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Call of Duty: Modern Warfare 4 im Test für die Nintendo Switch 2 und PS5

Call of Duty: Modern Warfare 4 im Test für die Nintendo Switch 2 und PS5

Ulrich

Ein jährliches Call of Duty ist beinahe Tradition und nach dem etwas enttäuschenden Modern Warfare 3 steht nun Infinity Ward mit dem vierten Teil etwas unter Zugzwang. Hier soll nicht nur die Geschichte rund um Captain Prive und Makarov ein Ende finden, sondern vor allem die Kampagne, der Multiplayer und DMZ überzeugen.

Besonders interessant ist die Veröffentlichung für die Nintendo Switch 2, denn erstmals seit Jahren erscheint ein vollwertiger Ableger der Reihe auf Nintendos Konsole. Wir haben bereits in unserer Review zur Call of Duty: Modern Warfare 4 – Beta etwas darüber berichtet. Nun haben wir uns die Vollversion des Shooters für die Nintendo Switch 2, aber auch für die Playstation 5 näher angeschaut. Ob sich ein Kauf lohnt und mit welchen Kompromissen ihr auf Nintendos Hybridkonsole leben müsst, erfahrt ihr hier in unserem Test.

Call of Duty: Modern Warfare 4

NSW2

Entwickler
Infinity Ward
Publisher
Activision
Konsole
NSW2PS5XSX
Modi
EinzelspielerOnline-Multiplayer
Freigabe
USK ab 18

Die Kampagne findet zu alter Stärke zurück

In Südkorea eskaliert die Lage, als nordkoreanische Truppen eine groß angelegte Invasion beginnen. Während junge südkoreanische Soldaten an der Front ums Überleben kämpfen, verfolgt Captain Price weiterhin seine eigenen Ziele. Seine Jagd nach Makarov geht in die nächste Runde, doch hinter dem bekannten Gegenspieler warten weitere gefährliche Verbindungen.

Die Geschichte wechselt zwischen unterschiedlichen Perspektiven und zeigt, wie sich der Konflikt auf Soldaten und ihre Umgebung auswirkt. Neben Price rückt dabei auch der südkoreanische Soldat Park in den Mittelpunkt. Rückblenden und bekannte Figuren knüpfen an die bisherigen Teile der neu aufgelegten Modern-Warfare-Reihe an. Die Story versucht dabei auch etwas tiefgründiger zu wirken, als bloß auf spektakuläre Gefechte zu setzen. Dabei entwickelt die Handlung genügend Spannung, um euch bis zum Ende bei der Stange zu halten. Wer die Vorgänger kennt, profitiert von den bekannten Figuren und ihren Verbindungen. Ein Rückblick zu Beginn erleichtert aber auch Neueinsteigern den Zugang.

Die Inszenierung gehört erneut zu den großen Stärken. Wechselnde Schauplätze, aufwendig gestaltete Zwischensequenzen und eine überzeugende akustische Präsentation sorgen für das typische Blockbuster-Gefühl. Die Kampagne will euch unterhalten und liefert dafür reichlich Action.

Spielerisch bewegt ihr euch dabei zwischen einer Mischung aus direkten Feuergefechten, Schleichpassagen und aufwendig inszenierten Actionszenen. Ihr kämpft unter anderem in Korea, erlebt Verfolgungsjagden in Paris und bewegt euch durch enge urbane Schauplätze. Die unterschiedlichen Situationen sorgen dafür, dass sich die Missionen nicht ausschließlich wie eine Aneinanderreihung gewöhnlicher Schusswechsel anfühlen. Gerade die Wechsel zwischen offensivem Vorgehen und vorsichtigem Schleichen bringen Abwechslung ins Geschehen. Nachtsichtmissionen und enge Gefechte gehören ebenso zum Repertoire wie größere Kampfhandlungen.

Einzig eine Mission namens „Stranded“ durchbricht nach ungefähr zwei Drittel das ansonsten stark vorgegeben Missionsdesign. In einem verschneiten Gebiet könnt ihr mehrere Ziele in unterschiedlicher Reihenfolge angehen, Vorräte suchen und eure Ausrüstung vorbereiten. Der offene Abschnitt erweitert die spielerischen Möglichkeiten, passt aber nicht ganz so gut zum straffen Rhythmus der übrigen Kampagne. Auch manche Nahkampfsequenzen und Parkour-Passagen wirken weniger elegant als die großen Actionmomente. Die Geschichte lässt euch zudem nicht immer so frei entscheiden, wie es einzelne Situationen zunächst vermuten lassen.

Unterm Strich überwiegen jedoch die positiven Eindrücke. Die Kampagne bietet genügend Abwechslung, um auch nach mehreren Stunden unterhaltsam zu bleiben. Sie setzt weniger auf spielerische Revolution als auf eine gelungene Mischung aus vertrauten Mechaniken und hochwertiger Inszenierung.

PS5 und Switch 2: zwei unterschiedliche Spielerlebnisse?

Auf der Playstation 5 bekommt ihr natürlich das technisch aufwendigere Gesamtpaket geliefert. Die Inszenierung profitiert von detaillierten Umgebungen, aufwendigen Effekten und einer klaren Darstellung der unterschiedlichen Schauplätze.

Die Switch-2-Fassung verfolgt dagegen einen pragmatischen Ansatz. Digital Legends hat den Shooter nativ für Nintendos Hardware umgesetzt. Es handelt sich also nicht um eine gestreamte Version. Entscheidend ist, dass dabei keine der drei großen Spielsäulen gestrichen wurde: Kampagne, DMZ und Multiplayer sind vollständig enthalten.

Die Unterschiede zeigen sich vor allem bei der Grafik und der Bildrate. Während die Kampagne auf Switch 2 mit 30 Bildern pro Sekunde läuft, sind im Multiplayer überwiegend 60 Bilder pro Sekunde das Ziel. Im DMZ-Modus werden im TV-Betrieb 40 und im Handheld-Modus 30 Bilder pro Sekunde angestrebt. Auf der PS5 bietet das Spiel einen 120-Hz-Modus (bis zu 120 FPS), außerdem werden im Multiplayer- oder Warzone-Modus durchschnittlich ca. 100 bis 116 FPS erreicht (passender Bildschirm vorausgesetzt).

Optisch muss die Nintendo-Version Abstriche hinnehmen. Texturen können nachladen, einzelne Effekte wirken weniger sauber und auch die Darstellung von Haaren sowie vorgerenderten Zwischensequenzen fällt sichtbar einfacher aus. Eine geringere Detaildichte und reduzierte Auflösung gehören ebenfalls zu den Kompromissen. Das ist besonders im direkten Vergleich mit leistungsstärkeren Plattformen erkennbar. Trotzdem bleibt die Umgebung abwechslungsreich gestaltet und die technische Umsetzung ermöglicht ein vollständiges Call of Duty auf einer tragbaren Konsole.

Bei der Bildrekonstruktion stehen unter anderem Filmic SMAA 2TX und DLSS zur Auswahl. DLSS kann Kanten sauberer glätten und einzelne Strukturen schärfer erscheinen lassen. Die Unterschiede sind nicht überall groß, können das Gesamtbild aber verbessern.

Wer möglichst flüssig online spielen möchte, ist mit der Switch 2 im Docking-Modus oder mit der Playstation 5 gut beraten. Im Handheld-Modus bleibt der Shooter ebenfalls „flüssig“ spielbar, die geringere Bildrate der Kampagne sollte man jedoch berücksichtigen.

Ob man jetzt eine überragende Grafik für einen Shooter braucht, muss jeder für sich entscheiden. Spielerisch merkt man bei beiden Varianten kaum Unterschiede und beide machen großen Spaß. Call of Duty auch unterwegs, im Bett oder wo auch immer spielen zu können ist richtig klasse.

DMZ: Mehr als nur ein zusätzlicher Spielmodus

Neben der Kampagne bildet DMZ einen wichtigen Bestandteil des Gesamtpakets. Der Extraktionsmodus führt euch in das umkämpfte Gebiet Hajin. Dort sucht ihr nach Beute, erledigt Aufträge und versucht, mit möglichst wertvoller Ausrüstung lebend wieder zu entkommen.

Es ist möglich, Storymissionen zu erledigen oder ihr könnt euch auf andere Aufgaben stürzen, sowie das Gebiet frei erkunden. Dabei treffen bis zu 20 Trupps mit jeweils drei Spielern aufeinander. Dabei handelt es sich um menschliche Spieler, aber auch KI-Gegner kommen zum Einsatz, was wiederum etwas Einfluss auf das Spielerlebnis bzw. das Balancing hat. Das Prinzip ist schnell erklärt, bietet aber viele Möglichkeiten. Welche Ziele verfolgt ihr? Wie viel Zeit investiert ihr in die Suche nach Ressourcen? Und wann ist der richtige Moment, um den Einsatz zu beenden, statt für zusätzliche Beute ein unnötiges Risiko einzugehen?

Zwischen den Einsätzen könnt ihr euch immer wieder auf euren Stützpunkt zurückziehen, wo ihr eure Ausrüstung organisieren, und Ressourcen verarbeiten könnt. Skill-Trees, Crafting und weitere Freischaltungen sorgen dafür, dass sich auch wiederholende Einsätze lohnen können. Zusätzliche Abwechslung bringt dabei das dynamische Wettersystem. So kann eine besonders schlecht Sicht die Bedingungen deutlich verschlechtern. Außerdem ist der DMZ-Modus zwar selbsterklärend, aber über eine Einarbeitung kommt ihr nicht herum. Zahlreiche Menüs, Meldungen und diverse System machen den Einstieg etwas unübersichtlich.

DMZ ist auf alle Fälle ein interessanter Modus, der auch langfristig seinen Reiz haben kann. Dies ist aber abhängig davon, wie gut Aufgaben, Belohnungen und das Risiko durch andere Spieler zusammenspielen. Gerade mit Freunden entfaltet das Konzept sein Potenzial.

Der Multiplayer

Der Multiplayer bleibt wie immer das Herzstück von Call of Duty und der Umfang ist, wie gewohnt, riesig. Es stehen, neben vier Gunfight-Arenen (2v2), drei große Ground-War-Maps und zwölf 6 vs. 6 – Karten bereit

Vorweg muss man sagen und das ist natürlich das persönliche Empfinden jedes Einzelnen, wurden wir, was die Maps betrifft, in Call of Duty schon besser unterhalten. Dennoch sind es Karten, wie das schneebedeckte „Sentry“, die durch spannende Gefechte überzeugen können. „Transit 213“ hat etwas das Flair von „Shipment“, während „Nautical“ einen Kampf über mehrere Stockwerke bietet.

Zu erwähnen ist auf alle Fälle die Map „Kill Block“ (zu finden im Gunfight-Modus 2 vs. 2 und 10 vs. 10). Diese besteht nämlich aus drei Kartenabschnitten, von denen es wiederum zahlreiche Sub-Varianten gibt. So ist es möglich, bis zu 500 unterschiedliche Versionen dieser Karte zu spielen.

Auch bei den Spielmodi hat sich einiges getan. Neben den bekannten Klassikern, wie Team-Deathmach, Suchen und Zerstören etc. kommt mit „Collateral“ eine neue Variante ins Spiel, die etwas an Counter-Strike erinnert.

Über sechs Runden heißt es zu überstehen, während es keine Respawns gibt. Ein Team muss eine Bombe legen, während das andere versucht diese zu entschärfen. Ihr startet mit einer Pistole und 800 Dollar, bekommt aber nach jeder Runde weiteres Geld, um euch bessere Waffen kaufen zu können. Dies war uns anfangs nicht gleich klar und wir wunderten uns, wo die anderen ihre MPs etc bekamen, während wir immer noch mit der Handfeuerwaffe die Gegend unsicher machten. Auf alle Fälle sind hier taktisches Vorgehen und Teamplay sehr ratsam.

Im neuen „Hijack“ kämpfen zwei Teams um einen Data-Spike, der in einer gegnerischen Kommunikationsstation platziert und verteidigt werden muss. Der Modus macht Spaß, spielt sich aber etwas kompliziert.

„Inflation“ kombiniert klassisches Gunplay mit einem dynamischen Risiko-Belohnungs-System. Der neue Modus spielt sich wie eine actionreiche Mischung aus „Abschuss bestätigt“ und dem Beutezug-Modus (Plunder) aus Warzone

„Ground War: Combat Outpost“ ist der neue, großangelegte Modus in Call of Duty: Modern Warfare 4. Entwickler Infinity Ward beschreibt ihn als die „nächste Evolution von Bodenkrieg“. Er verbindet klassische Flaggen-Einnahmen im Stil von „Herrschaft“ mit taktischen Fahrzeugkämpfen und einer eigenen Ressourcen-Mechanik. Der Modus wird im 24v24- oder 32v32-Format auf riesigen Karten ausgetragen.

Alle Multiplayer-Modi zum Launch

Respawn-Modi:

  • Inflation – Neu

  • Hijack – Neu

  • Team Deathmatch

  • Domination

  • Hardpoint

  • Kill Confirmed

  • Free-for-All

  • Frontline

  • Hardcore-Varianten

Rundenbasierte taktische Modi:

  • Collateral – Neu

  • Search & Destroy

  • Gunfight

  • Ground War: Combat Outpost – Neu

Party-Modi:

  • Gun Game

  • Proving Grounds (Mobility Course)

Zwei weitere Modi folgen vor Season 1 und der bekannte Infektionsmodus „Infected“ erscheint am 30. Oktober 2026.

Gameplay

Die größte Stärke im Gameplay ist das direkte Schussgefühl, wie unmittelbares Trefferfeedback und vor allem das gedrosselte Bewegungstempo in Call of Duty: Modern Warfare 4. Die Sprints sind nun langsamer, sowie euer Operator und eure Waffen wirken gefühlt schwerfälliger, was etwas das Realismusgefühl erhöht. Das Aiming, sowie eure Deckung rücken wieder vermehrt in den Vordergrund und ihr werdet kaum Gegner finden, die von Wänden abspringen, ständig herumrutschen oder mit ihren Messern herumsprinten. Der Titel setzt nun auf eine kontrollierte, schnelle Fortbewegung und die Spawnpunkte sind zwar noch. nicht perfekt, aber deutlich besser gesetzt als noch in der Beta.

Auch beim Fortschritt gibt es nun deutliche Verbesserungen. Waffenaufsätze, die sich für mehrere Waffen verwenden lassen, müssen nicht für jede Kanone erneut freigespielt werden. Das erleichtert den Wechsel zwischen unterschiedlichen Ausrüstungsvarianten.

Zu diskutieren ist sicherlich erneut das Skill-Based-Matchmaking. Während bei den Vorgängern noch von einer Reduzierung des Einflusses der Spielerstärke geredet wurde, ist es bei Modern Warfare 4 undurchsichtig, auf welche menschlichen Gegner ihr trefft. Was aber auffällt ist , ist die Tatsache, dass wenn ihr über mehrere Runden so richtig gut seid, ihr danach irgendwann so richtig eine auf die Mütze bekommt. Das Balancing muss man sicherlich noch im Auge behalten, während eine gewisse Selbstbestimmtheit hier noch immer fehlt.

Der Sound überzeugt mit wuchtigen Waffengeräuschen, einer dynamischen Geräuschkulisse und einem druckvollen Soundtrack, der die Action wirkungsvoll untermalt. Auch Explosionen und Umgebungsgeräusche tragen zur intensiven Atmosphäre der Gefechte bei. Die Sprachausgabe sorgt für zusätzliche Immersion und unterstützt die filmische Inszenierung der Kampagne.

Auf der Switch 2 profitiert der Multiplayer besonders vom angestrebten 60-fps-Betrieb. Die geringere Grafikqualität fällt hier weniger ins Gewicht als die Möglichkeit, die Online-Gefechte auch unterwegs auszutragen. Wer kompetitiv spielt, sollte allerdings die passende Steuerungsmethode wählen.

Steuerung: Stick, Gyro und Mausmodus

Auf der Switch 2 habt ihr mehrere Möglichkeiten im Gameplay. Neben der klassischen Steuerung über die Sticks unterstützt das Spiel Gyro-Zielen und den Mausmodus der Joy-Con 2.

Gerade die Kombination aus Stick und Gyro ist interessant: Mit dem Stick bewegt ihr euch schnell durch die Umgebung, während ihr das Fadenkreuz über Bewegungen des Controllers präziser ausrichten könnt. Nach einer Eingewöhnungsphase kann das eine sinnvolle Alternative zur klassischen Controller-Steuerung sein.

Der Mausmodus ist eine weitere Besonderheit der Nintendo-Version. Allerdings ist er nicht automatisch die beste Wahl für alle Situationen. Die Genauigkeit kann je nach Einsatz und Einstellung schwanken, weshalb wir ihn nicht uneingeschränkt für kompetitive Partien empfehlen würden. Oder wie wir schon bei der Beta festgehalten haben: „Wir haben relativ früh wieder auf den Pro-Controller gewechselt, da uns die Steuerung zu kompliziert war. Buttons, wie jene für Sekundäre Waffen etc. erreicht man nur schwer und in Summe waren wir damit schlichtweg zu langsam für das Gameplay. Wenn man vielleicht alle Tasten optimal auf seine Spielweise anpasst, kann es durchaus funktionieren, aber unserer Meinung ersetzt das Design des Joy-Cons hier sehr schwer eine Maus.“

USB-Maus und -Tastatur werden in dieser Switch-2-Fassung nicht unterstützt. Auf der PS5 bleibt die klassische Controller-Steuerung die naheliegende Wahl. Insgesamt bietet die Switch 2 mehr unterschiedliche Ansätze, verlangt dafür aber etwas Zeit, bis die persönliche Lieblingskonfiguration gefunden ist.

Ein würdiger Abschluss für Modern Warfare?

Call of Duty: Modern Warfare 4 macht vieles richtig. Die Kampagne verbindet bekannte Figuren mit neuen Perspektiven und einer aufwendigen Inszenierung. DMZ erweitert das Paket um einen Modus, der Beute, Aufträge und Risiko miteinander verbindet. Der Multiplayer liefert wiederum zahlreiche Möglichkeiten, sich auch langfristig mit anderen Spielern zu messen.

Nicht alle Elemente überzeugen gleichermaßen. Die Geschichte bleibt bei manchen Konflikten an der Oberfläche, der offene Kampagnenabschnitt unterbricht stellenweise den Spielfluss und DMZ verlangt anfangs Geduld mit seiner umfangreichen Benutzeroberfläche. Auch der technische Unterschied zwischen PS5 und Switch 2 ist sichtbar.

Gerade die Nintendo-Version verdient dennoch Anerkennung. Sie bietet den vollständigen Spielumfang, unterstützt ebenfalls Crossplay und Cross-Progression und ermöglicht damit einen flexiblen Wechsel zwischen den unterstützten Plattformen. Der technische Aufwand ist erkennbar, ohne dass dafür zentrale Spielinhalte geopfert werden mussten. Zu erwähnen ist aber noch, dass ihr mit eurem Activision-Account nur auf einer Konsole zocken könnt. Gleichzeitig mit mehreren Geräten online zu sein geht nicht.

Für PS5-Spieler ist Modern Warfare 4 ein überzeugendes Gesamtpaket, das die Schwächen des Vorgängers vergessen lässt und die neu aufgelegte Modern-Warfare-Geschichte zu einem befriedigenden Ende führt.

Wer eine technisch möglichst aufwendige Darstellung erwartet, greift zur PS5. Wer dagegen auch unterwegs spielen möchte und mit reduzierten Details sowie 30 Bildern pro Sekunde in der Kampagne leben kann, bekommt auf Switch 2 einen vollwertigen Shooter mit überraschend großem Umfang.

Die Vault Edition von Call of Duty: Modern Warfare 4 enthält das Hauptspiel sowie folgende Zusatzinhalte und Boni:

  • Operator-Paket „Feindliche Allianz“: Vier Operator-Skins für Price, Valeria, Ghost und Blix

  • Operator-Paket „Spezialeinheiten“: Vier Operator-Skins, die das Vereinigte Königreich, Deutschland, Frankreich und Südkorea repräsentieren – jeweils mit Sprachausgabe in der Landessprache.

  • Spezialwaffen-Sammlung: Eine Sammlung mit fünf verschiedenen Signatur-Waffenbauplänen.

  • BlackCell (1. Saison): Inklusive Battle Pass, 20 Stufensprüngen, 1.100 Call of Duty-Punkten und weiteren Inhalten.

  • DMZ-Einsatzbonus: Zusätzliche Startvorteile und Bonusinhalte für den DMZ-Modus.

Zusätzliche Kosmetik-Boni:

  • Operator-Skin „Hunter-Killer“

  • Goldene Perle-Tarnungspaket (mit den Tarnungen „Mondscheinperle“ und „Goldene Ruine“)

  • Waffenbauplan „Innenschaltkreis“

8.7Wertung

Fazit

Call of Duty: Modern Warfare 4 ist eine starke Rückkehr zu den Wurzeln der Reihe. Zwar dürft ihr euch keine Revolution erwarten, aber die Kampagne unterhält und ist spannend, der Multiplayer überzeugt mit direktem Gunplay und DMZ rundet das Gesamtpaket mit einer weiteren interessanten Spielvariante ab. Auf der Switch 2 müssen zwar technische Kompromisse akzeptiert werden, am grundsätzlichen Spielumfang ändert das aber nichts. Wer auch unterwegs den Battleground erobern möchte, der hat hier klar unsere Empfehlung. Auch sonst macht Call of Duty auch in diesem Jahr wieder sehr großen Spaß – perfekt für actiongeladene Gefechte zu dieser Jahreszeit und darüber hinaus.

Barrierefreiheit

Die umfangreichen Optionen zur Barrierefreiheit erlauben es, die Spielerfahrung durch angepasste Steuerung und weniger störende Bewegungseffekte individueller zu gestalten. Ergänzend sorgen Untertitel, veränderbare Textgrößen und unterschiedliche Farboptionen dafür, dass möglichst viele Spieler das Abenteuer ihren Bedürfnissen entsprechend erleben können.

U
Meinung vonUlrich

Call of Duty macht auch in diesem Jahr wieder großen Spaß und die Kampagne ist großartig. Es wird auf alle Fälle Abwechslung geboten. Dennoch zünden für mich persönlich die Multiplayer-Maps nicht gleich so intensiv wie in anderen Teilen.

Design
8.5
Sound
9.0
Technik
8.5
Multiplayer
8.5
Spielspaß
8.5
Umfang
8.5
Story
8.5
Gunplay
9.0
Kampagne
9.0
  • Packende, filmreif inszenierte Kampagne
  • Präzises, direktes und wuchtiges Gunplay
  • Abwechslungsreiche Gefechte und starke Actionmomente
  • Umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten im Multiplayer
  • Kampagne mit etwas kurzer Spielzeit
  • Wenig spielerische Freiheit in vielen Storymissionen
  • Multiplayer mit Schwächen beim Matchmaking und bei den Spawnpunkten

Herzlichen Dank an Infinity Ward für die Bereitstellung des Testmusters.

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