
Yet Another Zombie Survivors im Test
Seit Spiele wie The Binding of Isaac oder Vampire Survivors Erfolge gefeiert haben, sprießen Titel mit ähnlichem Konzept kontinuierlich aus dem Boden. Mit Yet Another Zombie Survivors reiht sich nun ein weiterer Vertreter in dieses mittlerweile gut gefüllte Bullet-Heaven-Genre ein. Auf dem PC und anderen Konsolen ist das Spiel bereits seit einiger Zeit erhältlich, am 30. Oktober 2026 folgt nun der offizielle Release für die Nintendo Switch. Wir haben uns die Portierung angesehen und klären im Test, ob der Titel dem bekannten Auto-Shooter-Prinzip eigene Facetten abgewinnen kann.
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Yet Another Zombie Survivors
NSW
- Genre
- ActionRollenspiel
- Entwickler
- Awesome Game Studios
- Publisher
- Awesome Game Studios
- Konsole
- NSW
- Modi
- Einzelspieler
- Freigabe
USK ab 16
Vertrautes Konzept mit Squad-Dynamik
Der Name des Spiels nimmt sich bereits augenzwinkernd selbst auf die Schippe und lässt erahnen, was spielerisch auf der Tagesordnung steht. Yet Another Zombie Survivors bedient sich etablierter Bullet-Heaven-Mechaniken: Ihr steuert eure Einheiten aus der Vogelperspektive über eine überschaubare Karte und weicht den Gegnern aus, während die Waffen völlig automatisch in Richtung der stetig wachsenden Zombiemassen feuern. Erledigte Feinde hinterlassen temporäre Power-Ups, Geld und Erfahrungspunkte, die bei einem Levelaufstieg in neue Fähigkeiten oder passive Boni investiert werden können.
Der entscheidende Unterschied zu vielen direkten Genre-Konkurrenten liegt im Squad-System. Anstatt den Überlebenskampf als einzelner Held zu bestreiten, rekrutiert ihr im Verlauf eines Durchgangs ein kleines Team aus bis zu drei Überlebenden. Die unterschiedlichen Klassen bringen dabei individuelle Bewaffnungen und Fähigkeiten mit auf das Schlachtfeld.

Meta-Progression und Langzeitmotivation
Ein wichtiges Standbein dieses Genres ist die Motivation abseits der eigentlichen Runs. Auch hier macht Yet Another Zombie Survivors seine Hausaufgaben. Zwischen den Einsätzen landet ihr in einem Lager, in dem ihr verdiente Skillpunkte in übergreifende Talentbäume für eure Überlebenden investiert. Das System ist dabei erfreulich fair gestaltet: Ihr könnt vergebene Punkte jederzeit wieder zurücknehmen und neu verteilen, ohne dass euch dadurch Nachteile entstehen. Das lädt zum entspannten Ausprobieren unterschiedlicher Builds ein.
Zudem levelt ihr nicht nur einen einzelnen Helden auf. Alle drei Mitglieder, die ihr während eines Durchlaufs aktiv in eurem Squad habt, sammeln parallel Erfahrungspunkte. Wer in einer Runde also ein neues Teammitglied über ein SOS-Signal rettet, treibt automatisch auch dessen Fortschritt für kommende Einsätze voran. Kombiniert mit 15 Haupt- und dutzenden Charaktermissionen sorgt das für eine gut durchdachte, kontinuierliche Progression, die auch nach mehreren Spielstunden nicht in stumpfes Grinding ausartet.

Technik: Ein spürbarer Generationsunterschied
Auf der technischen Seite ergibt sich bei diesem Port ein sehr geteiltes Bild. Lobenswert ist zunächst, dass die Entwickler generell die Wahl zwischen einem Performance- und einem Qualitäts-Modus anbieten. Wer solche Spiele kennt, weiß, dass die Hardware spätestens ab Minute 15 ordentlich ins Schwitzen kommt, wenn sich buchstäblich tausende Gegner gleichzeitig auf dem Bildschirm tummeln.
Spielt man Yet Another Zombie Survivors auf der neuen Nintendo Switch 2, gibt es erfreulicherweise nichts zu meckern. Das Spiel bleibt hier erstaunlich stabil. Sowohl im stationären Modus am Fernseher als auch im Handheld-Betrieb läuft das Geschehen flüssig, die Optik ist ansehnlich und die Lesbarkeit bleibt auch im absoluten Chaos gut erhalten.
Wechselt man jedoch auf die Switch 1, für die der Titel eigentlich nativ entwickelt wurde und veröffentlicht wird, fällt das Ergebnis leider ernüchternd aus. Hier kommt es zu starken Performance-Einbußen und spürbaren Slowdowns, sobald der Bildschirm voller wird. Hinzu kommt eine sichtbar schlechtere Optik. Besonders ärgerlich: Selbst wenn man gezielt den Leistungs-Modus auswählt, bekommt die Original-Konsole die Bildrate in den späteren Minuten eines Runs nicht verlässlich in den Griff. Gut spielbar bleibt dieser Titel ironischerweise also nur auf der Nachfolger-Konsole.
Fazit
Yet Another Zombie Survivors mag auf den ersten Blick wie ein weiterer Klon der üblichen Genre-Vertreter wirken, hebt sich durch sein Squad-System aus drei Charakteren aber angenehm von der Masse ab. Die Motivation wird durch kluge, faire Skilltrees und eine stetige Meta-Progression dauerhaft hochgehalten. Die technische Umsetzung hinterlässt jedoch einen faden Beigeschmack. Während der Titel auf der Switch 2 erfreulich rund und stabil läuft, muss man auf der Original-Konsole, für die das Spiel eigentlich erscheint, mit teils massiven Slowdowns und grafischen Downgrades kämpfen, die auch der Performance-Modus nicht auffangen kann. Wer eine Switch 2 besitzt, bekommt hier ein spaßiges Paket geboten. Switch 1-Besitzer sollten vor dem Kauf jedoch genau überlegen, ob sie mit der ruckeligen Performance in den späteren Spielminuten leben können. Ein lokaler Couch-Koop-Modus fehlt zudem leider auf beiden Plattformen.
Barrierefreiheit
Wer auf Bullet-Heaven-Shooter steht wird hier eine Menge Spaß haben! Die Zeit vergeht bei den Durchgängen wie im Flug.
- Clevere Synergien durch das 3-Spieler-Squad-System
- Faires Fortschrittssystem (Skills lassen sich jederzeit neu verteilen)
- Gesamtes Team sammelt parallel Erfahrungspunkte
- Sehr stabile technische Performance auf der Switch 2
- Item-Pool ist teilweise zu überfüllt und sehr zufallsbasiert
- Mini-Bosse lassen außer Erfahrungspunkten keine Belohnungen fallen
- Starke Performance-Einbußen und Slowdowns auf der Switch 1
- Leistungs-Modus kann die Probleme der Switch 1 nicht abfangen
Vielen Dank an Awesome Game Studios für die Bereitstellung des Testmusters.
