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Chivalware im Test

Chivalware im Test

Seppatoni

Was kommt dabei raus, wenn man Mega Man Battle Network, Crypt of the NecroDancer und ein kleines Puzzle-Spiel in einen Mixer wirft? Der Solo-Entwickler Pigeon aus Hong Kong hat die Antwort: Mit Chivalware präsentiert er ein schnelles Action-Spiel, zusätzlich angereichert mit Puzzle-Einlagen, Taktikkniffen und Roguelite-Elementen. Was sich nach einer schrägen Mixtur anhört, zeigt sich in der Praxis als interessante und erfrischende Mischung.

C

Chivalware

NSW2

Entwickler
Regal Pigeon
Konsole
NSW2
Modi
Einzelspieler
Freigabe
USK ab 6

Ihr schlüpft in die Rolle eines Diskettenritters. Jahrelang wurden sie im Königreich nicht mehr gesichtet. Doch nun, wo der Herrscher durch Macht und jahrelange Isolation in den Wahnsinn getrieben wurde, schreit das Volk nach einem Sturz des Königs. Doch bald zeigt sich, dass noch mehr hinter der Geschichte steckt.

Diskette rein, auf in die Schlacht!

Mit einem kurzen, aber hilfreichen Tutorial werdet ihr in das Spielprinzip eingeführt, bevor ihr mit eurem Diskettenritter in die Schlachten zieht. Euer Krieger ist dabei mit 3 unterschiedlichen Disketten ausgestattet. Dabei handelt es sich um uralte Artefakte, welche mächtige Waffen enthalten. Jede davon ist einer bestimmten Farbe zugeordnet. Ebenso verfügt ihr über einen Chip, der zusätzliche Eigenschaften und Fähigkeiten gewährt.

Mit dieser Ausrüstung begebt ihr euch auf ein 8x4 Kacheln großes Schlachtfeld. Auf den linken 16 Feldern seht ihr die Farben und Symbole eurer drei ausgerüsteten Disketten. Mit einem Knopfdruck könnt ihr das Feld, auf dem ihr euch grad befindet, zerstören. Alle umliegenden Kacheln mit derselben Farbe werden ebenfalls aufgelöst. Bei 3 oder mehr spricht man von einer Kette, welche die entsprechende Waffe aktiviert und die Energieleiste füllt.

Diese benötigt ihr natürlich, um eure Gegner zu besiegen. Die Waffentypen unterscheiden sich nicht nur in Sachen Distanz und Angriffskraft, sondern auch in der Fläche, auf welchen sie den Feinden Schaden zufügen. Nach einem siegreichen Kampf werdet ihr mit Geld belohnt und zieht ihr weiter auf das nächste Feld.

Doch nicht immer warten dort weitere Gegner auf euch. So trefft ihr beispielsweise auf Händler, welche euch neue Disketten oder Chips gegen Geld überlassen, oder ihr erhaltet an einem Lagerfeuer eine Energieauffrischung oder ein hilfreiches Verbrauchsitem geschenkt. Teils werdet ihr auch zu einem dubiosen Tauschhandel aufgefordert oder mit Items beglückt. Man weiß nie, was auf dem nächsten Abschnitt auf den Diskettenritter wartet.

Upgrades für Diskettenritter

Ebenfalls zu den Ausrüstungsgegenständen gehören Prozessoren. Bis zu 3 davon könnt ihr während eures Abenteuers ausrüsten und von den Eigenschaften und Statuserhöhungen profitieren. Nicht unerwähnt bleiben sollten auch die Statuseffekte. Diese können euch nicht nur durch gegnerische Angriffe zugefügt werden, sondern ihr könnt eure Diskette mit diesen Kräften upgraden.

In den actionreichen Kämpfen sind schnelles Reaktionsvermögen, Timing und geschicktes Planen gefragt. Weicht den kurz vor Ausführung angezeigten gegnerischen Attacken aus, plant gleichzeitig die Aktivierung der nächsten Waffe und begebt euch in Position für eure nächste Offensivaktion. Ihr seid auf dem Schlachtfeld ständig in Bewegung, der Vergleich mit dem wuseligen Crypt of the NecroDancer drängt sich da unweigerlich auf.

Das Abenteuer führt euch durch insgesamt vier Biome, an deren Enden ihr es jeweils mit einem mächtigen Boss zu tun bekommt, der euch nochmals alles abverlangt. Mit den immer stärker werdenden Widersachern ist es unerlässlich, eure Ausrüstung ebenfalls aufzupeppen und die Basisdisketten laufend durch stärkere Varianten abzulösen.

Verlust bei Game Over

Fällt euer Ritter im Kampf, sind sämtliche gesammelten Objekte verloren. Zwar werden sie in eurem Kodex verewigt, starten müsst ihr jedoch erneut mit der Basisausstattung zu Beginn des Abenteuers. Das Einzige, was ihr erhaltet, sind Punkte für die Highscore Liste. Mit einem Aufstieg in der Rangliste, werden auch weitere Disketten oder Chips freigeschalten, die ihr im Spiel finden könnt. Insgesamt 80 Waffen und über 150 weitere Upgrades gibt es zu entdecken. Zusätzlich gibt es auch 4 weitere freispielbare Diskettenritter, welche mit anderen Fähigkeiten und mehr Wumms ins Abenteuer starten.

Optisch bestich der Titel durch seine schlichte, aber stilistisch passende Pixeloptik, die in den turbulenten Kämpfen stets für Übersicht sorgt und mit schicken Sprites zu gefallen weiß. Optional sorgen mehrstufige Scanlines für ein bisschen Retro-Feeling. Musikalisch wird das Gebotene durch passende, aber eher unauffällige Begleitung im Hintergrund unterstützt.

Die Steuerung lässt keine Mängel offen und kann bei Bedarf auch selber konfiguriert werden. Für Langzeitspaß ist ebenfalls gesorgt. Wer das Spiel gemeistert hat, darf sein Talent als Diskettenritter auf 4 weiteren freispielbaren Schwierigkeitsstufen zur Schau stellen.

7.0Wertung

Fazit

Civalware entpuppt sich als erfrischender Genremix, der mit seinem hektischen, aber motivierenden Gameplay immer wieder zu einer kurzen Runde einlädt. Wer Roguelite-Elementen nicht abgeneigt ist, der sollte sich diesen aussergewähnlichen Titel definitiv einmal näher anschauen.

Barrierefreiheit

Farben können im Spiel selber zugeordnet werden.

S
Meinung vonSeppatoni

Die außergewöhnlichen Kämpfe fordern und motivieren, die Roguelite-Note hingegen hätte ich nicht gebraucht.

Design
8.0
Sound
6.0
Singleplayer
7.0
Spielspaß
7.0
Umfang
7.5
  • Cooles Kampfsystem
  • Schnell gelernt, knackig zu meistern
  • Viele Upgrade Möglichkeiten
  • Freischaltbare Inhalte
  • Roguelite-Elemente nicht jedermanns Sache
  • Musikalisch nur durchschnittlich
  • Keine Multiplayerduelle

Vielen Dank an die Firma The Arcade Crew für die Bereitstellung des Testmusters.

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