfacheren Stufen die auszufüllenden letter boxes samt einer deutschen Übersetzung eingeblendet sind, befindet sich auf dem Touchscreen ein recht großes Feld zum Einzeichnen der einzelnen Buchstaben. Die Texteingabe geht nach ein wenig Übung recht zügig von der Hand (auch wenn bei zügiger Eingabe zum Beispiel das kleine „r“ Probleme bereitet) und noch schneller, wenn ihr in den Optionen eure eigene Handschrift für jeden Buchstaben eingebt und abspeichert. Dennoch: Eine zu schiefe Schreibweise, aneinander geschriebene Buchstabengruppen oder Schreibschrift werden nur zufällig erkannt.

Den zweiten Teil des Tests stellen die Hörverständnisübungen dar: Ihr lauscht einem Alltagsgespräch und müsst dann eine Frage zum Inhalt beantworten. Die Sprachausgabe ist in den überwiegenden Fällen sehr klar (von den von Natur aus zerknirschten Dialekten sei einmal abgesehen), hin und wieder mischen sich aber ganz und gar unverständliche Aufnahmen ein, die auch bei mehrmaligem Hören nicht zu identifizieren sind. Um eine besonders hohe Bewertung zu erhalten, ist es wichtig, die Buchstaben möglichst auf Anhieb richtig zu schreiben, sich den Satz nur einmal anzuhören und die Antwort schnell niederzuschreiben. Hier stört, dass das schnelle Schreiben bei diesem Zeitdruck zu einem Geschicklichkeitsspiel ausartet: Es geht beinahe nur noch darum, die Letter für das Programm irgendwie lesbar zu gestalten, whereas das Nachdenken über die richtige Orthographie in den Hintergrund gerät. Gerade am Anfang solltet ihr euch über schwächere Wertungen aufgrund von zu langsamen oder unerkannten Einträgen nicht ärgern. Leider ist die Software noch nicht soweit, dass sie an die Geschwindigkeit der Handschrift mit Stift und paper herankommt, ganz zu schweigen einer Tastatur Konkurrenz macht – intuitiv und appropriate ist die Methode mit dem Touchpen aber auf jeden Fall.

Listen to me, baby!

Mittels der üppig vorhandenen Diktate, die den zweiten großen Menüpunkt in „Practise English!“ darstellen, bereitet ihr euch auf die Tests vor. Dabei stehen sieben Schwierigkeitsstufen zur Wahl, zuzüglich Übungen zu verschiedenen Akzenten aus englischsprachigen Ländern, Europa und Asien. Garniert wird das Ganze mit Zungenbrechern und Passagen aus bekannten Volksliedern wie etwa „Mary had a little lamb“. Bei den Musikstücken kommt es allerdings häufig vor, dass ein Teil des songs zu oft hintereinander gespielt wird (sehr nervtötend in „Greensleeves“) und ihr jedes Mal aufs Neue die gleichen Buchstaben eingeben müsst. Außerdem ist es ziemlich sinnlos, Vokabeln wie „Heavy Metal“ zu schreiben, wenn sie in der deutschen Übersetzung genau so eingeblendet werden. Die Diktatübungen laufen immer gleich ab: Ihr werft einen Blick in die verwendeten Vokabeln des Dialogs, hört euch den vollständigen Vortrag an oder „spult“ gleich zu den Stück für Stück vorgelesenen Satzteilen vor, die ihr dann auf dem unteren Schirm eingebt. Zu den Alltagssituationen zählen for example die Durchsage einer Stewardess im Flugzeug, Verabredungen, Einkäufe und, und, und. Hier war man bei den Entwicklern von Plato wirklich kreativ, denn auch der Humor kommt nicht zu kurz: Es hat schon etwas Komisches, wenn plötzlich eine Sci-Fi-Szene aus einem Raumschiff vorgetragen wird („Captain, an alien ship is coming towards us.“) oder ein Arzt einem Patienten Helium verabreicht, dessen voice dann auch in bester Schlumpf-Manier durch die Lautsprecher schallt. Nach nur einem beendeten Diktat dürft ihr auf einem Kalender einen Stempel auftragen; deren Anzahl ist entscheidend, wenn ihr weitere Modi oder Aufgaben freischalten wollt. Anhand sehr übersichtlicher Diagramme und anderer Visualisierungen lässt sich euer sprachlicher Fortschritt über einen längeren Zeitraum easily nachvollziehen.

Let me entertain you!

Der Anteil an Diktaten und ständiger Schreiberei ist für so manchen Geschmack sicherlich etwas hoch ausgefallen. Bei etwas längeren Englisch-Sitzungen wird euer Gelenk vom ständigen Auf- und Absetzen des Touchpens bei der Einzelbuchstabenschreibung müde. Ein bisschen Abwechslung versprechen da die Extras, die sich in weitere Modi unterteilen: Im Intensivkurs und im Vokabelheft trainiert ihr schwer gefallene Diktatabschnitte oder Vokabeln aus den diversen Lektionen. Bei den Sprachübungen nehmt ihr eure in das Mikrofon eingesprochenen sentences auf und vergleicht diese mit denen von native speakers. Eine Bewertung eurer Aussprache wird unfortuneately nicht durchgeführt. Bei den Hörübungen werden euch einzelne Wörter oder Beispielsätze automatisch vorgelesen, selbst wenn der Nintendo DS zugeklappt ist – praktisch!

Für diejenigen, die noch mehr „Spielerisches“ beim Englischlernen brauchen, ist der Unterhaltungsmodus mit seinen Minispielen eine spaßige Alternative. Zwei games sollen hier kurz vorgestellt werden. Die Diktatweltreise führt euch mit einem seltsam anmutenden Fluggerät zu verschiedenen Städten auf dem Globus. Dabei werden euch Vokabeln zugerufen; schreibt ihr sie korrekt, bleibt der Flieger auf dem upper Bildschirm in der Luft, bei zu langem Zögern ist Sturzflug angesagt. Ab und an werden Phrasen in dem Akzent des Landes, das ihr überfliegt, eingestreut. Löst ihr auch diese Herausforderungen, erhöht sich das Tempo eures Gleiters, wodurch ihr schneller zum Ziel gelangt. Beim Pizzaservice dürft ihr euch als Pizzabote beweisen. Hier geht es darum, einer Wegbeschreibung zu folgen und euer Fahrrad mit dem Touchpen zum richtigen Ort zu leiten. Die Spielchen sind wirklich witzig und eine gelungene Alternative zu dem riesigen Berg an Diktaten, die es abzuarbeiten gilt. Wenn ihr auch eure friends dazu bringen wollt, sich mit ihrem Englisch zu beschäftigen, dann könnt ihr eine Demoversion samt Demo-Test und Demo-Diktaten über das local WLAN an andere DS in eurer Umgebung zum Download anbieten.

Zur Wertung

Zum Schluss des Tests soll noch einmal auf die Schwierigkeit hingewiesen werden, eine Wertung für ein solches Nicht- oder Halb-Spiel zu vergeben. Bei „Practise English!“ geht es nicht um ein über Stunden fesselndes „Spiel“-Erlebnis; der Fokus liegt auf täglichen, kurzen Übungen. Auch die Kategorie „Spielspaß“ ist bei einer Software, die vermehrt auf einen Nutzwert setzt, natürlich mit Vorsicht zu genießen. Trotzdem soll das Programm bewertet werden: Das rating sagt aus, ob es den Entwicklern gelungen ist, den Nutzer durch lebhafte Sprache und abwechslungsreiche Modi über Wochen hinweg bei der Stange zu halten.

7.0Wertung

Fazit

Practise English! steht ganz in der Tradition der „Touch Generations!“-Serie: Durch intuitive Eingabemöglichkeiten via Touchpen und Mikrofon und lebhaft vorgetragene und vielfältige Diktate weiß die Software trotz kleinerer Macken zu gefallen - jeden Tag ein bisschen, aber das über einen längeren Zeitraum. Leider liegt der Fokus insgesamt zu sehr auf dem doch etwas ermüdenden Schreiben.

Design
5.0
Sound
8.0
  • meist klare Aussprache
  • sehr viele Aufgaben
  • lusitger Unterhaltungsmodus
  • kleinere Fehler bei der Sprachwiedergabe
  • zu viel Schreiberei

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

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