Resident Evil Village erweitert die Formel seines Vorgängers um deutlich mehr Varianz und Inszenierung. Es ist weniger puristisch, dafür größer, lauter und dynamischer. Die Balance zwischen Horror und Action verschiebt sich, ohne die Identität der Reihe vollständig aufzugeben. Wer weiterhin Lust auf großartigen Survival-Horror mit abstrusen Antagonisten und einem fantastischen Gameplay hat, der ist in diesem Dorf perfekt aufgehoben!
Spieletest: Resident Evil Village Gold Edition NSW2
Weitere Infos
Releasedate:27. Februar 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Hohe Abwechslung im Leveldesign
- Spürbare Progression durch Upgrades
- Markante Antagonisten
- Sehr starke audiovisuelle Präsentation
- Negativ:
- Weniger fokussierte Horrorintensität
- Tonale Brüche zwischen Arealen
- Teilweise vorhersehbare Struktur
Die Eskalation nach dem Albtraum
Einige Jahre nach den traumatischen Ereignissen in Louisiana versucht Ethan Winters ein neues Leben zu führen. Doch die Vergangenheit bleibt nicht begraben. Eine erneute Tragödie führt ihn in ein abgelegenes Dorf, das von unterschiedlichen, charismatischen Machthabern kontrolliert wird. Über allem schwebt eine übergeordnete Bedrohung, deren Motive weitreichender sind als zunächst erkennbar.
Im Gegensatz zum stark fokussierten Vorgänger öffnet sich Village strukturell und tonal. Das Spiel verbindet Gothic-Elemente, Body-Horror und actionreichere Passagen zu einer abwechslungsreichen Gesamtkomposition. Dabei bleibt die Ego-Perspektive erhalten, was die direkte Identifikation mit Ethan weiterführt.
Die Rückkehr bekannter Figuren – darunter Chris Redfield – sorgt zusätzlich für narrative Spannung, ohne die persönliche Dimension der Geschichte aus den Augen zu verlieren.
Struktur und Spielfluss
Das namensgebende Dorf dient als Hub-Bereich. Von hier aus erschließen sich unterschiedliche Areale, die jeweils eigene Stimmungen und Spielschwerpunkte besitzen. Diese Struktur verleiht dem Spiel eine episodische Dynamik und sorgt für mehr Abwechslung als im Vorgänger.
Im Gameplay rückt der Kampf stärker in den Vordergrund. Gegner treten häufiger in Gruppen auf und die Waffen fühlen sich präziser sowie durchschlagskräftiger an. Dennoch bleibt Ressourcenmanagement relevant. Munition und Heilmittel sind zugänglicher als zuvor, aber nie unbegrenzt.
Ein zentrales Element ist das Händler-System. Gefundene Schätze lassen sich verkaufen, Waffen verbessern und neue Ausrüstung erwerben. Dadurch entsteht ein spürbares Fortschrittsgefühl, das fast rollenspielartige Züge annimmt.
Erkundung, Sammelobjekte und Progression
Das Spiel belohnt gründliches Erkunden. Schätze können kombiniert und gewinnbringender verkauft werden, optionale Räume enthalten wertvolle Ressourcen. Neue Werkzeuge ermöglichen es, zuvor unzugängliche Bereiche freizuschalten, wodurch auch hier Backtracking sinnvoll integriert wird.
Die Level variieren stark in Architektur und Atmosphäre. Von prunkvollen Innenräumen über düstere Außenbereiche bis hin zu industriell anmutenden Zonen entfaltet Village eine visuelle Bandbreite, die bewusst mit Kontrasten arbeitet. Dieses Umgebungsdesign erhöht die Abwechslung, sorgt aber auch dafür, dass die Horrorintensität schwankt.
Audiovisueller Eindruck
Technisch zeigt sich die RE Engine weiterentwickelt. Schnee, Nebel und Lichtquellen erzeugen eine dichte, fast theatralische Stimmung und auch Charaktermodelle sind detailreich, wobei Animationen flüssig und glaubwürdig erscheinen.
Anders als im Vorgänger setzt Village stärker auf musikalische Untermalung. Orchestrale Elemente begleiten dramatische Szenen, während bedrohliche Klangflächen in ruhigeren Momenten Spannung erzeugen. Gegner besitzen markante akustische Signaturen, was ihnen Wiedererkennungswert verleiht.
Die Atmosphäre changiert zwischen düsterem Märchen und Actionthriller. Diese Mischung wirkt weniger geschlossen als bei Resident Evil 7, aber zugleich spektakulärer.
Gold Edition und Erweiterungen
Die Gold Edition umfasst neben dem Hauptspiel zusätzliche Inhalte der Winters-Erweiterung sowie kosmetische und spielerische Extras. Darunter befinden sich zusätzliche Modi, neue Perspektiven auf die Geschichte und optionale Freischaltungen höherer Schwierigkeitsgrade. Auch hier gilt: Wer die Herausforderung sucht, erhält sie – optional sogar sofort.
Technik & Performance auf der Nintendo Switch 2
Resident Evil Village war 2022 auf der ersten Nintendo Switch lediglich per Cloud Version spielbar. Auf der Nintendo Switch 2 steht nun eine native Version zur Verfügung – ein spürbarer Unterschied, insbesondere in einem Spiel, das deutlich actionorientierter ausfällt als sein Vorgänger. Die direkte Eingabereaktion und konstante Performance steigern das Spielgefühl merklich.
Im Handheld-Modus erreicht Village wie Resident Evil 7 1080p bei nahezu stabilen 60fps. Trotz größerer Areale, dichterer Gegnerbegegnungen und aufwendigerer Effekte bleibt die Performance bemerkenswert konstant und flüssig. Die RE Engine beweist hier ihre Effizienz: Schnee- und Nebeleffekte, volumetrisches Licht und detaillierte Charaktermodelle bleiben auch mobil mehr als überzeugend und das werdet ihr am eigenen Leib spüren.
Im Docked-Modus wird das Bild auf 4K hochskaliert, wodurch vor allem architektonische Details und weitläufigere Abschnitte klarer zur Geltung kommen. Trotz des Produktionsjahres 2021 müssen hier visuell wenig Abstriche bei den Asset-Strukturen oder Texturauflösungen gemacht werden. Insgesamt bleibt der visuelle Eindruck jedoch hochwertig und atmosphärisch dicht.

Wie bei Resident Evil 7 fehlt auch hier die Integration des Maus-Modus der Joy-Con 2. Angesichts des stärker ausgeprägten Shooter-Anteils wäre diese Option besonders sinnvoll gewesen. Der Pro Controller wird hingegen selbstverständlich unterstützt und ermöglicht eine präzise Steuerung im TV- oder Table-Top-Betrieb.
Preislich erscheint Village einzeln und digital als Gold Edition für 49,99 €, inklusive Winters-Erweiterung und weiterer Zusatzinhalte. Gemeinsam mit Resident Evil 7 und Resident Evil Requiem ist es zudem im digitalen und physischen Generations-Pack für 99,99 € erhältlich – inhaltlich ein sehr starkes Angebot, auch wenn die Retail-Versionen nur Game Key Cards enthalten.
Unterm Strich zeigt Village auf der Switch 2, wie gut sich die RE Engine an unterschiedliche Leistungsprofile anpassen lässt. Trotz seines jüngeren Alters ist der technische Sprung zur nativen Umsetzung deutlich spürbar – vor allem im Vergleich zur einstigen Cloud-Variante.
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Vielen Dank an die Firma CAPCOM für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 23.Februar.2026 - 23:25 Uhr
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