
Minecraft - Nintendo Switch 2 Edition
Minecraft ist fast schon eine Legende der Gamingwelt und ein Spiel mit ganz besonderer Geschichte. Selbst heute kommen noch immer neue Ideen dazu. Seit dem 27. Oktober gibt es das Spiel auch als eigene Fassung für die Switch 2. Wir schauen uns an, was sich gegenüber der alten Version getan hat und für wen sich der Blick darauf lohnt.
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Minecraft - Nintendo Switch 2 Edition
NSW2
- Genre
- Kreativ-Spiel
- Entwickler
- Mojang
- Konsole
- NSW2
- Modi
- Lokaler Co-opLokaler MultiplayerOnline-MultiplayerEinzelspieler
- Freigabe
USK ab 6
Bauen, überleben, entdecken
Wer Minecraft kennt, findet sich auch hier sofort zurecht. Für alle anderen kurz erklärt: Die Welt besteht komplett aus Blöcken, ihr steuert den allseits bekannten Steve oder einen anderen Charakter und entscheidet selbst, was ihr mit eurer Zeit anfangt. Aufgaben gibt es keine, stattdessen sammelt ihr Rohstoffe und craftet daraus Werkzeuge, Rüstungen, Häuser und sogar Schaltungen. Wer trotzdem ein Ziel braucht, macht sich auf die Suche nach dem Enderportal und stellt sich dem Enderdrachen. Im Kreativmodus liegt dafür alles sofort bereit, im Überlebensmodus müsst ihr jeden Rohstoff erst abbauen und verarbeiten. Dort solltet ihr euch früh einen Unterschlupf bauen, denn sobald es dunkel wird, tauchen Monster auf.
Richtig spannend wird es mit Freunden: Lokal spielt ihr zu viert, online sind bis zu acht Personen möglich. Das funktioniert sogar plattformübergreifend, sodass ihr mit Spielern auf Windows, Xbox, PlayStation und Mobilgeräten in derselben Welt landet.

Was ist neu auf der Switch 2?
Neue Spielinhalte bringt die Fassung nicht mit, die Änderungen betreffen Optik und Technik. Am deutlichsten fällt Vibrant Visuals auf: Wasser spiegelt die Umgebung, Nebel legt sich sichtbar über die Landschaft und bewegte Lichtquellen werfen Schatten. Die Welt bleibt blockig, wirkt dadurch aber bei genauem Hinsehen deutlich plastischer. Ebenfalls spürbar ist der Fortschritt beim Laden, denn Ladezeiten und das Erzeugen neuer Gebiete gehen merklich schneller als auf der Switch 1.
Ganz rund läuft es allerdings nicht. Angepeilt sind 60 Bilder pro Sekunde, doch gelegentlich brechen sie ein, und im Handheldmodus kommt es zu kleineren Rucklern. Wer Vibrant Visuals nutzt, muss sich außerdem entscheiden: Der Leistungsmodus senkt die Auflösung, der Qualitätsmodus die Bildrate. Ohne Vibrant Visuals läuft das Spiel dagegen deutlich besser. Zum Start hat Mojang mit dem Patch 26.60 bereits nachgelegt, der unter anderem die Leistung im Splitscreen und die Stabilität bei bestehender Netzwerkverbindung verbessert.

Wieder bleibt Potenzial liegen
Schon in unserem Test zur Wii U Fassung haben wir kritisiert, dass die Besonderheiten der Konsole kaum zum Einsatz kommen, und auf der Switch 2 wiederholt sich das teilweise. Zwar gibt es eine Steuerung per Touchscreen, doch Bewegungssteuerung und Mausmodus fehlen. Dabei lassen sich die Controller der Switch 2 in kompatiblen Spielen wie eine Maus einsetzen, was beim Platzieren einzelner Blöcke geradezu naheliegt. Dass die Steuerungsoptionen so dürftig ausfallen, fällt gerade bei einem Spiel auf, das ursprünglich vom PC kommt.
Ebenfalls Luft nach oben sehen wir bei der Menüführung. Nach all den Jahren darf sie gern etwas moderner werden, denn Inventar und Crafting begleiten euch ständig. Mit dem Touchscreen und den neuen Controllern wären die Voraussetzungen für eine zeitgemäßere Bedienung jedenfalls da.

Bedrock statt Java
Wer Minecraft vom PC kennt, sollte einen Unterschied im Blick haben: Die Switch 2 nutzt die Bedrock Edition, während die Java Edition ausschließlich für Windows, Mac und Linux erscheint. Deshalb laufen Mods für die Java Edition auf der Konsole nicht, Erweiterungen bekommt ihr stattdessen über den Marketplace. Auch gemeinsam spielen könnt ihr mit Spielern der Java Edition nicht.

Upgrade
Wer die Vorgängerversion auf der Switch 1 digital gekauft hat, bekommt die Fassung für die Switch 2 in den meisten Regionen bis Ende Januar 2027 kostenlos und kann seine Spielstände und Welten mitnehmen. Besitzer der Modulversion gehen beim Gratisupgrade dagegen leer aus. Sie erhalten im Spiel lediglich ein Angebot für die Ultimate Collection mit Rabatt, das Basisspiel müssen sie zum vollen Preis kaufen.

Super Mario Pack
Wie schon auf der Wii U und Nintendo Switch ist auch hier das Super Mario Pack mit an Bord. Wer Minecraft bereits auf einer anderen Plattform besitzt, hat damit neben der Portabilität den wichtigsten Grund für einen Wechsel.
Fazit
Dass Minecraft zu Recht als Legende der Gamingwelt gilt, zeigt auch die Fassung für die Switch 2: Dank Vibrant Visuals sieht das Spiel deutlich besser aus und lädt spürbar schneller. Was bleibt, ist ein Spiel, das spielerisch kaum Neues bietet, weil sich die Änderungen auf Optik und Technik beschränken. Dass die Möglichkeiten der Controller ungenutzt bleiben, die Menüführung nach all den Jahren eine Auffrischung vertragen könnte und die Bildrate mit Vibrant Visuals schwankt, trübt den Eindruck ein wenig. Im Kern ist es aber das vertraute Minecraft mit allen Möglichkeiten zum Bauen, Überleben und Entdecken.
Barrierefreiheit
Ich kann weder mit Survivalspielen noch mit komplett freien Welten ohne Aufgabe viel anfangen. Trotzdem blicke ich mit Respekt auf diese Legende der Gamingwelt und kann den Spaß am Spiel gut nachvollziehen, auch wenn man Minecraft deutlich anmerkt, dass es in die Jahre gekommen ist.
- Vibrant Visuals
- kürzere Ladezeiten
- Super Mario Pack enthalten
- Gratisupgrade für digitale Besitzer der Vorgängerversion bis Ende Januar 2027
- weder Maus noch Bewegungssteuerung
- Bildrate schwankt mit Vibrant Visuals
- kein Gratisupgrade für die Modulversion
Vielen Dank an die Firma Mojang für die Bereitstellung des Testmusters.