Call of Duty: Black Ops 7 im Test (Playstation 5)

Call of Duty: Black Ops 7 im Test (Playstation 5)

Black Ops hat sich mittlerweile zur beliebtesten Serie innerhalb des Call of Duty Franchises gemausert. So überrascht es nicht, dass Activision nach dem letztjährigen Black Ops 6 direkt mit Black Ops 7 anknüpft. Alte Bekannte, darunter ein gefährlicher Widersacher, begegnen euch. Wo der neueste Shooter-Ableger besonders seine Stärken ausspielt und wo weniger mehr gewesen wäre, lest ihr in diesem PS5 Feature-Test zu Call of Duty: Black Ops 7.

Einstieg und Gesamteindruck

Schon nach den ersten Stunden wird klar, dass Call of Duty Black Ops 7 kein Spiel für Nebenbei ist. Treyarch und Activision liefern hier das bislang umfangreichste Black Ops Paket ab, das Kampagne, Multiplayer, Zombies und einen eigenständigen Arcade Modus in einer bisher ungekannten Dichte vereint. Wir hatten beim Testen permanent das Gefühl, dass dieses Spiel euch nicht nur unterhalten, sondern regelrecht verschlingen möchte. Das tut im übrigen auch der Download mit satten 97 GB auf der PS5.

Gleichzeitig ist Black Ops 7 ein Titel, der Mut verlangt. Mut, sich auf neue Systeme einzulassen, Mut, die enorme Optionsvielfalt zu akzeptieren und Mut, sich durch komplexe Menüs, Loadouts und Progressionspfade zu arbeiten. Wer das tut, wird mit einem der wuchtigsten Shooter Erlebnisse dieser Konsolengeneration belohnt.

Kampagne und Storytelling

Die Kampagne spielt im Jahr 2035 und knüpft erzählerisch an Black Ops 2 und Black Ops 6 an, ohne dabei Neulinge komplett abzuhängen. Im Mittelpunkt steht David Mason, der als JSOC Commander gegen den globalen Tech Konzern The Guild antritt, der Angst selbst zur Waffe gemacht hat. Die Story schlägt bewusst psychologische Töne an und verwischt immer wieder die Grenzen zwischen Realität, Erinnerung und Halluzination.

p> Wir waren durchaus angetan von der Inszenierung, die euch nicht einfach durch lineare Schlauchlevel schiebt. Stattdessen wechseln sich verdeckte Einsätze, groß angelegte Gefechte und surreal verfremdete Missionen, Spinnen und Zombies inklusive, ab, die tiefer in Masons zerrissene Psyche führen. Jeder Einsatz fühlt sich weitgehend eigenständig an und nutzt seine Schauplätze von Avalon über Tokio bis Alaska effektiv aus.

Ein echtes Highlight ist die Möglichkeit, die gesamte Kampagne allein oder im Vier-Spieler-Koop zu erleben. Progression, freigeschaltete Waffen und Erfahrungspunkte werden dabei direkt in das globale System übernommen. Dadurch fühlt sich keine Mission vergeudet an, auch wenn ihr sie mehrmals spielt oder gemeinsam mit Freunden wiederholt.

Zur Wahrheit gehört aber trotz der gewohnt guten Inszenierung bei Call of Duty aber auch, dass uns die Kampagne story-technisch nicht abholen konnte. Dafür geht es bei den meisten Charakteren zu wenig in die Tiefe und das Mittel der Halluzination wird teilweise auf ein zu absurdes Maß geschraubt, dass wir annehmen könnten, in einem Science-Fiction-Shooter, statt in einem Call of Duty mit Fokus auf "verdeckte Operationen ("Black Ops") unterwegs zu sein.

Endgame Kampagne und Koop Fokus

Neben der regulären Kampagne öffnet sich mit dem Endgame ein völlig neues Spielfeld. Auf der riesigen Avalon Karte stellt ihr euch mit bis zu vier Spielern eskalierenden Herausforderungen, zufälligen Aufträgen und immer gefährlicheren Zonen. Ziel ist es, Macht aufzubauen, Beute zu sichern und rechtzeitig zu entkommen.

Während unseres Tests hat sich dieses Endgame als durchaus motivierend erwiesen. Durch individuelle Fähigkeiten, Skillpfade und Kampfwerte entsteht ein beinahe rollenspielartiger Fortschritt, der jede Runde anders verlaufen lässt. Gleichzeitig ist das Risiko spürbar, denn ein kompletter Squad Verlust setzt euren Fortschritt innerhalb des Laufs zurück.

Gelungen fanden wir, dass auch Endgame mit den restlichen Modi verzahnt ist. Waffen Builds, Operator Fortschritt und Erfahrung fließen nahtlos in Multiplayer und Zombies ein. Dadurch fühlt sich Black Ops 7 erstmals wie ein einziges großes Spiel an und nicht wie eine lose Sammlung einzelner Modi.

Gameplay und Omnimovement

Das Herzstück des Gameplays ist das weiterentwickelte Omnimovement System. Wall Jumps, Rollen, Klettern und schnelle Richtungswechsel sorgen für ein enorm flüssiges Bewegungsgefühl, das sich klar von älteren Serienteilen abhebt. Karten werden nicht nur horizontal, sondern auch vertikal gelesen und gespielt.

In der Praxis bedeutet das für euch, dass Bewegung ein taktisches Werkzeug ist. Wer die Umgebung clever nutzt, kann Sichtlinien brechen, Gegner überraschen oder brenzlige Situationen elegant auflösen. Gerade im Multiplayer entsteht dadurch eine Dynamik, die sowohl Einsteiger fordert als auch erfahrene Spieler langfristig motiviert.

Das Waffenhandling selbst bleibt typisch Black Ops, also direkt, präzise und angenehm wuchtig. Dank zahlreicher Barrierefreiheitsoptionen lässt sich das Spielgefühl sehr fein an eure Bedürfnisse anpassen, was wir ausdrücklich loben möchten. Zum Start sind etwas mehr als 20 verfügbar. Wer Activision aber kennt, darf hier mit etlichen Nachlieferungen und Erweiterungen rechnen.

Multiplayer und Spielmodi

Der Multiplayer ist klassisch schnell, gnadenlos und kompetitiv, bietet aber mehr Vielfalt als je zuvor. Zum Start erwarten euch sechzehn 6 gegen 6 Karten, zwei große, wenn auch etwas wilde Skirmish Areale für 20 gegen 20 Gefechte sowie bekannte Schauplätze wie Nuketown in modernisierter Form.

Wir hatten zum Launch zwar mit gelegentlichen Lags und kleineren Grafikfehlern zu kämpfen, doch sobald die Matches stabil liefen, stellte sich der bekannte Sog ein. Das neue Perk und Overclock System sorgt dafür, dass sich euer Spielstil mit jeder Stunde messbar weiterentwickelt. Erfahrung bedeutet hier tatsächlich spielerischen Vorteil.

Besonders gut gefällt uns, dass das Matchmaking weniger strikt auf Skill setzt und persistente Lobbys eingeführt wurden. Dadurch entstehen abwechslungsreichere Partien und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl, das wir in früheren Teilen vermisst haben.

Zombies und Dead Ops Arcade

Der Zombies Modus ist natürlich auch wieder dabei und diesmal größer und düsterer als bisher. Ashes of the Damned ist die bislang größte rundenbasierte Zombies Karte und verbindet mehrere Regionen zu einer zusammenhängenden Welt im Dark Aether. Alte Helden treffen auf neue Figuren und werden durch dynamische Dialoge lebendig miteinander verknüpft.

Egal ob ihr klassische Runden, Survival für pures Durchhalten, den gnadenlosen Verflucht-Modus oder später den geführten Modus spielt, Zombies bietet für jeden Spielertyp etwas. Besonders Veteranen werden die Rückkehr alter Mechaniken und den hohen Schwierigkeitsgrad zu schätzen wissen. Absolut empfohlen sei aber auch hier, in eurem persönlichen Squad gegen die Untoten anzutreten!

Dead Ops Arcade 4 ist schließlich das verrückte Sahnehäubchen. Als Twin Stick Shooter mit Koop Fokus bringt dieser Modus Arcade Charme, absurde Waffen und überraschend viel Tiefgang. Dass auch hier Fortschritt ins globale System einfließt, macht jede Runde sinnvoll.

Technik, Grafik und Sound

Grafisch liefert Black Ops 7 auf der PlayStation 5 eine überzeugende Vorstellung ab. Dynamische Partikeleffekte, glaubwürdige Zerstörung, Nebel und detaillierte Umgebungen sorgen für ein stimmiges Gesamtbild, auch wenn es nicht immer absolute Referenzklasse erreicht bzw. der Grad des Realismus ein anderer ist als beispielsweise bei Battlefield 6.

Der Sound überzeugt mit druckvollen Waffeneffekten, klarer Raumakustik und einer Musikuntermalung, die sich geschickt zwischen militärischer Spannung und surrealer Bedrohung bewegt. Besonders in der Kampagne und im Zombies Modus trägt der Klang erheblich zur Atmosphäre bei.

Kritisch sehen wir allerdings die konsequente Online Bindung. Selbst für Solo Inhalte wird eine Verbindung zu den Servern und eine aktive PlayStation Plus Mitgliedschaft benötigt. Ist eure Internetverbindung instabil, leidet das Spielerlebnis spürbar.

Progression, Sammelbares und Motivation

Die modusunabhängige Progression ist für uns eine der größten Stärken von Black Ops 7. Egal ob ihr Kampagne spielt, Zombies überlebt oder im Multiplayer dominiert, jede Aktion zahlt auf euer globales Konto ein. Spieler-Prestige und Waffen-Prestige motivieren langfristig und bieten echte spielerische wie kosmetische Anreize.

Dazu kommen unzählige freischaltbare Tarnungen, Abzeichen, Herausforderungen und wöchentliche Aufgaben. Wer gerne sammelt und optimiert, wird hier hunderte Stunden verbringen können. Gleichzeitig besteht die Gefahr der Überforderung, denn die schiere Menge an Optionen kann erschlagen.

Der Ingame Shop bietet zusätzlich kosmetische Inhalte, verlangt dafür jedoch teils stolze Preise. Optional bleibt das Ganze, dennoch hätten wir uns hier etwas mehr Zurückhaltung gewünscht.

Fazit – Call of Duty: BO7 ist wortwörtlich wuchtig!

Call of Duty Black Ops 7 ist ein monumentales Shooter Erlebnis, das euch mit Inhalt, Systemtiefe und Langzeitmotivation regelrecht überrollt. Wer bereit ist, sich auf die Komplexität einzulassen, erlebt einen der vielseitigsten und ambitioniertesten Serienteile überhaupt. Trotz technischer Startschwierigkeiten, der dauerhaften Online-Pflicht und einer mäßigen Kampagne bleibt unterm Strich ein überzeugendes Gesamtpaket, das ganz besonders durch den hervorragenden Multiplayer mit einer großen Auswahl fantastischer Maps aufwartet!

PRO:

• Enormer Umfang mit Kampagne, Multiplayer, Zombies und Arcade
• Modusübergreifende Progression motiviert dauerhaft
• Flüssiges Omnimovement und starkes Waffenhandling
• Sehr vielfältiger Zombies Modus für Einsteiger und Veteranen

CONTRA:

• Permanente Online Verbindung zwingend erforderlich
• Zum Start technische Probleme im Multiplayer
• Erschlagende Optionsvielfalt für Gelegenheitsspieler
• Teurer Ingame Shop für kosmetische Inhalte

Grafik: 8
Sound: 7.5
Kampagne: 6
Zombies: 7.5
Multiplayer: 8.5
Spielspaß: 8
Umfang: 9
Technik: 7
Season Updates: 9

Gesamtnote: 7.6 von 10

Danke an Activision für die Bereitstellung des Testmusters.



UPDATE: Season 01

Gut vier Wochen gibt es nun schon die Season 1 im neuen Shooter von Activison. Neue World Events mit Roboter-Gegnern, weitere Halluzinationsattacken und einiges mehr warten darin auf euch. Aber auch neue Fähigkeiten wie acht freischaltbare Exotic Skills (Nahkampf, Reanimation, Krit-Boost uvm.) und der Phantom Skill Track gehören zu den Neuerungen, die nochmals spürbare Dynamik ins Gameplay bringen.

Beim Multiplayer wurde die ohnehin schon reichhaltige Map-Landschaft um drei komplett neue Karten (Fate, Utopia, Odysseus) sowie ein Remaster der Map Standoff eingeführt. Winter-Varianten in Form von "Sleighhacked" gibt es natürlich auch.

Außerdem sind die durchaus spaßig wie kurzweiligen Party-Modi, darunter Prop-Hunt, Sticks & Stones und Sharpshooter nun dabei, wer also gern abseits der regulären MP-Pfade wandert, hat hier auch einiges zu entdecken.

Bei der Ausrüstung konnten wir die neue Deadeye Drone Score-Streak erleben, welche letztlich eine Luftdrohne mit Scharfschützengewehr ist. Noch besser gefiel uns allerdings die Erweiterung der Overclock-Fähigkeiten, damit nun mehr Loadouts wählbar sind, die euch taktische Vorteile bringen!

Auch im Zombie Modus wartet eine neue rundenbasierte Map mit Astra Malorum auf euch, Loadout-Optionen wurden erweitert, die Gobblegums sind zurück und ein Leaderboard Event gibt es außerdem. Im Koop hatten wir hier erneut eine fantastische Zeit.

Warzone hat ebenfalls ein dickes Update erhalten und übergreifend für alle Modi gibt es mehr Waffen, Events und nun auch wieder den, teilweise umstrittenen, Battle Pass. Wer sich an täglichen und wöchentlichen Challenges probieren möchte, findet hier auch genug Futter. Alles in allem ist die Season 1 damit schon mal eine ziemlich runde Sache!

verfasst von „ Maik“

Diesen Artikel teilen:

Letzte Aktualisierung: 30.12.2025, 22:15 Uhr