Vorschau: Zelda: Phantom Hourglass (2.Preview) NDS

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Phantom Hourglass hat mich schon auf meiner letzten Games Convention im vorherigen Jahr begleitet, und auch damals schrieb ich schon ein Review dazu – alle schon längst bekannten Fakten jetzt nochmal durchzukauen, würde jetzt aber wenig Sinn machen. Also kurz: Der Wind Waker-Grafikstil wird verwendet, das Spiel sieht für DS-Verhältnisse hervorragend aus und die Steuerung komplett via Stylus ist anfangs ungewohnt, aber funktioniert nach kurzer Zeit wunderbar (nur die Rolle, welche aktiviert wird, indem man einen Kreis an den Rändern des Touchscreens zeichnet wirkt ein wenig merkwürdig). Soviel dazu, näheres zu Steuerung und anderen Erkenntnissen des letzten Jahres findet ihr im 2006er-Preview (http://www.nintendofans.de/preview.php?id=97). Ach ja, und falls euch "Voice Support: Ja" in der Info-Box auffällt: Die offizielle Pressemitteilung spricht lediglich davon, dass diesmal "das Mikrofon aktiv in die Spielehandlung mit ein[bezogen]" werde, aber in der Messeversion wurde noch nicht ersichtlich, auf welche Weise. So, und jetzt soll es einzig und allein um die GC2007-Demo gehen.

Cast Away

Phantom Hourglass ist, wie bekannt, ein direktes Sequel zu Wind Waker – während letzterer Titel schon vor gut vier Jahren erschienen ist, sind in der Storyline nur wenige Monaten vergangen: Ganondorf ist besiegt (Aber keine Angst um ihn, der kommt eh immer wieder. Nein, das ist kein Spoiler – es wurde noch nicht enthüllt, ob der Gerudo-König auch einen Auftritt im neuesten Teil der Serie haben wird), und Link schippert mit Titelheldin Zelda (welche wieder als Piratenkapitänin Tetra auftritt) und ihrer Korsarenbande durch die Weltmeere, als ein Geisterkahn den Weg ihres Schiffes kreuzt. Klar, dass eine waschechte Piratin diese Erscheinung untersuchen will – eine gute Idee war dies allerdings nicht, denn Tetra wird auf das gespenstische Schiff verschleppt und Link vermasselt seinen Rettungsversuch gehörig, was ihm einen Freiflug in die Fluten beschert. Und so kommt es, wie es kommen musste: Wie seinerzeit in Link´s Awakening wird der Held bewusstlos an den Strand gespült und von einer Einwohnerin einer abgelegenen Insel gerettet – nur handelt es sich bei ihr diesmal um keinen Menschen, sondern eine Fee.

"DIEB untersucht die Truhe...das ist ja eine tolle Truhe!"

Auch die Fee war eine Tages bewusstlos und ohne Gedächtnis am Strand aufgefunden worden, und zwar von ihrem menschlichen Adoptiv-Opa, einem weisen alten Inselbewohner. Während sich Sheira, so ihr Name, von Links Geschichte gerührt, ihm anschließt, beschwört „Opi“ ihn, seine Freundin zu vergessen, denn vom Geisterschiff käme niemand jemals mehr zurück – was soll´s, als ob uns das von einem Abenteuer abhalten würde! Der Held will freilich zum Hafen und nach einem Schiff suchen, von dem aus er sich auf die Suche nach dem gespenstischen Kahn machen kann. Und damit wir gleich merken, dass es immer noch schlimmer kommen kann, zerstört mal eben ein Erdbeben die Brücke zum Hafen und wir müssen einen Umweg durch die brandgefährliche, von Monster bevölkerte Wildnis gehen. Dazu tut eine Waffe natürlich Not – da uns der Alte keine geben will, schleichen wir uns eben in seine Lager-Höhle (Winz-Quest: Die Palmen am Strand zählen und deren Anzahl per Stylus auf ein leeres Schild in jener Kaverne schreiben, um das Sicherheitstor zu öffnen. Auf was für seltsame Ideen für Diebstahlsicherungen die Leute so kommen...) und mopsen sie kurzerhand (es ist aber geskriptet, dass uns der Alte dabei erwischt und uns nach einem kurzen Tutorial doch ziehen lässt). Also kann es endlich losgehen – die schleimigen Monster in der Wildnis haben Links neugewonnenem Schwert nichts entgegenzusetzen, und schon bald stößt der Held auf eine gar düst´re Höhle.

Höhlenforscher

Bei besagter Höhle handelt es sich noch um kein Dungeon, sondern eher um einen kleinen Vorgeschmack auf das Folgende – ein paar Schleimwesen und Ratten sind anfangs die einzigen Hindernissen in dieser linearen Kaverne; die kleinen Schlüssel werden gesammelt und nach ein paar Schritten wieder eingesetzt. Ein Rätsel fällt hingegen originell aus: Auf der Karte (befindet sich auf dem oberen DS-Screen und zeigt immer alle Räume des aktuellen Bereichs – Kompass und Karte scheint man nicht mehr suchen zu müssen) wird ein sich bewegender Schlüssel angezeigt – was geht hier vor? Bald zeigt es sich: Eine freche Ratte hat sich des Schlüssel bemächtigt, flieht beim Anblick des Helden in ihr Loch und bewegt sich dabei zu schnell, als dass sie Link fangen könnte – was tun? Der Anblick eines zweiten Rattenlochs, welches mit dem ersten verbunden ist, und eines verschiebbaren Steinblocks verschafft Klarheit – einfach eines der Löcher mit dem Stein verstopfen, warten, bis die Ratte aus dem freien Loch kommt und sie in Richtung des versperrten jagen – schon ist ihr der Weg abgeschnitten, und ein gezielter Schwertstreich überredet den Nager dazu, den Schlüssel freizugeben. Bei dem folgenden Schalterrätsel kommt die bekannte Notiz-Funktion zum Einsatz: Auf Schildern stehen Hinweise zu jenem Puzzle, und jene darf man (nachdem man per Steuerkreuz die Darstellungen auf Top- und Touchscreen tauscht) sich ganz einfach auf dem Touchscreen notieren – danach kann man sie bequem von der Karte auf dem Topscreen ablesen. Die letzten paar Hürden sind rasch genommen, und wir kommen bald am gesuchten Hafen an.

Dampfschiff

In dem Hafendörfchen findet sich in der Tat ein prächtiges Dampfschiff, doch wie uns der Barkeeper der örtlichen Kneipe erzählt, hat sich deren waghalsiger Besitzer auf Schatzsuche in einen Tempel aus alter Zeit gemacht – der hiesige Ort ohne Wiederkehr (was auch sonst). Aber wir wollen nicht jammern – es schadet sicher nicht, beim örtlichen Basar einen Schild abzustauben (Bomben hätte es auch gegeben, aber meine Rubine reichen nicht aus und die Demo ist zeitlich begrenzt – so entschließe ich mich, besser einfach weiterzuspielen, bevor sich das Spiel selbst resettet). Auf dem Weg zum Dungeon finden sich einige bröckelige Wände – wäre wohl doch eine gute Idee gewesen, sich die Bomben zuzulegen. Aber der Dungeon öffnet sich dem Helden auch so. Nur wurde in ihm offenbar schon lange nicht mehr gelüftet, denn tödlicher Nebel wabert durch die Gänge – wer nicht regelmäßig Pausen auf den sicheren, nebelfreien Plätzen macht, ist hier rasch verloren. Tatsächlich finden wir den Kapitän sehr rasch – er ist dort gefangen, aber glücklicherweise ebenfalls auf in einem „sicheren“ Gefängnis, aus dem wir ihn mittels Kristallschalter auch gleich wieder befreien. Der Seefahrer erfreut sich seiner neugewonnenen Freiheit (macht aber keineswegs den mutigen Eindruck, von dem die Dorfbewohner erzählten), und schlägt dem Hylianer einen Deal vor: Wir finden für ihn den Schatz des Tempels und dürfen dafür auf seinem Dampfer mitfahren. Wir willigen ein und begeben uns tiefer in das antike Bauwerk – ständig dem wabernden Nebel zu entfliehen versuchend, und dabei hektisch Kristallschalter aktivierend, rennt der Held durch die Gänge und setzt letztendlich den Mechanismus zum Öffnen des Tors, welche den weiteren Weg versperrt, in Gang. Zu gerne wüsste ich, was sich dahinter verbirgt – aber zu spät, der Screen wird weiß und der Schriftzug „Thank you for playing!“ erscheint.

Urteil

Keine Frage, das Spiel macht auch dieses Jahr einen wirklich tollen Eindruck – ich will nur einwerfen, dass die gezeigte Demo sicher nicht die beste Entscheidung für die Messe war: Es handelt sich bei diesem Abschnitt wohl wirklich um den Beginn des Spiels, und als solcher fängt er ein wenig gemächlich an – viel weiter als meine Schilderung (basiert auf meine zweiten Versuch, den ich aufbauend auf meinen vorherigen Erkenntnissen schon ein wenig Speed Run-mäßig anlegte) kann man innerhalb des knappen Zeitlimits der Demo kaum kommen, und so erlebt man hier nur wenig wirklich Spektakuläres. Die Demo auf der GC 2006, welche aus vier separat anwählbaren Teilen bestand (Oberwelt, Dungeon, Schifffahrt, Bosskampf), zeigte da deutlich mehr Höhepunkte und brachte vor allem einen deutlich breiter gefächerten Eindruck des Spieles mit sich. Aber das hier wäre lediglich ein Kritikpunkt an der Demo, nicht am Spiel selbst (denn besagter Inhalt geht für die erste halbe Spielstunde mehr als in Ordnung) – die neueste Zelda-Episode macht also auch dieses Jahr einen super Eindruck, und ich habe keinerlei Zweifel daran, dass auch dieser Teil der Serie wieder ein Top-Hit wird.

Voraussichtliche Verffentlichung: 19.10.2007
Hitprognose: 5 / 5

verfasst von „OldMacMario“

Letzte Aktualisierung: 26.8.07 18:39 Uhr