
Lego Star Wars 2
Kurz bevor die neue Generation der Videospiele am Freitag eingeläutet wird, testen wir noch ein Spiel für den Game Boy Advance. Nachdem man Monate lang DS gespielt hat, kann das schon ein Kulturschock sein, aber lest selbst in unserem Review, was wir von Lego Star Wars 2 halten.
Konsole
GameBoy Advance
GBA
Neben dem sagenhaft erfolgreichen Nintendo DS und dem nahenden Wii-Release ist auch der gute alte Game Boy Advance noch aktuell. Das Star Wars-Universum wird einmal mehr auf dem kleinen Handheld zum Leben erweckt. Diesmal die „alte“ Trilogie, also die Episoden IV – VI. Ohne die üblichen Intros, wie sie bei der Version für GameCube und Co. üblich sind, wird der Spieler in eine Taverne auf Tatooine gebracht, wo er sich nun eine der Episoden aussuchen kann. Im Storymodus werden die einzelnen Missionen natürlich chronologisch durchgespielt. Danach stehen diese aber auch im freien Spiel zur Verfügung, wo neben weiteren Lego-Steinen, die man zum Kauf von Charakteren, Musik und Cheats benötigt, auch Upgrades eine Rolle spielen.
Leider kommt durch die fehlenden Zwischensequenzen keine wirkliche Stimmung auf. Lediglich kleine Piktogramme veranschaulichen die aktuelle Situation halbwegs – wer die Filme kennt kann zwar folgen, aber der minimalistische Stil kann nicht fesseln. Die Level werden durch eine isometrische Ansicht dargestellt und lassen sich eindeutig den verschiedenen Orten der Filme zuordnen. Trotzdem birgt diese Darstellung Probleme, da Distanzen nicht richtig eingeschätzt werden können und Sprünge so des öfteren ins Leere gehen. Zudem sehen viele Passagen sehr ähnlich aus und die Orientierung fällt schwer. Glücklicherweise sind die einzelnen Abschnitte nicht sonderlich lang geraten, und auch die Rätsel reduzieren sich auf simples Knöpfe drücken. Dem Spieler stehen je nach Mission Charaktere zur Verfügung, die auch während dem Level gewechselt werden können. So lassen sich nahezu alle bekannten Rebellen und auch deren Fluggeräte steuern. Leider ändert diese Möglichkeit wenig an der kurzen Spielzeit – circa drei Stunden und man hat den Abspann gesehen. Wer dann noch Lust hat die Secrets in den Levels freizuspielen, dürfte für einige Stunden mehr beschäftigt sein. Durch die technischen Einschränkungen des GBA lohnen sich weitere Charaktere oder Musikstücke aber so gut wie gar nicht.
Grafisch weiß der Titel anfangs zu gefallen: Wem die Symbiose von Lego und Krieg der Sterne komisch vorkommt, wird schnell eines Besseren belehrt: Die kleinen Figuren und Umgebungen sind zwar eindeutig aus den bunten Steinchen gebaut, aber das Flair des Weltraum-Epos geht nicht verloren. Trotzdem erwarten die heutigem Spieler stärkere narrative Elemente und keine Mini-Piktogramme ohne jeden Text. Die Übersicht leidet durch die gewählte Perspektive, bei der die Figuren manchmal hinter hohen Objekten verschwinden.
Bei der Musik und den Soundeffekten kann der GBA überzeugen: Die original Musik von John Williams wurde erstaunlich gut auf den Handheld übertragen. Auch die Effekte von Blastern und Laserschwertern wissen zu gefallen.
Fazit
Für die jüngere Zielgruppe ist Lego Star Wars 2 sicher geeignet. Anspruchsvollere Spieler greifen zur besseren Nintendo DS-Version oder der viel besseren GameCube-Fassung, die eines der letzten Highlights für den Würfel darstellt.
- Gute Musik
- Viele Charaktere
- Zu kurz
- Kaum Story
Vielen Dank an die Firma NBG Multimedia für die Bereitstellung des Testmusters.


