Virtual Boy Wario Land ist zweifelllos der Vorzeigetitel des Virtual Boys und sorgt mit einem abwechslungsreichen Abenteuer für Hüpfspaß in gewohnter Nintendo-Qualität. Zwar hätte man sich durchaus etwas mehr Umfang gewünscht und auch die Fähigkeiten des Virtual Boys werden nur wenig beansprucht, aber wer sich an 2D-Hüpfern erfreuen kann, der sollte Wario unbedingt in den rot-schwarzen Untergrund begleiten.
Spieletest: Wario Land VB
Weitere Infos
Releasedate:0. 01.12.1995
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: 1 Meinungen
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Abwechslungsreiches Leveldesign
- Schicke Sprites
- Gelungener Soundtrack
- Makellose Steuerung
- Negativ:
- Überschaubarer Umfang
- Nur dezent genutzte 3D-Fähgkeiten
Nach dem Debüt als Bösewicht in Super Mario Land 2, durfte er im Game-Boy-Nachfolger Wario Land erstmals die Hauptrolle übernehmen und verdrängte Mario in Untertitel und Abspann. Mit dem Abstecher auf den Virtual Boy erhielt er erstmals sein eigenes Jump n’Run-Abenteuer gänzlich ohne Nintendos Superklempner spendiert. Damals als Hoffnungsträger für den kriselnde VR-Kasten veröffentlicht, gilt er heute als Höhepunkt des Virtual-Boy-Portfolios.
Ab in den Urlaub
Wario gönnte sich eine wohlverdiente Auszeit und reiste mit seinem Wasserflugzeug Bulldog in den Dschungel des Awazon-Flussgebiets. Dort bemerkte er seltsame maskierte Wesen, welche hinter einem Wasserfall spurlos verschwanden. Neugierig schlich Wario hinterher und fand sich in einer gewaltigen Höhle wieder. Aus in einem Gewölbe ganz hinten glitzerten ihm ganze Berge von Schätzen entgegen.
Von der Gier gepackt, stürmte er direkt los – doch der Boden gab nach und es endete mit einem Sturz hinab ins Erdinnere. Doch Aufgeben war keine Option, schnurstracks machte er sich auf den Weg zurück zur Oberfläche, um die kostbaren Schätze einzuheimsen.
Auf seinem Abenteuer durch die Tiefen des Untergrunds darf sich Wario auf seine aus dem Vorgänger bekannten Fähigkeiten verlassen. Mit einem Rempler kann er Gegner betäuben und als Wurfgeschosse durch die Gegend schmeißen, mit einem Stampfsprung grad direkt zu Kleinholz zermantschen.

Hilfreiche Power-Ups
Durch Aufnahme verschiedener Items erhält Wario Kopfbedeckungen mit Extrapower. Der Wikingerhelm ermöglicht es Blöcke widerstandslos wegzuräumen und mittels Stampfer die Erde erschüttern zu lassen. Eine Adlerstatue lässt den Schatzsucher durch die Lüfte fliegen und der Drachenkristall schießt einen Feuerstrahl aus Warios Helm. Kombiniert ihr die letzten beiden Gegenstände, darf unser Anti-Held sogar von beiden Fähigkeiten profizieren. Wird Wario hingegen von einem Bösewicht getroffen, schrumpft er auf die halbe Größe und kann mit Knoblauch wieder in seine Ursprungsgestalt zurückkehren.
Weitere Items erhaltet ihr ebenfalls aus Blöcken oder durch das Besiegen von Gegnern. Münzen wandern direkt auf euer Konto, Kronenmünzen bringen sogar 20 Geldeinheiten. 100 gesammelte Herzen schenken Wario ein Extraleben, selbiges spendiert ein gesammelter Diamant. Am Ende eines Levels dürft ihr durch Einsatz von Münzen in Minispielen um Herzen oder noch mehr Moneten zocken.
Wichtigstes Item ist jedoch der Fahrstuhlschlüssel. Diesen müsst ihr innerhalb des Levels finden, um am Ende den Lift ins nächste Stockwerk aufzusperren. Ebenfalls gut versteckt wartet in jeder Welt ein Schatz, der direkt in Wario’s persönliche Sammlung einfließt. Verliert ihr alle Leben, bedeutet dies auch gleichzeitig den Verlust von Münzen und auch gesammelten Schätzen.

Wario Wahnsinn
Insgesamt 14 Ebenen umfasst die Reise durch das Erdreich. Dabei überquert ihr brodelnde Lavaflüsse oder schwimmt auch mal durch gegnerverseuchte Unterwasserhöhlen. Neben Fieslingen in allen möglichen Formen, warten auch mehrere Bosskämpfe auf Wario. Die Abschnitte sind abwechslungsreich gestaltet. Nach einem einfachen Einstieg warten auch non-lineare Abschnitte mit kleinen Aufgaben und Geheimnissen auf Wario.
Hier kommt auch der eigentliche Clou zum Zug: Wario kann an bestimmten Stellen zwischen Vorder- und Hintergrund wechseln. So können beispielsweise neue Passagen erschlossen oder Hindernisse auf Weise umgangen werden. Ein neues Element, das immer wieder clever ins Spielgeschehen integriert wird.
Gezielter 3D-Einsatz
Optisch passt das schwarz-lastige Bild zum geschickt gewählten Schauplatz in den unterirdischen Höhlen. Die Sprites sind schön gezeichnet und animiert, der 3D-Effekt kommt beim Zusammenspiel der vorderen und hinteren Ebenen gut zur Geltung. Auch Gegner oder Minispiele nutzen die 3D-Möglichkeiten. Aus den Lautsprechern erklingen Kompositionen, die sich nahtlose an dem Stil des GB-Vorgängers orientieren und das Abenteuer mit passenden Klängen begleiten.
In Sachen Steuerung gibt es nichts zu bemängeln, hingegen ist der Umfang doch einiges geringer ausgefallen als beim ersten Wario Land. Dennoch bietet auch das VB-Abenteuer Material für einige Stunden vorzüglicher Unterhaltung, grad wenn man sämtliche Schätze und ein möglichst gut gefülltes Bankkonto sein Eigen nennen möchte. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht allzu hoch angesetzt, so dass auch weniger talentierte Schatzsucher auf ihre Kosten kommen.

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Vielen Dank an die Firma Seppa von Nintendofans für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 17.Februar.2026 - 20:55 Uhr












