Spieletest: Yoshi and the Mysterious Book NSW2
Weitere Infos
Releasedate:21. Mai 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Wunderschöner Aquarell-Look mit einzigartiger Bilderbuch-Atmosphäre
- Kreative Kreaturen mit abwechslungsreichen Fähigkeiten
- Charmantes Entdeckungssystem samt lebendiger Enzyklopädie
- Faire Sammelmechaniken ohne Grind
- Negativ:
- Gelegentliche Ungenauigkeiten bei Steuerung und Kollisionsabfrage
- Einzelne Mechaniken wirken nicht immer vollständig ausgereift
- Spätere Abschnitte mit kleineren Schwierigkeitsspitzen
- Figuren nur mit Fantasielauten
Yoshi gehört seit Jahrzehnten zu Nintendos sympathischsten Figuren. Mit Yoshi and the Mysterious Book schlägt der grüne Dino nun ein neues Kapitel auf – im wahrsten Sinne des Wortes. Statt einer klassischen Rettungsmission verschlägt es ihn in die Seiten einer lebendigen Enzyklopädie, deren Welt von kuriosen Kreaturen, märchenhaften Landschaften und jeder Menge Entdeckergeist geprägt wird. Wie gut sich unser grüner Freund in seinem ersten exklusiven Nintendo Switch 2 Abenteuer schlägt, verraten wir euch in diesem Test.
Eine Enzyklopädie voller Wunder
Die Geschichte beginnt mit dem sprechenden Buch Enzo, dessen Seiten zahlreiche Geheimnisse und unbekannte Lebensformen beherbergen. Als Yoshi reist ihr durch sechs Hauptkapitel, erforscht Dutzende außergewöhnlicher Kreaturen und erweitert Schritt für Schritt Enzos Wissen. Das Besondere dabei: Jede neu entdeckte Spezies darf von euch benannt werden. Wer möchte, folgt Enzos Vorschlägen, kreative Köpfe können aber auch eigene Namen vergeben.
Dieser Forschungsaspekt zieht sich durch euer gesamtes Abenteuer: Yoshi untersucht die Bewohner der einzelnen Habitate auf unterschiedliche Weise, springt auf ihnen herum, trägt sie auf dem Rücken oder verschluckt sie sogar, um ihre Eigenschaften kennenzulernen. Dadurch entsteht ein angenehm lockerer Spielfluss, der ständig neue Entdeckungen belohnt und die Welt lebendig wirken lässt. Besonders gelungen ist dabei die Präsentation. Neue Erkenntnisse werden direkt in den Kapiteln durch hübsche Aquarell-Stempel verewigt und mit kleinen Kommentaren versehen. So entwickelt sich jedes Kapitel sichtbar weiter und spiegelt die Fortschritte der Spieler wider. Am Ende entsteht das Gefühl, tatsächlich an einer lebendigen Enzyklopädie mitzuarbeiten.
Gemalte Bilderbuch-Welten
Optisch gehört Yoshi and the Mysterious Book definitiv zu den familienfreundlichen Titeln auf der Nintendo Switch 2. Der gesamte Grafikstil erinnert an liebevoll gemalte Aquarell- und Buntstiftbilder, die ständig in Bewegung sind. Von windigen Berglandschaften, über sonnige Küstenregionen, bis hin zu dichten Wäldern oder einer summenden Insekten- und Insellandschaft – jedes Gebiet besitzt seinen eigenen Charakter.
Zusätzlich entscheidet ihr selbst, welcher der farbenfrohen Yoshis euch durch das Abenteuer begleiten soll. Die dynamisch dargestellten Kapitelseiten entwickeln sich zudem anhand eurer Fortschritte und Entdeckungen aus den Einzellevels weiter, wodurch die Geschichte stärker mit dem eigentlichen Spielgeschehen verknüpft wird und das Treiben in den einzelnen Bewegtbildgeschichten bunter wird. Auch die Kreaturen selbst überzeugen durch ihre fantasievolle Gestaltung, die meist ein Hybrid aus Tierwesen und ihrer Eigenschaft bzw. Gameplay-Funktion ist. Die damit einhergehenden visuellen Überraschungen werden euch dadurch permanent präsentiert.
Kreative Ideen treiben das Gameplay an
Der größte Trumpf des Spiels liegt erklärtermaßen in seiner Vielfalt. Fast jede neue Kreatur bringt eine eigene Funktion mit sich und erweitert Yoshis Möglichkeiten auf kreative Weise. Manche Wesen erzeugen Seifenblasen, mit denen ihr in die Höhe steigt. Andere lassen Pflanzen wachsen oder dienen als Transportmittel, etwa die Regenwolken. Besonders einprägsam sind die vielen kleinen Ideen, die immer wieder auftauchen. So katapultieren euch bestimmte Vögel über ihre blattförmigen Köpfe in höhere Ebenen, während ein Skateboard mit Augen sogar das Surfen über Wasser ermöglicht. Andere Kreaturen helfen beim Schweben, Musizieren oder beim Erreichen versteckter Bereiche. Oder fangen als fleischfressende Pflanze, die gleichzeitig Kescher ist, goldene Schmetterlinge ein.
Dadurch entstehen ständig neue Rätsel- und Plattformpassagen. Viele Lösungen erschließen sich intuitiv, während andere bewusst mit den Erwartungen der Spieler brechen und zu kreativerem Denken anregen. Die einzelnen Mechaniken werden zudem clever wiederverwendet. Bereits bekannte Kreaturen tauchen später erneut auf und eröffnen euch in Kombination mit neuen Fähigkeiten zusätzliche Lösungswege oder Rätselbelohnungen.









