Zubehör-Review: SHARGE ICEMAG 3 Power Bank

Mit der ICEMAG 3 bringt SHARGE das Upgrade zur ICEMAG 2 Power Bank – schneller, stabiler, besser?
Nachdem SHARGE bereits sehr erfolgreich mit der ICEMAG 2 Power Bank war, die wie der Name schon impliziert, sowohl die induktive Ladetechnologie von Apple – MagSafe – nutzt, um kabellos kompatible Geräte laden zu können und gleichzeitig eine Kühllösung per eingebautem Lüfter bietet, geht es nun weiter mit der ICEMAG 3. Schon bei der ICEMAG 2 ließen sich 10.000 mAh Kapazität ließen mit 15W induktiver Leistung oder bis zu 30W kabelgebunden zum Laden nutzen. Für die direkte Kabelverbindung umfasst die ICE MAG 2 einen USB-C In/Out-Port, an den ein USB-C Kabel angeschlossen werden kann. Außerdem besitzt die ICEMAG 2 einen eingebauten und klappbaren, kleinen Standfuß.
Nun hat sich SHARGE zurecht Gedanken darüber gemacht, wie das Feedback der Community einbezogen werden kann. Nachdem die Halterung als etwas wackelig beschrieben wurde, ein direktes Kabel fehlte und auch die induktive Ladeleistung ausbaufähig war, hat SHARGE nun unter Einbezug aktueller Trends und technischer Entwicklungen mit der ICEMAG 3 ein Upgrade auf den Markt gebracht. Wir haben uns die neue Power Bank genau angesehen, sie im mobilen Nutzungsverhalten betrachtet, für Smartphone und Nintendo Switch 2 eingesetzt, ihre Verarbeitung und die Nutzbarkeit beurteilt. Den vollständigen Bericht dazu lest ihr darum im Folgenden.

Technische Spezifikationen & Lieferumfang
Bei den Maßen und dem Gewicht hat sich im direkten Vergleich zur ICEMAG 2 nicht wirklich etwas getan. Konkret sind es 110 x 70.5 x 19.7 mm bei einem Gewicht von knapp 220g. Allerdings hat diese Iteration einen technischen Sprung gemacht, was maßgeblich am neuen Qi2-Ladeprotokoll liegt. Dadurch sind nun 25W Ladeleistung per MagSafe Kontaktstelle möglich. Dies ist kontant unter dem Einsatz des aktiven Kühlers gegeben, der bei Inbetriebnahme der ICEMAG 3 automatisch startet und zusätzlich über ein pulsierendes RGB-Licht verfügt. Neben den nun 10W mehr bei der induktiven Ladung kann die ICEMAG 3 insgesamt auch 5W mehr Output liefern, also 35W gesamt. Diese verteilen sich über die USB-C-Ports folgendermaßen:
5V=3A, 9V=3A,12V=2.5A,15V=2A,20V=1.5A.

Wer die, wie in den beiden Vorgängermodellen, verfügbaren 10.000 mAh effizient nutzen möchte, kann dies nun neben dem Wireless Charging auch über das eingebaute USB-C In/Out-Kabel bzw. den zusätzlichen USB-C-Port tun. Natürlich sinkt die einzelne Ladeleistung, je mehr Geräte verbunden sind, weshalb wir nicht mehr als 2 Geräte gleichzeitig empfehlen anzuschließen, außer ihr habt einen geringen Wattbedarf, etwa bei Kopfhörern.
Aufladen könnt ihr die ICEMAG 3 über das eingebaute Kabel oder den USB-C Port. Mit einem genutzten 65W Ladeadapter war eine komplett entladene ICEMAG 3 nach 2h und 05 min wieder bei vollen 10.000 mAh.
Teilwertung: 86%
Design, Haptik & Qualität
Beim Design ist SHARGE mit dem ICEMAG 3 spürbar neue Wege gegangen. Ihr erhaltet diesmal eine weiße oder eine schwarze Ausführung der Power Bank, welche nun deutlich cleaner designt ist und weniger futuristisch aussieht, wie noch die ICEMAG 2. Zusätzlich ist ein größerer und stabilerer Standfuß aus Aluminium verbaut, der prominent auf der Frontseite des Gerätes platziert ist. Das Branding (SHARGE, ICEMAG 3) und die Key Specs (10.000 mAh, 35W max) sind nun ebenfalls direkt ersichtlich.
Zusätzlich ist die Front in eine hochglänzende Plastikschale gehüllt, was neben dem matten Aluminium-Stand einen sehr edlen Look verleiht. Winkelt man den Standfuß ab, kommt eine größere Fläche zum Vorschein, die auf Bauelemente neben dem Kühler blicken lässt. Der Ventilator selbst ist optisch nur geringfügig verändert zur ICEMAG 2 und soll weiterhin die thermische Abriegelung verhindern. Durch die höhere Leistung der ICEMAG 3 ist an dieser Stelle hörbar, dass der Lüfter etwas lauter ist. Ausstellbar ist er nicht.

Klappt man den Aluminium-Standfuß wieder herunter, fällt ein leichtes Gummipad auf, dass die Power Bank vor zu starkem Andruck des Aluminiums schützen soll. Leider ist dieser Schutz nicht für die Seiten des Standfußes ausreichend, sodass bereits nach wenigen Nutzungen leichte Spuren des Kontakts von Hochglanzoberfläche und Standfuß-Kante ersichtlich sind, die mit der Zeit zu Kratzern führen könnten. Hier wäre mehr Gummierung oder besser geschliffene Kanten des Fußes wünschenswert gewesen.
Darüber hinaus verfügt die ICEMAG 3 über ein eingebautes, recht starres USB-C Kabel, welches zum Aufladen der ICEMAG 3 (In) als auch zum Laden von externen Geräten (Out) genutzt werden kann. Es ist stabil arretiert und kann somit auch als Schlaufe an einem Rucksack befestigt werden.
Außerdem verfügt die ICEMAG 3 über eingebaute Luftschlitze für die Luftzirkulation, eine On/Off-Taste, eine LED-Indikation an der Seite des eingebauten Kabels. Insgesamt fühlt sich die ICEMAG 3 sehr wertig an und besticht durch sein deutlich eleganteres Design. Der neue, größere Standfuß schmiegt sich nicht mehr ins Design ein, sondern ist aufgebracht und steht daher hervor. Dafür überzeugt die Verarbeitungsqualität einmal mehr, weshalb die ICEMAG 3 gegenüber der ICEMAG 2 noch einmal hochwertiger wirkt.
Teilwertung: 85%

Funktionalität & Use Cases
Die ICEMAG 3 Power Bank ist vielseitig einsetzbar. Primäre Einsatzzwecke sind sicherlich die kabellose Ladung über Qi2 per magnetischer Schnittstelle, die noch einmal verstärkt wurde. Durch nun 25W statt 15W bei der ICEMAG 2 ist nun schnelles induktives Laden möglich.
Wer seine Geräte über das eingebaute USB-C Kabel lädt, der profitiert von den vollen 35W Leistung und kann auch auf Superschnellladen 2.0 zurückgreifen. Existiert ein weiteres Ladekabel, können beispielsweise auch noch problemlos Kleinelektrogeräte wie Kopfhörer geladen werden.
Wer über kein Apple Gerät verfügt, kann außerdem per kompatibler MagSafe Smartphone-Hülle trotzdem auf den magnetischen Anschluss zurückgreifen. Hier ist wichtig, dass grundsätzliche Kompatibilität zum Qi-Protokoll besteht. Am besten funktioniert das Wireless-Charing allerdings, wenn keine Smartphone-Hülle angebracht ist. Als wir in einem Testszenario mit dem Samsung Galaxy S24+ die induktive Ladung getestet haben, hatten wir durch eine zu dicke Handytasche mehrmals Verbindungsstörungen, die ohne Case nicht auftraten.

Beim Betrieb der ICEMAG 3 in Kombination mit der Nintendo Switch 2 können wir ebenfalls eine wirksame und schnelle Ladung vermelden. Gleichzeitig solltet ihr darauf achten, dass ihr die Nintendo Switch 2 dann im Table-Top-Modus betreibt und die Joy-Con 2 Controller abkoppelt oder per Pro Controller spielt. Andernfalls riskiert ihr, die ICEMAG 3 bei Bewegung an der Konsole vom Tisch zu reißen. Auch ist ein Handheld-Betrieb der Nintendo Switch 2 mit angeschlossener ICEMAG 3 nur dann zu empfehlen, wenn ihr die Power Bank beispielsweise auf dem Körper ablegen könnt. Noch besser ist ein Nintendo Switch 2 Case, das ebenfalls eine MagSafe Konnektivität bietet, sodass ihr die ICEMAG 3 einfach per magnetischer Verbindung anbringt und flexibel auch im Handheld-Modus spielen könnt. Hier bietet SHARGE selbst bislang kein Zubehör, sodass ihr auf Dritthersteller angewiesen seid. Empfehlen können wir an dieser Stelle beispielsweise GENKI und JSAUX.

Hinsichtlich der Verbindung der ICEMAG 3 mit der Nintendo Switch 2 via verbautem USB-C Kabel war festzustellen, dass durch die grundsätzliche Steife des Kabels keine komplett mühelose Verbindung gegeben war. Ihr müsst also ein wenig probieren, ehe ihr einen geeigneten Winkel findet, damit das Kabel nicht die ICEMAG 3 vom Standfuß hebt bzw. eure Sicht auf das Nintendo Switch 2 Display stört.
Teilwertung: 88%
Preis-Leistungsverhältnis
Preislich liegt die ICEMAG 3 Power Bank ca. 20 Euro über dem aktuellen Preis der ICEMAG 2 und ist damit mit 78€ recht kostspielig. Dies mag einerseits an der neuen Qi2-Schnittstelle liegen, aber auch an den hochwertigen Materialien und dem eingebauten Kabel, das eine universellere und barrierefreiere Nutzung verspricht.

Schaut man nur auf die Kapazität von 10.000 mAh, lässt sich sicherlich eine gleichwertige oder leistungsstärkere Alternative finden. Die Kombination mit der kabellosen Ladeoption, dem aktiven Kühler für eine konstante Ladeperformanz, dem RGB-Gimmick und natürlich dem SHARGE-typischen Design-Standard sowie das neue Built-in-Kabel und der größere Standfuß sind in diesem Setup so aktuell nicht auf dem Markt verfügbar.
Am Ende ist bei der subjektiven Preis-Leistungsbeurteilung sicherlich abzuwägen, wie wichtig einem das besondere und hochwertige Produktdesign von SHARGE ist neben den technischen Parametern und der Vielzahl an Use Cases. Insgesamt können wir aber noch von einer guten Preis-Leistung sprechen.
Teilwertung: 80%
Fazit – Die ICEMAG 3 eine fast rundum coole Sache
Die neue ICEMAG 3 Power Bank von SHARGE zeigt, dass eine kontinuierliche Produktentwicklung diverse Benefits für die User generiert. Eine verbesserte, kabellose Ladeoption, eine höhere Gesamtwattausgabe, ein eingebautes Kabel und ein überarbeitetes Look and Feel, neben aufgewerteten Materialien, sind hier besonders zu benennen. SHARGE liefert ein exzellent designtes, performantes und wortwörtlich cooles Gesamtpaket mit mehr Power. Allerdings zeigt sich auch, gerade im häufigen Betrieb und bei der Nutzung mit der Nintendo Switch 2, dass das recht steife USB-C Kabel erstmal etwas in Position gebracht werden muss, damit es gut und störungsfrei angeschlossen werden kann, während der deutlich stabilere Aluminium-Standfuß auf Dauer die Hochglanz-Oberfläche ankratzen könnte, da er nun auf der Front angebracht und nicht mehr im Design eingebettet ist. Zudem ist die Hälfte des transparenten Panels verdeckt, wenn der Standfuß nicht ausgeklappt ist, was den Technik-Liebhabern in der SHARGE Community nicht zwingend gefallen muss, schließlich ist eines der Firmen-Markenzeichen die semi-offene Bauweise und damit der Blick auf die verbaute Technik.
Zuletzt ist auch der aktive Kühler gefühlt ein wenig Lauter als beim ICEMAG 2, dafür fällt der bisherige Hochfrequenz-Ton der Lüfter-Rotation weg. Wer also eine absolut schicke Power Bank sucht, die vielseitig ist, mehrere Geräte laden kann und unterschiedlichsten Use Cases genügt, der kann für einen mittleren Preis mit der ICEMAG 3 ein hochwertiges Upgrade zur ICEMAG 2 erwerben.
Gesamtwertung SHARGE ICEMAG 3: 84,8%
PRO:
Sehr hohe Produktqualität
neues Qi2 25W Ladeprotokoll (MagSafe/Wireless)
nun 35W Gesamtoutput, stabile Ladeleistung
eingebautes USB-C Kabel + extra USB-C Port
größerer Standfuß
CONTRA:
Aluminium Standfuß kann Kratzer erzeugen
USB-C Kabel ist etwas zu steif
35W Output rechtfertigen nur Multi-Device Ladung mit wenig Strombedarf
aktiver Lüfter ist recht laut




Danke an SHARGE für die Bereitstellung der Testmuster.
verfasst von „ Maik“
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Letzte Aktualisierung: 16.12.2025, 23:32 Uhr









