Spieletest: DRAGON QUEST VII Reimagined NSW2

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Weitere Infos

Releasedate:
5. Februar 2026

USK 6 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Wunderschöner „Doll-Look“
Neue Quality-of-Life-Features
Gestraffte und packende Story
Genialer Soundtrack
Negativ:
Teils etwas textlastig Sich wiederholende NPC Designs

Mit Dragon Quest VII Reimagined bringt Square Enix einen der umfangreichsten und beliebtesten Teile der Reihe im neuen Gewand zurück. Erzählerisch hat der Teil einiges auf dem Kasten. Wie uns das Spiel gefallen hat, erfahrt ihr hier in unserem Test.

Die Reise durch Raum und Zeit

Im Fokus der Story stehen drei Charaktere. Ihr schlüpft in die Rolle eines Fischerjungen aus Buttsbündel, dessen Neugier auf die Welt seinen Abenteuersinn weckt. Sein bester Freund ist Gismar, der wissbegierige Prinz von Estard. Gemeinsam stürzt ihr euch in spannende Missionen um das Rätsel der Welt zu lösen. Gleich zu Beginn schließt sich euch, eigentlich ungewollt, Maribel an. Ein willensstarkes Mädel mit gutem Herz. Im Laufe des Abenteuers stoßen noch Charaktere wie Ruff der Wolfsjunge, Aischa und Roland hinzu.

Doch worum geht es eigentlich? Ihr entdeckt, ziemlich zu Beginn der Handlung, einen mysteriösen Schrein, welcher ein Geheimnis der Insel beinhaltet. Dies lässt euch keine Ruhe und so macht ihr euch auf, das Rätsel zu lösen, vor allem, wo euch eine geheimnisvolle Stimme ruft. So entdeckt ihr das erste Fragment und euer großes Abenteuer beginnt. Diese Fragment-Stücke helfen euch Steintafeln zusammenzusetzen, welche Tore in die Vergangenheit öffnen. Dort existieren Inseln, Städte und Königreiche, die in der Gegenwart verschwunden sind. Ihr trefft auf Konflikte, fiese Monster und persönliche Tragödien. Eure Hilfsbereitschaft kommt den ansässigen Bewohnern zu Gute, die Ereignisse zu ihren Gunsten zu drehen. Jede dieser Welten beinhaltet ein eigenes Abenteuer mit einer wunderbar erzählten Geschichte. Jede Menge Steintafeln, deren Fragmente es zu finden gibt, mit anschließender Zeitreise sorgen für viele Stunden Spielespaß. Zwar wurde die Story etwas gestrafft, aber 30 bis 40 Spielestunden solltet ihr auf alle Fälle einplanen, wenn nicht mehr.

Nachdem ihr eine Mission erledigt habt, taucht die verborgene Insel der alten Zeit im Meer der Gegenwart auf, die ihr dann ebenfalls mit eurem Schiff besuchen könnt. So entsteht eine einzigartige Erzählstruktur: Die Welt wächst Stück für Stück, während sich die Geschichte eurer Heimat nach und nach zusammensetzt. Gerade diese Erzählstruktur ist unserer Meinung nach die größte Stärke des Spiels. Statt einer durchgehenden, linearen Handlung, setzt Dragon Quest VII Reimagined auf viele kleine Erzählungen – sogenannte Vignetten. Man fühlt sich in der Spielewelt nie verloren, die Maps sind klein und überschaubar (man verliert sich einfach nicht in anderen Sachen) und die Inhalte sind spannend. Man möchte nach jedem zusammengesetzter Steintafel wissen, wie es weitergeht. Nach und nach fügt sich alles zu einem größeren Gesamtbild zusammen. Mit jeder Reise wird klarer, dass eine übergeordnete Macht versucht im Verborgenen die Fäden zu ziehen und für das Verschwinden der Welt verantwortlich ist.

Moderneres Kampfsystem

Neben der Hauptstory gibt’s Nebenquests, Minispiele und Kampfarenen-Herausforderungen. Wie in Rollenspielen üblich, dürft ihr mit anderen Menschen interagieren und könnt optionale Wege bestreiten. Fans des Originals wissen: Dragon Quest VII war schon immer ein Langstrecken-RPG, wobei, wie erwähnt, die damaligen über 100 Stunden Spielzeit deutlich gestrafft wurden.

Während ihr über die Maps streift, findet ihr verborgene Schätze (funkelnde Stellen) oder kämpft auf dem Weg zum nächsten Ziel gegen Monster. Dabei handelt es sich um keine richtigen Zufallskämpfe, da die Gegner auf der Maps herumstreunen. Werdet ihr entdeckt, laufen sie auf euch zu. Dennoch ist es kein Problem diesen geschickt auszuweichen. Wir wurden daher selten in Kämpfe verwickelt, wenn wir das nicht wollten.

Der Titel bleibt dem rundenbasierten Kampfsystem treu, jedoch wurdes dieses spürbar weiterentwickelt. In der Welt sichtbare, schwächere Feinde lassen sich sogar direkt auf der Karte ausschalten, ohne in einen separaten Kampf zu wechseln – ein enormer Tempogewinn. Wie üblich wählt ihr zwischen normalen und magischen Angriffen, wobei zweitere Magiepunkte verbrauchen. Nach jedem Kampf erhaltet ihr Erfahrungspunkte, die Stufensprünge mit sich bringen können. Neu ist, dass ihr nun automatische Kämpfe mit frei einstellbarer Geschwindigkeit einstellen könnt.

Zentral ist das neue Nebenjob- bzw. Moonlight-System. Jedes Gruppenmitglied kann in Dragon Quest VII Reimagined nun sogar zwei Berufungen parallel ausüben. Dies sind Klassen/Rollen, die eure Charaktere einnehmen können und bringen individuelle Werte-Schwerpunkte, Zauber, Fähigkeiten und einen einzigartigen Berufungsbonus mit sich. Aktiviert diesen im „aufgeladenen Zustand“, um extrem mächtige Angriffe ausführen zu können. Durch die Möglichkeit, zwei Berufungen parallel ausüben zu können, entstehen vielfältige taktische Kombinationen. Besonders auffällig ist der neue Beruf „Monstermeister“, der mit seinem Bonus starke Monster herbeiruft. Neu ist nun auch, dass ihr jedem Gruppenmitglied individuelle taktische Vorgaben zuweisen könnt. Was das Abenteuer noch dazu etwas erleichtert, ist die automatische Heilung nach Kämpfen bzw. dass ihr mit Kurzbefehlen auf dem Steuerkreuz beispielsweise per Knopfdruck die ganze Gruppe auf einmal heilen könnt.

Weitere Quality-of-Life Features sind der fein justierbare Schwierigkeitsgrad (Schaden, Erfahrung, Gold), deutlich übersichtlichere Menüs, Schnellreise-Funktionen und anpassbare Kamera- und Anzeigeoptionen.

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