
Hello Kitty Party Land im Test
Auf der Nintendo Switch und Switch 2 gibt es mittlerweile eine recht beachtliche Auswahl an Party-Spielen für den gemeinsamen Nachmittag vor dem Fernseher. Mit Hello Kitty Party Land reiht sich nun ein weiterer Titel in diese Kategorie ein, der sich mit seiner Aufmachung und Lizenz gezielt an ein jüngeres Publikum richtet. Wir haben uns das Spiel in Ruhe angesehen und klären im Test, was der Ausflug in den Sanrio-Freizeitpark spielerisch zu bieten hat.
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Hello Kitty Party Land
NSW2
- Genre
- MusikspielPartyspiel
- Publisher
- Bandai Namco Entertainment
- Modi
- EinzelspielerLokaler MultiplayerOnline-Multiplayer
- Spieler
- 1 lokal1–4 online
- Freigabe
USK ab 0
Was genau ist Hello Kitty Party Land?
Im Kern ist der Titel eine klassische Minispielsammlung, die vom grundlegenden Ablauf her an die bekannten Genre-Vertreter erinnert. Allerdings sind sowohl der allgemeine Umfang als auch die Komplexität der Regeln spürbar reduziert worden, um die Einstiegshürde gerade für Kinder so gering wie möglich zu halten.
Zu Spielbeginn schlüpft ihr dabei nicht direkt in die Rollen der bekannten Sanrio-Figuren. Stattdessen erstellt ihr über einen Charakter-Editor zunächst eure eigene Spielfigur. Die bekannten Gesichter der Marke, wie etwa Hello Kitty, Kuromi, My Melody oder Cinnamoroll, fungieren im Spiel vielmehr als Helfer. Ihr sucht euch zu Beginn einen dieser Begleiter aus, der einem dann im weiteren Verlauf zur Seite steht.
Anschließend tretet ihr wahlweise gegen computergesteuerte Figuren oder im lokalen Mehrspieler-Modus gegen bis zu drei Mitspieler an. Das Spielgeschehen ist dabei in eine Vergnügungspark-Kulisse eingebettet, in der ihr euch von Attraktion zu Attraktion bewegt.

Die einzelnen Minispiele fallen recht kurz aus und reichen von überschaubaren Reaktionsaufgaben bis hin zu leichten Geschicklichkeitseinlagen. Die Entwickler haben die Steuerung bewusst simpel gehalten: Meist reichen der Analogstick und eine einzige Aktionstaste aus. Das sorgt dafür, dass auch Personen, die sonst nur selten einen Controller in der Hand halten, die jeweiligen Mechaniken nach einer kurzen Erklärungsrunde recht schnell verinnerlicht haben.
Ein Rundgang durch den Freizeitpark
Im Zentrum des Spiels steht der namensgebende Party Land-Vergnügungspark, der in mehrere Areale unterteilt ist. Der Hauptfokus liegt dabei auf dem Game Park, in dem drei unterschiedliche Spielbretter zur Auswahl stehen. Der Ablauf orientiert sich an klassischen Brettspielen: Ihr bewegt euch über die Karte, sammelt vorgegebene Gegenstände und erfüllt Aufgaben, um das jeweilige Level abzuschließen. Um mögliche Wartezeiten zu überbrücken, lassen sich zwischen den Zügen kleine Spiele für Zwischendurch absolvieren.

Abseits der Spielbretter
Neben den reinen Minispielen gibt es im Park noch weitere Bereiche zu entdecken, die das Spielgeschehen auflockern. Auf der sogenannten Sky Farm geht es beispielsweise deutlich ruhiger zu. Hier kann man kleine Beete mit Obst und Gemüse anlegen oder eine Runde angeln gehen. Wer lieber kreativ werden möchte, besucht das Creative Lab, um eigene Bilder zu malen, Melodien zusammenzusetzen oder klassische Match-3-Rätsel zu lösen.
Ein kleines Fotostudio für gemeinsame Bilder und ein Stickeralbum, das man durch Gespräche mit den Figuren im Park nach und nach füllt, runden das Freizeitpark-Erlebnis ab.
Fairness im Mehrspieler-Modus
In der Praxis auf der heimischen Couch zeigt sich ein gut durchdachtes Detail des Spiels: Die Entwickler haben spürbar Wert auf eine frustfreie Erfahrung für Kinder gelegt. Zwar tretet ihr in den einzelnen Minispielen mechanisch oft gegeneinander an, am Ende gibt es jedoch keine klassischen Verlierer.
Das liegt an einem simplen, aber effektiven Kniff bei der Punktevergabe. Die Punkte, die jeder einzelne Spieler in den Runden sammelt, fließen am Schluss in eine gemeinsame Gesamtwertung ein. Das nimmt den kompetitiven Druck spürbar aus dem Geschehen. Schneiden jüngere Mitspieler in einem Minispiel einmal nicht so gut ab, bremst das den Spielfortschritt nicht aus, da die gemeinsame Leistung der Gruppe im Vordergrund steht. So bleibt die Motivation bei allen Beteiligten konstant und typische Frustmomente über verlorene Runden werden geschickt vermieden.

Technik, Präsentation und ein Blick auf die Zielgruppe
Optisch präsentiert sich das Spiel in einem passenden Gewand. Zwar erwartet die Spieler hier naturgemäß keine High-End-Grafik, das Design fängt die Vorlage aber gut ein. Die Welt ist durchgehend bunt, niedlich und zielgruppengerecht gestaltet. Technisch gibt es bei der Umsetzung auf der Nintendo Switch 2 zudem nichts auszusetzen. Das Geschehen läuft flüssig und die Menüführung ist übersichtlich.
Auffällig ist bei der Präsentation jedoch die starke Fokussierung auf klassische Rollenbilder. Wie die Marke Hello Kitty selbst, adressiert auch das Spiel primär junge Mädchen. Das äußert sich nicht nur optisch, sondern auch in inhaltlichen Entscheidungen. So gibt es im Park beispielsweise eine Shopping-Mall, in der die Spieler*innen ihr erspieltes Geld ausgeben können, um neue Kleidung zu kaufen und das Aussehen der Figuren zu modifizieren. Auch wenn dies die eigentliche Spielmechanik nicht schlechter macht, ist es etwas schade, dass die Interessen der Zielgruppe hier inhaltlich recht deutlich auf stereotype Klischees reduziert werden.
Fazit
Hello Kitty Party Land ist eine grundsolide Minispielsammlung, die ihre jüngere Zielgruppe sehr genau kennt. Der bewusste Verzicht auf komplexe Regeln, die einfache Steuerung und der Fokus auf eine kooperative Punktewertung sorgen für entspannte Spielrunden auf der heimischen Couch. Die verschiedenen Bereiche des Freizeitparks bieten zudem genug Beschäftigung abseits der klassischen Spielbretter. Zwar bedient der Titel thematisch spürbar klassische Geschlechterklischees, wer jedoch ein zugängliches Spiel für den Familiennachmittag sucht und die Sanrio-Figuren mag, bekommt hier ein passendes Gesamtpaket geboten.
Barrierefreiheit
Abermals hatte ich mit Hello Kitty Party Land die Möglichkeit ein Spiel direkt mit jemanden aus dem jungen Publikum zu testen. Meine 5-jährige Tochter hatte auf jeden Fall ordentlich Spaß in der bunten Hello Kitty Welt. Auch die gemeinsamen Brettspielrunden wussten uns beide zu unterhalten. Lediglich die vielen Geschlechter-Klischees, in Bezug auf die primär weibliche Zielgruppe, sind mir negativ aufgestoßen. Aber das ist auch mehr eine Kritik an Hello Kitty als Marke, als am Spiel selbst.
- Einfacher Einstieg und sehr zugängliche Steuerung
- Frustfreier Mehrspieler-Modus durch gemeinsame Punktewertung
- Nebenaktivitäten (Farm, Fotostudio) lockern das Geschehen gut auf
- Passende, farbenfrohe Umsetzung des Sanrio-Universums
- Für erfahrene oder ältere Spieler spielerisch oft anspruchslos
- Thematische Ausrichtung bedient stark klassische Rollenklischees
Vielen Dank an Bandai Namco Entertainment für die Bereitstellung des Testmusters.

Ich finde das toll dass du das mit deiner Tochter "getestet" hast weil das ja auch eher die Zielgruppe ist und es da entscheidender ist ob ein Kind auch Spass damit hat :)