Spieletest: Pokemon Feuerrote Edition NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
27. Februar 2026

. unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport.

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Anspruchsvolles, strategisches Kampfsystem
Erweiterte Inhalte mit Sevii Eilanden
Ikonischer Soundtrack
Komplett offline spielbar
Negativ:
Kaum Komfortfunktionen moderner Ableger
Keine Bildschirmgrößenanpassung
Kein Online-Multiplayer

Mit der Rückkehr von Pokémon Feuerrote Edition auf die Nintendo Switch erleben wir bei Nintendofans.de eine emotionale Reise zurück zu den Anfängen eines mittlerweile weltweiten Phänomens. Ursprünglich 2004 für den Game Boy Advance erschienen, war dieses Abenteuer bereits ein Remake der legendären Pokémon Rote Edition. Nun könnt ihr die Kanto Region erneut bereisen, mit modernisierter Darstellung und gleichem Herz und Seele, die Pokémon groß gemacht haben. Wir haben uns auf die Nostalgiefahrt begeben und verraten euch in diesem Test, warum die Pokémon Feuerrote und Blattgrüne Edition für alte und junge Pokémon-Fans ein Besuch wert ist.

Willkommen zurück in Kanto!

Schon nach wenigen Minuten in Alabastia, wenn ihr mit Professor Eich sprecht und eure erste Wahl zwischen Bisasam, Glumanda und Schiggy trefft, wird bewusst: Manche Spielerlebnisse altern einfach nicht. Und das gilt auch für die Feuerrote Edition zum 30. Geburtstag von Pokémon.

Gleichzeitig wird auch schnell klar, dass euch hier kein moderner Komfort erwartet, sondern ein Rollenspiel, das euch fordert. Es gibt keinen sofortigen EP-Teiler, keine übermächtigen Pokémon im Vorbeigehen und auch kein inflationäres Leveln. Stattdessen müsst ihr eure Teammitglieder aktiv einsetzen, sie bewusst in Kämpfe schicken und strategisch rotieren, damit sie Erfahrung sammeln. Genau das sorgt für eine Tiefe, die wir in aktuellen Ablegern häufig vermissen.

Besonders auffällig ist auch das Ressourcenmanagement. Geld verdient ihr nur durch Trainerkämpfe oder durch das geschickte Verkaufen gefundener Items wie Sternenstaub oder Goldnuggets. Tränke, Statusheiler und Fluchtseile sind wertvoll und gut parat zu haben. Wer unvorbereitet eine Höhle betritt oder ohne Schutz durchs hohe Gras läuft, wird schnell mit erschöpften Pokémon zum letzten Pokémon Center zurückgeschickt. Wir haben beim Test – so wie schon vor über 20 Jahren – lieber einmal mehr als zu wenig manuell gespeichert. Denn ein automatisches Speichern gab es damals noch nicht und damit auch hier nicht. Auch das hat einen wesentlichen strategischen Charakter. Denn wer zu übermütig in einen Arenakampf geht oder zu eilig in unbekannte Gebiete vorstößt läuft Gefahr, hart erkämpftes Preisgeld zu verbrauchen und Wege erneut gehen zu müssen. Diese Spannung erzeugt eine Intensität, die heute selten geworden ist.

Darüber hinaus bleibt das klassische Rundenkampfsystem nach Schere-Stein-Papier-Prinzip unverändert fesselnd. Ihr müsst Angriffspunkte (APs) der Attacken im Blick behalten, damit eure Pokémon einsatzfähig bleiben. Auch Statusveränderungen sind einzukalkulieren und Typenvorteile klug auszuspielen. So gilt klassisch: Feuer ist sehr effektiv gegen Pflanze, während Wasser gegen Feuer die Oberhand hat und so weiter. Jeder Sieg fühlt sich erarbeitet und damit verdient an, jede Entwicklung eurer Pokémon, wie bei uns Glumanda zu Glutexo auf Level 16, wie ein kleiner Triumpf.

Eine vielseitige Region

Die Handlung führt euch durch die Kanto Region, wo ihr acht Orden sammelt, Team Rocket immer wieder in die Schranken weist und euch schließlich der Siegesstraße sowie der Pokémon Liga und der Top Vier stellt. Dabei bleibt die Geschichte weitestgehend stringent, erlaubt euch aber auch abseits der vorgeschlagenen Pfade zu erkunden. Je weiter ihr euch in eurem Abenteuer voran wagt, desto mehr lernt ihr. Nicht nur die Orte wie Vertania, Orania, Azuria, Prismania, Fuchsania, Saffronia City, Lavandia, Alabastia oder die Zinoberinseln sind abwechlsungsreich, sie ermutigen auch zu späteren Rückkehr. Ihr lernt Zerschneider, Surfer und Fliegen und könnt so immer freier die Bereiche der Regionen erkunden, bis schließlich alles hervorragend verbunden ist. Die Geschichte wird so immer tiefer und Backtracking fühlt sich organisch an. Auch die verschiedenen Routen zu bereisen, um euren Pokédex zu vervollständigen, im Vertania Wald, Kraftwerk oder in der Silph Corp eure Aufgaben zu meistern macht Spaß und motiviert.

Im Vergleich zur ursprünglichen Roten Edition erweitert Feuerrot das Abenteuer um die Sevii Eilande und macht mehr Pokémon verfügbar, die seit Rot und Blau erschienen sind. Insgesamt kann der spätere, nationale Pokédex auf über 300 Pokémon aufgefüllt werden.

Außerdem wurden besondere Orte wie die Entstehungsinsel und der Nabelfels integriert, wo ihr legendären Pokémon wie Deoxys, Lugia oder Ho-Oh begegnen könnt. Das war damals nur durch exklusive Ingame-Eventtickets möglich, die damals auf Pokémon-Veranstaltungen vergeben wurden. Wer also damals ein solches Erlebnis (Pokémon Day, Pokémon Tour) nicht mitmachen konnte, hat jetzt die Chance.

Nicht zu vergessen sind kleine Kuriositäten wie MissingNo oder der Nugget Glitch in Azuria City, die als Relikte der frühen Pokémon Geschichte ebenfalls ihren Platz finden und Nostalgikern ein Lächeln entlocken werden.

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